Energie und Heizkosten sparen

Energie sparen und Heizkosten senken.

Mit unseren Tipps sparen Sie bares Geld.

Die beste Energie ist immer noch die Energie, die gar nicht erst verbraucht wird. Durch die aktuelle Energiemarktsituation wird Energiesparen zum zentralen Thema, das uns alle beschäftigt. Deshalb finden Sie hier einfache Energiespartipps für Ihr Zuhause. Insbesondere Heizenergie bietet oft unentdecktes Sparpotential. Und es lohnt sich gleich dreifach: Sie schonen die Energieressourcen, Ihren Geldbeutel und das Klima.

Unsere Tipps zum Heizkosten sparen.

Tipp 1: Temperatur regeln.


Als Wohlfühltemperatur gelten in Wohnräumen 20 °C. Für Flur und Schlafzimmer reichen aber in der Regel schon 18 oder gar 16 Grad. Und Kellerräume müssen meist nur frostfrei sein, hier reichen sogar 6 Grad. Wer die Temperatur in allen Räumen um ein Grad senkt, kann rund 6 % Gas sparen.

Und wer noch daran denkt, die Türen zu schließen, vermeidet, dass die warme Luft in die kühleren Räume entweicht.

Tipp 2: Heizung warten lassen.


Die Wartung Ihrer Heizung sorgt in erster Linie für einen reibungslosen Betrieb und beugt unerwarteten Ausfällen vor. Eine saubere Heizung ist eine effiziente Heizung. Deshalb gilt: Eine einmal jährlich vom Fachmann geprüfte Anlage kann bis zu 5 % Gas einsparen.

Tipp 3: Richtig lüften.


Einfach, aber wirksam: Richtiges Lüften sorgt nicht nur für ein gutes Raumklima, sondern spart auch Energiekosten.

Die Empfehlung: Richtig stoßlüften statt die Fenster dauernd gekippt stehen zu lassen ist deutlich effizienter. Im Winter sollte man Türen und Fenster 5 Minuten, im Sommer ruhig 25 Minuten lang richtig aufreißen und dann wieder schließen. Spart bis zu 200 € Heizkosten pro Jahr.

Tipp 4: Warmwasser sparen.


Auch Warmwasser erhält seine Wärme von der Gasheizung. Deshalb gilt: Lieber die Dusche statt das Vollbad. Und wer seinen aktuellen Duschkopf gegen einen Sparduschkopf tauscht, kann zusätzlich bis zu 250 Euro pro Jahr an Heizkosten sparen. Alternativ kann man natürlich auch einfach das Wasser beim Einseifen abstellen.

Tipp 5: Heizkörper entlüften.


Spätestens wenn die Heizkörper anfangen zu gluckern, sollten sie entlüftet werden. Denn je mehr Luft sich im Heizkörper befindet, desto mehr Energie braucht er, um sich auf die eingestellte Temperatur zu erwärmen. Idealerweise entlüftet man alle Heizkörper zu Beginn der Heizsaison und kann so bis zu 15 % Energie einsparen.

Spezielle Heizfolien sorgen hinter älteren Heizkörpern dafür, dass die Wärme nicht durch die (ungedämmte) Wand verloren geht.

Tipp 6: Türen und Fenster abdichten.


Überprüfen Sie Fenster und Türen auf das Eindringen von Zugluft. Das Ausbessern poröser Dichtungen oder abgedichtete Türritzen helfen, die Wärme im Raum zu lassen. Poröse Fensterdichtungen lassen sich beispielsweise mit aufklebbaren Isolierbändern abdichten. Diese gibt es im Baumarkt für wenige Euro. Absolut dichte Fenster können eine Kostenersparnis von bis zu 30 Prozent bringen.

Tipp 7: Intelligent steuern.


Wer es beim Aufstehen oder Nachhausekommen schön warm haben will, muss die Heizung nicht ständig voll aufgedreht lassen. Mit programmierbaren Thermostatventilen oder Smart Home Lösungen für die Heizung können Sie die Leistung Ihrer Heizung zeitlich steuern und zum Beispiel nachts ganz absenken.

Noch mehr Tipps im ENTEGA Blog.

Energie sparen - Förderungen nutzen.

Als Kunde bei ENTEGA können Sie nicht nur Energie, sondern auch bares Geld sparen. Denn mit unserem vielfältigen Förderprogramm unterstützen wir Sie bei der Finanzierung effizienter Haushaltsgeräte, moderner Heizungsanlagen, Wandladestationen für Elektroautos und vielem mehr.

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Fragen und Antworten rund um die aktuelle Energiemarktsituation

Fragen zur Versorgungssicherheit

Ist die Energieversorgung in Deutschland gefährdet?

Die Gasversorgung ist derzeit gesichert. Es geht auf den Sommer zu und die Gasspeicher sind über ein Viertel gefüllt. Privathaushalte, aber z. B. auch Krankenhäuser, soziale Dienste, Polizei und Feuerwehr genießen im Falle eines Engpasses einen besonderen Schutz. Zurückstehen müssten dann bestimmte Industriezweige. Als Folge des Krieges in der Ukraine werden aber dauerhaft höhere Energiepreise erwartet.

Was bedeutet die Frühwarnstufe?

Es ist die erste Stufe im Notfallplan Gas der Bundesrepublik Deutschland. Frühwarnstufe bedeutet: Es liegen konkrete, ernstzunehmende und zuverlässige Hinweise vor, dass ein Ereignis eintreten kann, welches wahrscheinlich zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt. Jetzt ist ein Krisenteam zusammengetreten, das die Versorgungslage ständig analysiert und bewertet, um ggf. weitere geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Was ist der Notfallplan Gas?

Der Notfallplan Gas gilt für Deutschland insgesamt und ist mit der Europäischen Union koordiniert. Er regelt das Vorgehen in Deutschland, wenn sich die Versorgungslage massiv zu verschlechtern droht. Ab einer bestimmten Situation greift der Staat in das Marktgeschehen ein, um die Gasversorgung so lange wie möglich zu sichern und bestimmte Verbrauchergruppen besonders zu schützen.

Welche weiteren Maßnahmen sieht der Notfallplan vor?

Nach der Frühwarnstufe kann die Alarmstufe ausgerufen werden. Voraussetzung dafür ist eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas, die zu einer erheblich verschlechterten Gasversorgungslage führt, aber durch den Markt geregelt werden kann.

Schließlich könnte drittens die Notfallstufe eintreten. Dies ist der Fall, wenn es eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas, eine erhebliche Störung der Gasversorgung oder es eine andere beträchtliche Verschlechterung der Versorgungslage gibt, die nicht länger allein durch den Markt gelöst werden kann. Dann wird die Gasversorgung durch die Bundesnetzagentur (Bundeslastverteiler) oder die Bundesländer (Lastverteiler) mit staatlichen Maßnahmen sichergestellt. Ziel ist es, den lebenswichtigen Bedarf an Gas unter besonderer Berücksichtigung der geschützten Kunden zu sichern und Folgeschäden zu minimieren.

Was können Verbraucher im Moment tun?

Gehen Sie bitte verantwortungsvoll mit Ihrem Gas um und reduzieren Sie Ihren Verbrauch dort wo eben möglich. Insbesondere Heizenergie bietet Sparpotential.

Weitere Tipps zum Energie- und Heizkosten sparen haben wir hier zusammengestellt.

Ein solidarisches Miteinander ist ebenfalls ein wichtiger Baustein zur Vermeidung einer weiteren Eskalation.
 

Wie sehen Alternativen aus, um Deutschland sicher mit Erdgas zu versorgen?

Europa kann auf einen breiten Liefermix bauen: Erdgas kommt gewissermaßen aus allen Himmelsrichtungen nach Europa und somit auch nach Deutschland. Hinzu kommt die sehr gute Gasspeicher-Infrastruktur insbesondere in Deutschland sowie das europäische Gas-Verbundnetz, das den innereuropäischen Gas-Austausch ermöglicht und in den vergangenen Jahren immer stärker ausgebaut worden ist.

Aktuell kommt auch verstärkt Flüssigerdgas (LNG) via Großtanker aus den USA. In gewissem Umfang besteht die Möglichkeit, zusätzliche Flüssigerdgas-Mengen zu beziehen. Die derzeit größten LNG-Anbieter sind Katar, Australien und auch die USA. Insbesondere dort sind viele Produzenten in der Lage, ihre Angebotsmenge kurzfristig auszuweiten, um auf Nachfrageschwankungen zu reagieren.

Mittelfristig werden nicht zuletzt der massive Ausbau Erneuerbarer Energien, eine diversere Lieferstruktur und der Hochlauf von Wasserstoff bedeutsam für eine diversifizierte Versorgungssicherheit.

Kann die Versorgung mit Erdgas ohne Lieferungen aus Russland im nächsten Winter gesichert werden?

Die Energiewirtschaft beobachtet die Situation sehr genau und ist in ständigem Austausch mit dem Bundeswirtschaftsministerium, um die Lage zu analysieren. Je besser wir die Gasversorgung diversifizieren können, desto besser können wir uns auf die Situation vorbereiten. Für einen Wegfall der Importe brauchen wir zusätzliche Strukturen und den starken europäischen Verbund.

Was heißt das für die Preise?

Energiepreise sind von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Daher machen wir zur Entwicklung der Preise grundsätzlich keine Prognosen. Aber natürlich ist der Konflikt in der Ukraine, insbesondere dann, wenn hierdurch weniger Gas aus Russland geliefert würde, ein Faktor, der den Gaspreis beeinflussen und erhöhen wird.

Fragen zur Entwicklung der Energiepreise

Warum erhöht sich der Strompreis?

Zurzeit sind wir insbesondere aufgrund der sehr hohen Börsenpreise für die Energiebeschaffung gezwungen, die Strompreise zu erhöhen. Seit Beginn des Jahres 2021 haben sich die Preise bei der langfristigen Beschaffung von Strom nahezu verdoppelt und bei der kurzfristigen Beschaffung sogar fast verdreifacht. Die hohen Einkaufspreise werden durch die gestiegene Energienachfrage aufgrund der konjunkturellen Erholung verursacht. Diese hohe Nachfrage lässt die Preise international steigen.

Darüber hinaus sind die Kosten für die Erzeugung von Strom aus konventionellen Kraftwerken, wie zum Beispiel Gaskraftwerken, gestiegen. Dies liegt zum einen an den hohen Brennstoffkosten im Gas-Großhandel und zum anderen in der Verdopplung der CO2-Zertifikatspreise im europäischen Emissionshandel in den letzten zwei Jahren.

Weshalb wird auch Erdgas künftig teurer?

Zurzeit sind wir insbesondere aufgrund der sehr hohen Börsenpreise für die Energiebeschaffung im Gas-Großhandel gezwungen, die Gaspreise zu erhöhen. Die Preise am Spotmarkt, wo Energieversorger kurzfristig Energie beschaffen, haben sich seit Beginn des Jahres 2021 verdreifacht. Am Terminmarkt, der eine langfristige Beschaffung ermöglicht, haben sich die Preise im selben Zeitraum mehr als verdoppelt.

Dieser Preisanstieg begründet sich durch mehrere Faktoren: Die Erholung der weltweiten Konjunktur nach der Pandemie führt zu einer steigenden Energienachfrage und lässt die Preise international steigen. Zudem gab es in diesem Jahr aufgrund des langen und kalten Winters witterungsbedingt eine erhöhte Gasnachfrage. Aufgrund unserer vorausschauenden Beschaffungsstrategie fällt der Preisanstieg in Ihrem Tarif deutlich geringer aus als die Preisspitzen an den Börsen.

Neben den Großhandelspreisen wirkt der staatliche festgelegte CO2-Preis preissteigernd. Mit dem CO2-Preis verpflichtet der Gesetzgeber ENTEGA, für ihr verbrauchtes Erdgas CO2-Zertifikate zu erwerben. Die Preise für die CO2-Zertifikate sind gesetzlich festgelegt und erhöhen sich jährlich. Die Bundesregierung erhofft sich durch den CO2-Preis Anreize für ein umweltschonenderes Verhalten bei den Verbrauchern.

Was bedeutet das für unsere Bestandskundentarife?

Die Beschaffungskosten für Energie haben sich drastisch erhöht und selbstverständlich auch Einfluss auf die Kalkulation unserer Tarife. Es wird sich nicht vermeiden lassen, diesen Anstieg in Teilen auch an unsere Endkunden weiterzugeben. Aufgrund unserer vorausschauenden Beschaffungsstrategie fällt der Preisanstieg in Ihrem Tarif jedoch geringer aus als die Preisspitzen an den Börsen.

Wie kommt der neue Energiepreis zustande?

Die Energiepreise setzen sich aus einer Vielzahl von Kosten zusammen. Zum Zeitpunkt der Preiskalkulation werden sinkende und steigende Preisbestandteile insgesamt geprüft und verrechnet.

Der Strompreis setzt sich aus staatlichen Steuern, Abgaben und Umlagen, Netzentgelten, Entgelten für den Messstellenbetrieb (inklusive Messung) sowie Beschaffungs- und Vertriebskosten zusammen. Der Strompreis setzt sich also zum Großteil aus Positionen zusammen, die ENTEGA nicht beeinflussen kann.

Der Gaspreis setzt sich aus staatlichen Steuern und Abgaben, Kosten der Emissionszertifikate nach BEHG („CO2-Preis“), Netzentgelten, Entgelten für den Messstellenbetrieb und Messung sowie Beschaffungs- und Vertriebskosten zusammen. Auf einen überwiegenden Teil des Gaspreises hat ENTEGA keinen Einfluss.

Die EEG-Umlage entfällt ab Juli 2022. Wird das bei der Preisbildung berücksichtigt?

Die EEG-Umlage ist nur ein Bestandteil des Strompreises. Dieser setzt sich aus einer Vielzahl weiterer Kosten zusammen: Staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen, Netzentgelte, Entgelte für den Messstellenbetrieb (inklusive Messung) sowie Beschaffungs- und Vertriebskosten. Diese Kostenpositionen verändern sich im Zeitverlauf, weshalb ENTEGA mindestens einmal jährlich die Kostenentwicklungen in ihren Tarifen insgesamt überprüft. Dabei berücksichtigen wir steigende und sinkende Preisbestandteile gleichermaßen. Gleichwohl die EEG-Umlage in diesem Jahr vollständig entfällt, können dadurch die deutlich gestiegenen Kosten für die Strombeschaffung nicht ausgeglichen werden. Der Strompreis wird sich also trotz Wegfall der EEG-Umlage erhöhen.