Ökoenergie

Erneuerbare Energien in Deutschland: Anteile, Entwicklung und Ausblick.

Hier gibt es die wichtigsten Infos zu erneuerbaren Energien, Vor- und Nachteilen sowie einen Blick in die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland.

Erneuerbare Energien in Deutschland auf einen Blick:

  • Der Strom in Deutschland stammte im ersten Quartal 2020 schon zu 54,8 Prozent aus regenerativen Energiequellen.
  • Bis 2035 will Deutschland den Anteil auf 60 Prozent erhöhen.
  • In ganz Deutschland sorgen über 7.300 Wasserkraftwerke, 28.000 Windkraftanlagen und 1,58 Millionen Solaranlagen für sauberen Strom.

Erneuerbare Energien in Deutschland: Anteile, Entwicklung, Ausblick

Grüne Energie made in Germany.

Am Begriff der „erneuerbaren Energien“ kommt im Jahr 2020 niemand mehr vorbei. Und das ist auch gut so, denn die Energieversorgung über natürliche Ressourcen wie Sonnen-, Wind- und Wasserkraft oder Biomasse ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende, also dem Wechsel von herkömmlicher Energie zu grüner Energie. Auch in Deutschland hat sich in den letzten Jahren einiges getan und der Anteil an erneuerbaren Energien steigt kontinuierlich an. Über alle Sektoren hinweg, also Strom, Wärme und Verkehrssektor eingeschlossen, lag der Anteil 2019 bei 17,1 % und kratzt bereits am 18-%-Ziel für 2020. Klingt wenig? Dann schauen wir uns doch mal an, was der Anteil an erneuerbaren Energien in Deutschland schon geleistet hat.

Nachhaltige Superstars: Sonne, Wind, Wasser und Biomasse.

Jeder von uns hat irgendwo schon mal eine Anlage gesehen, die Energie aus regenerativen Quellen erzeugt – egal, ob im Stausee, als Photovoltaik auf dem Dach der Nachbarn oder in Form von Windrädern am Rande der Autobahn. Doch was leisten diese Anlagen genau? In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 flossen rund 137,74 Terawattstunden Strom durch die deutschen Steckdosen, also 137,74 Milliarden Kilowattstunden. Damit ließe sich alleine die Stadt Hamburg mindestens 10 Jahre lang mit Strom versorgen.

Aber zurück zu den erneuerbaren Energien: In Deutschland stammten von den 137,74 TWh etwa 51,1 aus Windkraftanlagen und 7,3 TWh von Photovoltaikanlagen. Die Energieproduktion mit Biomasse ist auch nicht zu verachten: Die lag mit einem Anteil von 8,2 % noch vor der Sonnenenergie. Und aus Wasserkraftwerken floss in diesem ersten Quartal 2020 bereits 3,3 % Strom in die Gesamtbilanz.

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Windkraft stürmt die Energy Charts im deutschen Strommix.

Der Strom, der in Deutschland durch die Netze bis in Ihre Steckdose fließt, besteht nicht zu 100 % aus grünem oder herkömmlichem Strom. Vielmehr spricht man dabei von einem Strommix, also einer Mischung aus Strom von verschiedenen Energiequellen. Der jeweilige Anteil kann sich dabei stetig ändern, je nachdem, wie viele Menschen zum Beispiel Ökostrom beziehen. In Deutschland lag der größte Anteil bisher immer bei der Braunkohle – doch erstmalig konnte die Windenergie die alteingesessene (und klimaschädliche) Braunkohle von Platz 1 der Energy Charts verdrängen.

Das ist ein gutes Zeichen, denn Kohlestrom tut dem Klima nicht besonders gut. Wird Kohle verbrannt, entsteht das klimaschädliche Kohlendioxid, CO2. Braunkohle kommt als fossiler Brennstoff auf rund 1.150 Gramm CO2 pro Kilowattstunde, Steinkohle immerhin auf knapp 900 Gramm. Bei Erdgas sind es nur etwa 300 Gramm CO2 und da gibt es, im Vergleich zur Kohle, immerhin schon eine klimafreundliche Alternative mit Ökogas. Das CO2, das bei Gewinnung, Transport und Verbrauch von Gas entsteht, kompensieren wir bei ENTEGA in mindestens derselben Höhe durch Waldschutzprojekte.

Mehr zum aktuellen Stand und zu den Chancen des Kohleausstiegs in Deutschland erfahren Sie ebenfalls in unserem Blog.

Powered by Politics: Diese Gesetze fördern erneuerbare Energien.

Dass der Anteil an Braun- und Schwarzkohle im Strommix von Deutschland abnimmt, passiert natürlich nicht einfach so. Grund dafür sind Gesetze, die der Staat und die EU in den letzten Jahren verabschiedet haben, die die Energiewende und den Klimaschutz aktiv voranbringen. Diese Gesetze heißen Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), Biokraftstoffquotengesetz und Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz EEG). Damit fördert die Bundesregierung den Ausbau von Anlagen für regenerative Energiequellen. Wenn Sie Ökostrom beziehen, fließt ein Teil Ihres Strompreises direkt in die EEG-Umlage, was Sie also ohne großen Aufwand zum Klimaschützer macht.

Mehr zum Klimaschutz mit Strom, zur EEG-Umlage und zu den genauen Anteilen des Strompreises erfahren Sie übrigens in unserem Beitrag zur Strompreis-Zusammensetzung in Deutschland.

Sonne oder Schatten? Erneuerbare Energien und ihre Vor- und Nachteile.

Der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland steigt, die klimafreundliche Erzeugung von Strom und Wärme ist auf dem Vormarsch. Trotzdem ist noch einiges zu tun, denn trotz der Erfolge gibt es auch immer noch Vorurteile, Nachteile und Hürden, die Schritt für Schritt gemeistert werden müssen.

„Zu hohe Kosten!“ 

Neue Anlagen müssen gebaut, installiert und in die Infrastruktur der Netze integriert werden. Das verursacht zu Beginn nicht nur CO2, sondern auch hohe Kosten. Für viele ist das immer noch das Hauptargument gegen erneuerbare Energien. In Deutschland hat sich auf dem Strommarkt in den letzten Jahren einiges getan, die Nachfrage an nachhaltiger Energie ist gestiegen und die Beiträge für die EEG-Umlage sinken. Damit ist Strom aus regenerativen Quellen sogar oft preiswerter als herkömmlicher Strom – was einen weiteren Punkt von der Nachteilsliste kickt: Saubere Energie sei viel teurer als normale Energie.

„Was, wenn die Sonne nicht scheint?“

Gerade bei Sonnen- und Windenergie ist die Frage nach der Verfügbarkeit verständlich und berechtigt. Erneuerbare Energien können noch nicht konstant das leisten, was zum Beispiel ein Braunkohlekraftwerk leisten kann. Aber bereits jetzt gibt es immer besser entwickelte Technologien und Speichermethoden, um auch an Tagen ohne viel Wind oder Sonne gespeicherte Energie zur Verfügung zu stellen. Das gilt zum Beispiel auch für die private Solarstromerzeugung auf Ihrem Hausdach. Mit einem Speicher sichern Sie sich nicht nur Ihren Eigenbedarf an Strom, sondern können sogar noch etwas dazuverdienen, wenn Sie den Strom ins öffentliche Netz einspeisen.

„Was ist mit den Emissionen?“

Ganz ohne CO2 geht es bei den erneuerbaren Energien leider noch nicht. Denn zumindest bei der Produktion, Wartung und späteren Entsorgung der Anlagen wird CO2 freigesetzt. Das ist aber nur ein geringer Wert im Vergleich zu dem, wie viel CO2 durch erneuerbare Energien in Deutschland alleine in 2018 bereits vermieden werden konnten: 8 Millionen Tonnen im Bereich Verkehr, 35 Millionen Tonnen durch Wärme und 144 Millionen Tonnen durch Strom.

Die Zukunft mit erneuerbaren Energien.

Bis 2035 will Deutschland den Anteil an erneuerbaren Energien auf 60 % erhöhen. Wirft man einen Blick zurück auf die Entwicklungen der letzten Jahre, scheint das gar nicht so abwegig. Bis dahin fließt allerdings noch viel Wasser den Fluss hinab – oder Strom den Stromfluss – und es gilt, die grünen Daumen für noch mehr Förderungen und Maßnahmen seitens der Regierung gedrückt zu halten. Sie können sich bereits heute für erneuerbare Energien entscheiden und zu Ökostrom wechseln. ENTEGA Ökostrom stammt zu 100 % aus regenerativen Quellen, ist CO2- und atomstromfrei erzeugt. Mit der Investition in neue Anlagen treiben wir zudem die Energiewende aktiv voran und haben dafür vom TÜV SÜD die Auszeichnung „Wegbereiter der Energiewende“ erhalten. Und auf diesem Weg nehmen wir Sie gerne mit.

 

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