8. Oktober 2013
Energie sparen

Von Stoßlüften bis Energiesparlampen: Richtig lüften, heizen und beleuchten.


Je besser Ihr Haus gedämmt ist, desto wichtiger ist gründliches Lüften, um Schimmel zu vermeiden. Dabei aber nicht irgendwie lüften, sondern: richtig lüften. Die Lüftungszeiten sind von der Jahreszeit abhängig. Je wärmer es draußen ist, desto länger dauert der Luftaustausch.

Richtig lüften Sie so:

  • Vermeiden Sie Dauerlüften durch gekippte Fenster, vor allem während des Heizens. Besser ist Stoßlüften: Öffnen Sie die Fenster vollständig, damit ein Luftaustausch im
    Wohnraum stattfindet. Schließen Sie währenddessen die Heizventile.
  • Keine Sorge wegen des Energieverlusts. Mit regelmäßigem Stoßlüften beugen Sie Schimmelbildung und Feuchteschäden vor, die gesundheitsschädlich sein können.
  • Beachten Sie, dass die Lüftungszeiten in den Übergangszeiten und in den Sommermonaten wesentlich länger ausfallen. So bedeutet Stoßlüften nicht gleich Stoßlüften.

Empfohlene Lüftungszeiten im Überblick:

Die ideale Lüftungszeit variiert in Abhängigkeit von der Außentemperatur.

Dezember, Januar, Februar 04–06 Minuten
März, November 08–10 Minuten
April, Oktober 12–15 Minuten
Mai, September 16–20 Minuten
Juni, Juli, August 25–30 Minuten

  • Lassen Sie große Mengen an Wasserdampf, zum Beispiel nach dem Baden, Duschen oder Kochen, sofort nach draußen entweichen. Halten Sie die Zimmertüren geschlossen, um den Wasserdampf nicht in den restlichen Räumen zu verteilen.
  • Wenn Sie Energieverluste beim Lüften vermeiden möchten, empfehlen wir Ihnen ein System mit Wärmerückgewinnung.

Beleuchtung

Die Beleuchtung macht 7 bis 10 % Ihres Stromverbrauchs aus. Energieeffiziente Lampen sind längst eine Alternative zur weit verbreiteten Glühlampe. Davon können Sie proftieren.

Tipps zur Beleuchtung:

  • Setzen Sie überall, wo das Licht länger als eine Stunde am Tag brennt, auf Energiesparlampen.
  • Kaufen Sie nur Lampen der Energieeffizienzklasse A. Energieeffiziente Halogenlampen gehören nicht dazu.
  • Bedenken Sie, dass der höhere Kaufpreis von Energiesparlampen sich durch eine längere Lebensdauer und einen deutlich reduzierten Energieverbrauch bezahlt macht.
  • Reinigen Sie Ihre Lampen, um die Lichtausbeute zu erhalten. Achten Sie dabei darauf, dass sie spannungsfrei sind.
  • Verteilen Sie in großen Räumen mehrere Lichtquellen, um einzelne Bereiche unabhängig voneinander zu beleuchten.
  • Setzen Sie beim Kauf von Energiesparlampen auf Markenprodukte, um sicherzugehen, dass Leuchtkraft, Lebensdauer und Schalthäufigkeit den Vorgaben entsprechen.
  • Ziehen Sie bei Halogenlampen den Stecker, wenn der Transformator bei ausgeschalteter Lampe weiterläuft. Das ist der Fall, wenn er immer heiß bleibt.
  • Setzen Sie bei der Außenbeleuchtung auf LED-Lampen. Diese erreichen auch bei Minusgraden die volle Strahlkraft.
  • Bitte bringen Sie kaputte Energiesparlampen zur getrennten Sammlung auf den Wertstoffhof oder geben Sie sie beim Schadstoffmobil ab!

Die drei Lampenarten im Überblick:

Die Kompaktleuchtstofflampe:
Energiesparlampen sparen bis zu 80 % Strom und sind für verschiedene Fassungen, Formen und Lichtfarben lieferbar, viele Modelle lassen sich mittlerweile dimmen. Die Lebensdauer liegt bei circa 10.000 Betriebsstunden. Achten Sie auf eine fachgerechte Entsorgung.

Die LED-Lampe:
Diese Lampenart basiert auf Licht emittierenden Dioden (LED) und verbraucht bis zu 90 % weniger elektrische Energie als die herkömmliche Glühlampe. LED-Lampen haben eine Lebensdauer von circa 25.000 Betriebsstunden. Aufgrund ihrer hohen Lebensdauer und fallender Preise werden sie zunehmend günstiger. Auch LED-Lampen sollten fachgerecht entsorgt werden.

Die energieeffiziente Halogenlampe:
Halogenlampen leuchten mit circa 2.000 Stunden etwa doppelt so lange wie Glühlampen und sparen im Vergleich rund 30 % Energie. Dabei erzeugen sie ein brillantes Licht und lassen sich dimmen.

Heizen

Das können Sie selbst tun, um Heizkosten zu sparen:

  • Stellen Sie die Raumtemperatur nicht zu hoch ein. Die Raumtemperatur um 1° C abzusenken, spart 6 % Heizenergie.
  • Lassen Sie keine Möbelstücke oder Vorhänge Ihre Heizkörper verdecken, damit sich die warme Luft besser verteilt.
  • Entlüften Sie regelmäßig Ihre Heizungen, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilt.
  • Dämmen Sie Heizungsrohre in unbeheizten Räumen, um die Abwärme zu minimieren.
  • Isolieren Sie Rohrleitungen im Keller. Das nötige Material gibt’s im Baumarkt.
  • Nutzen Sie programmierbare Thermostatventile, um die Temperatur Ihrem Tagesrhythmus anzupassen.
  • Halten Sie Türen zwischen beheizten und unbeheizten Räumen geschlossen. Bringen Sie Bürstendichtungen an, um den Energieverlust weiter zu vermindern.
  • Versehen Sie undichte Fenster und Eingangstüren mit Dichtungsbändern.
  • Wenn Sie Rollläden haben, schließen Sie diese am Abend. So verringern Sie die Abwärme nach draußen.
  • Kleben Sie Wärmeschutzfolien auf Einfachverglasungen, um Energie zu sparen.
  • Versehen Sie die Wände hinter den Heizkörpern mit Isolierungen, um Wärmeverluste durch die Wand zu vermindern. Bei Heizkörpernischen ist die Außenwand oft sehr dünn.
RSS
    Bisher kein Kommentar vorhanden.
Hinterlassen Sie einen Kommentar
Auf einen Kommentar antworten
    • Bitte geben Sie einen Kommentar ein. Er muss aus mindestens 2 Zeichen bestehen.

    • Bitte geben Sie Ihren Namen ein.

    • Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an.

* Pflichtfelder

Abschicken