31. August 2016
Energie sparen

Wenn Sie diese 7 Geräusche hören, braucht Ihre Heizung Wartung.

7 Ursachen, warum Ihre Heizung komische Geräusche macht und 20 Tipps, wie Sie sie wieder zum Laufen bringen – unser kleines Wartungs-ABC.

Heizung pfeift
Spätestens dann, wenn Ihre Heizung pfeift oder Sie Ihre Heizung knacken hören, ist für Ihre Heizung Wartung angesagt. Grundsätzlich ist wie beim Auto eine jährliche Inspektion vom Fachmann zu empfehlen. Sie erhöht die Lebensdauer der Anlage und hilft, Energie zu sparen. Sie können aber auch einiges selbst tun, wenn Ihre Heizung Geräusche macht. Was genau, das erfahren Sie hier.

Die Heizung gluckert

1. Wasserdruck prüfen
Wenn die Heizung gluckert, ist oft Luft im Heizsystem. Der erste Blick sollte dem Wasserdruck an der Heizungsanlage gelten. Als Faustregel gilt, dass der Druck mindestens ein Bar betragen sollte. Je höher die Anlage das Wasser im System im Haus pumpen muss, desto mehr Druck braucht sie. Man geht pro Höhenmeter von 0,1 Bar aus – vom Keller bis zum Spitzboden. An vielen Manometern ist der Normal- bzw. Maximalbereich gekennzeichnet.

2. Wasserdruck anpassen
Ist der Wasserdruck zu niedrig, muss Wasser in den Heizkreislauf nachgefüllt werden. Das sollte man sich beim ersten Mal von einem Fachmann zeigen lassen. Meist dreht man dazu Hähne auf, die an der Heizungsanlage angeschlossen sind.

3. Entlüften
Ist Luft im Heizsystem, sollte man die Heizkörper entlüften. Auch das können Sie selbst machen. Stellen Sie zunächst die Umwälzpumpe der Heizanlage ab und warten Sie eine Stunde. Dann können Sie sich die Heizkörper vornehmen.
Drehen Sie zunächst die Heizung am Thermostat auf. Halten Sie eine Schale unter das Entlüftungsventil. Das Entlüftungsventil finden Sie an dem Ende, das dem Thermostat gegenüberliegt. Öffnen Sie dann das Entlüftungsventil mit Vierkantschlüssel oder Zange. Zunächst sollte etwas Luft entweichen. Sobald Wasser austritt, können Sie es wieder schließen. Der Heizkörper ist nun fertig entlüftet.

4. Umwälzpumpe drosseln
Gluckert die Heizung auch noch, nachdem Sie sie bereits entlüftet haben (siehe Punkt 3), kann das Geräusch von der Umwälzpumpe kommen. Möglicherweise ist sie zu schnell eingestellt. Stellen Sie die Pumpe mithilfe der Bedienungsanleitung auf eine niedrigere Drehzahl ein. Auch diese sorgt grundsätzlich für ausreichend gute Wärme. Es dauert nur minimal länger, bis sich das Wasser in den Heizkörpern erwärmt.

5. Fachmann rufen
Helfen die Erhöhung des Wasserdrucks, das Entlüften der Heizkörper und das Drosseln der Umwälzpumpe nicht, heißt es für Ihre Heizung: Wartung am besten von einem Fachmann durchführen lassen.

Die Heizung pfeift

6. Pfeifen ist auch nur Gluckern
Ihre Heizung macht Geräusche, die sich anhören wie ein Pfeifen? Dann sagt Sie Ihnen nichts anderes, als wenn sie gluckert: In der Regel helfen die obigen Tipps weiter.

Die Heizung knacken hören

7. Entspannt bleiben
Knackt ein Heizkörper, können Sie entspannt bleiben. Möglicherweise liegt es nur daran, dass sich durch Aufheizen oder Abkühlen die Temperatur ändert – der Heizkörper dehnt sich minimal aus oder zieht sich wieder zusammen. Dann macht die Heizung Geräusche. Sie könnten dies theoretisch verhindern, indem Sie die Heizung ständig auf derselben Temperatur laufen lassen. Aber das ist alles andere als energiesparend und verursacht deutlich höhere Heizkosten. Und außerdem sollte das Knacken nur kurz beim Aufheizen und Abkühlen zu hören sein.

8. Geschmeidige Halterungen

Knackt es länger oder unabhängig vom Aufheizen oder Abkühlen der Heizkörper, hat es womöglich einen anderen Grund. Können Sie das Knacken auf eine Befestigung oder Halterung des Heizkörpers zurückführen, reibt diese sich wahrscheinlich an anderem Material.
Lösen Sie zunächst die Befestigungen. Bringen Sie dann zwischen den aufeinander lagernden Teilen weiches Gummi oder ein ähnliches Material auf. Alternativ können Sie die aufeinander lagernden Stellen mit etwas Öl einsprühen. Ebenso die Wandauslässe. Das sollte die Reibungspunkte entschärfen.

9. Vor- und Rücklauf prüfen

Ein knackendes, knarrendes oder klopfendes Geräusch unabhängig vom Aufheizen oder Abkühlen kann seine Ursache darin haben, dass Vor- und Rücklauf Ihres Heizungssystems vertauscht wurden. Schließen Sie alle Thermostate und warten Sie, bis die Heizkörper vollständig abgekühlt sind. Drehen Sie dann den Thermostat wieder auf. Halten Sie je eine Hand an das Rohr oben und an das Rohr unten am Heizkörper. Zuerst sollte das Rohr oben (das Vorlaufrohr) warm werden. Wird das Rohr unten (Rücklaufrohr) zuerst warm, haben Sie die Ursache womöglich gefunden. Ein Umkehrventil sorgt hier für Abhilfe.

10. Schlecht gelagerte Rohre
Sind die Heizungsrohre in Wand und Decke nicht spannungsfrei gelagert, können ebenfalls Knack-Geräusche entstehen. Wenn Rohre untereinander oder an anderen Bauteilen reiben, bauen sich Spannungen auf, die sich mit einem lauten Knack entladen. Hier besteht die Kunst darin, die betreffende Stelle zu finden, um sie dann durch Lösen zu „entspannen“ – das ist in der Regel Sache eines Fachmanns. Knackt es also tief in der Wand, können Sie selbst nichts tun. Dann muss die Wand aufgestemmt und die Leitungen müssen neu gelagert werden.

11. War’s der Umbau?

Tritt das Klopfen in Zusammenhang mit Umbaumaßnahmen auf, liegt es auf der Hand, erst einmal hierin die Ursache zu suchen. Ein neues Sofa oder ein neu verlegter Parkettboden könnten Berührungspunkte geschaffen haben, die zu Reibungen mit Heizungsteilen wie Rohren führen.

Die Heizung brummt laut

12. Übertragene Vibrationen
Halten Sie Ihren Heizkörper mit den Händen fest. Hört das Brummen auf, handelt es sich um Schwingungen, die auf den Heizkörper übertragen werden. Die Ursache liegt also vermutlich woanders. Beispielsweise darin, dass die Umwälzpumpe der Heizanlage einen Lagerschaden hat und sich die Unwucht auf das ganze Haus überträgt. Weitere Ursachen können lockere Leitungen, ein defekter Brenner oder vibrierende Lüfter sein. Dafür würde sprechen, wenn die Heizung während des Betriebs ständig brummt. Am besten lassen Sie in diesem Fall einen Fachmann der Sache auf den Grund gehen.

Die Heizung rauscht

13. Ganz normal
Ein leises Rauschen im Thermostatventil ist erst einmal kein Grund, zur Rohrzange zu greifen. Vermutlich hören Sie nur das Heizungswasser durchströmen. Da das notwendig ist, können Sie gegen ein solch leises Rauschen nicht viel tun. Ist das Rauschen laut, sollten Sie allerdings einen Blick auf die Umwälzpumpe werfen (siehe Punkt 4). Hilft auch das nicht, heißt es für Ihre Heizung: Wartung durch einen Fachmann ist wieder angesagt.

Die Heizung klopft

14. Richtungswechsel nötig
Möglicherweise wurden Vor- und Rücklauf vertauscht (siehe Punkt 9). Falls nicht, baut die Umwälzpumpe vielleicht zu viel Druck auf oder das Überstromventil ist zu niedrig eingestellt. Dieses liegt über der Pumpe und öffnet sich, sobald der Druck den am Ventil eingestellten Wert übersteigt. Das erzeugt das klopfende Geräusch. Ist das Überstromventil richtig eingestellt, sollte dieses aufhören.

15. Geister austreiben
Selten, aber manchmal steckt der Teufel leider in der Wand. Liegt da nämlich eine Heißwasserleitung zu nah an einer Kaltwasserleitung, schlägt das sich ausdehnende Metall gegen das andere Rohr. Eine Wartung hilft hier nicht mehr. Einziger Weg, dem Unfug ein Ende zu bereiten: die Wand aufstemmen und Rohre neu lagern.

Die Heizung klackert

16. Siehe oben
Klackern oder Rattern ist meist die Folge von zu viel Luft im Heizkörper. Hier helfen die Tipps wie oben beschrieben (Punkte 1 bis 5).

Die Heizung sagt nichts

17. Warm-kalte Heizkörper
Auch wenn eine Heizung keine Geräusche von sich gibt, kann es sein, dass sie nicht optimal läuft. Wird der Heizkörper nur unten warm, bleibt aber im oberen Bereich kalt, liegt das häufig daran, dass sich Luft darin befindet. In diesem Fall sollten Sie es mit einer Entlüftung versuchen, siehe Punkt 3.

18. Immer noch warm-kalt?

Möglicherweise liegt die Ursache dafür, dass der Heizkörper nicht vollständig warm wird, auch im Thermostatventil. Dieses enthält eine Spindel, die sich verklemmen kann. Zur Kontrolle entfernen Sie das Einstellrad am Thermostat, indem Sie die Überwurfmutter (das ist der große Metallring) lösen – hilfsweise mit einer Rohrzange. Die Ventilspindel ist der kleine Stift, der mittig herausragt. Idealerweise sollte er das fünf Millimeter tun. Tut er das nicht und lässt er sich auch nicht leicht reindrücken, lösen Sie ihn. Dazu leicht mit der Zange daran ziehen oder vorsichtig dagegen drücken bzw. klopfen.

19. Da muss der Fachmann ran …

Läuft die Heizung trotz aller Tipps nicht gleichmäßig warm, muss der Fachmann ran. Im Rahmen einer Wartung misst er die Abgaswerte, tauscht Verschleißteile aus, prüft Sicherheitsfunktionen und Komponenten, checkt das komplette System durch und reinigt verschmutzte Bauteile. Außerdem sollte er einen hydraulischen Abgleich durchführen, der das Heizsystem optimiert.
Allein schon die Reinigung zahlt sich aus: Verbraucherschützer sagen, dass schon ein Millimeter Ruß auf den Anlagenteilen den Energieverbrauch um fünf Prozent steigert.

20. … oder eine neue Heizung rein
Stammt Ihre Heizung noch aus den Siebzigern oder zumindest aus der Zeit vor der aktuellen Brennwerttechnik? Dann verbrauchen Sie vermutlich rund 30 % mehr Energie als Sie mit einer neuen Anlage müssten – und verheizen jedes Jahr bis zu 750 Euro an Heizkosten mehr als nötig. Weil Heizkosten den größten Teil der monatlichen Energiekosten ausmachen, ist ein Austausch solcher mehr als 15 Jahre alten Heiz-Oldies sinnvoll. Eine Anlage mit moderner Technik muss heutzutage keiner mehr kaufen und finanzieren.

Mit ENTEGA Wärme komplett können Sie Ihre neue Heizung pachten. Sie zahlen dann nur einen monatlichen Fixbetrag – und Wartungen sowie Reparaturen der Heizungsanlage zahlt ENTEGA für Sie.

Heizung macht Geraeusche

RSS
    Bisher kein Kommentar vorhanden.
Hinterlassen Sie einen Kommentar
Auf einen Kommentar antworten
    • Bitte geben Sie einen Kommentar ein. Er muss aus mindestens 2 Zeichen bestehen.

    • Bitte geben Sie Ihren Namen ein.

    • Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an.

* Pflichtfelder

Abschicken