Elektromobilität

Elektroautos: Ladezeiten, Ladestationen, Kosten.

Wie lade ich mein Elektroauto optimal auf? Welche Stecker und Stromquellen gibt es? Hier lesen Sie, was Sie dazu wissen sollten.

Elektroautos laden Kosten

Die größte Sorge von Elektroauto-Käufern ist die Reichweite. Wie gut man mit dem Stromer an jedes Ziel kommt, hängt jedoch auch davon ab, wo und wie man seinen Akku wieder aufladen kann. Wie aber lädt man sein Elektroauto am besten auf? Wie schnell? Was kostet das? Und worauf muss man achten? Hier sind die wichtigsten Antworten.

Reichweite von Elektroautos.

Zunächst stellt sich die Frage, wie oft man seinen Stromer überhaupt aufladen muss. Dafür maßgeblich ist neben der eigenen Fahrweise und weiteren Faktoren vor allem die Reichweite des Modells. Die gute Nachricht gleich vorweg: Sie wird immer besser, wie Sie in diesem Artikel zur Reichweite von Elektroautos ausführlich nachlesen können. Das liegt vor allem daran, dass die Akkus von Elektroautos leistungsstärker und ausdauernder werden. Hinzu kommt, dass das Netz von öffentlichen Stromtankstellen stetig wächst. Rund 8.000 Stationen mit ca. 25.000 Ladepunkten gibt es deutschlandweit, sie sind über Communities wie Chargemap oder Verzeichnisse wie LEMNET leicht zu finden.

Elektroautos: Die Ladezeiten.

Wie lange bei einem Elektroauto das Laden dauert, hängt im Wesentlichen von der Batteriekapazität sowie der Ladeinfrastruktur, also der Säule, der Station oder dem Stromanschluss ab. So braucht ein durchschnittlicher Akku an der heimischen Steckdose über 10 Stunden, bis er wieder aufgeladen ist. An einer Schnellladestation werden seit Februar 2018 bereits Ladezeiten von nur rund 20 Minuten erreicht.

Ladestationen: Ladezeiten und Leistungen.

Elektroauto Ladezeit

Laden an der Haussteckdose.

Grundsätzlich lassen sich Elektroautos bequem über Nacht an der heimischen Steckdose aufladen. Bequem trifft hier den Kern der Sache: Es ist komfortabel, braucht aufgrund der Leistung herkömmlicher 230-Volt-Steckdosen von 2,3 kW allerdings bis zu 10 Stunden. In jedem Fall sollte ein Elektriker prüfen, ob die Hausinstallation die hohe Leistungsabgabe über mehrere Stunden verkraftet. Das Laden an der Steckdose ist eher für das Notfall-Laden gedacht.

Laden an der Wallbox.

Über 80 % der Fahrer laden ihr Auto zu Hause auf. Wer das regelmäßig tut, fährt mit der Installation einer sogenannten Wallbox gut. Dabei handelt es sich um eine Ladestation, die im Gebäude oder Carport installiert ist. Sie verbindet das Stromnetz mit dem Ladekabelstecker. So ist es mit der Wandladestation von ENTEGA möglich, einen BMW i3 mit 11 kW statt in 13 Stunden an der Haushaltssteckdose in nur 3 Stunden aufzuladen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Elektroauto: Gleichstrom oder Wechselstrom.

An immer mehr öffentlichen Ladesäulen lassen sich Elektroautos laden. Die Dauer hängt hier entscheidend von der Art des Stroms ab. Kurz gesagt: Ein Elektroauto lässt sich mit Wechselstrom langsamer aufladen, während mit Gleichstrom Schnellladungen möglich sind. Die meisten Säulen sind mit zwei Typ-2-Steckern mit je 22 kW Wechselstrom-Leistung ausgestattet. Sie laden den Stromer in rund 2 bis 4 Stunden auf. An Schnellladesäulen mit über 50 kW kann man sein Elektroauto mit Gleichstrom laden und hat seinen Akku meist in 30 Minuten wieder zu 80 bis 100 % gefüllt.

Elektroautos tanken Kosten

Leipzig–München in 8 Stationen.

Die Strecke Leipzig–München ist mit 8 Schnellladestationen im Abstand von 95 Kilometern ausgerüstet. So kommen Stromer auch auf langer Strecke zügig ans Ziel.

Für Schnellladung gerüstet?

Damit das Schnellladen funktioniert, müssen sowohl Säule als auch Elektroauto dafür ausgestattet sein. In den einschlägigen Online-Suchportalen für Stromtankstellen können Sie die Suche gezielt nach Schnellladestationen bzw. Steckersystemen filtern. Typische Elektroauto-Stecker für das Laden mit Gleichstrom (DC) sind der Combo-Stecker (Combined Charging System), der CCS-Stecker (der den Typ-2- Stecker ergänzt) bei europäischen Anbietern sowie das CHAdeMO-System bei asiatischen Herstellern. In der Regel bieten Schnellladestationen beide Steckertypen an („Multi-Charger“). Beim Autokauf hingegen sollte man darauf achten, ob das Fahrzeug für die Schnellladung bereits ausgestattet ist oder nachgerüstet werden kann.

Verschiedene Stecksysteme.

Neben den Steckern für die Schnellladung, also dem Combo-Stecker (Europa) sowie dem CHAdeMO-System (Asien), gibt es Typ-2-Stecker für Wechselstrom (AC, langsameres Laden, z. B. an der Haussteckdose/Wallbox) sowie das Combined Charging System (CCS). Letzteres ist sowohl für das Laden mit Wechselstrom als auch für das Schnellladen mit Gleichstrom geeignet.

Das sind die wichtigsten Steckertypen.

Elektroauto mit Gleichstrom laden

IEC-Typ 2-Stecker

Standard in Europa
grundsätzlich Wechselstrom
Ladeleistung bis 43,5 kW

 

Elektroauto laden Dauer

ChaDeMo-Stecker

vor allem für japanische Elektroautos
Gleichstrom
Ladeleistung bis 62,5 kW

 

Elektroauto Gleichstrom oder Wechselstrom

CCS-Stecker

Standard fürs Schnellladen in Deutschland/in den USA
Gleichstrom/Wechselstrom
Wechselstromladen (AC) bis 43 kW, Gleichstromladen (DC) bis max. 200 kW, perspektivisch bis 350 kW

 

Schnellladung: Die Ladezeiten.

Die hohen Ladeleistungen beim Schnellladen machen kurze Ladezeiten möglich. Nach Stand vom Februar 2018 ist ein BMW i3 bei 50 kW in rund 39 Minuten zu 80 % wieder aufgeladen. Künftig wollen Hersteller von Elektroautos Ladezeiten von 15 Minuten (bei 150 kW) sowie unter 10 Minuten (bei 350 kW) erreichen.

Welche Modelle laden am schnellsten?

Bereits heute gibt es einige Elektroauto-Modelle, die mit bis zu 50 kW laden können. Dazu gehören der Opel Amera, der BMW i3, der VW e-Golf, der VW e-Up, der Hyundai Ioniq, das Tesla Model X und einige mehr. Der Audi SUV, der Jaguar i-Pace, der VW SUV und der Budd-e sollen künftig Leistungen von 150 kW bieten. Schon 2020 könnte das erste Elektroauto mit über 350 kW geladen werden, der Porsche Mission-E (noch in der Entwicklung).

Wann soll man laden?

Man sollte Elektroautos ruhig bei jeder Gelegenheit laden. Die in der Regel eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien haben keinen Memory-Effekt. Sie verlieren also nicht an Kapazität, wenn man sie immer wieder nur teilweise auflädt. Wird die Batterie möglichst mit geringerer Leistung geladen, z. B. mit 11 kW an der Wallbox, schont das sogar den Akku und erhöht seine Lebensdauer.

Elektroautos laden: Die Kosten.

Wie viel Energie ein Elektroauto verbraucht und was das Aufladen kostet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören der Ort, an dem geladen wird, die eigene Fahrweise und der Preis pro Kilowattstunde (kWh). Laut Durchschnittswerten des Verbraucherportals Verivox ergeben sich für einen Renault Zoe bei einem Verbrauch von 13,3 kWh auf 100 Kilometern und einem Strompreis von 27,79 Cent Kosten in Höhe von 3,50 Euro. Das wären für ein Elektroauto Kosten pro Kilometer von 3,5 Cent. Ein durchschnittlicher Benziner würde bei den derzeitigen Spritpreisen rund das Doppelte kosten.

Ladesäulen: Wie bezahlen?

Nicht nur die Kosten an den Ladesäulen variieren, auch die Bezahlmöglichkeiten sind verschieden. So rechnen manche Betreiber nach Ladezeit, andere nach Strommenge ab, auch die Tarife sind nicht einheitlich. Die Bandbreite der Bezahlmöglichkeiten reicht von Bargeld über EC- und Kreditkarte bis zu Prepaid-Guthaben, Abo-Verträgen und dem Bezahlen per App. Wer eine längere Fahrt plant, sollte daher die zu seiner Art der Bezahlung passenden Stationen schon vor der Fahrt auswählen. Welche Ladestationen Sie zum Beispiel mit der Flatrate-Ladekarte von ENTEGA nutzen können, sehen Sie hier.

Elektroautos betanken — kostenlos.

Von Händlern über Discounter und Restaurants bis zu Shopping-Outlets gibt es einige Anbieter, die das kostenlose Laden von Elektroautos als Service anbieten. Auch sie lassen sich über das Internet im Vorfeld ausfindig machen.

So unterstützt Sie ENTEGA bei E-Mobilität.

Zuhause mit der Wandladestation.

Mit einer Wandladestation verkürzen Sie die Ladezeit Ihres Elektroautos gegenüber einer herkömmlichen Steckdose um rund 10 Stunden. Die entsprechende Elektroinstallation vorausgesetzt, lädt Ihr Stromer in ein, zwei Stunden vollständig auf. Hier erfahren Sie mehr.

Flatrate tanken und sparen.

Wenn Sie öfter längere Strecken fahren oder Ihr Elektroauto statt zu Hause unterwegs aufladen, sollten Sie sich unsere Flatrate-Ladekarte anschauen. Sie kostet 45 Euro (für ENTEGA-Kunden 40 Euro) und gilt an über 7.500 Ladepunkten in ganz Europa. Die Ladekarte finden Sie hier.

Günstiger Ökostrom.

Unser Ökostrom ist ok-power-zertifiziert und stammt zu 100 % aus erneuerbaren Quellen wie Wasserkraft. Er ist außerdem oft günstiger als herkömmlicher Strom. Mit unserem Tarifrechner wissen Sie gleich, wie viel Geld Sie bei einem Wechsel sparen können. Ökostrom.

Zusätzliche Förderungen.

Klimafreundliche Elektromobilität unterstützen wir mit attraktiven Zuschüssen: mit günstigerem Flatrate-Tanken für unsere Kunden und 200 Euro Förderung für den Kauf unserer Wandladestation. Zu unseren Zuschüssen geht es hier entlang.

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