Elektromobilität

Betriebskosten: Elektroautos im Vergleich.

Trotz Anschaffungskosten und Wertverlust: In der Gesamtschau mit den Betriebskosten sind Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern teils günstiger. Wir zeigen, warum.

Betriebskosten Elektroauto

Betriebskosten von Elektroautos im Vergleich:

  • Die Wartung von E-Autos ist jährlich 100 Euro günstiger als bei Pkw mit Verbrennungsmotor.
  • Bei den Stromkosten lassen sich bis zu 1.000 Euro jährlich gegenüber Benzin und Diesel sparen.
  • Ein VW e-Golf oder ein Tesla Model X können bei den Gesamtkosten günstiger sein als vergleichbare Verbrenner.
  • Die höheren Anschaffungskosten gegenüber Benziner und Diesel amortisieren sich teils nach schon fünf Jahren.

Teure Anschaffung, günstiger Unterhalt.

Statistiken zur Reichweite und die oftmals höheren Anschaffungskosten gegenüber herkömmlichen Pkw lassen Elektroautos für viele Fahrer nicht sonderlich attraktiv erscheinen. Auch der oft größere Wertverlust eines Stromers ist nicht die beste Grundlage für eine Entscheidung pro Elektromobilität. 

Betrachtet man jedoch die gesamten Kosten einschließlich Verbrauch, Wartung, Prämien, Kfz-Steuer sowie der niedrigen Preise für Ökostrom, dürften viele überrascht sein: Nach einigen Jahren Laufzeit sind viele Elektroautos insgesamt sogar günstiger als vergleichbare Verbrenner. Das zeigt auch eine Studie des ADAC von Ende 2018, die erstmals eine Gesamtkostenrechnung für ähnlich ausgestattete Modelle aufgestellt hat.

Ökostromtarif berechnen und vergleichen:

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Wartung von Elektroautos.

Betriebskosten Elektroauto Kosten

Elektroautos punkten im Kostenvergleich insbesondere bei Themen wie Wartung und Pflege. Bei Inspektionen werden vor allem Verschleißteile ausgewechselt. Davon haben Elektroautos deutlich weniger als Diesel und Benziner. Auspuff, Getriebe oder Kupplung gibt es nicht. Die Bremsen werden weniger belastet. Öl muss nicht gewechselt werden. 

So kommt eine Studie der R+V Versicherung von Juni 2018 zu dem Ergebnis, dass die Wartungs- und Reparaturkosten bei E-Autos rund 35 Prozent niedriger ausfallen als bei Verbrennern. Im Kostenvergleich lagen Wartung und Reparaturen eines BMW i3 pro Jahr bei 300 Euro, beim 1-er BMW bei 400 Euro. Deutlich war die Ersparnis eines Tesla Model S (650 Euro/Jahr) gegenüber einer S-Klasse (1.000 Euro/Jahr).

Betriebskosten von Elektroautos: Stromverbrauch.

Betriebskosten Elektroauto sparen

Vergleicht man den Stromverbrauch von Elektroautos mit dem Kraftstoff-Verbrauch herkömmlicher Autos, spielen vielfältige Faktoren eine Rolle. Gehen wir von Durchschnittswerten verschiedener Fahrzeuge und Modelle aus, ergibt sich folgendes Bild: 

Beim Benziner rechnet man im Schnitt mit rund 8 Litern pro 100 Kilometer, bei Dieseln mit rund 7 Litern.  Bei einem Preis von rund 142,6 Cent pro Liter Superbenzin im September 2019 sowie 126,4 Cent pro Liter Diesel im Oktober 2019 kommen wir bei einer Laufleistung von 20.000 Kilometern auf Betriebskosten von rund 2.240 Euro (Benziner) und 1.960 Euro (Diesel). 

Bei Elektroautos hängen die Verbrauchskosten davon ab, wo man sie auflädt. An der eigenen Wandladestation zu Hause (Wallbox) kostet der verbrauchte Strom laut der Zeitschrift auto motor sport für einen Renault Zoe (41 Kilowattstunden) auf 20.000 Kilometer gerade mal 824 Euro. Zugrunde gelegt wurde ein durchschnittlicher Strompreis von 0,29 Cent pro Kilowattstunde. 

Berücksichtigt man, dass man sein E-Fahrzeug sowohl teurer als auch kostenlos (z. B. am Supermarkt, Hotel) laden kann, gehen wir von 1.000 Euro Stromkosten aus. Damit spart man bei den Betriebskosten von Elektroautos gegenüber Verbrennern rund 1.000 Euro.

Elektroautos: Beim Laden noch mehr sparen.

Elektroautos beziehen ihren Kraftstoff aus der Steckdose. Messungen des ADAC unter realistischen Bedingungen haben im August 2019 einen durchschnittlichen Verbrauch von 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometern ergeben. Je nach Lademöglichkeit fallen die Betriebskosten von Elektroautos beim Stromverbrauch unterschiedlich aus. So gibt es Märkte oder Hotels, an denen Kunden ihr Auto gratis aufladen können. 

Haben Sie eine eigene Solaranlage, kostet Sie der Strom nur noch rund 11 Cent pro Kilowattstunde und Ihr Elektroauto auf 20.000 Kilometern rund 450 Euro. Bei Ökostrom-Anbietern und an öffentlichen Schnellladesäulen bewegen sich die Preise bei rund 29 oder 30 Cent pro Kilowattstunde. Das entspricht Verbrauchskosten von knapp 1.200 Euro für die 20.000 Kilometer. 

Tipp: Mit günstigem, ok-power-zertifiziertem Ökostrom von ENTEGA fahren Sie sogar zu 100 Prozent klimafreundlich und besonders preiswert. Wie günstig Tanken mit Ökostrom von ENTEGA ist, finden Sie mit unserem Tarifrechner in wenigen Klicks heraus.

Mit Ökostrom 2,3 Tonnen CO2 im Jahr sparen.

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Flexibler mit der eigenen Stromtankstelle.

Mit einer eigenen Stromtankstelle lässt sich jedes Fahrzeug mit Elektroantrieb noch schneller und komfortabler zu Hause aufladen. Der Vorteil: volle Flexibilität, wann und wie Sie tanken wollen. So gibt es bei ENTEGA die Wallbox (Wandladestation) für drinnen und draußen mit bis zu 22 Kilowatt Leistung. 

Unsere vielfältigen Ladestationen für Unternehmen können Sie kaufen oder mieten – passend zu Ihrem Bedarf und Ihren Wünschen. So bringen Sie die Elektromobilität voran und können optional mit unserem preiswerten Ökostrom vielleicht sogar bei den Betriebskosten sparen.

Versicherungskosten von Elektroautos.

Bei Versicherungstarifen zählen viele individuelle Faktoren. Was Sie für Ihre Autoversicherung bezahlen, hängt nicht zuletzt von der Schadensfreiheitsklasse, von Fahrzeug, Beruf und Alter des Fahrers, vom Alter des Autos, von der Fahrleistung pro Jahr und der Art des Stellplatzes ab. Entsprechend schwer fällt es, Tarife grundsätzlich zu vergleichen. So viel aber steht fest: Großartig günstiger wird’s mit elektrischen Modellen gegenüber konventionellen nicht. Gleichstand also.

Rechnet sich mit den Jahren: Ersparnis bei Steuern.

Betriebskosten Elektroauto Steuern

Zur Förderung der Elektromobilität sind Elektroautos zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Klingt zunächst nach nicht allzu viel, hat jedoch einen ordentlichen Wert: Bei Neuwagen wie einem VW Golf liegt die Kfz-Steuer jährlich bei rund 100 bis 300 Euro. Das summiert sich. Und zwar nach fünf Jahren auf bis zu 1.500 Euro, nach zehn Jahren auf bis zu 3.000 Euro. 

Selbst wenn wir jährlich von nur 150 Euro Ersparnis ausgehen, kommen nach fünf Jahren ganze 750 Euro zusammen. Auch als Firmenwagen sind Elektroautos interessant. Mehr dazu lesen Sie zu unserem Beitrag zur Google-Suchanfrage „Versteuerung Dienstwagen Elektro 0,5 Prozent“.

Umweltprämie.

Betriebskosten Elektroauto Umweltprämie

Sie sind noch unentschlossen, ob ein Stromer für Sie infrage kommt? Was die Gesamtbetrachtung der Kosten angeht, haben wir eine gute Nachricht: Die Umweltprämie in Höhe von einmalig 4.000 Euro wird nicht nur bis 2025 verlängert, sondern sogar erhöht. Wie erst Anfang November 2019 im Kanzleramt beschlossen wurde, sollen Elektroautos mit einem Listenpreis unter 40.000 Euro statt derzeit mit 4.000 Euro künftig mit 6.000 Euro gefördert werden. Teurere Autos erhalten in Zukunft einen Zuschuss von 5.000 Euro.

Ab wann lohnt sich ein Stromer?

Natürlich lässt sich nicht jedes Elektroauto-Modell mit jedem Verbrenner vergleichen. Geht man von allgemeinen Durchschnittswerten aus, ist manches Elektroauto nach bereits fünf Jahren bei den Betriebskosten günstiger als ein Diesel oder Benziner. Beim Verbrauch wurde eine Laufleistung von 20.000 Kilometern zugrunde gelegt, beim Anschaffungspreis ein neuer Smart Fortwo mit einem elektrischen Smart-Fortwo-Coupé verglichen.

Manche Elektroautos sind ab dem 5. Jahr günstiger als Verbrenner

Betriebskosten Elektroauto Ersparnis

Konkret im Vergleich: VW e-Golf versus VW Golf VII.

Der ADAC hat in einer groß angelegten Studie im Oktober 2018 Modelle mit ähnlicher Motorleistung und Ausstattung getestet. Dabei wurden die Verbrauchswerte von den Autoexperten selbst ermittelt. Das Ergebnis: Elektroautos können es bei den Gesamtkosten oftmals mit Verbrennern aufnehmen. 

Beispiel VW Golf: Im ADAC-Test kostet der Stromer auch dank Umweltprämie umgerechnet nur 48,6 Cent pro Kilometer. Der Benziner kommt auf 49,0 Cent, nur der Diesel ist mit 47,0 Cent die noch günstigere Variante.

Noch ein Vergleich: Tesla Model X versus Audi SQ7.

Die günstige Umweltprämie ist nicht immer das schlagende Argument, wenn man die Betriebskosten von Elektroautos mit denen von Verbrennern vergleicht. Eine solche Förderung gab es für den Tesla Model X im Vergleichstest des ADAC 2018 nämlich nicht. Trotzdem kamen die Tester auf Gesamtkosten von umgerechnet 1,32 Euro pro Kilometer für den Tesla gegenüber 1,38 Euro pro Kilometer beim Audi.

Was aber ist mit der Reichweite?

Betriebskosten Elektroauto Reichweite

Bei der Reichweite schneiden Verbrenner grundsätzlich noch besser ab als Elektroautos. Zwar kommt ein Tesla Model X auf rund 451 Kilometer pro Akkuladung. Ansonsten erreichen Stromer mit einer Akkuladung eher rund 200 Kilometer (e-Golf). Für kurze und mittlere Strecken reicht das allemal, wie wir schon in unserem Artikel „Elektroautos Reichweite 2017“ festgestellt haben. Mehr zum Laden von E-Autos erfahren Sie übrigens in unserem Beitrag zu „Elektroautos: Ladezeiten, Ladestationen, Kosten“.

Die Differenz bei den Anschaffungskosten.

Wie auch immer die Trends der Zukunft in der Automobilwirtschaft aussehen mögen: Derzeit sind E-Fahrzeuge in der Anschaffung noch teurer als Verbrenner. Das liegt vor allem an den vergleichsweise hohen Kosten für die Batterie. Bis Akku-Lösungen spürbar günstiger werden, kann es attraktiv sein, eine solche Batterie einfach zu mieten. Hersteller wie Renault bieten das zum Beispiel an.

Kaufpreis und Reichweite: 8 Elektroautos im Kostencheck

Betriebskosten Elektroauto

Quelle: Berechnungen des ADAC 10/2018

Betriebskosten von Elektroautos – die Zukunft.

Schon heute können es Elektroautos mit Verbrennern aufnehmen, wenn es um die Gesamtbetrachtung von laufenden Kosten, Anschaffungspreis und Wertverlust geht. Derzeit ist davon auszugehen, dass die Kostenbilanz künftig sogar noch besser für die Stromer ausfällt. Zum einen werden die Preise von Elektroautos voraussichtlich weiter sinken. Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin werden eher teurer. Schließlich ist es ein dringendes politisches Ziel, Elektromobilität besser heute als morgen zu fördern. Kein Grund also, nicht doch ein bisschen von der E-Mobilität der Zukunft zu träumen. Oder lesen Sie mehr zur Ökobilanz von Elektroautos.

 

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