Elektromobilität

Reichweite Elektroauto: Wie weit kommt man?

Wie groß ist bei Elektroautos die Reichweite Anfang 2020? Hier finden Sie eine Übersicht. Und keine Sorge vor der Reichweitenangst: Steigern Sie die Fahrzeit ganz einfach!

Das Wichtigste in Kürze.

  • Der Tesla Model S bleibt mit 632 Kilometern Reichweite Spitze.
  • Viele E-Autos fahren heute problemlos 350 Kilometer, ohne nachzuladen.
  • Stromer wie der Kia Niro liegen mit 96 Euro pro Kilometer Reichweite im Preis-Reichweiten-Vergleich vorn.
  • Über 18.000 Ladesäulen in ganz Deutschland sorgen dafür, dass niemand auf der Strecke bleibt.

 

e-auto Reichweite

Inhalt dieser Seite

  1. E-Auto-Reichweite: Von 26 auf 160
  2. Reichweite nach Herstellerangaben
  3. Reichweite im Test
  4. Elektroautos und ihre Reichweite
  5. Preis pro Kilometer Reichweite
  6. E-Autos und Langstrecken
  7. Diese Faktoren beeinflussen die Reichweite
  8. Tipps zur Steigerung der Reichweite
  9. Reichweite in Zukunft immer besser
  10. Häufig gestellte Fragen

 

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E-Auto-Reichweite: Von 26 auf 600.

Das hätte M. Gustave Trouvé sich vermutlich in seinen kühnsten Träumen nicht ausdenken können: Der Entwickler des ersten offiziellen E-Autos aus dem Jahr 1881 schaffte es elektrisch auf gerade einmal 26 Kilometer am Stück. 140 Jahre Elektromobilität später fährt der Tesla Model S als Spitzenmodell unter den Stromern bereits über 600 Kilometer, ohne an die Ladesäule zu müssen. Insgesamt ist festzustellen: In den letzten Jahren hat sich in Sachen E-Auto-Reichweite einiges getan.

Tendenz: Weiter, immer weiter.

Schaut man sich die E-Auto-Reichweite im Vergleich zu den vergangenen Jahren an, so ist die Tendenz klar: Es geht immer weiter. Noch vor wenigen Jahren lag der Durchschnitt bereits bei rund 270 Kilometern und wir zitierten eine Studie, nach der Elektroautos in 2020 locker 450 Kilometer mit einer Batterieladung zurücklegen sollten.

 

Erklärung wichtiger Begriffe rund um das Thema Elektroauto-Reichweite.

Elektroauto.

Firmenwagen.

Ladezeit.

Plug-in-Hybrid.

Stromverbrauch.

Wallbox.

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Reichweite nach Herstellerangaben.

Die Top Ten im Reichweiten-Ranking laut Herstellerangaben schaffen die für 2020 prognostizierten 450 Kilometer spielend mit einer Akkuladung. Danach erreicht ein Kia e-Niro rund 455 Kilometer, der Hyundai Kona Elektro 480 Kilometer und der Opel Ampera-e sogar 520 Kilometer, ohne aufladen zu müssen. Spitzenmodell laut Hersteller ist der Tesla Model S mit 600 Kilometern Reichweite.

 

Reichweite im Test.

Herstellerangaben sind das eine. Annähernde Alltagsbedingungen im unabhängigen Test das andere. Das zeigt der realitätsnahe ADAC Ecotest vom Januar 2020. Hier bewegen sich die Reichweiten der getesteten Fahrzeuge eher zwischen 200 und 450 Kilometern. Spitze ist der Tesla Model X 100D mit 451 Kilometern. 

Modelle im Mittelfeld wie der Opel Ampera-e First Edition (342 Kilometer), der Nissan Leaf II Acenta und der VW e-Golf (beide 201 Kilometer) bringen es zwar auf deutlich weniger Kilometer, als es die Hersteller versprechen. Doch kommen sie ausreichend weit, um auch Langstrecken komfortabel meistern zu können.

 

Beispiel Tesla Model X.

Der Tesla Model X nimmt es mit einer Beschleunigung von bis zu 250 Kilometern pro Stunde und seiner hohen Reichweite von 500 Kilometern laut Herstellerangaben locker mit den meisten Verbrennern auf. Im ADAC Ecotest erreicht er zwar nicht die gleiche Strecke, liegt mit 451 Kilometern im Testfeld jedoch ganz vorn. Im E-Auto-Vergleich zählt die Kapazität seiner Batterie halt zu den Größten, was sich preislich bei den Kosten eines Neuwagens bemerkbar macht.


Beispiel Opel Ampera.

Im Reichweitenvergleich nach Herstellerangaben liegt ein Opel Ampera-e sogar vor Fahrzeugen, die Benzin oder Diesel tanken. Kommen Benziner mit einer Tankladung in der Regel auf rund 500 Kilometer, schafft der elektrische Nachfolger des gleichnamigen Plug-in-Hybrids auf dem Papier sogar 520 Kilometer. 

Auf der Straße sind es laut ADAC Ecotest deutlich weniger, nämlich genau 342 Kilometer mit einer Akkuladung. Dies aber mit einem 204 PS starken Elektromotor, der in 8 Sekunden auf eine Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde beschleunigt.

E-Auto-Reichweite: Vergleich von 10 Modellen

e-auto Reichweite Vergleiche
Beispiel Nissan Leaf.

Der Nissan Leaf zählte schon bei unserer letzten Bestandsaufnahme 2017 zu den meistverkauften Elektroautos auf dem Markt. Sicher nicht allein, weil er mit E-Auto-Prämie und einem Preis von rund 36.000 Euro noch gut finanziert werden kann. Kompakt für den Verkehr in der Stadt geeignet, kann er laut Hersteller rund 380 Kilometer Strecke zurücklegen, ohne an eine Stromtankstelle fahren zu müssen. Dafür reichen auch die im ADAC Ecotest gemessenen 183 Kilometer Reichweite aus.

 

E-Auto-Reichweite: Eine Frage der Kapazität.

Welche Reichweite man mit einer vollen Ladung des Akkus erreicht, hängt zwar auch von Faktoren wie Fahrstil, Verbrauch bzw. Energieeffizienz oder Durchschnittsgeschwindigkeit ab. Entscheidend ist aber nach wie vor die Kapazität der Batterie. 

Eine hohe Reichweite erzielen im realitätsnahen Test vor allem E-Autos mit großen Akkus, allen voran die Tesla-Modelle. Hingegen bleibt ein Hyundai Ioniq, in Sachen Energieeffizienz Spitze, aufgrund seines kleinen Akkus Mittelmaß.

 

Kleine Batterie, dennoch große Reichweite.

Große Batteriekapazität – hohe Reichweite. So die Regel. Doch auch hier gibt es Ausnahmen. So kann ein sehr sparsamer Elektromotor aus einer vergleichsweise kleinen Batterie effizient Energie herausholen und dennoch für eine gute Reichweite sorgen. 

Das ist zum Beispiel bei energieeffizienten Modellen wie dem Kia e-Niro oder dem Hyundai Kona der Fall. Bei eher mäßiger Akkuleistung von 64 Kilowattstunden bringen es beide im Test auf rund 100 Kilometer. In Sachen Mobilität in der Stadt eine mehr als ausreichende Leistung. Noch weiter bringt es der Renault Zoe mit 41 Kilowattstunden und 123 Kilometern im Test.

 

e-auto Reichweite Batterie
Preis pro Kilometer Reichweite.

Fragt man sich, wie viele Kilometer Reichweite man für sein Geld erhält, sieht der aktuelle Überblick im E-Auto-Reichweitenvergleich 2020 entsprechend anders aus. Im Verhältnis Kosten zu Reichweite liegt auf Basis des ADAC Ecotests der Kia Niro uneinholbar vorn. Zum einen ist er mit einem Listenpreis ab 38.090 Euro vergleichsweise preiswert. Zum anderen kommt er mit einer Akkuladung 398 Kilometer weit. Damit hat er mit 96 Euro pro Kilometer im Preis-Reichweiten-Ranking die Nase vorn.

 

E-Autos und Langstrecken.

Sind E-Autos aufgrund ihrer Reichweite also eher etwas für den Stadtverkehr oder kann man mit ihnen entspannt längere Reisen unternehmen? In der Stadt reicht schließlich eine eigene Wandladestation fürs Elektroauto, um das Tagespensum entspannt abfahren zu können. Mit Ökostrom kann man dann sein Elektroauto klimafreundlich laden. Auch immer mehr Firmen nutzen E-Autos als Firmenwagen mit eigenen Ladestationen für Unternehmen

Die eindrucksvolle Zahl von über 18.000 Ladesäulen in Deutschland (Tendenz steigend) zeigt jedoch, dass auch Langstrecken heute komfortabel machbar sind. Viele Tankstellen haben ihr Angebot entsprechend ausgebaut, an den Autobahnen gibt es ein dichtes Netz an Lademöglichkeiten. Zudem unterstützen die meisten Ladestationen verschiedene Standard-Stecker durch die entsprechende Ausstattung, sodass dort nahezu jeder problemlos Strom tanken kann. Hier erfahren Sie mehr zu Elektroauto-Ladezeiten.

 

Diese Faktoren beeinflussen die Reichweite.

Die Kapazität des Akkus beeinflusst die mögliche Reichweite eines Stromers am stärksten. In der Regel erreichen E-Autos Kapazitäten von 40 bis 100 Kilowattstunden. Weitere Faktoren spielen ebenfalls eine teils nicht unerhebliche Rolle. Dazu gehören Dinge, die sich nicht ändern lassen, wie Fahrzeuggewicht, Rollwiderstand der Reifen, Luftwiderstand und Effizienz der Nutzbremse (Rekuperationssystem). Aber auch Faktoren, die man aktiv beeinflussen kann, wie Fahrweise oder Nutzung von Klimaanlage sowie Heizung.

 

e-auto Reichweite Vergleiche
Tipps zur Steigerung der Reichweite.

Dank immer besserer Technologien steigt die E-Auto-Reichweite. Doch jeder kann selbst etwas dazu beitragen, möglichst viel aus seinem Akku herauszuholen. Ein paar einleuchtende Tipps helfen, die Reichweite zu erhöhen und Kosten fürs Laden zu sparen: 

  1. Entspannt fahren statt heizen. 
  2. Jacke anziehen statt Heizung aufdrehen. 
  3. Bei Kälte in einer Garage parken. 
  4. Größere Steigungen meiden.
  5. Vorausschauend fahren, wenig beschleunigen.

 

Reichweite in Zukunft immer besser.

Die Entwicklung zeigt: Geht es um die E-Mobilität der Zukunft, werden Fahrzeuge weiter an Reichweite zulegen. Auch, weil die entscheidenden Technologien wie Akkuleistung und Speicher stetig verbessert werden. Das zeigt ganz konkret das Beispiel VW e-Golf: Er ist mit seiner Reichweite von 201 Kilometern derzeit günstig im Ausverkauf zu bekommen. Schon 2021 sollen drei Nachfolger mit besseren Akkutechnologien auf den Markt kommen. Statt 201 Kilometern sollen sie ihre Fahrer VW zufolge mit einer Akkuladung schon 330, 420 oder gar 550 Kilometer weit bringen.

 

Weitere Fragen zur Reichweite von E-Autos.

Welche Reichweite haben Elektroautos?

Top-Modelle fahren bis zu 600 km, das meistverkaufte Elektroauto der Welt 250 km, der kleinste Flitzer 100 km. Die Frage ist also: Wie viel Reichweite braucht man überhaupt? Die Antwort: Durchschnittlich 16 bis 40 km. So weit fahren wir durchschnittlich pro Tag mit dem Pkw. Selbst Pendler kommen in der Regel mit 100 km Reichweite aus. Damit erfüllen selbst die kleinsten Flitzer heute schon die alltäglichen Anforderungen.

Kann man die Reichweite verlängern?

Verlängern lässt sich die Reichweite auf verschiedene Weise. Die einfachste: sparsam fahren. So lässt sich die maximale Reichweite bei konsequenten 40 bis 50 km/h durchaus um 40 % ausbauen.

Welche Alternativen gibt es zu Elektroautos?

Wer dauerhaft Reichweiten braucht, die Elektroautos derzeit noch nicht leisten können, sollte über eine Zwischenlösung nachdenken. Dazu gehören sogenannte Range Extender, also Reichweitenverlängerer, zum Beispiel in Form benzinbetriebener Stromgeneratoren. Eine weitere Alternative sind Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge, die sowohl einen Verbrennungsmotor als auch einen Akku für das Stromnetz haben.

Sinkt die Reichweite mit der Kilometerleistung?

Herstellerangaben und Tests zeigen große Unterschiede in puncto Reichweite verschiedener Modelle. Ähnlich spannend ist jedoch die Frage, wie stark die mögliche Reichweite mit zunehmender Kilometerleistung eines E-Autos abnimmt. Hier zeigen erste Langzeittests, dass die Batterieleistung zwar nachlässt, doch durchaus nicht immer so stark, wie man vielleicht vermutet.

So zeigt ein Test aus den USA, dass die durchschnittliche Akkukapazität von 600 Teslas Model S mit insgesamt 38 Millionen Kilometern Fahrleistung und jeweils sieben Jahren Fahrzeit im Schnitt immer noch bei rund 93 Prozent lag.

Ein Test der deutschen Fachzeitschrift AUTO BILD kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Ein getesteter BMW i3 holte nach 100.000 gefahrenen Kilometern immer noch 107 Kilometer Reichweite aus seinem Akku – statt der anfänglichen 167 Kilometer. Nachzulesen in unserem Beitrag rund um alle Fragen zum Elektroauto-Verbrauch.

Wichtig zu wissen: Wann muss ich laden?

Das dichte Netz an Ladesäulen, insbesondere an Autobahnen und Raststätten, macht Fernfahrten auch für Stromer mit kleineren Akkus bequem möglich. Ob ein E-Auto 200 oder 600 Kilometer am Stück zurücklegen kann, macht allenfalls bei der Planung einen Unterschied. Hier lohnt sich ein Routenplaner, der auch Ladesäulen für E-Autos anzeigt. Solche Routenplaner gibt es beispielsweise online von Going Electric. Auch auf den Seiten der Bundesnetzagentur findet man ein umfassendes Ladesäulenregister.

Wie viele Elektroautos gibt es in Deutschland?

Im Jahr 2020 wurde ein Rekordwert in Deutschland gemessen: rund 136.600 E-Autos wurden am 1. Januar auf deutschen Straßen erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies rund 53.000 Elektro-Fahrzeuge mehr.

Wo kann man Elektroautos laden?

Elektrofahrzeuge lassen sich sowohl an bestimmten Ladestationen als auch zu Hause aufladen. Letzteres ist gar nicht so kompliziert, wie Sie vielleicht denken. Entweder Sie „tanken“ Ihr E-Auto mit einem speziellen Ladekabel an der Steckdose mit 230 Volt oder über eine Wallbox, was besonders komfortabel und schnell geht.

 

 

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