Stromverbrauch

Wärmepumpe: Stromverbrauch und Stromkosten berechnen.

Wärmepumpe-Stromverbrauch

Das wichtigste in Kürze:

  • Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe hängt vom Typ, der Größe und der Jahresarbeitszahl (JAZ) ab.10 kW Heizleistung benötigen bei einer JAZ von 2,8 etwa 7.100 kWh Strom, bei einer JAZ von 3,8 nur 5.300 kWh Strom.
  • Ratgeber: Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihren Verbrauch berechnen können.
  • Tabellen: Vergleichen Sie Ihren Wärmepumpen-Stromverbrauch pro Jahr anhand von Durchschnittswerten.
  • Informationen: Wie unterscheiden sich Erd-, Luft-, und Wasserwärmepumpen?
  • Beispiele: Formeln, Faktoren, Werte und Antworten auf häufige Fragen.

Wärmepumpen-Stromverbrauch: was ist normal?

Nach einigen Heizsaisons stellen sich vermutlich viele Besitzer von Wärmepumpen die Frage, ob ihr Wärmepumpen-Stromverbrauch und damit ihre Heizkosten eigentlich im normalen Rahmen liegen. Hier geben wir Ihnen die nötigen Informationen zur Berechnung an die Hand. Beispiele für Erdwärmepumpen, Luft-Wasser-Wärmepumpen und Grundwasserwärmepumpen geben Ihnen Anhaltspunkte für einen Vergleich. 

Dabei kommt es nicht nur auf Nutzung, Wartung und Strombedarf an, sondern oft auch auf den Verbrauch und die Technik unterschiedlicher Wärmepumpensysteme.Mit einer einfachen Formel können Sie weiter unten Ihre Heizkosten berechnen. Nach diesen rund 7 Minuten Querlesen von Richtwerten sollten Sie Ihren Wärmepumpen-Stromverbrauch pro Jahr zumindest etwas besser einschätzen können.

Wärmepumpe: Stromverbrauch nach Modell.

Wärmepumpen nutzen die Umweltenergie von Erdreich, Luft und Wasser, um daraus Wärme zu gewinnen. Welche Wärmequelle sie nutzen, macht dabei durchaus einen Unterschied, wenn Sie Ihren Wärmepumpen-Stromverbrauch berechnen wollen.Grundsätzlich ist der Stromverbrauch bei einer Luftwärmepumpe höherals bei einer Erd- und Wasserwärmepumpe. Vor allem, wenn es draußen richtig kalt wird, brauchen Luftwärmepumpen in der Regel mehr Strom, um die Wärmeenergie der Umweltwärme so  zu erhöhen, dass sie den Wärmebedarf zu Hause decken. Übrigens gibt es hier auch deutliche Unterschiede bei den Preisen für Anschaffung und Installation. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag zu den Wärmepumpenheizung-Kosten. Und: Mit der Kombination „Wärmepumpe mit Photovoltaik“ können Sie selbst erzeugten Strom zum Betrieb Ihrer Pumpe nutzen und Stromkosten sparen. 

Wie bei allen Wärmepumpen amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten (z. B. im Vergleich zu einer Gasheizung) durch den laufenden Betrieb. Schließlich steht die Umweltenergie, die zur Wärmegewinnung genutzt wird, kostenlos zur Verfügung. Die Betriebskosten entstehen also vor allem durch den Strom, der benötigt wird, um den Energiebedarf der Wärmepumpe zu decken. Entscheidend dafür, wie schnell eine Erdwärmepumpe das Geld wieder einspart, ist vor allem ihr Stromverbrauch.

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Erdwärmepumpe: Stromverbrauch bei 12 Kilowatt.

Der Stromverbrauch einer Erdwärmepumpe hängt stark von ihrer Leistung ab. Geht man zum Beispiel von einer Wärmepumpe mit 12 Kilowatt (kW) Leistung aus, so dürfte der zu erwartende jährliche Stromverbrauch bei einer Wohnfläche von rund 100 Quadratmetern (qm) zwischen 6.000 und 6.500 kWh liegen.

Luftwärmepumpe: Stromverbrauch und Temperatur.

Luftwärmepumpen nutzen die Außenluft, um Wärme für Warmwasser oder Heizung zu erzeugen. Grundsätzlich ist das eine sehr einfache und effiziente Art der Energiegewinnung: Bis zu drei Viertel der Heizwärme kommen kostenlos aus der Umgebung, während nur rund ein Viertel Strom zum Betreiben der Anlage benötigt wird.

Doch wie jeder weiß: Zwischen Sommer und Winter schwanken die Temperaturen bei uns um bis zu 50 °C. Das erklärt, warum der Wärmepumpen-Stromverbrauch pro Jahr bei diesem Typ höher ist, denn die Pumpe muss die Umweltwärme mithilfe von Strom verdichten – das ist relevant vor allem bei besonders kalten oder langen Wintern. Man geht davon aus, dass eine Luftwärmepumpe unter –20 °C nicht mehr effektiv arbeiten und ein angenehmes Temperaturniveau im Haus nicht mehr konstant halten kann.

Wasserwärmepumpe: Stromverbrauch und Bohrtiefe.

Wasserwärmepumpen, genauer: Wasser-Wasser-Wärmepumpen, nutzen das Grundwasser als Energiequelle. Hier ist zu beachten, dass dafür zwei Brunnen gebohrt werden müssen: einer, durch den das Wasser zur Wärmepumpe fließt („Förder- oder Saugbrunnen“), und einer, durch den das Wasser nach Entziehung der Wärme wieder zurückfließen kann („Schluckbrunnen“).

Hier macht es nicht nur bei den Erschließungskosten, sondern auch für den Verbrauch des Wärmestroms einen Unterschied, ob der Brunnen nur 5 oder 20 Meter tief gebohrt werden muss. Denn auch der eigentliche Pumpvorgang für die Wärmepumpe braucht – genau: Strom.

Per "JAZ" können Sie ihren Wärmepumpe-Stromverbrauch schätzen.

Als Kennziffer für die Effizienz einer Wärmepumpe und somit als wesentlicher Faktor bei der Ermittlung des Stromverbrauchs gilt die Jahresarbeitszahl (JAZ). Je höher die JAZ, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe – gut für Energiekosten und Wirtschaftlichkeit. Hoch meint in diesem Fall: Ab einer JAZ von 3,0 gilt eine Wärmepumpe als besonders effizient. Die JAZ ist damit ein erster Anhaltspunkt dafür, ob Ihr Wärmepumpen-Stromverbrauch eher unter oder über dem Durchschnitt liegt.

Bei dieser groben Einschätzung sollte man jedoch weitere Faktoren wie Wohnfläche, Altbau oder Neubau, Dämmung des Gebäudes und Verbrauch an warmem Wasser berücksichtigen. Denn für die Einschätzung des Stromverbrauchs von Wärmepumpen sind der Wärmepumpen-Typ, die Größe und Energieeffizienz des Hauses sowie der Einsatz der Wärmepumpe gleichermaßen von Bedeutung. Überschlägt man all diese Faktoren, lässt sich der Verbrauch zumindest grob einschätzen.

Stromverbrauch Wärmepumpe berechnen: mit dieser Formel klappt's!

Wollen Sie genauer wissen, wie viel Strom Ihre Heizung jährlich verbraucht, können Sie eine einfache Formel nutzen und damit den Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe berechnen. Sie lautet:

Heizleistung :
Heizleistung : Jahresarbeitszahl (JAZ) x Heizstunden = Stromverbrauch der Wärmepumpe pro Jahr

Sie teilen also die Heizleistung der Wärmepumpe durch deren JAZ und multiplizieren den Wert mit Ihren jährlichen Heizstunden. Sowohl Heizleistung als auch JAZ (nicht: Leistungszahl) sind abhängig von Ihrem Modell. Die JAZ zum Beispiel liegt durchschnittlich zwischen 3 und 4,5, bei Luftwärmepumpen eher ab 2,8, bei Erdwärmepumpen ab rund 3,4 und bei Wasserwärmepumpen ab etwa 3,8.

Beispiel für eine Erdwärmepumpe mit 12 kW Leistung:

12 Kilowatt (Heizleistung) : 3,4 (JAZ) x 2.000 Heizstunden (Durchschnittswert) = ca. 7.100 Kilowattstunden pro Jahr

Stromkosten Wärmepumpe berechnen: Mittels Formel einfach ausrechnen.

Mit der obigen Formel zur Berechnung des Wärmepumpen-Stromverbrauchs lassen sich auch die Stromkosten fürs Jahr einfach überschlagen. Sie multiplizieren dazu den jährlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh) mit dem Arbeitspreis Ihres Wärmepumpentarifs. Den Arbeitspreis (sowie den monatlichen Grundpreis) finden Sie auf Ihrer letzten Stromrechnung

Heizleistung : Jahresarbeitszahl (JAZ) x Heizstunden x Arbeitspreis des Wärmepumpentarifs + Grundpreis des Wärmepumpentarifs = Stromkosten pro Jahr


In unserem Beispiel und bei einem Wärmepumpentarif mit einem Arbeitspreis von 22 Cent pro kWh (brutto) und einem Grundpreis von 130 € pro Jahr (brutto) wären das:

Heizkosten Wärmepumpe: Beispiel für eine Erdwärmepumpe mit 12 kW Leistung:

12 kW (Heizleistung) : 3,4 (JAZ) x 2.000 Heizstunden (Durchschnittswert) x 22 Cent pro kWh + 130 € pro Jahr = ca. 1.680 € im Jahr.

Stromkosten senken durch einen Wechsel des Anbieters.

Für Besitzer einer Wärmepumpenheizung, bei denen die Messung des Heizstroms über einen separaten Zähler erfolgt, ist bei manchen Stromanbietern ein vergünstigter Heizstromtarif erhältlich. Bei ENTEGA etwa gibt es Ökoheizstrom für Wärmepumpen zu Tarifen, die unabhängig von der Tageszeit immer gleich günstig sind – und entsprechend interessante Strompreise für Ihre Wärmepumpe bieten. So heizen Sie mit einer elektronischen Heizung nachts genauso preiswert wie am Tag. Alle unsere Tarife für Wärmepumpenstrom enthalten zu 100 % ok-power-zertifizierten Ökostrom und schonen damit nicht nur den Geldbeutel, sondern auch das Klima. Wie günstig Ökoheizstrom von ENTEGA für Sie ist, finden Sie mit dem Tarifrechner in wenigen Klicks heraus und können auch gleich zum passenden Wärmepumpen-Stromtarif wechseln.

Effizient heizen mit einer Wärmepumpe.

Tarif berechnen

Typische Wärmepumpen-Stromverbräuche pro Jahr anhand von Beispielwerten ermitteln.

Liegt Ihr eigener Verbrauch im Rahmen?

Wer für die verschiedenen Arten von Wärmepumpen den Energieverbrauch pro Jahr berechnen oder vielmehr vergleichen will, kann anhand von Durchschnittswerten schätzen, ob der eigene Verbrauch normal ist. Hier haben wir für Erd-, Luft- und Wasserwärmepumpen Beispielrechnungen gemacht, gestaffelt nach Heizleistungen. Dabei gehen wir von einem Durchschnittshaushalt mit 2.000 Heizstunden jährlich sowie durchschnittlichen Jahresarbeitszahlen (JAZ) aus.

Durchschnittlicher Erdwärmepumpen-Stromverbrauch nach Heizleistung.

Im folgenden Beispiel gehen wir von einer durchschnittlichen JAZ für Erdwärmepumpen von 3,4 aus. Die Ergebnisse sind als grobe Anhaltspunkte zu sehen. So wird der Stromverbrauch einer Wärmepumpe in einem schlecht gedämmten, großen Altbau höher ausfallen als nach einer energieeffizienten Sanierung oder im Neubau.

Heizleistung Stromverbrauch pro Jahr
5 kW 2.900 kWh
7,5 kW 4.400 kWh
10 kW 5.900 kWh
12,5 kW 7.400 kWh
15 kW 8.800 kWh

Durchschnittlicher Luftwärmepumpen-Stromverbrauch nach Heizleistung.

Wir gehen bei der JAZ von einem Durchschnittswert von 2,8 für Luftwärmepumpen aus. Als erster Anhaltspunkt ergeben sich, gestaffelt nach Heizleistung, folgende Werte für den ungefähren Stromverbrauch pro Jahr.

Heizleistung Stromverbrauch pro Jahr
5 kW 3.600 kWh
7,5 kW 5.400 kWh
10 kW 7.100 kWh
12,5 kW 8.900 kWh
15 kW 10.700 kWh

Durchschnittlicher Wasserwärmepumpen-Stromverbrauch nach Heizleistung.

Wärmepumpen, die sich die Energie des Grundwassers zunutze machen (Wasser-Wasser-Wärmepumpen), zählen zu den Anlagen mit den höchsten Jahresarbeitszahlen, hier 3,8 im Schnitt. Entsprechend fällt der jährliche Stromverbrauch in unserer Rechnung im Verhältnis am niedrigsten aus.

Heizleistung Stromverbrauch pro Jahr
5 kW 2.600 kWh
7,5 kW 3.900 kWh
10 kW 5.300 kWh
12,5 kW 6.600 kWh
15 kW 7.900 kWh

So viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe.

Geht man von 10.000 kWh pro Jahr an Heizleistung aus und teilt diese durch die entsprechende JAZ, ergeben sich daraus folgende Stromverbräuche je Wärmepumpe:

Wärmepumpen-Typ Wärmeenergie für Heizung | Warmwasser JAZ für Heizung | Warmwasser Stromverbrauch Wärmepumpe für Heizung
Luftwärmepumpe 6.000 kWh | 4.000 kWh 2,8 | 2,4 2.143 kWh(= 6.000 kWh/2,8)
Erdwärmepumpe 6.000 kWh | 4.000 kWh 4,0 | 3,8 1.500 kWh(= 6.000 kWh/4,0)
Wasserwärmepumpe 6.000 kWh | 4.000 kWh 4,8 | 4,5 1.250 kWh(= 6.000 kWh/4,8)

Wärmepumpe: Stromverbrauch kontrollieren.

Das genaueste Bild darüber, ob Ihr Wärmepumpen-Stromverbrauch normal ist, bekommen Sie, indem Sie Ihren Verbrauch selbst messen und regelmäßig kontrollieren. So merken Sie auch am schnellsten, wenn Ihre Anlage nicht effizient arbeitet. Das funktioniert natürlich nur, wenn der Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe über einen separaten Zähler erfasst wird und nicht Teil des gesamten Haushaltsstroms ist.

In Verbindung mit dem Wärmemengenzähler, der die Abgabe der Wärme misst, können Sie dann sogar Ihre tatsächliche Jahresarbeitszahl (JAZ) berechnen. Die Formel dazu lautet:

erzeugte Wärmemenge pro Jahr : Stromverbrauch pro Jahr = Jahresarbeitszahl (JAZ)

Je höher das Ergebnis ausfällt, desto effizienter arbeitet Ihre Wärmepumpe. Liegt Ihre ermittelte JAZ deutlich unter den Durchschnittswerten von 2,8 bei Luftwärmepumpen, unter 3,4 bei Erdwärmepumpen und unter 3,8 bei Wasserwärmepumpen, sollten Sie Ihre Anlage prüfen.

Tipps, wenn der Wärmepumpen-Stromverbrauch zu hoch ist.

Ihre ermittelte Jahreszahl liegt deutlich unter dem Durchschnittswert? Oder Ihr jährlicher Stromverbrauch ist um einiges höher, als er es nach unseren Beispielen sein sollte? Dafür gibt es vermutlich eine Ursache – und etwas, das Sie dagegen unternehmen können. Schauen Sie sich im Folgenden diese Fragen an:

Ist Ihre Wärmepumpe optimal eingestellt?

Heizkurve, Sollwerte, Schaltzeiten: Da kann es durchaus passieren, dass die Anlage nicht optimal auf Ihren Bedarf eingestellt ist. Auch möglich: Die Wärmepumpe läuft sogar noch in der Werkseinstellung. Schnelle Abhilfe ist in Sicht: Fragen Sie einen Fachmann, was zu tun ist, oder lassen Sie ihn gleich die nötigen Einstellungen an Ihrer Wärmepumpe vornehmen.

Hat sich Ihr Verbrauchsverhalten geändert?

Soll eine Wärmepumpe Sie bei der täglichen Dusche mit wohlig warmem Wasser versorgen, sollte man das bereits bei der Planung berücksichtigen. Nicht berücksichtigen kann man vielleicht, wenn irgendwann nicht mehr nur zwei, sondern täglich fünf Leute vor der Dusche Schlange stehen – und entsprechend mehr Strom verbrauchen.

Oder wenn Sie mit Ihrer Wärmepumpe nur heizen: Achten Sie auf das richtige Lüften, vor allem in der kalten Jahreszeit. Wenige Minuten Stoßlüften genügt. Sonst kühlen Räume zu sehr aus, das erneute Aufheizen kostet dann umso mehr Energie.

Haben Sie zur Wärmepumpe passende Heizkörper?

Eine Fußbodenheizung ist im Grunde ideal für das Zusammenspiel mit Wärmepumpen, weil sie eine niedrige Vorlauftemperatur braucht. So senkt eine Elektro-Fußbodenheizung den Verbrauch, während gewöhnliche Heizkörper eine hohe Vorlauftemperatur benötigen, was der Wärmepumpe mehr Arbeit abverlangt und den Stromverbrauch erhöht. Heizkörper umzurüsten und zum Beispiel auf größere Wandflächenheizungen zu wechseln, steigert die Effizienz des Systems.

Falsche Planung der Wärmepumpe.

Bei der Planung einer Wärmepumpe spielen viele Faktoren eine Rolle. Entsprechend kann auch einmal etwas nicht optimal gelaufen sein. Nachträglich ändern lässt sich hier vermutlich nichts. Arbeiten Sie daher bei Planung und Einbau der Wärmepumpe immer mit Fachbetrieben zusammen. Falls Sie aber im Angebot eine bestimmte Jahresarbeitszahl garantiert bekommen haben, diese aber nicht erreicht wird, können Sie etwas unternehmen.

Heizkosten allgemein senken.

In unserem Blog finden Sie zahlreiche Beiträge zum Stromverbrauch im Haushalt (wer erst mal wissen möchte, ob sich sein Stromverbrauch im Haushalt insgesamt im Durchschnitt bewegt, kann zusätzlich den Stromrechner von ENTEGA zurate ziehen) mit Energiespartipps und vor allem zum Beispiel, um Gas zu sparen. Viele der Tipps können Sie auch mit einer Wärmepumpe nutzen, um Heizkosten zu sparen.

Stromverbrauch messen: häufige Fragen.

Wie berechnen sich Stromkosten und Stromverbrauch von Wärmepumpen?

Formel Stromverbrauch Wärmepumpe:
Heizleistung in kW : Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe x Anzahl an Heizstunden = kWh pro Jahr

Formel Stromkosten Wärmepumpe:
Heizleistung in kW : Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe x Anzahl an Heizstunden x Preis pro kWh Strom + jährlicher Grundpreis = Stromkosten pro Jahr

Welche Wärmepumpe benötigt besonders viel Strom?

Luft-Wärmepumpen haben einen höheren Verbrauch als Erd- oder Wasserwärmepumpen. Allerdings produziert jede Wärmepumpe ein Vielfaches der eingesetzten Stromenergie in Form von Heizenergie, weshalb Wärmepumpen grundsätzlich als energieeffiziente und moderne Heizlösung gelten. 

Welche Faktoren nehmen Einfluss auf den Stromverbrauch einer Wärmepumpe?

Nicht nur die Art der Wärmepumpe (Erd-, Luft- oder Wasserwärme) ist für ihren Stromverbrauch im Betrieb entscheidend. Weitere Faktoren sind die Größe des zu beheizenden Gebäudes, sein Alter und Zustand, der Sanierungsgrad und die Wärmedämmung, die Anzahl der Bewohner und das individuelle Heizverhalten.

Welchen Einfluss haben Altbauten und Neubauten auf den Stromverbrauch einer Wärmepumpe?

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe, die in einem (unsanierten) Altbau zum Einsatz kommt, wird höher sein als bei einem modernen, energieeffizienten Neubau. Entsprechend sollte im Altbau zunächst eine energetische Sanierung erfolgen und geprüft werden, ob etwa die Umrüstung auf eine Fußbodenheizung möglich ist. Ein Fachberater hilft Ihnen herauszufinden, ob Ihr Bestandsgebäude für eine Wärmepumpe geeignet ist.

Wovon hängen die Stromkosten bei Wärmepumpen ab?

Einfluss auf die Stromkosten einer Wärmepumpe hat in erster Linie natürlich die Wärmepumpe selbst. Für gewöhnlich haben Luftwärmepumpen dabei einen höheren Verbrauch als Erd- oder Wasserwärmepumpen. Um Ihren Stromverbrauch zu senken, können Sie weiterhin prüfen, effiziente Heizungen im Gebäude einzubauen (Fußbodenheizung oder Flächenheizungen an Wänden), das Gebäude zu dämmen bzw. energetisch zu sanieren, die Kombination mit Solarthermie oder Photovoltaik in Erwägung zu ziehen, Stromspartipps aus unserem Blog umzusetzen oder auch zu einem günstigeren Heizstromtarif zu wechseln.

Was bedeutet bei einer Wärmepumpe JAZ, COP und SCOP?

JAZ steht für Jahresarbeitszahl. Sie steht für das Verhältnis von eingesetzter Energie (Strom) zu erzeugter Energie (Heizwärme) eines Heizsystems. Die JAZ besagt, wie energieeffizient eine Wärmepumpe arbeitet. Je höher der Wert, desto besser.

Im Gegensatz zur JAZ bezieht sich der Coefficient of Performance (COP) allein auf die Wärmepumpe, nicht auf das gesamte Heizsystem. Über den COP lassen sich unterschiedliche Wärmepumpen am Markt miteinander vergleichen.
Setzt man den COP-Wert in Relation zur Außentemperatur, ergibt sich der Seasonal Coefficient of Performance (SCOP). Durch den Bezug auf eindeutige Außentemperaturen  (in der Regel 12 °C, 7 °C, 2 °C und –7 °C) ist dieser Wert nochmals genauer.

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