31. März 2012
Familie Klimaschutz

Tonnenweise CO2-Emission

Wer klimaneutral leben will, muss wissen, wie viel Kohlendioxid er tatsächlich verursacht. ENTEGA hat den CO2-Fußabdruck von Familie Blöchinger ermittelt.

Die Durchschnitts-CO2-Bilanz in Deutschland: Im Jahr 11,1 Tonnen CO2 pro Person. Wie schneiden die Blöchingers ab?

Duschen, Anziehen, Frühstück, Schulbus – noch bevor er in der Gesamtschule Bretzenheim angekommen ist, hat der Schüler Dominic Blöchinger schon auf verschiedene Arten Kohlendioxid erzeugt. Genau wie seine Schwester Sophie und seine Eltern Michael und Barbara. Genau wie wir alle. Beim Stromverbrauch, beim Heizen, beim Konsum von Waren oder Nahrung, beim Verkehr verursacht jeder täglich große Mengen klimaschädlichen Kohlendioxids. Im Durchschnitt 11,1 Tonnen pro Person, pro Jahr, in Deutschland. Dieser CO2-Fußabdruck, auch CO2-Bilanz genannt, ist eine wichtige internationale Vergleichsgröße. Der weltweite Durchschnittswert beträgt ca. 6,7 Tonnen pro Jahr und pro Person. Zuviel, denn Klimaforscher haben errechnet, dass bis 2050 eine Senkung auf maximal 2,0 Tonnen notwendig ist, um die Erwärmung des Weltklimas auf 2° C zu begrenzen.

Uns interessiert: Wie viel CO2 geht dabei auf das Konto von Familie Klimaschutz? ENTEGA hat den Alltag des Vier-Personen-Haushalts unter die Lupe genommen, um herauszufinden, in welchen Bereichen CO2 entsteht – und wo es die größten Einsparpotenziale gibt.

Jedes Verbrauchsprofil ist anders!

Eins vorweg: Die Ermittlung des CO2-Fußabdrucks soll nicht dazu dienen, mit dem Finger auf die Verursacher zu zeigen. Denn viele Faktoren lassen sich kaum beeinflussen: Ein großes Haus verbraucht nun mal mehr Heizenergie als eine kleine Wohnung; wer lange Wege zur Arbeit pendelt, kann nicht einfach das Fahrrad nehmen. Kurzum: Das Verbrauchsprofil jeder Familie ist anders. Und das ist gut so. Aber ein CO2-Fußabdruck kann ein Anhaltspunkt sein, wie viel wir im Vergleich zum Durchschnitt in Deutschland und der Welt verbrauchen. Und ein Ansporn, den persönlichen Verbrauch zu hinterfragen, und mit kleinen Änderungen so gut es geht zu senken.

Wenn sich der Weg zur Arbeit nicht mit dem Fahrrad bewältigen lässt, könnte man doch mit einem Kollegen eine Fahrgemeinschaft bilden. Oder überlegen, ob sich die Einkäufe nicht auch auf dem Weg ins Büro erledigen lassen. Auch für unsere Familie Klimaschutz gilt: Die Frage lautet nicht „Stoßen wir mehr oder weniger CO2 aus als die Nachbarn?“ Sondern „Wie viel verursachen wir heute? Und wie viel könnten wir uns morgen mühelos sparen?“

Vorhang auf für die Ergebnisse im einzelnen:

Strom und Heizung: Die Ölheizung der Blöchingers ist nicht die günstigste und klimafreundlichste aller Heizarten, doch ein zusätzlicher Holzofen im Wohnzimmer verringert den Heizölbedarf. Allerdings: Die Warmwasserbereitung mit einem Durchlauferhitzer frisst Strom. Nur der Stromtarif für die CO2-Frei erzeugte Ökostrom sorgt bei Blöchingers für einen relativ niedrigen CO2 Wert im Bereich Strom und Heizung.

Reise & Verkehr: Hier schlagen die zwei PKWs der Familie mit ca. 27.000 km pro Jahr zu Buche. Außerdem legten die Kinder 2011 ca. 18.000 km mit dem Schulbus zurück. Hinzu kommt noch eine Flugreise der Familie nach Kreta.

Konsum und Ernährung: Hier werden die persönlichen Shopping-Vorlieben und Ernährungsgewohnheiten abgefragt. Mutter Barbara lag in beiden Kategorien unter dem Schnitt, Sohn Dominic jeweils leicht darüber. Die Ergebnisse im Detail zeigt das untenstehende Diagramm. Hierbei noch nicht berücksichtigt: Blöchingers sind Hundebesitzer – und auch Tierfutter ist aus Fleisch und belastet so das Klima.

Öffentlicher Konsum hingegen sind Emissionen, die durch die Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen verursacht werden: Straßenbau, Polizei, Schulen, Wasserversorgung, Abfallwirtschaft, usw. Dieser Wert beträgt in Deutschland – für alle gleich – 1,1 Tonnen CO2 pro Person.
Das Fazit: Familie Klimaschutz verursacht zu Beginn unseres Experiments pro Jahr insgesamt 39,03 Tonnen CO2 – und liegt damit leicht unter dem deutschen Durchschnitt von 44 Tonnen für vier Personen.


Das ist erfreulich – aber es geht noch mehr. Für eine deutliche
Absenkung der Werte im Bereich Strom und Heizung sind unsere
Modernisierungsexperten von der ENTEGA Energieeffizienz
verantwortlich. Für die übrigen Werte wollen wir im Rahmen des
Projektes unseren vier motivierten Testpersonen im Alltag
klimaschonende Alternativen vorstellen und testen, ob und wie
viel Mühe es kostet, sich von alten, CO2-intensiven Gewohnheiten zu
verabschieden.

 

 

 

 

 

 

Michael fährt im Jahr ca. 10.000 km mit dem Opel Astra zur Arbeit. Er und seine Frau Barbara konsumieren eher sparsam und legen beim Einkaufen Wert auf die Langlebigkeit der Produkte.
Mutter Barbara achtet beim Lebensmitteleinkauf auch auf regionale und saisonale Zutaten. Doch hin und wieder landen auch Tiefkühlkost, Fleisch und Wurst im Einkaufswagen
Der sportliche Tänzer Dominic liebt Fleisch, er shoppt und konsumiert häufiger als seine Eltern und fährt pro Jahr noch 1.000 km mit seinem Motorroller.
Tochter Sophie legt, genau wie ihr Bruder, täglich 50 Kilometer mit dem Schulbus zurück. Wenig überraschend kauft auch die 16-jährige gerne ein, doch auch sie achtet auf die Langlebigkeit der Waren.
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