Ökoenergie

Saubere Energie – woran kann man sie erkennen?

Grün, öko, nachhaltig – für saubere Energie gibt es viele Umschreibungen. Aber was macht saubere Energie aus? Wie erkennt man sie? Ist sie teuer? Hier gibt’s saubere Antworten.

 

Saubere Energie und Energiequellen

Saubere Energie – was ist das?

„Saubere Energie“ steht für Energieformen, die nachhaltig sind und eine klimafreundliche Bilanz aufweisen. Etwa, weil ihre Gewinnung von Anfang an nachhaltig erfolgt, wie z. B. bei Strom, der aus Solar- oder Windkraft gewonnen wird. Oder weil ihre anfänglich negative Klimabilanz wie z. B. bei Erdgas mit diversen Maßnahmen neutralisiert oder sogar ins Positive gewandelt wird. Und saubere Energie hat einen weiteren Vorteil: Sie ist unbegrenzt verfügbar.

 

Welche Energiequellen sind sauber – und welche nicht?

Zu sauberer Energie zählen Sonnenenergie, Wasserkraft und Windenergie, aber auch Erdwärme und Biomasse. Demgegenüber stehen fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Gas.

 

Welche Gefahren birgt unsaubere Energie?

Bei der Erzeugung von beispielsweise Kohlestrom entstehen – neben der Luftverschmutzung – klimaschädliche Emissionen. Der Ausstoß von CO2 trägt zur Erderwärmung bei und damit letztlich zu einem möglichen Abschmelzen der Polkappen. Neben einem steigenden Meeresspiegel sind die Folgen für das Klima heute noch gar nicht vollständig absehbar. Klar ist nur: Bereits wenige Grad Celsius Temperaturanstieg können das klimatische Gleichgewicht unseres Planeten gehörig ins Wanken bringen.

„Aber es gibt doch Atomkraft!“ wird sich manch einer denken. Und man muss zugeben: Sowohl die Energieeffizienz als auch der geringere CO2-Ausstoß der betriebenen Atomenergie verleiten dazu, diese Energieform als sauber zu bewerten. Das ist sie aber aus gleich mehreren Gründen nicht: Bereits bei der Gewinnung des Grundstoffes Uran, das in Erz gebunden ist, wird jede Menge CO2 ausgestoßen. Und auch bei Transport und Verarbeitung des Urans entsteht  CO2.

Hinzu kommen unkalkulierbare Risiken: Strahlung von radioaktivem Material ist schon bei geringen Dosen schädlich für den Menschen. Da Atommüll teils Tausende von Jahren strahlen wird, weiß heute niemand genau, ob die dafür vorgesehenen Endlager ausreichenden Schutz bieten.

Weil durch die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima die Gefahr atomarer Strahlung auf traurige Weise ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rückte, beschloss die Bundesregierung im August 2011 das einzig Richtige: den Ausstieg aus der Atomenergie – und damit aus einer unterm Strich hochgradig unsauberen Energieform.

Saubere Energie im Vergleich zu Atomenergie

Wie kommen wir zu mehr sauberer Energie?

Das Ziel ist jedem klar: Weniger konventionelle, mehr saubere Energieversorgung muss her. In einem Land wie Deutschland, das traditionell von fossilen Energieträgern geprägt ist, ist das gar nicht so einfach umzusetzen. Deshalb beschloss die Regierung im Jahr 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), dass die Förderung erneuerbarer, sauberer Energiequellen vorsieht, also aus Wind, Wasser und Sonne. Das Gesetz spricht den Stromerzeugern feste Vergütungen zu und beschleunigt so den Ausbau einer sauberen Energiegewinnung. Dadurch leistet es einen großen Beitrag dazu, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung zwischen 2000 und 2018 um 30 % gestiegen ist.

Doch nicht nur die Versorgungsbetriebe sind gefordert. Letztlich sind es die Verbraucher, die die Energiewende voranbringen. Indem sie sich bewusst und aktiv für saubere Energie (Ökostrom, Ökogas) entscheiden.

Mit Ökoenergie das Klima schützen.

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Wie lässt sich sicherstellen, dass Energie wirklich sauber ist?

Strom ist erst dann sauber, wenn er vollständig aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Eigentlich logisch, doch ist das nicht bei jedem Stromanbieter, der „Ökostrom“ anbietet, der Fall. Der Grund ist der Handel mit sogenannten RECS-Zertifikaten. RECS steht für Renewable Energy Certificate Systems. Mit ihnen können sich Anbieter gewissermaßen „reinwaschen“. Ein Beispiel: Der Stromanbieter eines deutschen Nachbarstaats produziert ökologischen Strom aus Sonnenenergie. Dafür erhält er RECS-Zertifikate, die er an einen deutschen Stromanbieter verkauft. Die RECS-Zertifikate ermöglichen es dem deutschen Stromanbieter nun, am Markt „Ökostrom“ anzubieten, obwohl er selbst vielleicht gar keine eigenen Ökostromanlagen betreibt. Kein sauberer Beitrag zur Energiewende.

Wie also lässt sich sicherstellen, dass Energie nachweislich sauber ist? Als erstes sollte man darauf achten, Ökostrom aus 100 % regenerativen Quellen zu beziehen, also aus Wasser, Wind und Sonne.

Bei Erdgas ist es etwas komplizierter, denn durch die Förderung, aber auch durch den Transport und das Verbrennen von Erdgas wird unweigerlich CO2 freigesetzt. ENTEGA aber gleicht die entstandenen Emissionen mit langfristig angelegten Waldschutz- und Aufforstungsprojekten aus. Und zwar in dem Maße, dass kein zusätzliches CO2 das Klima belastet.

 

Gibt es weitere Unterschiede bei sauberer Energie?

Die gibt es. Energie ist erst dann richtig sauber, wenn die Energiewende immer weiter vorangetrieben wird. Das gelingt aber nur, indem immer mehr neue Anlagen zur Erzeugung genutzt werden, die die konventionellen Anlagen zur Energiegewinnung ersetzen können.

Ob ein Ökoenergieanbieter auf neue Anlagen setzt, erkennt man zum Beispiel an einem vertrauenswürdigen Gütesiegel wie dem ok-power-Siegel. Mit ihm werden Anbieter ausgezeichnet, die hauptsächlich Anlagen betreiben, die höchstens 6 bzw. 12 Jahre alt sind.

Für Kunden ergibt sich noch ein weiterer Vorteil: Stromtarife, die das ok-power-Siegel tragen, verpflichten sich zu verbraucherfreundlichen Vertragskonditionen.

 

Ist saubere Energie teurer?

Als die Nachfrage nach sauberer Energie vor wenigen Jahren noch gering war und die Produktionskosten höher, musste man tatsächlich mehr für saubere Energie bezahlen. Durch die rasant gestiegene Nachfrage und den entsprechend voranschreitenden Ausbau gilt diese Annahme nicht mehr – im Gegenteil: Inzwischen ist Ökostrom häufig sogar günstiger als konventioneller Strom.

Saubere Sache: Zu Ökoenergie wechseln.

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Die sauberste Energie ist die, die man nicht verbraucht.

Jeder Verbraucher kann dazu beitragen, die Menge an benötigter Energie zu verringern. Strom oder Gas einzusparen, ist leichter, als man denkt. In unserem Blog halten wir viele interessante Energiespartipps parat.

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