12. Februar 2015
ENTEGA Aktuell

Energieeffizienz: in drei Schritten zum Energiesparprofi.

Die Stromkosten zu berechnen, ist nur der erste Schritt auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz in Ihrem Zuhause. Mit unserem Dreistufenplan werden Sie zum Meister im Energiesparen.

Energiesparen und Klimaschutz fangen bei jedem Einzelnen an. Doch eiserner Verzicht macht auf Dauer keinen Spaß und muss auch nicht sein. Denn Energieeffizienz heißt, aus weniger Energie mehr herauszuholen.

1. Der Anfang: tief hängende Früchte ernten

Die ersten Schritte sind besonders einfach. „Tief hängende Früchte“ nennen Manager solche Maßnahmen, die sich schnell umsetzen lassen und die sofort spürbaren Erfolg bringen.

Stromverbrauch-Check-up zu Beginn

Mit der Verbrauchsanalyse im Kundenportal MeineENTEGA finden ENTEGA Kunden heraus, wie sich ihr Verbrauch im Verlauf der letzten Jahre entwickelt hat. Ist er gestiegen? Versuchen Sie herauszufinden, welchen Grund das haben kann und ob der Anstieg vermeidbar ist.

Ihren individuellen Stromfressern beispielsweise kommen Sie am besten mit einem Strommessgerät auf die Schliche. So ein Gerät können Sie zum Beispiel in den ENTEGA Points ausleihen oder im Energiespar-Shop von ENTEGA kaufen. Mithilfe des Geräts können Sie Ihren Stromverbrauch berechnen und finden heraus, mit welcher Maßnahme Sie am meisten sparen können.

Zum Vergleich: der jährliche Verbrauch eines durchschnittlichen Dreipersonenhaushalts, aufgeschlüsselt nach Stromverbrauchern im Haushalt.


* Berechnet auf Basis des Tarifs ENTEGA Ökostrom für das PLZ-Gebiet 64283 Darmstadt.

Standby-Geräte: heimliche Stromfresser ausschalten

Der einfachste Trick, wie Sie Geld und Energie sparen: Stellen Sie die Stromfresser kalt, die ohnehin gerade nicht arbeiten. Fernseher, Stereoanlagen, Computer und Drucker schlucken im Standby-Betrieb Energie, ohne etwas dafür zu leisten. Trennen Sie die Stromfresser einfach mit einer abschaltbaren Steckerleiste vom Netz, wenn sie nicht gebraucht werden. So lassen sich bis zu 150 € im Jahr sparen.

Clever heizen, richtig lüften

Zum sparsamen Heizen muss man womöglich ein paar Gewohnheiten ändern, kann dafür aber besonders viel Energie sparen. Die Heizung verbraucht in einem durchschnittlichen Haushalt nämlich doppelt so viel Energie wie alle Elektrogeräte zusammen.

  • Durch gekippte Fenster entweicht viel Wärme. Effizienter ist es, mehrmals täglich stoßzulüften – je nach Jahreszeit fünf bis 30 Minuten.
  • Wer die Heiztemperatur um nur 1 Grad absenkt, spart bereits 6 % Heizenergie.
  • Wenn man tagsüber für längere Zeit das Haus verlässt, lohnt es sich immer, die Heizung herunterzudrehen. Eine Absenkung um vier Grad, wenn keiner zu Hause ist, spart bis zu 10 % Heizkosten.

Beleuchtung: sparsam und gemütlich

Energiesparlampen sind zum Symbol der Energieeffizienz geworden. Doch das kalte Licht der ersten Sparlampen war nicht jedermanns Sache. Gute Nachrichten für Skeptiker: Die jüngste Generation der Energiesparlampen spendet warm-weißes Licht und wird viel schneller hell als frühere Modelle. Wer eine 60-Watt-Glühlampe, die durchschnittlich drei Stunden am Tag brennt, durch eine 11-Watt-Sparlampe ersetzt, spart jährlich 13 €. Pro Lampe. Noch sparsamer, umweltfreundlicher und zudem langlebiger sind LED-Lampen. Beides gibt es im ENTEGA Energiespar-Shop.

Haushaltsgeräte mit hoher Energieeffizienzklasse kaufen

Der Neukauf von Kühlschränken, Geschirrspülern oder Waschmaschinen ist eine gute Gelegenheit, die Energieeffizienz zu steigern. Geräte mit der Energieeffizienzklasse A+ sind heute Standard, ein Kühlschrank der Klasse A++ verbraucht bereits 25 % weniger Strom und die Top-Klasse A+++ spart sogar 50 %. Bei einer großen Kühl-Gefrier-Kombination kann der Unterschied zwischen den Energieeffizienzklassen A+ und A++ leicht 15 bis 20 € pro Jahr ausmachen. Die exakten Stromkosten eines Geräts berechnen Sie ganz einfach, indem Sie den auf dem Label angegebenen Jahresverbrauch in Kilowattstunden (kWh) mit dem Arbeitspreis Ihres Stromtarifs multiplizieren. ENTEGA Kunden können sogar noch mehr sparen. Denn sie bekommen beim Kauf eines energieeffizienten Kühl- bzw. Gefriergeräts oder Geschirrspülers den Ökozuschuss von ENTEGA.

Senken Sie den Stromverbrauch Ihres Kühlschranks

Auch wenn gerade kein Neukauf in Frage kommt, lässt sich der Energieverbrauch von Kühlschrank und Gefriergerät deutlich senken.

  • Wo es schon kühl ist, muss der Kühlschrank weniger tun. Stellen Sie ihn nicht in die Sonne und nicht neben den Herd. Lassen Sie Speisereste abkühlen, bevor Sie sie einfrieren oder in den Kühlschrank stellen.
  • Zwischen Kühlschrank und Wand sollte immer eine Hand breit Platz sein, damit Wärme abtransportiert werden kann.
  • Hat sich im Gefrierfach ein Eispanzer gebildet? Dann ist es höchste Zeit zum Abtauen. Jeder Millimeter Reifschicht steigert den Energieverbrauch Ihres Kühlschranks um 6 %.

 

2. Weitermachen: die dicken Brocken einsacken

Hausbesitzer können besonders viel für die Energieeffizienz tun. Die großen Sparpotenziale zu heben, ist zwar etwas anstrengender und mit Investitionen verbunden, doch die Mühe lohnt sich. Welche Maßnahmen dabei sinnvoll sind, ist individuell verschieden: Beim einen ist es eine neue Heizung, beim anderen eine Wärmedämmung oder ein Smart-Home-System.
Hier unterstützen die Energieeffizienz-Experten von ENTEGA: Sie analysieren das Gebäude, helfen bei der Entscheidung, beim Planen und Umsetzen der Projekte. Auch bei Fragen rund um Finanzierung und staatliche Förderung hilft ENTEGA weiter.

Diese Tipps helfen bei der ersten Orientierung.

Gut einpacken: Dach und Keller dämmen spart Heizenergie

Wärme steigt nach oben und entweicht bei ungedämmten Dächern durch die Ritzen zwischen den Ziegeln. Mit dem Dämmen des Daches spart man 10 bis 20 % Heizenergie. Auch zum kalten Erdreich hin verlieren Häuser viel Wärme. Im Schnitt bewirkt die Dämmung des Kellers eine Energieeinsparung von 5 %.

Smart Home – das Haus denkt mit

Wenn das Haus selbst das Energiemanagement übernimmt, geht das Sparen wie von alleine: Das Licht schaltet sich an bzw. aus, wenn jemand den Raum betritt oder verlässt. Sind alle Bewohner außer Haus, schaltet ein Smart-Home-System Licht und Elektrogeräte aus und eine intelligente Heizungssteuerung wie die von tado° fährt die Heizung herunter.
Dank Funktechnologie lassen sich Smart-Home-Anlagen auch in bestehenden Gebäuden einfach installieren.

Modernes Heizen: Wärmepumpe, Blockheizkraftwerk & Co

In vielen Kellern brummen veraltete Heizungen vor sich hin, die einen Großteil der Wärme direkt zum Schornstein hinauspusten. Dabei gibt es viele effiziente und umweltfreundliche Alternativen. Damit diese für Verbraucher leichter zu erkennen sind, werden ab 2015 auch neue Heizungen gemäß ihren Energieeffizienzklassen gekennzeichnet.

  • Gas-Brennwertkessel sind heute der Standard. Sie sparen gegenüber einem veralteten Heizkessel etwa 30 % Energie und lassen sich ausgezeichnet mit einer Solarthermie-Anlage zur Wassererwärmung kombinieren.
  • Ein Blockheizkraftwerk erzeugt nicht nur Wärme, sondern auch eigenen Strom und arbeitet dabei effizienter als die meisten Großkraftwerke.
  • Eine Wärmepumpe ist die perfekte Alternative zur Elektroheizung. Sie spart gegenüber einer elektrischen Nachtspeicherheizung rund 70 % Strom.
  • Holzpelletheizungen nutzen einen natürlichen und CO2-neutralen Brennstoff. Sie kommen vor allem für Häuser in Frage, die bisher mit Öl beheizt wurden: Wo vorher der Öltank war, findet nun ein Pelletspeicher Platz.

3. Aufs Ganze gehen: Energieeffizienz als nachhaltiges Lebensprinzip

Energieeffizienz ist mehr als Heiz- und Stromkosten sparen: Alles, was wir essen, tun oder kaufen, braucht Energie – auch wenn das nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist.

Urlaub in der Region

Billige Flugreisen in ferne Länder sind auch für überzeugte Energiesparer eine Versuchung. Doch ihre Energiebilanz ist fatal: Mit der Energie, die ein einziger Flug nach Buenos Aires und zurück verbraucht, könnten zwei vierköpfige Familien ihren jährlichen Stromverbrauch decken. Reisen zu näher liegenden Zielen sparen nicht nur Geld und Energie, sondern lassen auch mehr Zeit für Erholung. Und wer zur Abwechslung mal gleich von zu Hause aus mit dem Fahrrad startet, wird feststellen: Manchmal kann man die Welt vor der eigenen Haustür ganz neu entdecken.

Altes Gemüse, neu entdeckt

Kurze Transportwege sind auch bei Lebensmitteln der erste wichtige Faktor für einen niedrigen Energieverbrauch. Der zweite Faktor ist die passende Jahreszeit, denn viel frisches Gemüse stammt im Winter aus beheizten Gewächshäusern. Das verbraucht oft 30-mal so viel Energie wie der Anbau im Freien. Langeweile muss beim Essen deshalb nicht aufkommen. Alte Gemüsesorten wie der süßliche Topinambur oder die spargelartige Schwarzwurzel bieten selbst im Winter viel Abwechslung.

Radfahren statt Fitnessstudio

Öfter mal das Rad anstelle des Autos zu benutzen ist einer der gesündesten Wege, Energie zu sparen. Wer täglich mit dem Rad zur Arbeit fährt, spart bei einem Arbeitsweg von 10 Kilometern im Jahr 1.700 Kilowattstunden. Das ist etwa halb so viel wie der Stromverbrauch eines Durchschnittshaushalts. Ebenfalls sparen kann man sich so die Zeit und das Geld für das Training im Fitnessstudio.

Energieeffizienz Schritt für Schritt

Wie beim Sport gilt auch beim Energiesparen der langfristige Erfolg. Wer sich am Anfang nicht zu viel vornimmt, kann sich später noch steigern. Wer Maßnahmen fest in den Tagesablauf integriert und es sich einfach macht, wird sie leichter durchhalten: Liegt die Steckerleiste für die Standby-Geräte zum Beispiel gut erreichbar in der Nähe der Tür, wird das abendliche Abschalten schnell zur Gewohnheit. Und wie beim Sport motiviert es ungemein, ab und zu den eigenen Erfolg zu sehen. Beim Blick auf den Stromzähler oder auf die Heizkostenabrechnung kommt dann – wie nach dem Sport – das gute Gefühl auf, etwas geschafft zu haben.

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