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Ölheizung austauschen: Kosten und Tipps.

Sie wollen Ihre Heizung modernisieren, Heizkosten sparen und suchen einen Überblick über die möglichen Kosten? Hier werden Sie fündig.

Die Kosten eines Ölheizung-Austauschs im Überblick:

  • Der Austausch gegen eine neue Ölheizung ist mit 5.000 Euro im Schnitt für ein Einfamilienhaus am günstigsten.
  • Eine neue Gasheizung ist mit etwa 9.000 Euro vergleichsweise preiswert und kann mit klimaneutralem Ökogas betrieben und gemietet statt gekauft werden.
  • Nutzt Ihre neue Heizung regenerative Brennstoffe, gibt es möglicherweise attraktive Fördermittel.
  • Ein Austausch lohnt sich oft bereits bei Ölheizungen, die jünger als 20 Jahre sind. 

Ölheizung austauschen: Kosten im Überblick

Was kostet ein Heizungsaustausch?

Klima und Geldbeutel freuen sich gleichermaßen, wenn Sie Ihre alte Ölheizung austauschen. Kosten für Planung, Austausch und neue Heizung zu beziffern, ist allerdings nicht ganz einfach. Sie hängen von Faktoren wie dem System, der Größe Ihres Hauses und den örtlichen Gegebenheiten ab. Sie können grundsätzlich davon ausgehen, dass sich die Gesamtkosten einer Heizungsmodernisierung je nach gewähltem System zwischen 6.000 Euro und 25.000 Euro bewegen.

So macht es einen großen Unterschied, ob Sie eine Ölheizung gegen eine Gasheizung austauschen oder Kosten für Pelletheizung, Solarthermie sowie Wärmepumpe vergleichen wollen. Wichtig ist in jedem Fall: Denken Sie auch langfristig und berücksichtigen Sie die laufenden Kosten, sonst kann eine in der Anschaffung günstige Anlage am Ende teurer werden als gedacht. Lesen Sie zum Vergleich dazu unseren Ratgeber-Beitrag zu den Kosten für eine Heizung im Neubau.

Lohnt eine neue Ölheizung überhaupt?

Alte Ölheizungen sind nicht gerade gut fürs Klima, weil die Verbrennung des Heizöls unter anderem CO2 emittiert. Wie sich der Heizölpreis in Zukunft entwickelt, ist ebenfalls schwer zu sagen. Ein Austausch gegen eine moderne Ölheizung mit Brennwerttechnik kann aber durchaus Sinn machen. Ölheizungen mit Heiztechnik auf dem neuesten Stand heizen nämlich deutlich effizienter als ältere Modelle.

Moderne Heizkessel nutzen die Wärmeenergie des Heizöls zu bis zu 104 Prozent, ältere Kessel verwerten gerade einmal 70 bis 85 Prozent. Sie können also mit neuer Technik bis zu 30 Prozent an Heizkosten sparen, entlasten das Klima und haben eine Anlage, die sich schnell amortisiert. Die Anschaffungskosten bleiben überschaubar, wenn Öltank und Heizkörper weiter verwendet werden können.

Gut zu wissen: Nach dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung dürfen neue Ölheizungen nur noch bis Ende 2025 installiert werden (Stand 04/2020).

Ölheizung austauschen: Kosten ab 5.000 Euro

 

Heizung gegen neue Ölheizung austauschen: Kosten ab 5.000 Euro.

Alt gegen neu, das ist unter dem Strich meist die günstigste Variante beim Heizungstausch. Wenn Sie weiter mit Heizöl als Brennstoff heizen möchten, können Sie mit Kosten ab etwa 5.000 Euro rechnen. So viel kostet ein neuer Heizkessel für ein Einfamilienhaus mit rund 120 Quadratmetern. Teurer wird es entsprechend, wenn Sie weitere Komponenten erneuern müssen oder möchten.

Kosten bei neuem Warmwasserspeicher.

Brauchen Sie einen neuen Warmwasserspeicher für Ihre Ölheizung, kommen Kosten von etwa 1.000 Euro bis 1.500 Euro hinzu. Das kann sich rechnen, weil ein Warmwasserspeicher mit guter Dämmung die Kosten für die Warmwassergewinnung senken kann. Ein hydraulischer Abgleich ist Pflicht und kostet Sie etwa 700 bis 1.200 Euro, wenn Sie ein Einfamilienhaus haben. Hierfür gibt es auch von ENTEGA Fördermittel.

Gesamtkosten einer neuen Ölheizung.

Fazit: Wenn Sie Ihre alte gegen eine neue Ölheizung austauschen, sind Kosten von etwa 6.000 bis 13.000 Euro durchaus im Rahmen. Die Preise sind Richtlinien für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit circa 120 Quadratmetern Wohnfläche bei kompletter Umstellung auf neue Brennwerttechnik. Vorausgesetzt, die Leitungen und Heizkörper müssen nicht erneuert werden, ist die Sanierung verhältnismäßig günstig und ohne großen Aufwand machbar. Bei der Überlegung, welche Heizung die richtige ist, sollte man außerdem nicht vergessen, dass man bei Öl- (und Pelletheizungen) den Aufwand für die Lieferung des Brennstoffes betreiben muss und die Störanfälligkeit höher ist, als bei Gasbrennwertheizungen.

Neue Heizung einfach mieten.

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Ölheizung gegen Gasheizung austauschen: Kosten im Überblick.

Rüsten Sie Ihre Heizungsanlage auf Gas um, hat das viele Vorteile: Die Technik ist ausgereift, hat hohe Wirkungsgrade und eine hohe Energieausbeute, was beim Energiesparen hilft. Gasheizungen sind platzsparend, können ideal mit Warmwasserbereitung und Solarthermie kombiniert werden und bieten Versorgungssicherheit.

Sie können Ihre Gasheizung mit klimaneutralem Ökogas sogar klimaschonend betreiben sowie ohne Investitionskosten und Kostenrisiko einfach zum monatlichen Festpreis mieten. Ansonsten ist für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Kosten ab 9.000 Euro zu rechnen, wenn Sie von Öl zu Gas wechseln. Hier können besonders ein neuer Gasanschluss sowie die Öltankentsorgung die Kosten nach oben treiben.

Ölheizung wechseln: Kosten senken durch Fördermittel.

Mit einer attraktiven Förderung für erneuerbare Energien wie Solar können Sie die Kosten Ihrer Umrüstung um einiges reduzieren. Wenn Sie zum Beispiel von einer Öl- zu einer Gas-Hybridheizung mit Solarthermieanlage wechseln, fördert der Staat Ihre Modernisierung in Höhe von 40 Prozent der Investitionskosten. Das kann sich richtig rechnen, auch bei der Amortisationszeit. Schließlich können Sie rund 50 Prozent an Heizkosten sparen. In jedem Fall ist es hier wie immer sinnvoll, unverbindliche Angebote von Heizungsbauern einzuholen, bevor Sie Ihre Heizung erneuern.

Ölheizung austauschen: Kosten beim Wechsel zu Gas

Kosten für einen neuen Gasanschluss.

Beim Umstieg von Öl auf Gas spielen vor allem zwei Kostenfaktoren eine Rolle, die Sie bei der Planung berücksichtigen sollten: Sie brauchen einen Gasanschluss. Sie benötigen eine Gasheizung. Bei beidem gibt es kostenmäßig einigen Spielraum.

So kann die Einrichtung eines Gasanschlusses relativ einfach und entsprechend günstig sein. Sind die Gegebenheiten vor Ort eher schlecht oder muss eine längere Leitung gelegt werden, sind Aufwand und Kosten höher. In der Regel können Sie davon ausgehen, dass die Erstellung des Gasanschlusses Sie etwa 1.500 bis 2.500 Euro kostet. Ihr Gasnetzbetreiber kann Ihnen hierzu genauer Auskunft geben.

Ölheizung austauschen: Kosten einer Gasheizung.

Nimmt man wiederum ein durchschnittliches Einfamilienhaus als Beispiel, ist eine Gas-Hybridheizung inklusive Solarthermie als erneuerbare Wärmequelle ab 9.000 Euro zu haben. Heizung und Solarthermie gibt es bereits unter 5.000 Euro. Die komplette Installation kostet noch einmal rund 3.500 bis 4.000 Euro. Wenn Sie zur neuen Gas-Hybridheizung von einer Ölheizung wechseln, sind Kosten von über 5.000 Euro durch Fördermitteln kompensierbar.

Gesamtkosten einer neuen Ölheizung.

Quelle: thermondo.de

Kosten einer Öltankentsorgung.

Setzen Sie auf Gas, im besten Falle auf klimaneutrales Ökogas, brauchen Sie Ihren alten Öltank nicht mehr. Die Öltankentsorgung können Sie sich sparen, wenn Sie ihn fachmännisch stilllegen und reinigen lassen: Dann können Sie ihn eventuell als Regenwasserzisterne nutzen. Im Normalfall lassen Sie ihn vermutlich aber fachmännisch entsorgen. Das kostet, abhängig von Material und Größe, zwischen 400 Euro für einen Kunststofftank bis 3.000 Liter und über 2.000 Euro für einen Stahltank (Erdtank) mit 10.000 Liter Fassungsvermögen.

Gasheizung: Kosten im laufenden Betrieb.

Wenn Sie „Ölheizung austauschen Kosten“ gegoogelt haben, interessiert es Sie vielleicht, was eine Gasheizung im Vergleich zur Ölheizung an Betriebskosten verursacht. Diese Kosten sollten Sie schließlich bei einem Wechsel Ihres Systems bedenken. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liegen sie zwischen 1.700 und 2.300 Euro. Für einen Zweipersonenhaushalt ist es etwa die Hälfte. Die Übersicht zeigt, wie sich die Kosten aufteilen.

 

Gasheizung zum monatlichen Festpreis mieten.

Sie können Ihre Heizung ganz ohne Kostenrisiko erneuern. So bieten Energieversorger wie ENTEGA Ihnen an, Ihre Gasheizung vom Markenhersteller zum monatlichen Festpreis zu mieten. Sie zahlen nur Ihren Verbrauch an Gas und eine Heizungspauschale. Wartungen, Reparaturen und Versicherungen sind inklusive.

Mit Pelletheizungen die Energiewende voranbringen.

Pellets sind ein vergleichsweise preiswerter Brennstoff, der als nachwachsender Rohstoff die Energiewende voranbringt. Allerdings benötigt Ihr Pelletlager einiges an Platz, woran Sie denken sollten, wenn gerade der große Öltank der Hauptgrund für Sie ist, auf ein neues Heizungssystem umzusteigen. Ob sich Ihr alter Tank womöglich als Pelletlager eignet, können Sie mit dem Heizungsbauer Ihres Vertrauens klären.

Wirtschaftlichkeit der Pelletheizung: Eher für hohen Wärmebedarf.

Zunächst sollten Sie prüfen, wie viel Heizenergie Sie in einer durchschnittlichen Heizperiode benötigen. Je nach Heizverhalten, Dämmung (auch Fenster) und energetischem Standard des Gebäudes könnte eine Pelletheizung für Sie überdimensioniert sein.

Es lohnt sich also, den persönlichen Bedarf an Kilowattstunden (kWh) durchzurechnen, denn mit bis zu 20.000 Euro inklusive Montage (ohne Förderung) kostet eine Pelletheizung ungefähr doppelt so viel wie eine neue Öl- oder Gasheizung. Entsprechend sollten die Einsparungen groß genug sein, damit die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage gewährleistet ist.

Für einen Vorab-Check können Sie davon ausgehen, dass eine Pelletheizung durchschnittlich rund 150 Euro jährlich an Heizkosten einspart, verglichen mit Öl und Gas. Zu den höheren Anfangsinvestitionen kommen noch höhere Wartungskosten von etwa 300 Euro pro Jahr. Auf dem Papier braucht es also eher 30 Jahre, bis eine Pelletheizung genauso rentabel läuft wie zum Beispiel eine effiziente Gasheizung.

Kosten des Systems und Fördermöglichkeit im Überblick.

Eine Pelletheizung kostet rund 20.000 Euro. Auch hier können Sie Ihre Investitionskosten senken, wenn Sie vor Beginn der Modernisierung Fördermittel beantragen. Während eine KfW-Förderung nur bei Neubauten möglich ist, gibt es zahlreiche Basis- und Bonus-Fördermittel der BAFA. Damit können Sie durchaus noch mal 5.000 Euro für eine neue Pelletheizung sparen. Lassen Sie sich dazu von einem Energieberater beraten.

Wollen Sie Ihre Ölheizung auf Pellets umstellen, können Sie mit folgenden Kosten für Komponenten rechnen: Gerät und Installation kosten etwa so viel wie eine komplette Gasheizung, rund 9.000 Euro. Hinzu kommen gegebenenfalls der Kombispeicher (2.000 Euro), Lager und Fördersystem (3.500 Euro), Schornstein und Abfluss (1.500 Euro) sowie die Montage (4.000 Euro).

 

GESAMTKOSTEN EINER NEUEN PELLETHEIZUNG.

KOMPONENTEN UNGEFÄHRE KOSTEN

Gerät und Installationsmaterial

9.000 Euro

Kombispeicher

2.000 Euro

Lager und Fördersystem

3.500 Euro

Schornstein und Abfluss

1.500 Euro

Montage

4.000 Euro

Gesamtkosten

20.000 Euro

Gesamtkosten abzüglich Förderung

15.000 Euro

 

Ölheizung gegen Wärmepumpe austauschen.

Mit den Kosten und Anforderungen von Wärmepumpen verhält es sich ähnlich wie mit denen bei Pelletheizungen. Sie können mit Kosten von rund 20.000 Euro für das System rechnen. Auch hier ist eine sorgfältige Planung sinnvoll, denn Wärmequelle (Luft, Wasser oder Erdreich) und Heizverhalten sollten optimal berücksichtigt werden. Wärmepumpen arbeiten wie eine Elektroheizung mit Strom, idealerweise mit klimaschonendem Ökostrom. Sie brauchen jedoch nur einen Bruchteil dessen, was eine konventionelle Stromdirektheizung benötigt.

Die Kosten von Wärmepumpen können stark variieren. So sind Luftwärmepumpen günstiger in der Anschaffung, Erd- und Wasserwärmepumpen punkten durch günstigere Betriebskosten. Hersteller und konkrete Gegebenheiten machen einen großen Unterschied. Eine ausführliche Übersicht zu den Anschaffungskosten wie zu den Kosten im Betrieb finden Sie in unserem Artikel rund um Wärmepumpenheizung-Kosten.

Anschaffungskosten bei Wärmepumpen.

Ölheizung austauschen: Kostenfaktoren.

Ein Kostencheck wie dieser kann immer nur eine grobe Richtschnur sein. Das liegt in der Natur der Sache, sind doch die Gesamtkosten von zahlreichen Faktoren abhängig. Wer die einzelnen Kostenfaktoren kennt, kann sich jedoch gut an den genannten Durchschnittswerten orientieren und sie für sich anpassen und überschlagen. Sicherlich ist dabei der entscheidende Faktor hinsichtlich der Frage der Wirtschaftlichkeit die Funktionsweise beziehungsweise Heizungsart, auf die gewechselt werden soll.

Kostenfaktoren für den Preis einer Heizungsmodernisierung.

Mit neuer Heizung Klima und Geldbeutel schonen.

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Fazit: Wann lohnt sich der Wechsel auf ein anderes Heizsystem?

Eine Austauschpflicht besteht für Ölheizungen, die älter als 30 Jahre sind und keine Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik nutzen. Ein Heizungsaustausch lohnt sich in der Regel aber schon nach 20 Jahren. Dann nämlich werden Ölheizungen meist ineffizient. Nach dem Umstieg profitieren Sie zudem in der Regel von günstigeren Heizkosten.

Wer auf erneuerbare Energien setzt, zum Beispiel mit einer Gas-Hybridheizung und einer Solarthermie, kann sogar noch früher Geld sparen, wenn er die derzeit noch attraktiven Fördermittel nutzt. Das Klima profitiert in jedem Fall von einem Wechsel, erst recht, wenn Sie künftig regenerative Brennstoffe oder klimaneutrales Ökogas nutzen. Möchten Sie eine neue Heizung ohne selbst investieren zu müssen, lohnt sich zu prüfen, ob einen Umstieg auf eine hocheffiziente Gasheizung im Mietmodel mit ENTEGA möglich ist.

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