Energiespartipps

Gasverbrauch von 4 Personen: Vergleichen und sparen.

Von Schätzwert bis Spartipp: Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Gasverbrauch schätzen, vergleichen und senken können.

Gasverbrauch 4 Personen Haushalt

Kennen Sie den Unterschied zwischen einer Strom- und einer Gasrechnung? Wenn die Stromrechnung kommt, hängt schnell der Haussegen schief: Wer hängt ständig vor der Glotze, lässt die Waschmaschine für ein paar Socken laufen und den Kühlschrank offen stehen? Anders bei der Gasrechnung: Kann man eh nichts machen, warm sein muss es ja im Haus. Und dass die eigenen vier Wände von anno 1974 sind, dafür kann keiner was. Doch Irrtum! Man kann nämlich eine ganze Menge machen, um beim Gasverbrauch zu sparen. Ob Wohnung, Einfamilien- oder Passivhaus: Wir sagen, welcher Gasverbrauch „normal“ ist und wie Sie die Heizkosten senken können, wenn Ihr Verbrauch darüber liegt.

Gasverbrauch von 4 Personen nach Haustypen.

Gasverbrauch 4 Personen Verbrauch

100 Quadratmeter-Wohnung:
14.000 kWh/Jahr

Unsaniertes Haus von 1955:
27.000 kWh/Jahr

Haus von 1975:
17.250 kWh/Jahr

Neubau von 1990:
11.250 kWh/Jahr

Passivhaus von 2015:
2.250 kWh/Jahr

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Eine Gegenüberstellung verschiedener Haustypen zeigt, dass der Gasverbrauch einer 4-Personen-Familie zunächst nicht so sehr von der Zahl der Familienmitglieder abhängt. Viel wichtiger sind Art und Zustand des Hauses, insbesondere Faktoren wie Wohnfläche, Baujahr und Dämmung. So geht man davon aus, dass ein unsaniertes Haus von 1955 rund 160 kWh pro Quadratmeter (m2) und Jahr verbraucht. Ein Passivhaus kommt dagegen mit rund 15 kWh pro m2 jährlich aus. Der Schätztabelle zugrunde gelegt ist eine Wohnfläche von 150 m2. Damit bietet sie einen groben Vergleichswert für ein durchschnittliches Einfamilienhaus.

Gasverbrauch nach Haustyp selbst ermitteln.

Nicht jeder hat eine Wohnung oder ein Haus mit 150 m2. Wenn Sie Ihren eigenen Gasverbrauch vergleichen möchten, können Sie dies genauer anhand einer einfachen Formel tun. Ordnen Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus dazu einer der obigen Gebäude-Kategorien zu. Dann ermitteln Sie einen Vergleichswert anhand der folgenden Formeln:

Unsaniertes Haus von 1955:
180 kWh x Wohnfläche in m2 = durchschnittlicher Verbrauch

Haus von 1975:
115 kWh x Wohnfläche in m2 = durchschnittlicher Verbrauch

Neubau von 1990:
75 kWh x Wohnfläche in m2 = durchschnittlicher Verbrauch

Passivhaus von 2015:
15 kWh x Wohnfläche in m2 = durchschnittlicher Verbrauch

Beispiel:
Sie wohnen in einem Einfamilienhaus mit 182 Quadratmetern Wohnfläche. Das Haus ist zwar 1966 gebaut, wurde aber bereits von Ihnen modernisiert und entspricht daher eher einem Haus von 1990. Dann kommen Sie für Ihren Gasverbrauch zu einem Vergleichswert von 75 kWh x 182 m2 = 13.650 kWh/Jahr.

Gasverbrauch 4 Personen Haus

Verbrauch unabhängig vom Haustyp vergleichen.

Wer es ganz einfach haben möchte, nimmt den durchschnittlichen Gasverbrauch aller Verbraucher in Deutschland zusammen – egal, ob Wohnung oder Haus, egal, welches Baujahr, welcher Zustand. Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht nämlich rund 160 kWh Gas pro m2 und Jahr, wenn er mit Gas zusätzlich Warmwasser aufbereitet. Ohne Warmwasser sind es nur 140 kWh für die reine Heizung. Ein echter Durchschnittswert für eine Wohnung oder ein Haus mit 150 m2 Wohnraum und Warmwasserbereitung durch Gas liegt dann entsprechend bei 160 kWh x 150 m2 = 24.000 kWh/Jahr.

Wo finde ich meinen Jahresverbrauch?

Wenn Sie Ihren Gasverbrauch vergleichen möchten, finden Sie ihn auf zwei Wegen heraus.

Verbrauch auf der Jahresabrechnung ablesen.

Wenn Sie eine aktuelle Jahresrechnung haben, können Sie ihn am einfachsten dort ablesen. Konkreter geht’s nicht – außer, Ihr Heizverhalten oder Ihre Heizungsanlage haben sich seit der letzten Rechnung grundlegend geändert. Zum Beispiel, weil Sie Ihre Heizung modernisiert haben oder der Winter besonders lang und kalt war.

Jahresverbrauch anhand eines Monats schätzen.

Wer keine Jahresrechnung hat, kann den Verbrauch eines Monats kontrollieren und mit 12 multiplizieren – schon hat man den voraussichtlichen Jahresverbrauch. Hier gilt es, Folgendes zu beachten: Auf dem Gaszähler steht der Verbrauch in Kubikmetern (m3). In Kilowattstunden (kWh) rechnet man ihn mit folgender Formel um:

Kubikmeter x Brennwert x Zustandszahl = Kilowattstunden.

Wenn Sie Brennwert und Zustandszahl nicht von der Gasrechnung ablesen können, weil sie keine haben, erfahren Sie diese bei Ihrem Gasanbieter oder Netzbetreiber. Warum Sie Brennwert und Zustandszahl zur Berechnung brauchen, sagen wir Ihnen in unserem Beitrag zum Gasverbrauch. Hier finden Sie auch eine Beispielrechnung.

Gasverbrauch von 4 Personen senken.

Am Baujahr eines Hauses lässt sich so schnell nichts ändern. Aber es gibt viele kleine und große Maßnahmen, die helfen, die Gaskosten zu senken. Vom richtigen Lüften bis zum Modernisieren der Heizungsanlage ist hier eine Menge Sparpotenzial vorhanden. Im Folgenden ein paar Tipps.

Gasverbrauch 4 Personen

Spartipps für jeden Haushalt.

Jede Kilowattstunde zählt. Das gilt für den Gaszähler genauso wie für die Gasrechnung. Schon wenige Handgriffe genügen oft, um im Laufe eines Jahres viel Gas zu sparen. Einige Tipps sind mittlerweile echte Klassiker und dürfen in keiner Aufzählung fehlen – man kann schließlich nicht oft genug daran erinnern, dass richtiges Lüften oder wenige Millimeter am Thermostat drehen einen großen Unterschied macht.

Der 5-10-25-Tipp.

Ihre Gewinnzahlen für die nächste Abrechnung: 5, 10, 25. Genau so lange sollten Sie Fenster und Türen weit aufreißen, wenn Sie Ihr Zuhause lüften. 5 Minuten im Winter, 10 in Frühjahr und Herbst, 25 im Sommer. Dann können Sie richtig durchatmen – auch bei der Gasrechnung, denn Stoßlüften spart gegenüber Dauerlüften schön viel Energie.

Sind die noch dicht?

Fensterdichtungen können über die Jahrzehnte porös werden. Dann sollten die Dichtungen erneuert werden. Doch auch so heizen Sie über Glasflächen Ihre Energie immer ein bisschen zum Fenster heraus. Da hilft es, einfach mal die Vorhänge geschlossen zu lassen. Es bleibt mehr Wärme im Haus, die nicht nachgeheizt werden muss.

Aus der Deckung kommen.

Was bei Fenstern Energie spart, ist bei Heizkörpern ungünstig: Hier sollten die Vorhänge diese nicht verdecken. Dann kann die warme Luft nämlich nicht optimal zirkulieren und staut sich. Gleiches gilt für das breite Sofa oder den dicken Sessel, der direkt vor dem Heizkörper steht. Sieht im Wohnzimmer vielleicht besser aus, auf der Gasrechnung aber dann nicht mehr.

Einfach mal runterkommen.

Nachts fährt unser Körper runter. Ihre Heizung kann das auch. Wer schläft, braucht in der Regel höchstens 18 Grad Raumtemperatur. Auch die anderen Räume müssen nachts nicht auf Tagestemperatur erwärmt werden. Eine Nachtabsenkung der Heizungsanlage verringert den Energieverbrauch um circa 5 %.

Optimale Raumtemperatur: „Grad genug“

Jedes Grad Raumtemperatur mehr kostet unterm Strich sechs Prozent Energie. Überlegen Sie, ob Sie eher der 22-Grad-Typ sind oder ob nicht 20 Grad genügen. Und falls Sie der 22-Grad-Typ sind, ob es nicht Räume gibt, in denen Sie sich selten und nur kurz aufhalten. Da reichen dann ja vielleicht auch 20 Grad zum kurz Wohlfühlen.

Smart heizen, lüften, sparen.

Warum sich selbst mit 5-10-25-Minuten-Lüften und Thermostat-Drehen beschäftigen, wenn es ein Smart Home viel effizienter und besser kann. Mit Lösungen wie ENTEGA Smart Home lassen Sie einfach lüften und die Raumtemperatur optimal einstellen. So sparen Sie komfortabel und entspannt bis zu 30 % Energie.

Warten lohnt sich.

Die jährliche Wartung der Heizungsanlage ist nicht nur auf lange Sicht wichtig, weil sie die Lebensdauer der Anlage erhöht. Sie bringt zudem eine Leistungsverbesserung, weil Ihre Anlage optimal und effizient arbeitet. Das spart durchaus weitere 5 % Gas pro Jahr.

Mit Ökostrom sparen.

Viele hundert Euro jährlich spart man sogar mit wenigen Klicks online: Wenn Sie Ihren Gastarif vergleichen, können Sie mit einem Anbieterwechsel bei gleichem Verbrauch schnell sparen – nur durch einen besser passenden und günstigeren Gastarif. Ökogas ist dabei oft sogar besonders günstig und klimaschonend noch dazu. Ob sich ein Wechsel zu klimaneutralem Ökogas von ENTEGA für Sie lohnt, finden Sie über unseren Ökogas-Tarifrechner schnell heraus. Bei einem Wechsel müssen Sie sich nicht einmal um die weiteren Formalitäten wie die Kündigung beim alten Anbieter kümmern. Das übernimmt ENTEGA für Sie.

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Weitere Tipps:

    • Türenschließen hält die Wärme drinnen
    • Duschen statt Baden spart Warmwasser
    • richtiges Entlüften der Heizkörper bringt 15 % Effizienz
    • Kellerräume müssen meist nur frostfrei sein, 6 Grad reichen
    • für Flure sind 12 Grad Raumtemperatur ausreichend
    • Isolierstreifen für Fenster gibt es im Baumarkt für wenige Euro
    • sich wärmer anziehen klingt banal, hilft aber auch

Gasverbrauch 4 Personen sparen

Altbau: Sanierung sinnvoll.

Eine Altbau-Sanierung steigert den Wert einer Immobilie und trägt maßgeblich zur Senkung von Energiekosten bei. Während ein Altbau durchaus bis zu 200 Kilowattstunden (kWh) Energie pro Quadratmeter und Jahr verbraucht, sind es beim modernen Passivhaus lediglich nur noch 15 kWh. Zwischen beiden „Extremen“ ist viel Platz – zum Energiesparen. Wer übers Jahr pro Quadratmeter mehr als 100 Kilowattstunden (kWh) Energie verbraucht, sollte Modernisierungsmaßnahmen ernsthaft in Erwägung ziehen. Fassade, Fenster und Dach sind in der Regel die erste Adresse für eine Dämmung. Verliert das Haus weniger Energie, ist das am Ende nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch fürs Klima, weil weniger Energie „verheizt“ wird.

Altbau/Neubau: Heizungsmodernisierung.

Ganz gleich, ob Sie eine grundlegende Sanierung Ihres Hauses planen oder einfach nur den 15 Jahre alten Kessel austauschen wollen: eine Modernisierung der Heizungsanlage senkt den Gasverbrauch für Vierpersonenhaushalte enorm, nämlich um bis zu 25 %. Moderne Heizungsanlagen arbeiten deutlich effizienter als ältere. Experten zufolge hat sich die Effizienz von Heizkesseln allein seit 2007 um jährlich 3 % gesteigert.

Gasverbrauch 4 Personen Heizung

Heizungsmodernisierung: Anlagen-Vergleich.

Stromheizung.

Eine moderne Stromheizung ist eigentlich nur dann zu empfehlen, wenn Sie Ihre alte Nachtspeicherheizung erneuern wollen. Aktuelle Modelle können bedarfsgerecht aufgeladen werden. Die Raumtemperatur ist individuell regelbar. Geringen Investitionskosten stehen bei Stromheizungen allerdings relativ hohe Betriebskosten gegenüber. Immerhin lassen sich diese durch einen Wechsel zu günstigem Ökostrom gegebenenfalls verringern – und klimafreundlicher gestalten.

Wärmepumpe.

Mit einer Wärmepumpe wie z. B. einer Luft-Wasser-Wärmepumpe haben Sie wohlige Wärme, Warmwasser und angenehme Kühlung in einem. Wegen der Effizienz im Vergleich zu anderen Stromheizungen spart sie bis zu 70 % Strom. Mit den günstigen Heizstrom-Tarifen von ENTEGA verursachen Sie außerdem keinerlei CO2. Die Anschaffungskosten sind dreimal so hoch wie bei einer Gasheizung. Mit günstigem Strom und effizientem Heizen lassen sich die laufenden Kosten aber reduzieren. Zusätzlich sollten Sie Fördermittel mitnehmen. So gibt es bei ENTEGA für den Einbau von Wärmepumpen Förderungen von bis zu 1.000 Euro.

Holzpelletheizung.

Heizen mit Holzpellets ist ähnlich komfortabel wie mit Gas. Vergleicht man Holzpellets mit klimaneutralem Ökogas, arbeiten beide Anlagentypen nahezu klimaneutral: Beim Verbrennen der Pellets wird nur das CO2 freigesetzt, das aus dem natürlichen Kreislauf aufgenommen wurde. Geringen Betriebskosten stehen bei der Holzpelletheizung höhere Anfangskosten gegenüber. Zudem braucht man Lagerraum fürs Holz.

Gasheizung.

Eine moderne Gasheizung verwertet die bereitgestellte Energie optimal. Sie arbeitet flexibel nach Bedarf, spart bis zu 30 % Energie gegenüber älteren Heizungsanlagen und heizt klimafreundlich, wenn sie mit klimaneutralem Ökogas betrieben wird. Auch für Gasheizungen bietet ENTEGA viele Fördermöglichkeiten, z. B. bis zu 1.000 Euro für die Umrüstung. Ganz ohne Eigeninvestitionen im Rundum-sorglos-Paket geht’s auch: Mit ENTEGA Wärme komplett können Sie Ihre Heizung einfach mieten – Installation, Wartungen und Reparaturen inklusive.

Solarthermie.

Wer sich für eine Gasheizung entschieden hat und eine Photovoltaik-Anlage besitzt, sollte zusätzlich über Solarthermie nachdenken. Mit Solarthermie wird man noch unabhängiger vom Energiemarkt, weil man bis zu einem Drittel seines Warmwasser- und Heizbedarfs durch Sonnenwärme abdecken kann. Bei einer Entscheidung für Solarthermie gibt es ebenfalls gute Fördermittel von ENTEGA.

Altbau/Neubau: Hydraulischer Abgleich.

Ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage macht kaum Aufwand. Dafür verbessert er die Effizienz des Heizungssystems mitunter deutlich. Das wiederum senkt Energieverbrauch und Heizkosten. Vereinfacht gesagt werden durch den hydraulischen Abgleich alle Komponenten des Heizungssystems aufeinander abgestimmt, sodass die Wärme im Haus optimal verteilt wird. Weil er so effizient und klimafreundlich ist, fördert ENTEGA die entsprechende Maßnahme mit 100 Euro.

Sparpotenzial beim Gasverbrauch für 4 Personen.

Ob mit einem Handgriff richtig heizen oder gleich mit einer modernisierten Heizungsanlage: über kurz oder lang lässt sich beim Heizen mit Gas einiges an Geld und CO2 einsparen. Wer noch mehr dazu wissen will, wird hier fündig: Bei uns im Blog lesen Sie, was eine Nachtspeicherheizung kostet, warum Heizen mit einer Wärmepumpe ökologisch, einfach und günstig ist, woran Sie erkennen, ob Ihre Heizung eine Wartung braucht, und wie Sie Ihre Heizkostenabrechnung richtig prüfen.

 

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