Ökoenergie

Die EEG-Umlage verständlich erklärt.

Schlagzeilen wie „Erneuerbare-Energien-Gesetz: Umlage erhöht Strompreis“ verunsichern viele Verbraucher. Wir erläutern, was dahinter steckt.

Was ist die EEG-Umlage?

  • Mit ihr leisten Stromkunden einen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien.
  • Die Höhe der EEG-Umlage 2021 beträgt 6,50 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh).
  • Einfluss auf die Höhe der EEG-Umlage haben Faktoren wie Börsenstrompreis, Zubau förderfähiger Anlagen oder aktueller EEG-Kontostand.

 

 

Inhalt dieser Seite.

  1. Energiemarkt im Umbruch
  2. EEG-Umlage erklärt
  3. EEG-Umlage 2021
  4. Ökostrom für die Energiewende
  5. Häufige Fragen

 

Es könnte so einfach sein. Statt endliche Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas aufwendig abzubauen und in alle Himmelsrichtungen zu transportieren, nutzen wir die Energiequellen direkt vor unserer Haustür: Sonne, Wasser, Wind. Sie sind unerschöpflich und die Natur stellt sie uns überall zur Verfügung.

Aber warum liegt der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Stromverbrauch bei gerade mal gut einem Drittel? Und wieso machen immer wieder Schlagzeilen wie „Energiewende wird für Verbraucher teurer“ die Runde? Kunden und interessierte Verbraucher stellen sich und uns diese Fragen hin und wieder (und insgeheim stellen wir sie uns selber manchmal).

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Energiemarkt im Umbruch.

Der deutsche Energiemarkt ist im Umbruch – das geschieht aber nicht von allein. Traditionell ist er in Deutschland hochgradig von fossilen Energieträgern und Atomenergie geprägt. Im Jahr 2000 lag der Anteil erneuerbarer Energien gerade mal bei rund 6 % – ein so schlechter Wert, dass sich die Bundesregierunggezwungen sah, einzuschreiten: Noch im selben Jahr verabschiedete sie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Es fördert die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen wie Wasser, Wind und Sonne, indem es den Erzeugern feste Vergütungen garantiert. Zudem gibt das Gesetz ein konkretes Ziel vor: Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung soll bis zum Jahr 2025 bei 40 bis 45 % und 2050 bei mindestens 80 % liegen.

Jeder Stromkunde finanziert die Energiewende mit.

Die Richtung stimmt also – auch wenn die Umstellung länger dauert als manchem lieb ist. Aber warum kostet die Energiewende überhaupt Geld – und wie viel davon trägt der Verbraucher?

Bevor grüner Strom fossile Energie und Atomstrom ersetzen kann, müssen die Betreiber in neue Anlagen investieren. Anlagenbetreiber erhalten dafür mit der Einspeisevergütung eine Förderung. Um diese zu finanzieren, sieht das Gesetz für die Verbraucher einen Aufschlag auf den Strompreis vor, die Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage, kurz EEG-Umlage.

Wie genau funktioniert die EEG-Umlage?

Netzbetreiber sind nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verpflichtet, den ins Netz eingespeisten Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu einem festgelegten Preis abzunehmen. Entsprechend kann es zwischen dem Preis für Strom an der Börse und dem von der Anlage abhängigen Fördersatz zu einer Differenz kommen. Diese wird von der sogenannten Marktprämie ausgeglichen.

Die Marktprämie wiederum wird durch die EEG-Umlage finanziert. Die EEG-Umlage zahlen alle umlagepflichtigen Stromkunden mit ihrer Stromrechnung (dort ist sie auch extra ausgewiesen). Ganz kurz gesagt, macht jeder durch das Zahlen dieser Umlage die Energiewende möglich.

Wer bestimmt die Höhe der Umlage?

Die Höhe der Umlage ergibt sich grundsätzlich aus der Differenz zwischen dem Einkaufspreis für Strom an der Leipziger Strombörse und den Zahlungen für die Einspeisevergütung. Sie wird jährlich auf Grundlage von Prognosewerten berechnet, wobei Zahlungen des vergangenen Jahres ebenso berücksichtigt werden wie der aktuelle EEG-Kontostand und eine Liquiditätsreserve, die als Puffer für unvorhergesehene Kosten dient. Außerdem wird geschätzt, wie viele neue Anlagen im folgenden Jahr gebaut werden. Die Netzbetreiber, die auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Umlage berechnen, veröffentlichen den aktuellen Wert jeweils am 15. Oktober für das Folgejahr auf der Internetseite Netztransparenz.

Was beeinflusst die Höhe der EEG-Umlage?

  • Börsenstrompreis
  • Höhe des Letztverbrauchs
  • Zubau an EEG-geförderten Anlagen
  • aktueller EEG-Kontostand
  • Liquiditätsreserve

 

EEG-Umlage 2021.

Anfang 2021 liegt die EEG-Umlage bei 6,5 Cent pro Kilowattstunde. Für das gesamte Jahr hat die Bundesregierung eine Deckelung auf diese Höhe festgelegt. Damit ist die Umlage zwar im Vergleich zum Vorjahr um rund 4 % gesunken. Schaut man sich aber die letzten 10 Jahre an, so hat sie sich mehr als verdreifacht.

Anteil am Strompreis.

Die EEG-Umlage ist nur ein Preisbestandteil unter vielen, die in den Strompreis einfließen. Welchen Anteil die EEG-Umlage am Strompreis hat, sehen Sie in der folgenden Aufstellung.

Quelle: BDEW, Stand 01/2021
* durchschnittliche Konzessionsabgabe, variiert je nach Gemeindegröße

EEG-Umlage: Nur ein Teil des Strompreises.

Wichtig ist dabei zu wissen: Versorger wie ENTEGA behalten die Umlage nicht, sondern geben sie an den Staat weiter. Insgesamt macht der Teil des Strompreises, den der Staat bekommt, rund 51 % aus. Dazu zählen neben der Umlage auch Steuern. Nur 24 % des Strompreises bleiben beim Stromanbieter.

Kritik an Sonderregelung für Gewerbe.

Die Umlage wirkt: Dass der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland inzwischen auf über 50 % gestiegen ist, ist auch ihr zu verdanken. Doch es gibt auch Kritik, vor allem an einer Sonderregelung. Denn grundsätzlich kommen alle Verbraucher für die Energiewende auf, also auch gewerbliche. Hier gibt es allerdings eine Ausnahme:

Unternehmen, die besonders viel Strom verbrauchen, genießen laut Erneuerbare-Energien-Gesetz eine Befreiung von der Umlagepflicht. Die Politik begründet die Maßnahme damit, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Firmen durch die Ausnahmen gewahrt werden soll. Klar ist aber auch: Je mehr Verbraucher die Kosten der Energiewende mittragen, desto weniger muss der Einzelne zahlen.

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Ökostrom – selten und teuer?

Ebenfalls des Öfteren zu lesen: Ökostrom sei noch immer ein Nischenprodukt und teurer als herkömmlicher Strom. Dagegen legen wir Widerspruch ein: Allein mit unseren regenerativen Anlagen erzeugen wir von ENTEGA genug Ökostrom für 260.000 Haushalte. Mehr als 500.000 Privat- und Geschäftskunden teilen unsere Vision von bezahlbarer Ökoenergie. Ökostrom stammt zu 100 % aus erneuerbaren Quellen – nur einige der Gründe, warum wir vom TÜV Süd als „Wegbereiter der Energiewende“ ausgezeichnet wurden. In der Nische müssen sich alternative Energiequellen zum Glück schon lange nicht mehr verstecken.

Und was den Preis betrifft: Oft ist Ökostrom sogar günstiger. Durch die immer größere Erfahrung und immer effizientere Technik bei erneuerbaren Energien sinkt die Einspeisevergütung für neuere Anlagen. Und durch das steigende Angebot erneuerbarer Energien sinken die Preise. Das ist gut so, denn wir von ENTEGA glauben, dass Strom aus erneuerbaren Energien für jeden bezahlbar sein muss, damit die Energiewende gelingt.

Mit unserem Ökostrom Tarifrechner können Sie die Kosten ganz einfach vergleichen und je nach Tarif nicht nur Kosten sparen, sondern auch mithelfen, die Energiewende voranzubringen.

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EEG-Umlage 2018

Häufige Fragen.

EEG-Umlage – häufige Fragen.

Was ist die EEG-Umlage?

Wer hat die EEG-Umlage eingeführt?

Wann wurde sie eingeführt?

Wird sie wieder abgeschafft?

Wie setzt sich die Umlage zusammen?

Wie hoch ist die EEG-Umlage 2021?

Wer bekommt die Umlage?

Wann muss ich die Umlage zahlen?

Wird die EEG-Umlage erhöht?

Ist die EEG-Umlage umsatzsteuerpflichtig?

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Wie viel Strom verbrauche ich?

Stromverbrauch nach Personen im Haushalt schätzen:

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