Nachhaltig leben

Klimawandel, Kindern erklärt: Treibhauseffekt, CO2 und Co.

Die wichtigsten Begriffe zum Klimawandel und 7 kinderleichte Tipps, wie Sie mit der ganzen Familie das Klima schützen können.

So erklären Sie Ihren Kindern den Klimawandel:

  • Klima, Treibhauseffekt und pupsende Kühe: So verstehen Kinder den Klimawandel,
  • Klimaschutz für die Familie: Tipps für Klein und Groß,
  • Fahrrad fahren, Strom sparen, weniger Fleisch essen: Das können schon Kinder für das Klima tun.

„Mama, was heißt Klimawandel?“

Kinder werden niemals müde, wenn es ums Fragen geht. Sie sind neugierig ohne Ende und wollen am liebsten alles wissen und verstehen, was die Erwachsenen um sie herum so von sich geben. Das ist auch gut so, denn dann müssen wir einmal mehr darüber nachdenken, was Begriffe wie „Klimawandel“, „CO2“, „Treibhauseffekt“ und „Klimaschutz“ überhaupt bedeuten. Die sind in den letzten Jahren in aller Munde und betreffen die Zukunft unserer Kinder. Also ist es doch nur fair, wenn wir sie ihnen erklären – zum Beispiel, indem Sie ihnen diesen Artikel ganz einfach vorlesen.

Klimawandel für Kinder: einfach erklärt

Klimawandel kinderleicht erklärt.

Beginnen wir mit dem allerwichtigsten Wort: Klima. Du kennst bereits das Wetter – von Sonne bis Regen, Sturm und Gewitter. Klima beschreibt das Wetter auf der ganzen Welt, also zum Beispiel, wo auf der Erde es im Sommer heiß und im Winter kalt ist, wie viel es normalerweise regnen sollte und wie viele Sonnenstunden normal sind. Vielleicht hast du schon gemerkt, dass das Wetter bei dir zu Hause nicht jedes Jahr genau gleich ist. Das liegt daran, dass sich das Klima in den letzten Jahren ganz schön verändert hat.

Diese Veränderungen nennen wir den Klimawandel. So etwas gab es schon vor vielen tausenden Jahren, als die Eiszeit anbrach. Doch anders als damals geht unser Klimawandel heute etwas schneller. Der Treibhauseffekt sorgt dafür, dass die Erde immer wärmer wird und sich das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen extrem verändern wird.

Der Treibhauseffekt bringt die Erde ins Schwitzen.

Unser Planet besteht nicht nur aus dem Boden, auf dem wir gehen, sondern auch aus einer 100 Kilometer dicken, unsichtbaren Luftschicht, die die Erde umgibt. Diese Schicht besteht aus verschiedenen Gasen, wie zum Beispiel Kohlendioxid (CO2), und wirkt wie ein Schutzschild, das genau regelt, was von der äußeren Atmosphäre auf die Erde darf und umgekehrt. Ganz wichtig sind dabei die Sonnenstrahlen, die wir alle zum Leben brauchen. Die Luftschicht sorgt dafür, dass die Sonnenstrahlen nicht einfach wieder von der Erde abprallen. Sie schließt die Wärme ein, sodass wir es ein bisschen länger warm haben.

Klimawandel für Kinder: Klima, CO2, Treibhauseffekt

Das nennt man den natürlichen Treibhauseffekt, denn es funktioniert genau wie in einem großen Treibhaus oder Gewächshaus, in dem Obst und Gemüse angebaut wird. Durch die großen Wände aus Glas kommt viel Wärme rein, die im Inneren des Hauses bleibt und dafür sorgt, dass die Pflanzen auch im Winter ganz schnell wachsen. Jetzt stell dir vor, dass diese tolle Luftschicht irgendwann so dicht ist, dass sie keine Wärme mehr zurück in die Atmosphäre entweichen lassen kann. Das würde unsere Erde so sehr erhitzen, dass es für viele Menschen und Tiere viel zu heiß zum Leben wäre – zum Beispiel für die Eisbären, deren eisiger Lebensraum einfach so dahinschmilzt.

Klimawandel für Kinder: Treibhausgase und Treibhauseffekt

Treibhausgase? Von wegen pupsegal.

Die Treibhausgase sind also schuld am Klimawandel. Aber nur, weil es zu viele davon gibt und die Wärme nicht mehr in die Atmosphäre entweichen kann. Eines dieser Gase ist Kohlendioxid, kurz CO2. Das wird zum Beispiel von Fabriken, Autos und Flugzeugen jeden Tag einfach so in die Luft gepustet und verstopft sozusagen die Umwelt. Wälder und Bäume können CO2 in Sauerstoff umwandeln – aber leider werden immer mehr Wälder von uns Menschen abgeholzt, um die Fläche anders zu nutzen. Zum Beispiel, um Städte zu bauen, neue Fabriken oder Futterflächen für Tiere, die nur gezüchtet werden, um von uns gegessen zu werden.

Klimawandel für Kinder: CO2-Emissionen, Methan und Abgase

Apropos Tiere: Wusstest du, dass Kühe auch Abgase produzieren, die umweltschädlich sind? Sie pupsen. Das ist völlig normal, aber bei so vielen Kühen in einer Massentierhaltung auf Dauer nicht gut für unsere super Luftschicht.

Was passiert, wenn die Erde immer wärmer wird?

Stell dir vor, du hältst ein Eis am Stiel in die Sonne. Dann dauert es nicht lang, bis es schmilzt, dir klebrig über die Hände läuft und du nur noch ein trockenes Stückchen Holz in der Hand hast. Erwärmt sich die Erde, passiert eigentlich genau das: Eis schmilzt, der Meeresspiegel steigt und es kommt zu Überschwemmungen, Wirbelstürmen und sogar zu großen Waldbränden. Manche Menschen müssen ihre Heimat verlassen, andere haben zu wenig Trinkwasser oder eine schlechte Ernte, wenn Stürme die Felder kaputtgewirbelt haben. Wenn wir unser Klima durcheinanderbringen, spielt die Natur im wahrsten Sinne des Wortes verrückt. Deshalb müssen wir alle gemeinsam gut auf sie aufpassen und dafür sorgen, dass nicht noch mehr fiese Treibhausgase ihr Unwesen treiben. Es wird also Zeit für den Klimaschutz.

So wird Klimaschutz zum Kinderspiel.

Niemand ist zu klein, um sich für unseren Planeten stark zu machen. Deshalb gibt es von uns eine lange Liste mit einfachen Tipps, mit denen du jeden Tag ganz einfach zum Klimaschützer wirst. Hängt euch die Liste doch einfach auf – an den Kühlschrank, an die Tür zum Kinderzimmer oder dorthin, wo ihr sie immer wieder seht. Und irgendwann läuft das mit dem Klimaschutz ganz kinderleicht von selbst.

 

Kinderleichte Tipps: So wirst du zum Klimahelden.

1. Fahrrad fahren.

Überlegt euch, ob ihr wirklich mit dem Auto fahren müsst – egal, ob zur Schule, zum Sport oder zu Freunden. Besser fürs Klima ist es, wenn du läufst oder mit dem Fahrrad fährst. Bus oder Bahn gehen auch, denn da fahren gleich mehrere auf einmal und pro Kopf wird dann nicht ganz so viel CO2 durch den Bus-Auspuff gepustet wie sonst aus eurem Auto.

2. Strom sparen.

Läuft bei euch zu Hause der Strom, produziert das auch CO2. Stromsparen geht zum Glück kinderleicht. Schalte deinen Fernseher, den Computer oder die Spielekonsole aus, wenn du dein Zimmer verlässt. Frag deine Eltern einfach nach einer Mehrfachsteckerleiste – mit der geht das ganz einfach auf einen Knopfdruck. Ausschalten solltest du auch das Licht, das du nicht brauchst.

3. Weniger Fleisch essen.

Klimaschutz kann so lecker sein – und zwar mit ganz viel Obst und Gemüse, das es vom Bauernhof in deiner Nähe nicht weit auf deinen Teller hat. Denn je weniger unsere Nahrung auf Reisen ist, desto klimafreundlicher ist es. Wenn du noch dazu weniger Fleisch isst, tust du nicht nur den Tieren etwas Gutes, sondern auch dem Klima. Denn die Haltung und Fütterung von Rindern, Schweinen und Hühnern verbraucht am allermeisten CO2. Frag deine Eltern doch mal, ob ihr gemeinsam einkaufen geht und neue Rezepte ausprobiert.

4. Plastik vermeiden.

Wenn wir schon beim Einkaufen sind: Vieles von dem, das wir heutzutage kaufen können, ist in Plastik verpackt. Das ist Müll, der in der Entsorgung leider auch viele giftige Gase verursacht. Kauft also so viel ohne Plastikverpackung wie möglich, nehmt euch zum Einkaufen Stoffbeutel mit oder lasst euch Lebensmittel direkt in Mehrweggläser abfüllen.

5. Ohne Flugzeug in den Urlaub.

Es gibt auf dieser Erde so viele tolle Länder und Landschaften zu entdecken. Wenn deine Eltern den nächsten Urlaub planen, frag sie, ob ihr da auch ohne Flugzeug hinkommen könnt – zum Beispiel mit der Bahn. Die bringt euch klimaschonend an die schönsten Ecken der Welt, während ein Flugzeug ganz schön viel CO2 produziert. Vor allem, wenn ihr in Deutschland verreist, solltet ihr unbedingt aufs Fliegen verzichten. Noch ein Vorteil der Bahn: Ihr könnt mehr Spielzeug, Bücher und Essen mitnehmen …

6. Teilen, leihen, verschenken.

Du hast etwas in deinem Kinderzimmer, das du nicht mehr haben willst? Dann wirf es nicht sofort weg. Überleg dir, ob du es jemandem schenken kannst, zum Beispiel deinen jüngeren Geschwistern. Vieles kannst du auch spenden, sodass es Kinder bekommen, deren Eltern nicht so viel Geld für neue Sachen haben. Je länger wir Gegenstände wie Spielzeug, Kleidung, Möbel und Bücher nutzen statt sie immer neu zu kaufen, desto besser ist das auch für unser Klima.

7. Energie aus Sonne, Wind und Wasser.

Strom sparen ist wichtig für den Klimaschutz. Und noch besser ist es, den Strom aus natürlichen Quellen zu nutzen, wie zum Beispiel aus Sonne, Wind und Wasser. Diesen Strom nennt man Ökostrom oder grünen Strom. Wenn ihr euch zu Hause entscheidet, auf Ökostrom umzustellen, könnt ihr jedes Jahr richtig viel CO2 sparen. Kinderleicht, oder?

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