Ökoenergie

Erneuerbare Energien: Wichtiges und Wissenswertes.

Alles zu Vor- und Nachteilen und ein Blick in die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland.

Zahlen und Fakten zu erneuerbaren Energien in Deutschland (2022):

  • Der Anteil erneuerbarer Energieformen am Bruttoendenergieverbrauch lag im Jahr 2021 bei 19,7 %.
  • Bei Strom allein (also ohne Wärme und Kraftstoffe) liegt der Anteil bei rund 41 %.
  • Bis 2035 will Deutschland den Anteil auf 100 % erhöhen.
  • In ganz Deutschland sorgen über 7.300 Wasserkraftwerke, 30.000 Windkraftanlagen und 2,2 Millionen Solaranlagen für sauberen Strom.

Inhalt dieser Seite:

  1. Erneuerbare Energien: Eine Definition.
  2. Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtmarkt.
  3. Windkraft ist auf dem Weg zum bedeutendsten Energieträger.
  4. Gesetze, die den Ausbau erneuerbarer Energien fördern.
  5. Erneuerbare Energien: Vor- und Nachteile, Speichermethoden.
  6. Ausblick: Die Zukunft mit erneuerbaren Energien.
  7. Fragen und Antworten.

Ökostrom, CO2-frei und atomstromfrei erzeugt.

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Erneuerbare Energien: Definition.

Am Begriff der „erneuerbaren Energien“ kommt heute niemand mehr vorbei. Und das ist auch gut so, denn die Energieversorgung über natürliche Ressourcen wie Sonnen-, Wind- und Wasserkraft oder Biomasse – so die Definition zu erneuerbaren Energien – ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende, also dem Wechsel von herkömmlicher Energie zu grüner Energie. Auch in Deutschland hat sich in den letzten Jahren einiges getan – der Anteil an erneuerbaren Energien steigt kontinuierlich an.

Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtmarkt.

Lag der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland über alle Sektoren hinweg (also Strom, Wärme und Kraftstoffe mit eingeschlossen) im Jahr 2004 noch bei schmächtigen 6,2 %, so stieg er im Jahr 2021 bereits auf 19,7 % des ⁠Bruttoendenergieverbrauchs⁠. Betrachtet man Strom allein, ist sogar ein Anstieg von 6,3 % (Jahr 2000) auf 41,1 % (Jahr 2021) zu verzeichnen. In Sachen nachhaltiger Energiegewinnung geht es also in die richtige Richtung. Schauen wir uns doch mal an, was der Anteil an erneuerbaren Energien in Deutschland schon geleistet hat.

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NACHHALTIGE SUPERSTARS: SONNE, WIND, WASSER UND BIOMASSE.

Jeder von uns hat irgendwo schon mal eine Anlage gesehen, die „Grüne Energie“ aus regenerativen Quellen erzeugt – egal, ob im Stausee, als Photovoltaik auf dem Dach der Nachbarn oder in Form von Windrädern am Rande der Autobahn. Doch was leisten diese Anlagen genau? 2021 flossen rund 234 Terawattstunden an nachhaltig erzeugtem Strom durch die deutschen Steckdosen, also 234 Milliarden Kilowattstunden. Damit ließe sich alleine die Stadt Hamburg mindestens 17 Jahre lang mit Strom versorgen.

Aber zurück zu den erneuerbaren Energien: In Deutschland stammen ca. 24 % des gesamten deutschen Stroms aus Windkraftanlagen.

Etwa 11 % des Gesamtstroms kommen aus Photovoltaikanlagen.

Die Energieproduktion mit Biomasse ist auch nicht zu verachten: Sie lag mit einem Anteil von 11 % gleichauf mit Sonnenenergie.

Und aus Wasserkraftwerken flossen 4 % in die Gesamtbilanz des erzeugten Stroms in Deutschland.

Quelle zu den oberen Grafiken: Umweltbundesamt, Stand 02/2022

WINDKRAFT STÜRMte bereits DIE ENERGY CHARTS IM DEUTSCHEN STROMMIX.

Der Strom, der in Deutschland durch die Netze bis in Ihre Steckdose fließt, besteht nicht zu 100 % allein aus grünem oder aus herkömmlichem Strom. Vielmehr spricht man dabei von einem Strommix, also einer Mischung aus Strom von verschiedenen Energiequellen. Der jeweilige Anteil kann sich dabei stetig ändern, je nachdem, wie viele Menschen zum Beispiel Ökostrom beziehen. In Deutschland lag der größte Anteil bisher immer bei der Braunkohle. Doch im Jahr 2020 konnte die Windenergieerstmalig die alteingesessene (und klimaschädliche) Braunkohle von Platz 1 der Energy Charts verdrängen – zumindest für einige Monate.

Das ist ein gutes Zeichen, denn Kohlestrom tut dem Klima nicht besonders gut. Wird Kohle verbrannt, entsteht das klimaschädliche Kohlendioxid, bekannt als CO2. Braunkohle kommt als fossiler Brennstoff auf rund 1.150 Gramm CO2 pro Kilowattstunde, Steinkohle immerhin auf knapp 900 Gramm. Bei Erdgas sind es nur etwa 300 Gramm CO2 und da gibt es, im Vergleich zur Kohle, immerhin schon eine klimafreundliche Alternative mit Ökogas. Das CO2, das bei Gewinnung, Transport und Verbrauch von Gas entsteht, kompensieren wir bei ENTEGA übrigens in mindestens derselben Höhe durch Waldschutzprojekte.Mehr zum aktuellen Stand und zu den Chancen des Kohleausstiegs in Deutschland erfahren Sie ebenfalls in unserem Blog.

POWERED BY POLITICS: DIESE GESETZE FÖRDERN ERNEUERBARE ENERGIEN.

Dass der Anteil an Braun- und Schwarzkohle im Strommix von Deutschland abnimmt, passiert natürlich nicht einfach so. Grund dafür sind Gesetze, die der Staat und die EU in den letzten Jahren verabschiedet haben, die die Energiewende und den Klimaschutz aktiv voranbringen. Diese Gesetze heißen Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), Biokraftstoffquotengesetz und Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz EEG). Damit fördert die Bundesregierung den Ausbau von Anlagen für regenerative Energiequellen.

Mehr zum Klimaschutz mit Strom und zu den genauen Anteilen des Strompreises erfahren Sie übrigens in unserem Beitrag zur Strompreis-Zusammensetzung in Deutschland.

Mit Ökostrom dem Klima Gutes tun.

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SONNE ODER SCHATTEN? ERNEUERBARE ENERGIEN UND IHRE VOR- UND NACHTEILE.

Der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland steigt, die klimafreundliche Erzeugung von Strom und Wärme ist auf dem Vormarsch. Trotzdem ist noch einiges zu tun, denn trotz der Erfolge gibt es auch immer noch Vorurteile, Nachteile und Hürden, die Schritt für Schritt gemeistert werden müssen.

„Zu hohe Kosten!“

Neue Anlagen müssen gebaut, installiert und in die Infrastruktur der Netze integriert werden. Das verursacht zu Beginn nicht nur CO2, sondern auch hohe Kosten. Für viele ist das immer noch das Hauptargument gegen erneuerbare Energien. In Deutschland hat sich auf dem Strommarkt in den letzten Jahren einiges getan, die Nachfrage an nachhaltiger Energie ist gestiegen und die Beiträge für die EEG-Umlage sind bis zu ihrer Absenkung im Juli 2022 stetig gesunken. Damit ist Strom aus regenerativen Quellen sogar oft preiswerter als herkömmlicher Strom – was einen weiteren Punkt von der Nachteil-Liste streicht: Saubere Energie sei viel teurer als normale Energie.

„Was, wenn die Sonne nicht scheint?“

Gerade bei Sonnen- und Windenergie ist die Frage nach der Verfügbarkeit verständlich und berechtigt. Erneuerbare Energien können noch nicht konstant das leisten, was zum Beispiel ein Braunkohlekraftwerk leisten kann. Aber bereits jetzt gibt es immer besser entwickelte Technologien und Speichermöglichkeiten, um auch an Tagen ohne viel Wind oder Sonne gespeicherte Energie zur Verfügung zu stellen. Das gilt zum Beispiel auch für die private Solarstromerzeugung auf Ihrem Hausdach. Mit einem Speicher sichern Sie sich nicht nur Ihren Eigenbedarf an Strom, sondern können sogar noch etwas dazuverdienen, wenn Sie den Strom ins öffentliche Netz einspeisen.

„Was ist mit den Emissionen?“

Ganz ohne CO2 geht es bei den erneuerbaren Energien leider auch nicht. Denn zumindest bei der Produktion, Wartung und späteren Entsorgung der Anlagen wird CO2 freigesetzt. Das ist aber nur ein geringer Wert im Vergleich zu dem, wie viel CO2 durch erneuerbare Energien in Deutschland allein 2021 bereits vermieden werden konnte: 221 Millionen Tonnen! Seit dem Jahr 2000 hat sich dieser Wert sogar verfünffacht.

Die Zukunft mit erneuerbaren Energien.

Bis 2035 will Deutschland den Anteil an erneuerbaren Energien auf 100 % erhöhen. Tragende Säulen sind dabei die Wind- und die Sonnenenergie, die massiv ausgebaut werden müssen. Die Regierung setzt alles daran, dieses ambitionierte Klimaziel erreichen zu können – nicht zuletzt auch, um sich von geopolitischen Interessen zu lösen. Ein Hebel sind umfassende Förderungen und Zuschüsse. So sollen Millionen Haushalte z. B. künftig eine höhere Vergütung für Solardachanlagen bekommen.

Erneuerbaren Energien noch heute nutzen.

Sie können sich bereits heute für erneuerbare Energien entscheiden und zu Ökostrom wechseln. ENTEGA Ökostrom stammt zu 100 % aus regenerativen Quellen, ist CO2– und atomstromfrei erzeugt. Mit der Investition in neue Anlagen treiben wir zudem die Energiewende aktiv voran und haben dafür vom TÜV SÜD die Auszeichnung „Wegbereiter der Energiewende“ erhalten. Und auf diesem Weg nehmen wir Sie gerne mit.

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Fragen und Antworten zu erneuerbaren Energien.

Fragen und Antworten.

Was sind erneuerbare Energien?

Warum soll man erneuerbare Energien nutzen?

Welche Möglichkeiten zum Speichern von Strom und erneuerbaren Energien gibt es?

Ist eine Komplettversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien möglich?

Wie hoch ist der Anteil an erneuerbaren Energien in Deutschland?

Stand: Mai 2022

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Wie viel Strom verbrauche ich?

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