Strompreis
Zusammensetzung des Strompreises 2026 in Deutschland.
Stromsteuern, Netzentgelte, Kosten für die Strombeschaffung: Wie sich der Strompreis in Deutschland im Detail zusammensetzt, erfahren Sie bei uns.
3 Minuten Lesezeit
Strompreis-Zusammensetzung in Kürze:
- Netzentgelte: Etwa 25 % des Strompreises erhalten die Netzbetreiber für die Bereitstellung und Wartung der Stromnetze sowie den Ausbau der Netzinfrastruktur.
- Steuern, Abgaben, Umlagen: Etwa 34 % des Strompreises fließen an den Staat und finanzieren unter anderem Maßnahmen zur Energiewende wie die Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz.
- Strombeschaffung und Vertrieb: Rund 41 % des Strompreises gehen an Ihren Stromanbieter und decken Stromeinkauf sowie
Service und Abrechnung ab.
Inhalt
Wie setzt sich der Strompreis zusammen?
Der Grundpreis und der Arbeitspreis ergeben zusammen Ihren Strompreis. Mit dem Grundpreis decken Stromanbieter ihre verbrauchsunabhängigen Kosten ab. Der Arbeitspreis bildet die verbrauchsabhängigen Kosten ab (zum Beispiel staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen).
Die Strompreis-Zusammensetzung 2026 zusammengefasst.
Der Strompreis in Deutschland setzt sich aus drei zentralen Bestandteilen zusammen: den Kosten für Strombeschaffung und Vertrieb, den Netzentgelten und den staatlich festgelegten Steuern, Abgaben und Umlagen. Zusammengenommen ergibt sich daraus der Preis, den Sie für Ihren Strombezug zahlen.
25 %
des Strompreises für Netznutzung und Ausbau.
Eine sichere Stromversorgung und das Gelingen der Energiewende erfordern stabile Stromnetze. Für diesen Zweck erhalten die Netzbetreiber rund ein Viertel des Strompreises. Ein Teil davon finanziert die Bereitstellung und Wartung des bestehenden Netzes sowie die Stromzähler und deren regelmäßige Messung. Der andere Teil fließt in die Modernisierung und den Ausbau der Netzinfrastruktur. Das ist besonders wichtig, weil immer mehr Strom aus Wind- und Solaranlagen stammt, die häufig weit vom Verbrauchsort entfernt sind. So leisten Sie über Ihren Strompreis einen Beitrag zu stabilen Netzen in Deutschland, die erneuerbare Energie sicher transportieren und die Energiewende möglich machen.
34 %
des Strompreises für den Staat durch Steuern, Abgaben und Umlagen.
Steuern, Abgaben und Umlagen machen in Deutschland gut ein Drittel des Strompreises aus. Mit diesen Einnahmen fördert der Staat unter anderem den Ausbau erneuerbarer Eenergien und die Netzinfrastruktur. Im folgenden Überblick sehen Sie, welche Anteile der Bund an der Zusammensetzung des Strompreises hat.
Umsatzsteuer im Strompreis: 19 %.
Auf Ihren gesamten Strompreis wird die gesetzliche Umsatzsteuer von derzeit 19 Prozent erhoben. Sie zählt zu den wichtigsten Einnahmequellen des Staates und finanziert wichtige öffentliche Aufgaben wie Bildung, Infrastruktur oder soziale Leistungen. Im Gegensatz zu speziellen Energieabgaben ist die Umsatzsteuer keine klimapolitische Maßnahme, sondern eine allgemeine Steuer auf Waren und Dienstleistungen, die das Funktionieren unseres Gemeinwesens ermöglicht.
Stromsteuer im Strompreis: 2,05 Cent pro Kilowattstunde.
Die Stromsteuer ist eine bundesgesetzlich geregelte Abgabe auf Strom und beträgt 2,05 Cent pro Kilowattstunde (netto). Die Einnahmen daraus fließen direkt in den Bundeshaushalt, größtenteils als Zuschüsse in die Rentenversicherung. Oft wird die Stromsteuer auch als „Ökosteuer“ bezeichnet, denn sie wurde eingeführt, um einen bewussteren Umgang mit Energie zu fördern. Der Gedanke dahinter: Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher Strom bewusster einsetzen, sinkt der Energieverbrauch insgesamt und Klima und Ressourcen werden entlastet.
Wie auch Sie Ihren Verbrauch gezielt senken können, erfahren Sie in unseren Tipps zum Stromsparen.
Konzessionsabgabe im Strompreis: 1,66 Cent pro Kilowattstunde (durchschnittlich).
Vom Kraftwerk bis zu Ihrer Steckdose legt Strom einen weiten Weg über Leitungen zurück. Ein Teil davon verläuft unter öffentlichen Straßen und Wegen. Für die Nutzung dieser Infrastruktur erheben Städte und Gemeinden eine Gebühr, die sogenannte Konzessionsabgabe. Wie hoch diese ausfällt, hängt davon ab, wo Sie wohnen und wie viele Menschen in Ihrer Kommune leben. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) beträgt die Konzessionsabgabe aktuell im Durchschnitt 1,66 Cent pro Kilowattstunde (netto) des Strompreises.
Aufschlag für besondere Netznutzung im Strompreis: 1,559 Cent pro Kilowattstunde.
Unternehmen mit besonders hohem Stromverbrauch können unter bestimmten Voraussetzungen reduzierte Netzentgelte zahlen. Dadurch entstehen den Netzbetreibern geringere Einnahmen. Diese Differenz wird über den sogenannten Aufschlag für besondere Netznutzung ausgeglichen. Aktuell beträgt dieser 1,599 Cent pro Kilowattstunde (netto) und wird von allen Verbraucherinnen und Verbrauchern getragen. Ziel ist es, energieintensive Unternehmen in Deutschland im internationalen Wettbewerb zu entlasten.
Offshore-Netzumlage im Strompreis: 0,941 Cent pro Kilowattstunde.
Die Offshore-Netzumlage in Höhe von 0,941 Cent pro Kilowattstunde (netto) fördert den weiteren Ausbau der Windenergie auf See und somit die Energiewende. Sie finanziert die Kosten des Netzanschlusses von Offshore-Windparks, also Bau, Betrieb und etwaige Entschädigungen bei Anschlussverzögerungen von Windparks, die den Strom von der Nordsee ins deutsche Stromnetz bringen. So wird aus einer kräftigen Nordseebrise Strom für Haushalte in ganz Deutschland. Zusätzlich deckt die Umlage mögliche Entschädigungen ab, falls sich ein Netzanschluss verzögert.
Wie wichtig die Stromerzeugung auf hoher See ist, zeigen die ambitionierten Ausbauziele der Bundesregierung: Bis 2030 sollen Offshore-Windparks mit einer Leistung von 30 Gigawatt installiert sein. Zum Vergleich: Ende des ersten Halbjahres 2025 waren Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 9,7 Gigawatt in Betrieb.
KWKG-Umlage im Strompreis: 0,446 Cent pro Kilowattstunde.
Mit 0,446 Cent pro Kilowattstunde (netto) wird nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) eine besonders effiziente Form der Energieerzeugung gefördert. Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Die dabei entstehende Abwärme wird nicht ungenutzt abgegeben, sondern zum Heizen oder für Warmwasser genutzt. Dadurch wird ein Großteil der eingesetzten Energie tatsächlich nutzbar gemacht. Moderne Anlagen erreichen so Wirkungsgrade von bis zu 90 %. Das spart Brennstoff, senkt Emissionen und entlastet das Klima.
EEG-Umlage im Strompreis: 0 Cent pro Kilowattstunde.
Über viele Jahre hinweg haben Verbraucherinnen und Verbraucher den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland über die EEG-Umlage mitfinanziert. Diese ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankert und garantiert Erzeugern von sauberem Strom und Gas feste Vergütungen. So konnten diese in neue, klimafreundliche Technologien investieren und Kohle- und Atomstrom schrittweise ersetzen.
In ihrer Hochphase lag die EEG-Umlage im Jahr 2017 bei 6,88 Cent pro Kilowattstunde (netto). Seit dem 1. Juli 2022 wird die EEG-Umlage nicht mehr über den Strompreis finanziert, um Verbraucherinnen und Verbraucher zu entlasten. Der Ausbau erneuerbarer Energien wird weiterhin gefördert, die Gelder hierfür kommen nun aus dem Bundeshaushalt.
41 %
des Strompreises für Beschaffung und Vertrieb.
Bevor der Strom bei Ihnen ankommt, muss er eingekauft, geplant und bereitgestellt werden. Dafür behalten Stromanbieter rund 41 % des Strompreises ein, den Sie pro Kilowattstunde zahlen. Ein wesentlicher Teil entfällt dabei auf die Beschaffungskosten des Stroms an der Strombörse. Hinzu kommen Kosten für Stromerzeugung, Vertrieb, Service und Abrechnung.
Entscheiden Sie sich für einen nachhaltigen Stromtarif, wirkt der Strompreis zusätzlich in Richtung Zukunft: Denn echte Ökostromanbieter wie ENTEGA investieren in eigene Anlagen zur sauberen Energieerzeugung und fördern aktiv die Energiewende. So tragen Sie mit Ihrem Strompreis dazu bei, dass der Anteil erneuerbarer Energien wächst.
Wie der Strompreis die Energiewende fördert.
Ob Netzentgelte, Stromsteuer oder Offshore-Umlage – viele Bestandteile Ihres Strompreises kommen der Energiewende zugute. Sie finanzieren Netzausbau, fördern erneuerbare Energiequellen und stärken eine klimafreundliche Energieversorgung in Deutschland.
Dass dieser Weg wirkt, zeigen die Zahlen: Anfang der 1990er-Jahre lag der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland bei nur 3 %. 2025 waren es bereits rund 62 % – ein Rekordwert. Und bis 2030 will Deutschland mindestens 80 % erreichen.
Strompreis und Energiewende: Mit dem richtigen Anbieter mehr bewegen.
Mit einem Ökostromtarif wird Ihr Strompreis zum Motor der Energiewende. Denn echte Ökostromanbieter wie ENTEGA investieren konsequent in eigene Anlagen zur sauberen Energieerzeugung. Seit 2008 haben wir bereits 850 Millionen Euro für den Ausbau erneuerbarer Energien gezahlt. Unsere modernen eigenen Anlagen erzeugen jährlich rund 750.000 Megawattstunden saubere Energie – genug für etwa 260.000 Haushalte. So treiben Sie mit uns und jedem Cent pro Kilowattstunde die Energiewende weiter voran.
Was beeinflusst die Höhe Ihres Strompreises?
Die Zusammensetzung des Strompreises ist bundesweit ähnlich. Wie hoch Ihre persönliche Stromrechnung ausfällt, hängt jedoch von zwei individuellen Faktoren ab.
Ihr Verbrauch.
Je mehr Kilowattstunden Sie nutzen, desto höher fällt Ihre Stromrechnung aus. Wenn Sie Ihren Verbrauch senken, sparen Sie Geld und leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz.
Ihr Tarif.
Ihr gewählter Tarif beeinflusst maßgeblich Ihren Strompreis. Bei hohem Stromverbrauch kann sich ein günstiger Arbeitspreis auszahlen. Bei geringem Verbrauch ist ein günstiger Grundpreis vorteilhaft. Auch Neukundenboni oder Sonderangebote können Ihre Gesamtkosten spürbar senken.
Grundpreis und Arbeitspreis: Was ist der Unterschied?
Wenn Sie Ihre letzte Stromrechnung zur Hand nehmen, werden Sie feststellen, dass sich der Abrechnungsbetrag aus zwei Posten zusammensetzt: dem Grundpreis und dem Arbeitspreis.
Der Grundpreis ist eine fixe monatliche Gebühr, die unabhängig von Ihrem Stromverbrauch anfällt. Sie wird also auch dann berechnet, wenn Sie vorübergehend wenig oder keinen Strom nutzen. Mit dem Grundpreis decken Stromanbieter fixe Kosten ab, zum Beispiel für den Betrieb des Stromzählers oder die Grundgebühr, die für die Netznutzung anfällt.
Der Arbeitspreis gibt in Cent pro Kilowattstunde an, wie viel Sie für Ihren Strom zahlen. Er ist variabel, da er an Ihren tatsächlichen Stromverbrauch gekoppelt ist. Je mehr Strom Sie verbrauchen, desto höher fällt der Gesamtpreis aus. Deshalb wird der Arbeitspreis auch Verbrauchspreis genannt. In ihm enthalten sind die Kosten für Energieeinkauf, Netznutzung sowie staatliche Steuern und Abgaben.
Der Arbeitspreis, multipliziert mit Ihrem Jahresverbrauch, wird zum Grundpreis addiert und ergibt so Ihren Gesamtbetrag auf Ihrer Stromrechnung.
Was ist ein dynamischer Strompreis?
Bei einem klassischen Stromtarif ist Ihr Arbeitspreis im Vertrag festgelegt und bleibt für diesen Zeitraum stabil. Ein dynamischer Strompreis dagegen orientiert sich an den aktuellen Börsenpreisen am Strommarkt, die durch Angebot und Nachfrage entstehen. Wird viel erneuerbare Energie erzeugt, sinken die Preise häufig. Für Sie heißt das: Sie können Strom gezielt dann nutzen, wenn er günstig ist – und dabei Klima und Geldbeutel schonen.
Häufig gestellte Fragen zur Strompreis-Zusammensetzung.
Was ist die Stromsteuer?
Die Stromsteuer ist eine gesetzlich geregelte Abgabe auf Strom, der in Deutschland verbraucht wird. Sie wurde eingeführt, um einen bewussteren Umgang mit Energie zu fördern und klimapolitische Ziele zu unterstützen. Deshalb wird die Stromsteuer auch manchmal als „Ökosteuer“ bezeichnet.
Seit 2003 beträgt die Stromsteuer unverändert 2,05 Cent pro Kilowattstunde netto. Die Einnahmen fließen in den Bundeshaushalt, größtenteils als Zuschüsse in die Rentenversicherung.
Was ist eine Konzessionsabgabe?
Wenn Leitungen für Strom oder Gas verlegt werden, verlaufen sie in der Regel unter Straßen oder Gehwegen, also auf öffentlichem Grund. Für die Nutzung dieser Flächen zahlen Netzbetreiber eine Gebühr an Städte und Gemeinden. Diese Gebühr nennt man Konzessionsabgabe.
Die Konzessionsabgabe ist Teil des Strompreises. Ihre Höhe richtet sich nach der Einwohnerzahl der jeweiligen Kommune. Für Strom liegt sie derzeit zwischen 1,32 und 2,39 Cent pro Kilowattstunde (netto).
Was sind Netzentgelte?
Stromnetze müssen betrieben, gewartet und ausgebaut werden. Nur so kann der Strom zuverlässig und sicher bis zu Ihnen nach Hause fließen. Die Kosten dafür werden Netzentgelte genannt. Sie finanzieren den Betrieb der Leitungen, die Instandhaltung der Infrastruktur sowie Stromzähler und Messungen.
Zwar zahlen nur Stromversorger Netzentgelte an die Netzbetreiber, diese werden jedoch über den Strompreis an die Kundinnen und Kunden weitergegeben. Wie hoch die Netzentgelte sind, hängt von der jeweiligen Region ab.
Wie setzt sich der Strompreis zusammen?
Die Zusammensetzung des Strompreises ist bundesweit ähnlich und setzt sich aus drei zentralen Bestandteilen zusammen: den Kosten für Beschaffung und Vertrieb, den Netzentgelten sowie den staatlich festgelegten Abgaben, Steuern und Umlagen. Zusammengenommen ergibt sich daraus der Preis, den Sie pro Kilowattstunde Strom zahlen.
Warum sind die Strompreise regional unterschiedlich?
Je nach Wohnort kann Ihr Strompreis höher oder niedriger ausfallen als in anderen Regionen. Ein wesentlicher Grund dafür sind die unterschiedlich hohen Netzentgelte, die je nach Netzbetreiber variieren. Auch die Konzessionsabgabe hängt von der Größe der Stadt oder Gemeinde ab, in der Sie wohnen. Zusätzliche Unterschiede können sich durch verschiedene Tarifmodelle ergeben, etwa bei Tagstrom/Nachtstrom.
Wird Strom an einer Strombörse gehandelt?
Ja, Strom wird aktiv an Energiebörsen gehandelt. In Europa sind dafür vor allem zwei Handelsplätze zentral: die European Energy Exchange in Leipzig und die EPEX SPOT in Paris.
An der European Energy Exchange sichern sich Energieunternehmen Strommengen langfristig. Dort werden Preise für Lieferungen in den kommenden Monaten oder Jahren vereinbart.
An der EPEX SPOT wird Strom kurzfristig gehandelt, etwa für den nächsten Tag oder einzelne Stunden. Hier reagieren die Preise besonders schnell auf Angebot und Nachfrage.
Die Börsenpreise, die sich am Strommarkt bilden, beeinflussen die Beschaffungskosten der Energieversorger und damit einen Teil Ihres Strompreises.
Stand der Informationen: Januar 2026
Grundlagen der Berechnungen und Grafiken auf dieser Seite: Durchschnittliche Zusammensetzung des Strompreises für einen Haushalt in Deutschland, Jahresverbrauch: 3.500 kWh; Grundpreis: anteilig enthalten, Tarifprodukte und Grundversorgungstarife inkl. Neukundentarife enthalten, nicht mengengewichtet; Quelle: BDEW, Stand: 1/2026
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