15. Juli 2014
Energie sparen

Stromverbrauch messen: das Strommessgerät und ich.

Wer weiß eigentlich, wie viel die alten Geräte im eigenen Haushalt an Strom verbrauchen? Bloggerin Dani Doege hat sich mit einem Strommessgerät auf die Jagd nach Stromfressern in ihrer Wohnung gemacht.

Der Strom kommt aus der Steckdose, richtig? So war das bisher immer für mich, auch wenn ich natürlich in der Schule gelernt habe: Der Weg, bis der Strom letztendlich in der hauseigenen Steckdose landet, ist weit! Aber die Schule ist vorbei, lange schon, und deswegen kommt der Strom heute eben wieder aus der Steckdose.

Trotzdem habe ich mir überlegt, dass es ja doch interessant wäre, sich mit diesem Thema mal wieder etwas genauer auseinanderzusetzen. Wie viel Strom verbrauchen meine Geräte eigentlich? Und lässt sich an der ein oder anderen Ecke der Verbrauch noch optimieren?

Dafür habe ich mir ein Messgerät bestellt und versuche jetzt, dieses kleine Gerät zu verstehen und meinen Stromverbrauch berechnen zu können.

Prinzipiell gilt: Für Technik-Nieten wie mich ist das gar nicht so einfach. Laut Anleitung stelle ich zuerst einmal Zeit und Datum ein, die Zeitregistrierung und natürlich den Energiepreis meines Anbieters. Und schon nach ein paar Stunden kann ich sehen, wo es preislich hingeht.

Zwar lässt sich auf so einem Strommessgerät noch wesentlich mehr entdecken, aber ehrlich: Für mich ist und bleibt das irgendwie kryptisch. Wattleistung, elektrische Spannung – alles da. Aber eigentlich interessieren mich erst mal nur die Kosten und ein neuer Kühlschrank.

 Fakt ist nämlich leider:

Mein Kühlschrank ist offensichtlich eine Umweltsau!
Nach den ersten 24 Stunden zeigt mir das Strommessgerät 21 Cent an. Gut, ich habe jetzt keinen Vergleich, aber 21 Cent pro Tag, das wären dann 6,50 € pro Monat, also 78 € pro Jahr. Ich glaub, so wenig ist das gar nicht. Wenn ich einen Ökokühlschrank HÄTTE, dann KÖNNTE ich vielleicht ein bisschen weniger Strom verbrauchen. Jemand einen Vorschlag für einen günstigen und netten Kühlschrank? Und schon gewusst, dass es bei ENTEGA es einen Ökozuschuss gibt? Nein? Ich auch nicht. Bei der Anschaffung neuer und energieeffizienter Elektrogeräte wie Kühlschränke oder Geschirrspüler (mit A+++) unterstützt ENTEGA ihre Kunden mit einem Zuschuss von 30 €. Der neue Kühlschrank rückt so auch für mich ein bisschen näher!

Zum ENTEGA Ökozuschuss geht es hier.

Mein Rechner scheint im Gegensatz zu meinem Kühlschrank ein wahres Umwelttalent zu sein, gerade mal 10 Cent am Tag verbrät der und das Gerät läuft durch! Abends bin ich nämlich meistens zu faul, das Gerät runterzufahren. Standby geht ja schließlich auch. Da hatte ich ehrlich gesagt einen ähnlichen Wert wie beim Kühlschrank erwartet. Vor allem weil an der gleichen Steckdose noch vier Festplatten, ein Drucker, die Schreibtischlampe und Ladegeräte für Telefon und Kameraakkus hängen.

Viel mehr große Geräte, die Strom fressen, habe ich in meinem 1,5-Personen-Haushalt glücklicherweise nicht. Da wäre noch der Beamer, aber der ist so gut wie nie in Betrieb, vielleicht mal für eineinhalb Stunden Film. Und im Sommer gar nicht, weil: Draußen ist’s halt hell und meine Wohnung hat Südseite. Und einen Fernseher hab ich nicht, weil: Ich hab ja den Beamer (der ist inzwischen sieben Jahre alt, aber ich kann mich nicht von ihm trennen).

Nachdem mir schon als Kind eingetrichtert wurde, das Licht hinter mir auszuschalten, bin ich auch da sehr sparsam und ich habe in den Lampen, die lange leuchten, auch Energiesparlampen, ob das nun gut ist oder nicht …

Alles in allem versuche ich schon, nicht einfach alles laufen zu lassen, wenn ich gar nicht im selben Raum bin. Mein jährlicher Verbrauch liegt bei 1.524 kWh, was – laut Stromanbieter – mit Kind total im Rahmen ist.

Das spart: Gemüse unten, Kleinkram oben!
Jetzt ist es also so, dass ich – um am Jahresende unter die 1.500er Marke zu kommen – Folgendes ausprobieren könnte: Ich kann den Kühlschrank umräumen. Also ich meine: richtig einräumen. Gemüse unten, Kleinkram oben, Milch an die Seite. Außerdem habe ich jetzt ein Thermometer reingelegt, um herauszufinden, welche Temperatur die Zahlen auf meinem Kühlschrankrädchen bedeuten und ihn wenigstens auf die richtige Temperatur einstellen zu können (da lobe ich mir den Kühlschrank meines Freundes, da steht das einfach digital vorn drauf. Und er piept außerdem, wenn man ihn nicht richtig schließt oder zu lange offen lässt).

Aber letztendlich heißt es wohl: Schalt den Rechner abends aus und kauf dir endlich einen neuen Kühlschrank.

Strommessgeräte und andere nützliche Produkte zum Energiesparen gibt es im ENTEGA Energiespar-Shop.

Und wie ist es bei Euch? Schon Erfahrungen im Stromverbrauch-Messen? Welches Gerät ist Euer größter Stromfresser in der Wohnung?

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  1. Einst sprach Konfuzius:
    "1500kWh/a? Das ist mordsmäßig viel. Ich komme auf nichtmal 600 bei einer Person.
    Wenn ich an jede Steckdose (außer der des Kühlschrankes) einen Schalter stecke, und die Geräte bei Nichtgebrauch somit vollständig von Netz trenne, habe ich auch keinen StandBy-Verbrauch.
    Spülmaschine und Trockner kommen mir nicht in die Wohnung.
    Bei der Waschmaschine langt der Kaltwaschgang, sofern keine ansteckenden Krankheiten vorhanden sind. Da tuts dann auch die alte noch einige Jahre.
    Und dass man den Rechner per Schaltleiste vom Netz trennt, sollte eigentlich jedem klar sein.
    Neue Kühlschränke gibt es schon für 99€ online. Ein Gefrierfach ist unnötig, weil man dann auch weniger Tiefkühljunk kauft und außerdem öfter zum Einkaufsmarkt läuft.
    Da kann ich dann auch bei meinen Stadtwerken bleiben, und somit meine Kommune fördern."

    • ENTEGA-Team am 22. Oktober 2014 um 15:25

      Lieber Loka List,

      nicht jeder möchte heutzutage auf die ein oder andere Bequemlichkeit im Alltag verzichten, wie z.B. auf eine Spülmaschine. Aber auch diese kann man nicht pauschal als Energiefresser verteufeln, denn je nach Spülverhalten bzw. Geschirrmenge kann die Spülmaschine gegenüber der Handwäsche die energiesparendere Alternative sein – natürlich vorausgesetzt man hat ein energiesparendes Modell.

      Auf alle Fälle Glückwunsch: 600 kWh pro Jahr/pro Person ist in der Tat eine Energiesparleistung. ;-)

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