13. Januar 2014
Klimaneutral wirtschaften

Umweltschutz im Büro: Energie sparen und Kosten senken.

Wird in Ihrem Büro auch zu viel Energie verbraucht? Mit nur wenigen kleinen Veränderungen und Maßnahmen lässt sich im Büro viel Energie sparen. Und mit ein paar größeren noch mehr. Das hilft der Umwelt und senkt Ihre Kosten.

Umweltschutz_im_Buero_Arbeitsplatz

Anfangen!
Betrieblicher Umweltschutz im Büro beginnt mit dem eigenen Verhalten. Die günstigste und umweltfreundlichste Energie ist immer noch die, die gar nicht erst verbraucht wird.

  1. Müssen Sie das wirklich ausdrucken? In vielen Büros wird zu viel und oft unnötig gedruckt. Das Ergebnis sind Papierberge, die ohnehin niemand mehr anschaut. Dabei ist die digitale Kommunikation heute viel effizienter und auch Ihre Daten können sicher auf der Festplatte oder online gespeichert werden. So können Sie Papier- und Stromverbrauch senken, ohne in Ihrer Arbeit eingeschränkt zu werden.
  2. Hübscher Bildschirmschoner, aber wer schaut überhaupt hin? Bei längeren Unterbrechungen macht es einen spürbaren Unterschied, ob Sie Ihren Bildschirm ausschalten oder weiterlaufen lassen. Ihr durchschnittlicher Stromverbrauch kann deutlich gesenkt werden, indem Sie Ihr Arbeitsgerät automatisch in den Standby-Modus wechseln lassen, sobald Sie einige Minuten abwesend sind.
  3. Achten Sie auch auf den versteckten Stromverbrauch, den viele Geräte im Standby-Betrieb verursachen. Mit einer praktischen Steckdosenleiste zum Ein- und Ausschalten nehmen Sie mit nur einem Knopfdruck Ihren gesamten PC-Arbeitsplatz vom Netz.
  4. Die Sonne scheint – Ihre Bürobeleuchtung auch? Tageslicht ist gesund und macht elektrische Beleuchtung überflüssig. Manchmal werden die Lampen im Büro trotzdem achtlos angelassen. Hier lohnt es sich, einen Handgriff mehr zu machen und das Licht streng nach Bedarf an- und auch wieder auszuschalten. Lampen direkt an den Arbeitsplätzen können zusätzlich Strom sparen, da sie meist eine geringere Leistung als die Deckenbeleuchtung haben und dadurch weniger Energie verbrauchen.
  5. Ihr durchschnittlicher Stromverbrauch sinkt erheblich, wenn nachts und am Wochenende alles, was möglich ist, ausgeschaltet wird. Darum gilt: Der oder die Letzte macht das Licht aus. Und den Drucker. Und die Heizung. Und die Kaffeemaschine.
  6. Das Klima heizt sich auf, Ihr Büro auch? Eine kurze Absprache mit den Kolleginnen und Kollegen über die Benutzung der Heizung kann bares Geld wert sein. Denn jedes Grad Raumtemperatur weniger spart etwa 6 % Energie. Die optimale Temperatur für Büroräume liegt zwischen 20 und 22 Grad Celsius. Anstatt die Heizung also ständig je nach persönlichem Geschmack rauf- und runterzudrehen, sollte man sich auf einen Mittelweg einigen. Das schützt das Klima im Büro – und das der Welt.

Weitermachen!
Wer den Stromverbrauch senken will, kann also bei sich selbst anfangen. Ein Blick auf die Infrastruktur darf allerdings nicht fehlen, wenn es um substanzielle Einsparungen und echten Umweltschutz im Büro gehen soll.

  1. Es hilft, eine Liste mit allen elektrischen Geräten im Büro zu erstellen und diese dann genauer unter die Lupe zu nehmen. Eine Bestandsaufnahme bringt Systematik ins Energiemanagement.
  2. Oftmals kann auf einige Geräte komplett verzichtet werden: Nicht jeder Arbeitsplatz braucht seinen eigenen Drucker. Moderne Geräte können im Netzwerk von allen Mitarbeitern benutzt werden. Und wo heute drei Drucker, ein Kopierer und zwei alte Scanner am Netz hängen, kann morgen schon ein Multifunktionsgerät für mehr Platz und weniger Energieverschwendung sorgen.
  3. Apropos neue Geräte: Beim Thema Elektrogeräte gilt, dass neu meistens auch besser ist. Ersetzen Sie alte Desktoprechner durch modernere Geräte oder gleich durch Laptops. Unabhängige Prüfsiegel wie „Energy Star“ oder „Blauer Engel“ zeichnen besonders energieeffiziente Geräte aus und helfen so beim Neukauf. Und wer den Verbrauch seines alten Geräts genau wissen will, leiht sich ein Strommessgerät aus.
  4. Auch sperrige Röhrenmonitore sollten endlich aus dem Büro verbannt werden. Denken Sie beim Neukauf daran, dass größer nicht immer besser ist. Ein größerer Monitor zieht meistens auch einen höheren Energieverbrauch nach sich.
  5. Je nach Ausstattung der Büroküche verstecken sich auch hier gemeine Stromfresser. Läuft Ihre Kaffeemaschine den ganzen Tag? Muss die Cola im August wirklich auf 0,5 Grad Celsius gekühlt werden? Nutzen Sie manchmal den Backofen zum Aufwärmen, anstatt eine Mikrowelle anzuschaffen? Gerade bei Großverbrauchern wie einem Elektroherd kann sich die Investition in ein sparsameres modernes Gerät schnell bezahlt machen. Und nehmen Sie auch Ihren Kühlschrank unter die Lupe. Alte Kühl- und Gefriergeräte sind häufig die Stromfresser Nummer 1 in Küchen.

Stromfresser im Büro

Umweltschutz_im_Buero_Stromfresser

Perfektionieren!
Wer nun bei Menschen und Geräten, die im Büro arbeiten, alles überprüft hat, kann sich an das Büro selbst wagen. Facility Management ist hier das Stichwort und es ist sowohl für Mieter als auch für Besitzer eigener Gebäude interessant.

  1. Selbst wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richtig lüften, wird oft eine Menge Geld zum Fenster rausgeworfen, wenn selbiges nicht ganz dicht ist. Schlechte bauliche Voraussetzungen kosten Ihr Unternehmen Geld.
  2. Ihre Angestellten achten vorbildlich darauf, das Licht nur bei Bedarf anzuschalten, aber wenn sie das tun, geht gleich die Festtagsbeleuchtung im ganzen Großraumbüro an? Ein differenziertes Beleuchtungssystem hilft, nur da Licht anzuschalten, wo es auch wirklich gerade benötigt wird. Und auch mit Energiesparlampen lässt sich allen Vorurteilen zum Trotz eine angemessene Ausleuchtung gewährleisten. Die Folge: Der Stromverbrauch im Büro sinkt massiv.
  3. Auch die fleißigsten Angestellten gehen irgendwann nach Hause. In der Regel lohnt es sich deshalb nicht, nach 22 Uhr noch zu heizen. Eine intelligente Einstellung der Heizung kostet nichts und kann viel sparen. Dazu gehört auch, dass nicht jeder Wasserhahn heißes Wasser ausspucken muss.
  4. Trotz aller Sparsamkeit und Optimierungsmaßnahmen: Wo viele Menschen arbeiten, wird auch immer noch genug Energie verbraucht. Mit dem ENTEGA CO2-Rechner ermitteln Unternehmen online und kostenlos ihren CO2-Fußabdruck. Außerdem besteht die Möglichkeit unvermeidbare CO2-Emissionen direkt auszugleichen und Empfehlungen zur CO2-Reduktion zu bekommen. Das senkt nicht nur zusätzlich die Energiekosten, sondern sichert auch noch ein positives Image als nachhaltiges Unternehmen.

Stromkosten für PC-Arbeitsplätze vor und nach stromsparenden Maßnahmen

Rechengrundlage: vier Arbeitsplätze mit handelsüblichen Geräten über drei Jahre bei einem durchschnittlichen Strompreis von 14 Cent/kWh

Verantwortung übernehmen!
Ob im Großraumbüro oder im Homeoffice: Energiesparen lohnt sich und fordert das Engagement aller Mitarbeiter – aus Verantwortung sowohl für die Kosten als auch für den Umweltschutz. Mithilfe eines Strommessgeräts lässt sich der Stromverbrauch berechnen und somit können Stromkosten gesenkt werden. Aber Achtung! Unternehmen, die am falschen Ende sparen, verärgern vielleicht die wichtigste Energiequelle des Unternehmens: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Welche Rolle spielen Energiesparen und Umweltschutz in Ihrem Büro? Von Ihrem Kommentar profitieren auch die anderen Leser!

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  1. Vielen dank für den tollen Artikel und die ausführliche Information. Die Informationen sind ziemlich hilfreich.

    Gruß Anna

  2. […] gibt es weitere Informationen zum Thema Energiesparen im Büro. Wer Energie spart, der schont nicht nur sein Konto, sondern ebenfalls die […]

  3. Hi, wenn auch schon etwas länger her, ist der Beitrag sehr interessant. Schön zu sehen, wo eigentlich so viel unnütze Energie verschwendet wird. "..Wasserspender mit Kühlung…" ist finde ich zwar eine schöne Geschichte aber bei dem Verbrauch auch nicht wirklich umweltfreundlich. Sowas schaffen wir uns erst gar nicht an.

    • ENTEGA-Team am 19. August 2015 um 16:37

      Hallo Thomas,
      es freut uns, dass dir der Beitrag gefällt und dir energiesparende und umweltfreundliche Geräte wichtig sind!
      Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg beim Strom sparen!
      Viele Grüße
      Dein ENTEGA-Team

  4. Anonymus_2 am 24. Juni 2014 um 15:55

    Guten Tag,

    vor wenigen Tagen habe ich als Anonymus_2 dem Beitrag von Büro Direkt24 zugestimmt. Dieser Beitrag war für mich vorübergehend als mit dem Vermerk "Freischaltung erforderlich… o.ä sichtbar. Zwischenzeitlich ist er nicht mehr sichtbar und ich erhielt auch keine Rückmeldung von Ihnen. Was ist der Grund oder veröffentlichen Sie nur für das Unternehmen angenehme Reaktionen?

    • ENTEGA-Team am 15. Juli 2014 um 15:05

      Hallo Anonymus_2, leider haben wir von Ihnen keinen Beitrag gesehen, weshalb Sie auch keine Rückmeldung erhalten haben. Wir freuen uns, wenn Sie Ihren Beitrag erneut schreiben und wir Ihnen darauf eine Antwort geben können.

  5. Stimmt es handelt sich um übertragbare Tipps, auch für den Privatanwender

  6. Büro Direkt24 am 20. Januar 2014 um 10:07

    Schöne Tipps! Ich denke die kann ich auch gut bei meinem Heimarbeitsplatz anwenden :) Besonders gut gefallen mir die Grafiken, sowas sieht man sich doch gerne an!

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