Richtig heizen

Nachtspeicherheizung: Kosten, Verbräuche, Spartipps.

Was kostet eine Nachtspeicherheizung in Anschaffung und Betrieb? Wie hoch ist der Stromverbrauch für Zwei-, Drei- und Mehrpersonenhaushalte – und gibt es Einsparpotenzial? Wir geben Antworten.

Was genau ist eine Nachtspeicherheizung?

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Gas-Zentralheizung, die – wie der Name schon verrät – mit Gas betrieben wird, handelt es sich bei der Nachtspeicherheizung wie auch bei der Wärmepumpe um eine Stromheizung, genauer um eine elektrisch betriebene Heizung. Da sie einen Wärmespeicher aufheizt, ist die Nachtspeicherheizung auch unter der Bezeichnung „Elektrische Speicherheizung“ bekannt.

Diese Kosten erzeugt eine Nachtspeicherheizung

Was ist der Unterschied zwischen einem Eintarifzähler und einem Zweitarifzähler bzw. Doppeltarifzähler?

Je nach Anzahl und Ausführung besitzen die Zähler einer Nachtspeicherheizung unterschiedliche Aufgaben. Hier können Sie Ihren Zählertyp finden und die Unterschiede nachvollziehen:

Nachtspeicherheizung – das ist ein Doppelzähler

Eintarifzähler exkl. Haushaltsstrom

Sie haben zwei Zähler mit jeweils einem Zählwerk. Über diese beiden Zähler erfolgt die Messung für Heizungs- bzw. Haushaltsstrom getrennt voneinander.

Doppeltarifzähler exkl. Haushaltsstrom

Sie haben zwei Zähler. Ein Zähler besitzt ein Zählwerk, der zweite Zähler zwei Zählwerke. Es handelt sich somit um einen Doppel- bzw. Zweitarifzähler für Heizungsstrom und um einen Eintarifzähler für Haushaltsstrom.

Doppeltarifzähler inkl. Haushaltsstrom

Sie haben einen Zähler und dieser besitzt zwei Zählwerke. Es handelt sich somit um einen Doppel- bzw. Zweitarifzähler, über den der Strom für Ihre Heizung und Ihren Haushalt getrennt gemessen wird.

Eintarifzähler inkl. Haushaltsstrom

Sie haben einen Zähler und dieser besitzt ein Zählwerk. Es handelt sich somit um einen Eintarifzähler, über den der Strom für Ihre Heizung und Ihren Haushalt gemeinsam gemessen wird.

Was kostet eine Nachtspeicherheizung?

Was für Arten einer Nachtspeicherheizung gibt es?

Es gibt verschiedene Speichertypen. Da wäre der einfache Einzelspeicher, der hauptsächlich nur für kleine bis mittelgroße Räume genutzt wird. Der Zentralspeicher, der das Wasser in der Zentralheizung mittels Heißluftzirkulation erwärmt. Große Kachelofenspeicher, bei denen die verlegte Heiztechnik vollständig von sich dann erwärmenden Kacheln verdeckt ist. Und schließlich reine Warmwasserspeicher, deren Temperatur voreingestellt und mittels Thermostat gesteuert wird.

Wie liegen bei einer Nachtspeicherheizung die Kosten?

Nachtspeicherheizungen wurden in den 50er-Jahren populär. Ihre Technik ist auch bei neueren Modellen recht simpel. Dadurch sind bei der Nachtspeicherheizung Kosten für Anschaffung und Wartung relativ gering. Einfache Geräte mit einer Kapazität von ca. 15 kWh gibt es bereits ab 600 €, große Anlagen mit über 50 kWh Kapazität kosten etwa 1.300 €. Die laufenden Kosten, die durch den elektrischen Betrieb einer Nachtspeicherheizung entstehen, sind dafür gewöhnlich höher als bei einer Gas- oder Fernwärmeheizung. Ebenso kommt es darauf an, wie alt das Gerät ist und wie das Gebäude gedämmt ist. Und auch das eigene Nutzungsverhalten hat Auswirkungen auf die tatsächlichen Kosten. Weiter unten finden Sie Tipps zur Kostensenkung.

Ich ziehe in eine Wohnung mit Nachtspeicherheizung. Was erwartet mich?

Wenn Sie bisher nicht per Nachtspeicherheizung geheizt haben, müssen Sie sich keine Sorgen machen, was die Bedienung angeht. Das Heizen mit Strom, also mit einer Nachtspeicherheizung, ist meist genauso einfach wie z. B. bei einer Gasheizung. Allerdings kann es sein, dass bei vergleichbarer Wohnsituation die nun entstehenden Nachtspeicherheizungskosten monatlich höher sein werden.

Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Nachtspeicherheizung im Zweipersonenhaushalt?

Ein Zweipersonenhaushalt entspricht meist einer Wohnungsgröße von 50 qm bis 60 qm. Bei einer relativ guten Gebäudedämmung und einer nicht allzu alten Gerätetechnik kann man – grob geschätzt – von einem jährlichen Heizstromverbrauch von etwa 120 kWh je Wohnquadratmeter ausgehen. Das entspricht bei 50 bis 60 Quadratmetern Wohnfläche ca. 6.000 bis 7.200 kWh Strom im Jahr.

Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Nachtspeicherheizung im Dreipersonenhaushalt?

Typische Dreipersonenhaushalte haben oft eine Wohnungsgröße von 70 qm bis 80 qm. Geht man auch hier von einer guten Dämmung des Gebäudes und damit entsprechend von einem Heizstromverbrauch von ca. 120 kWh je Wohnquadratmeter und Jahr aus, kommt man bei 70 bis 80 Quadratmetern Wohnfläche auf grob geschätzt etwa 8.400 bis 9.600 kWh Strom jährlich.

Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Nachtspeicherheizung im Vierpersonenhaushalt bzw. Mehrpersonenhaushalt?

Wohnflächen von 90 qm bis 100 qm oder mehr Wohnfläche sind für einen Vierpersonenhaushalt typisch. Auch hier kann man bei normalen Gegebenheiten von einem Verbrauch um die 120 kWh je Wohnquadratmeter pro Jahr ausgehen. Das bedeutet: Bei 90 bis 100 Quadratmetern Wohnfläche beläuft sich der jährliche Stromverbrauch auf rund 10.800 bis 12.000 kWh.

 

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Wie viel Strom verbrauche ich?

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Wie kann ich bei einer Nachtspeicherheizung Kosten senken?

Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Kosten für Ihre Nachtspeicherheizung zu hoch sind, können Ihnen vielleicht die folgenden Spartipps helfen:

Die Nachtspeicherheizung auf veraltete Technik prüfen.

Manchmal sind Nachtspeicherheizungen hoffnungslos veraltet und dadurch besonders ineffizient. Versuchen Sie, das Alter Ihrer Nachtspeicherheizung herauszufinden – entweder in den Mietunterlagen zu Ihrer Wohnung bzw. in den Kaufunterlagen zu Ihrem Haus oder direkt am Gerät selbst. Auch können Sie Ihren Vermieter fragen. Wenn Sie in einem Mehrparteienhaus wohnen und Ihre Nachtspeicherheizung älter als 30 Jahre ist, ist der Vermieter fast immer zu einem Austausch verpflichtet. Fragen Sie Ihren Vermieter einfach, wie viele Jahre Ihre Heizgeräte bereits ihren Dienst tun.

 

Die Wärmedämmung des Gebäudes prüfen.

Auch die richtige Gebäudeisolierung trägt dazu bei, die Stromkosten für den Betrieb der Nachtspeicherheizung zu senken. Dazu zählen neben einer gut dämmenden Fassade auch moderne Kunststofffenster mit Doppelverglasung sowie ein gut abgedichtetes Dach. Durch undichte Fenster geht immerhin bis zu einem Viertel der Heizenergie verloren. Wagen Sie ruhig auch mal einen Blick in den Energieausweis Ihres Wohnhauses, um zu prüfen, in welcher Effizienzklasse es rangiert. Wenn Sie nach 2014 in Ihr Haus oder Ihre Wohnung eingezogen sind, muss es ihn geben, da der Energieausweis seit der Energieeinsparverordnung von 2014 (EnEV 2014) Pflicht für Hausbesitzer ist. Lassen Sie sich von einem Energie-Fachberater beraten, wie Sie Energiekosten sparen können. Als ENTEGA-Kunde können Sie sich zudem an unsere kostenlose Energiesparhotline wenden. Die Experten fürs Energiesparen helfen Ihnen gerne weiter.

Das eigene Heizverhalten hinterfragen.

Manchmal bietet das eigene Nutzungsverhalten das größte Einsparpotenzial. Kann die voreingestellte Temperatur nicht auch ein halbes Grad heruntergeregelt werden? Lüfte ich richtig? Ist der Heizkörper wieder einmal von der Sporttasche zugestellt? Kleiner Tipp: Mit einem Smart-Home-System können viele Funktionen einer Heizung automatisiert und optimal an den eigenen Tagesrhythmus angepasst werden. Auch das kann langfristig viele Euro mehr im Geldbeutel bedeuten.

 

Den richtigen Stromtarif wählen.

Auch bei der Nutzung einer Nachtspeicherheizung sind Sie nicht an Ihren Grundversorger gebunden und können Ihren Tarif frei wählen. Vergleichen lohnt sich auch hier. Noch immer bieten einige Stromanbieter Nachtstromtarife an. Der Begriff „Nachtstrom“ stammt aus den Siebzigerjahren. Zu dieser Zeit war der Stromverbrauch in Deutschland tagsüber viel höher als in der Nacht. Günstigere Tarife in der Nacht sollten einen Anreiz schaffen, auch nachts Strom zu beziehen, um so Schwachlastzeiten zu verringern und eine bessere Auslastung der damals wenig effizient laufenden Kraftwerke zu erreichen. Der in der Nacht bezogene günstigere Strom wurde in den Nachtspeicherheizungen und Nachtspeicheröfen der Haushalte in Heizenergie umgewandelt. Mit der so gespeicherten Wärme wurden dann am Tag die Wohnungen beheizt. Inzwischen gibt es die Preisunterschiede der damals üblichen Niedertarife (für Nachtstrom) und Hochtarife (für Tagstrom) kaum noch und beispielsweise ENTEGA bietet deshalb auch keine gesonderten Tarife für Nacht oder Tag an. Während Nachtstromtarife oft nur wenige Stunden gültig sind, ist ENTEGA Heizstrom rund um die Uhr gleich günstig. So müssen Sie sich keine Gedanken über unterschiedliche Tag- und Nachttarifzeiten machen. Mit dem Heizstromrechner von ENTEGA können Sie ganz einfach online den für Sie passenden Heizstromtarif ermitteln. Dazu geben Sie nur Ihre Postleitzahl und Ihren Verbrauch in Kilowattstunden an sowie Ihren Zählertyp – also, ob Ihr Heizstrombedarf über einen separaten Zähler gemessen wird oder ob Ihr Haushalts- und Ihr Heizstrom über einen gemeinsamen Zähler gemessen werden.
Auch bei der Nutzung einer Nachtspeicherheizung sind Sie nicht an Ihren Grundversorger gebunden und können Ihren Tarif frei wählen. Ein Heizstrom-Preisvergleich und der anschließende Wechsel sind bei ENTEGA in wenigen Minuten online erledigt. Ob Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe: Stromverbrauch und Postleitzahl eingeben und Sie bekommen den passenden Tarif angezeigt.

Gibt es auch Öko-Heizstrom für die Nachtspeicherheizung?

Ja. Sie müssen sich nur für einen Stromtarif aus regenerativen Energien entscheiden. Mit ENTEGA Heizstrom setzen Sie auf 100 % Ökostrom – CO2-frei und atomstromfrei erzeugt und dazu ok-power-zertifiziert. So werden Sie günstig und mit wenig Aufwand zum Klimaschützer – denn ein Wechsel dauert nur wenige Minuten.

Warum bietet ENTEGA extra einen Heizstromtarif an?

Besitzer einer Nachtspeicherheizung nehmen regelmäßig mehr Strom ab als andere Haushalte. Damit unsere Kunden trotz Elektroheizung Kosten sparen können, bieten wir einen speziellen Ökoheizstromtarif für Kunden mit separater Zählermessung des Heizstrombedarfs an, der tageszeitunabhängig immer gleich günstig ist.

Über Alternativen zur Nachtspeicherheizung nachdenken.

Wer Besitzer eines Eigenheims ist und systematisch Heizkosten sparen möchte, für den kann es sinnvoll sein, seine Elektroheizung über kurz oder lang gegen ein effizienteres Heizungssystem auszutauschen. Das am weitesten verbreitete System ist sicherlich nicht ohne Grund die Erdgasheizung. Moderne Gas-Brennwertkessel arbeiten heute sehr energieeffizient und der CO2-Ausstoß ist vergleichsweise gering. Wird eine Gasheizung zudem noch mit Ökogas betrieben, heizt sie komplett klimaneutral. Ebenso mit Gas betrieben wird sie ein kleines Blockheizkraftwerk. Mit einem Mikro-BHKW kann jedoch nicht nur Wärme, sondern auch Strom erzeugt werden. Aufgrund der geringen Größe ist es auch für den Einsatz in Einfamilienhäusern geeignet. Allerdings – und das ist einer der wenigen Nachteile beider Systeme – werden sie mit einem fossilen Energieträger betrieben.

Wer auf erneuerbare Energien setzt und unabhängig von endlichen Energieträgern wie Erdgas oder auch Heizöl sein möchte, für den ist vielleicht eher eine Wärmepumpe in Verbindung mit einem Heizstromtarif für Ökostrom das Richtige. Ein Vorteil von Wärmepumpen ist, dass sie gleichzeitig als Lüftungsanlagen dienen und so eine kontrollierte Wohnraumbelüftung gewährleisten. Welche Heizungsarten sich unter den örtlichen Gegebenheiten überhaupt eignen, sollte mit einem Energieberater oder mit den Profis eines Fachbetriebs besprochen werden. Sie können außerdem bei der Auswahl des passenden Herstellers beraten und haben auch die eine oder andere Information parat, wie die Beantragung einer Förderung funktioniert bzw. sie übernehmen diese und andere Formalitäten sogar.

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