Ökoenergie

Klimawandel Deutschland: Wie sieht’s aus in Hamburg, Berlin und München?

Hier erfahren Sie, wie sich der Klimawandel schon jetzt in München, Berlin und Hamburg bemerkbar macht.

Das macht der Klimawandel mit Deutschland:

  • Die Jahresmitteltemperaturen in Hamburg, Berlin und München sind um mindestens ein Grad gestiegen.
  • Die Anzahl der Hitzetage mit über 30 Grad steigen, die Nächte werden wärmer.
  • Die Fischpopulation in Ost- und Nordsee sinkt pro Grad Temperaturerhöhung um 5 %.
  • Grünflächen, Flüsse, Architektur: Der Klimawandel beeinflusst die Infrastruktur der Großstädte.

 

Der nicht mehr so kühle Norden: Klimawandel in Hamburg.

Fast zwei Millionen Menschen leben in Hamburg. Und wer als Tourist in die Hansestadt kommt, packt meist besser regenfeste Kleidung und stabile Treter ein, denn das Wetter im Norden ist bekanntermaßen etwas rauer als in anderen Teilen Deutschlands. Zwischen Alster und Elbe oder Reeperbahn und Elphi weht einem also schon mal eine „steife Brise“ um die Nase, während man herzhaft ins Fischbrötchen beißt. Doch Wind, Wetter und Fischgenuss müssen sich an den Klimawandel anpassen, der auch an Hamburg nicht spurlos vorbeiweht.

Sonne, Wind und Fische.

Hamburg ist nah am Wasser gebaut: Elbe und Alster ziehen sich durch die Stadt, während Nord- und Ostsee auch nicht weit sind. Das Wasser ist für Hamburg Lebensader, Transportstraße und Fischlieferant in einem – weshalb der Klimawandel Hamburg hier am stärksten zu schaffen macht. In den letzten Jahren ist der Meeresspiegel um etwa 15 bis 20 cm gestiegen, was die Wahrscheinlichkeit für Sturmfluten rund ums Küstengebiet erhöht. Die Fische, die täglich auf mehreren tausenden Brötchenhälften landen sollen, haben es unter Wasser auch nicht so leicht. Die Temperatur der Meeresoberfläche hat sich zwischen 1980 und 2018 von -0,04 Grad auf 0,66 Grad erhöht und mit jedem Grad mehr nimmt die Fischpopulation um etwa 5 % ab. Das macht es natürlich immer schwieriger, Hamburg mit Fisch zu versorgen.

Fakten zum Klimawandel in Hamburg

Außerdem ist die Durchschnittstemperatur in der Stadt seit 1951 um 1,2 Grad gestiegen. Das klingt wenig, doch nicht nur im Sommer erleben die Hamburger längere Hitzewellen, Tage ohne Regen oder dem typisch nordischen Wind. Wenn es dann mal regnet, dann so richtig. Die Niederschlagsmenge hat sich dabei vor allem im Winter erhöht, was Auswirkungen auf zukünftige Stadtplanungen und die Infrastruktur haben wird.

Ohne Klimaschutz geht also auch im hohen Norden nichts. Ein guter Anfang ist der Übergang zu mehr erneuerbaren Energien. Hier erfahren Sie, was mehr Ökostrom für Hamburg bedeuten würde.

Mit Ökostrom gegen den Klimawandel:

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Hitze in der Hauptstadt: Der Klimawandel in Berlin.

Auf knapp 891,8 km² leben in der deutschen Hauptstadt mittlerweile 3,7 Millionen Menschen. In Berlin trifft deutsche Geschichte auf Vielfalt, Kunst und Kultur und nicht nur Einheimische machen in Berlin die Nacht zum Tag. Entspannen kann man in den mehr als 2.500 Parks, die die Stadt zur grünen Metropole machen. Doch wie entspannt sind die Berliner, wenn es um den Klimawandel geht?

Tropische Nächte im Stadtdschungel. 

Der Klimawandel bringt Berlin zum Schwitzen. Seit 1881, dem Beginn der Wetteraufzeichnung, hat sich die sogenannte Jahresmitteltemperatur von 7,7 Grad auf 10,8 Grad in 2018 erhöht. Den Dürresommer 2018 werden die Berliner so schnell nicht mehr vergessen – und wie es aussieht, bleibt der auch keine Ausnahme. Während es zwischen 1971 und 2000 noch rund 29,1 Sommertage pro Jahr gab, also Tage mit Temperaturen über 25 Grad, könnte die Anzahl in den nächsten 20 Jahren auf 46,2 steigen. Die Hitzetage mit über 30 Grad erhöhen sich von 5,9 Tagen auf 12,9 bzw. sogar auf 28,5 bis zum Jahr 2100.

Klingt erstmal nach mehr Sommer und Zeit am Badesee – doch so viele Tage mit ungewöhnlich hohen Temperaturen bringt nicht nur den Kreislauf der Berliner durcheinander, sondern auch das Leben der städtischen Flora und Fauna oder der Landwirtschaft in Brandenburg. Der Vegetationszeitraum der Pflanzen wächst damit genauso fleißig wie die Pflanzen selbst und könnte sich in Zukunft ganze neun Wochen länger gestalten – also von Februar bis November. Ohne Regen im Sommer kommt es zu Dürre, was auch die Ernte betrifft.

Fakten zum Klimawandel in Berlin

Apropos Regen: Im Winter kommt es zu einer höheren Niederschlagsrate als sonst. Doch das viele Wasser kann dann vom weniger durstigen Boden nicht mehr aufgenommen werden, was wiederum Überschwemmungen zur Folge haben kann.

So richtig ruhig schlafen können die Berliner also nicht mehr, wenn es um den Klimawandel geht – und das nicht nur, weil die Anzahl der Tropennächte weiter wächst. Ohne mehr Klimaschutz erwarten die Stadtbewohner in den nächsten Jahren bis zu 15 Nächte pro Jahr, in denen es nicht kühler wird als 20 Grad. Wenn das kein Weckruf für Klimaschutz ist. Hier können Sie nachlesen, wie die Berliner ihre Klimabilanz verbessern können.

 

Servus, Klimawandel: München oder doch Mailand?

Werfen wir einen Blick in den Süden von Deutschland. In München erfreuen sich fast 1,5 Millionen Einwohner und zahlreiche Touristen täglich an historischen Bauwerken, Museen und diversen Biergärten mit typisch bayerischer Küche. Einmal im Jahr lockt das Oktoberfest die ganze Welt nach München, um in lustiger Runde ein paar Bierchen zu stemmen – doch in welchem Maß spüren die Münchner jetzt und in Zukunft den Klimawandel in Deutschland?

Vom Eisbach zum Heißbach.

Die Folgen des Klimawandels in München sind auf den ersten Blick schnell erklärt: Die durchschnittlichen Temperaturen pro Jahr steigen, es kommt zu Hitzestaus in der stark bebauten Stadt und die Flüsse im Umland führen weniger Wasser. Im Detail sieht das so aus, dass es im Jahr 2018 bereits 87 Sommertage mit Temperaturen von mindestens 25 Grad gab – 2012 waren es noch 61. Für Abkühlung sorgt das Alpine Pumpen, ein von der Natur gegebenes Zirkulationssystem von warmer und kalter Luft zwischen den Alpen und dem Alpenvorland. Tagsüber weht Wind in Richtung Alpen und wird von dort nachts deutlich abgekühlt in die Stadt zurückgepumpt. Damit diese Superkraft der Natur weiter wirken kann, müssen in der Stadt München bestimmte Punkte bei der Planung bedacht werden. Von Grünflächen über Parks und Grünanlagen bis zur Gebäudedichte in den 25 Stadtbezirken.

Fakten zum Klimawandel in München

Aber zurück zum Klimawandel: München könnte in 30 Jahren so heiß werden wie die italienische Stadt Mailand. Klingt nach günstigem Heimaturlaub, ist aber eine eher erschreckende Prognose. Die Gefahr von Waldbränden nimmt zu und die Landwirtschaft im Münchner Umland leidet unter dürrebedingten Ernteproblemen. Aus der Münchner Attraktion Eisbach könnte der „Heißbach“ werden und der beliebte Englische Garten ist in vielen Jahren vielleicht nur noch eine trockene Steppenwiese. Okay, das ist vielleicht etwas dramatisch, aber eine Herausforderung ist der Klimawandel für München allemal.

Umso wichtiger ist es, dass sich auch die bayerische Landeshauptstadt weiter für den Klimaschutz einsetzt. Was alleine der Wechsel zu Ökostrom für Wiesn, Weizen und Co. bedeuten könnte, lesen Sie in unserem Beitrag zum Strom in München.

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