Elektromobilität

Ladekabel Elektroauto: Arten, Stecker und Kauftipps.

Mode-3? Typ-2? Mennekes und CHAdeMO? Wir klären auf.

Welche Ladekabel-Typen gibt es?

  • Je nach Fahrzeughersteller, Fahrzeugalter und Region kommen unterschiedliche Ladekabel und Stecker zum Einsatz.
  • Die wichtigsten Stecker und Ladekabel sind Typ-2, CHAdeMO, Tesla-Supercharger, CSS, Mode-2 und Mode-3.
  • Nicht jedes Kabel eignet sich zum dauerhaften Laden des E-Autos.
  • Ein Ladekabel für Elektroautos kostet zwischen 150 € und 500 €.
  • Wir bieten einen Überblick über die gängigsten Ladekabel.
Ladekabel Elektroauto: Arten, Stecker und Kauftipps

Inhalt dieser Seite:

  1. Welche Ladekabel gibt es?
  2. Welche Steckertypen gibt es?
  3. Ladekabel und Steckertypen im Überblick
  4. Ladekabel Elektroauto: Kauftipps
  5. Fragen und Antworten

Wandladestationen, Ladekarte, Förderungen.

Elektromobilität

Welche Ladekabel für Elektroautos gibt es?

Grundsätzlich unterscheiden sich Ladekabel nach ihren drei Anwendungsszenarien:

1. Das Ladekabel ist mit einem Ende fest an einer Ladestation installiert, etwa an der Wallbox zu Hause.

2. Das Ladekabel ist lose und lässt sich mit Steckern beidseitig mit dem Elektroauto und einer Ladestation verbinden.

3. Das Ladekabel besitzt eine integrierte Controlbox, die die Ladeleistung am Fahrzeug regelt und überwacht. So kann das Ladekabel an einer beliebigen Netzsteckdose angeschlossen werden.

Welche Ladekabelarten sind am Markt verfügbar?

Mode-1-Ladekabel.

Das Mode-1-Kabel ist ein normales Stromkabel zum Anschluss ans Stromnetz. Es handelt sich um einen veralteten Kabeltyp, der kaum noch in Verwendung ist.

Mode-2-Ladekabel (mit Schuko-Stecker).

Ein Mode-2-Ladekabel ist die richtige Wahl, wenn Sie an jeder normalen Haushaltssteckdose laden möchten. Das Ladekabel verfügt nämlich über einen Schuko-Stecker, wie Sie ihn bereits von Ihrem Wasserkocher oder Ihrem Computer kennen. Allerdings sind diese nicht für ein dauerhaftes Laden geeignet.

Mode-2-Ladekabel (mit CEE-Stecker).

Ein Mode-2-Ladekabel kann mittels CEE-Stecker statt an einer Schuko- auch an einer CEE-Steckdose genutzt werden. Die in typischem Blau gehaltenen einphasigen „Camping“-Stecker laden problemlos und konstant mit 16 A und einer Ladeleistung von 3,7 kW. Die roten Starkstromstecker hingegen arbeiten dreiphasig und laden mit bis zu 11 kW (bei 16 A) bzw. sogar mit bis zu 22 kW (bei 32 A).

Mode-3-Ladekabel.

Das Mode-3-Ladekabel eignet sich für die Verwendung an der heimischen Wallbox oder auch an einer öffentlichen Ladesäule, da es imstande ist, die intelligente Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladepunkt herzustellen. Es kann lose im Fahrzeug mitgeführt werden oder an der Home-Wallbox fix installiert sein.

Wandladestation mit oder ohne Ladekabel kaufen.

Zu den Wandladestationen

Welche Steckervarianten gibt es?

Typ-1-Stecker.

Der einphasige Typ-1-Stecker lädt mit bis zu 7,4 kW und findet sich meist an älteren, asiatischen E-Fahrzeugen. In Europa ist dieser Steckertyp eher selten in Verwendung.

Typ-2-Stecker.

Der dreiphasige Typ-2-Stecker (auch als Mennekes-Stecker bekannt) ist gemäß einer EU-Norm-Verordnung seit 2014 der europäische Standardstecker zum Laden von Elektroautos. Entsprechend ist er auch in Deutschland weitverbreitet. Die Ladeleistung reicht von bis zu 22 kW an heimischen Wallboxen bis hin zu 43 kW an öffentlichen Ladepunkten.

Combo-2-Stecker.

An immer mehr öffentlichen Stationen lädt man inzwischen über den sogenannten Combo-2-Stecker. Combo steht für Combined Charging System (CCS). Der Combo- bzw. CCS-Stecker bietet gegenüber dem Typ-2-Stecker mehr Leistungskontakte, die ein Schnellladen (realistisch sind Werte um 50 kW) sowohl von Wechselstrom als auch von Gleichstrom ermöglichen.

CHAdeMO-Stecker.

Der CHAdeMO-Stecker ist Teil eines in Japan entwickelten Schnellladesystems. Mit ihm sind Ladungen von theoretisch bis zu 100 kW möglich. In der Praxis wird meist mit 50 kW geladen – einem immer noch überzeugenden Wert. Dieses Schnellladesystem wurde in Japan entwickelt und erlaubt Ladevorgänge bis zu 100 kW. An den meisten öffentlichen Ladesäulen steht allerdings nur eine Leistung von 50 kW zur Verfügung, was in der Regel aber völlig ausreicht. Einige asiatische und französische Autos werden mit CHAdeMO-System angeboten. Das System ist in Europa jedoch wenig verbreitet.

Tesla-Supercharger-Stecker.

Der US-amerikanische Automobilhersteller Tesla setzt auf eigene Stecker, die garantieren sollen, dass die Fahrzeuge innerhalb einer halben Stunde zu mindestens 80 % aufgeladen werden. Diese Supercharger laden mit bis zu 120 kW Gleichstrom, können aktuell jedoch nicht an Elektrofahrzeugen anderer Hersteller genutzt werden.

Ladekabel und Steckertypen fürs Elektroauto im Überblick.

E-Auto-Ladesysteme mit Wechselspannung (AC).

E-Auto-Ladesysteme mit Gleichspannung (DC).

Welche Ladekabel sind am weitesten verbreitet?

Das in Deutschland und Europa am meisten genutzte Ladekabel ist das Mode-3-Kabel, das am einen Ende einen Typ-2-Stecker (für den Anschluss an der Ladesäule) besitzt und am anderen Ende einen Typ-2- oder Typ-1-Stecker (je nach E-Auto).

Welchen Stecker brauche zum Laden meines Elektroautos?

Ein Blick auf den Stromanschluss Ihres Elektroautos oder in die Bedienungsanleitung verrät Ihnen, welchen Stecker Sie benötigen. Ein Tipp: Bei Autos europäischer Hersteller handelt es sich meist um den Typ-2-Stecker. Hersteller aus Asien oder den USA setzen hingegen oft auf den älteren Typ-1-Anschluss.

Wallbox: Genehmigung, Kosten, Förderung.

Wallbox-Installation

Ladekabel Elektroauto: Kauftipps.

Länge, Bauart, Farbe und Kosten – für Ihren bevorstehenden Ladekabelkauf haben wir Ihnen ein paar nützliche Tipps zusammengestellt:

Die richtige Länge bei einem Ladekabel finden.

Ein im Auto mitgeführtes Ladekabel sollte einerseits wenig wiegen und noch weniger Platz verbrauchen. Andererseits sollte es lang genug sein, um auch dann gut laden zu können, wenn der Zugang zum Ladepunkt ungünstig liegt oder gar versperrt ist. Es gilt: Wer zu Hause lädt, sollte das Kabel so kurz wie nötig wählen, zumal das Kabel auch einen höheren Leistungsverlust verursacht, je länger es ist. Unterwegs jedoch sticht eine möglichst flexible Nutzung dieses Argument. Als Mindestlänge des Ladekabels sollten Sie „Länge x Breite“ Ihres Elektroflitzers veranschlagen. Gängige Kabellängen am Markt liegen bei 5 bis 10 m.

Ladekabel: Glatt oder lieber spiralförmig?

Spiralförmige Kabel ziehen sich nach dem Anstecken so zusammen, dass sie praktisch in der Luft hängen. Das vermeidet den Kontakt mit Nässe und Dreck am Boden. Andererseits verheddern sich Spiralkabel gern mal – und das Mehr an Material erhöht den elektrischen Widerstand und verursacht somit Leistungsverluste. Auf welche Bauart Sie setzen, liegt ganz bei Ihnen.

Welche Farbe fürs Ladekabel?

Ob Sie sich ein Ladekabel in schlichtem Schwarz, fröhlichem Hellblau, quietschigem Neongelb oder einer ganz anderen Farbe holen, ist Ihnen überlassen. Einen Vorteil haben bunte Kabel aber: Sie sind leicht erkennbar und vermeiden so vielleicht den ein oder anderen Stolperer.

Das kosten aktuelle Ladekabel fürs E-Auto.

Die Preise für ein Elektroauto-Ladekabel liegen im Mittel zwischen 150 und 500 €, je nach Hersteller, Länge und Steckertyp.

Fragen und Antworten rund ums Ladekabel für ein Elektroauto.

Fragen und Antworten.

Kann das Elektroauto-Ladekabel während des Ladevorgangs gestohlen werden?

Wie lange dauert das Aufladen eines Elektroautos?

Welches Ladekabel für Elektroautos ist das gängigste?

Kann ich mit einem Typ-2-Ladekabel mein Fahrzeug an allen Ladestationen aufladen?

Muss ich mir ein Elektroauto-Ladekabel selbst besorgen?

Wissenswertes zur Elektroauto-Förderung.

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