Energiekosten sparen

Stromverbrauch im 1-Personenhaushalt (60 qm): Tipps und Tricks für weniger Verbrauch und Kosten.

Wie hoch sind in einem 1-Personenhaushalt die Stromkosten? Wie setzen sich diese Kosten zusammen? Und wo gibt es Einsparpotenzial? Wir zeigen es Ihnen – am Beispiel von Maike.

Stromverbrauch 1 Person Haushalt

Als Single ist Maike vor etwas über einem Jahr in eine hübsche 60-qm-Wohnung gezogen. Jetzt bekam sie die erste Jahresabrechnung ihres Stromanbieters. Maike kann nicht so recht einschätzen, ob sie mit ihrem Stromverbrauch im Normbereich liegt. Wie hoch ist denn der typische, durchschnittliche Stromverbrauch im 1-Personenhaushalt von 60 qm überhaupt? Gibt es Geräte in Maikes Wohnung, die für einen zu hohen Stromverbrauch sorgen? Mit unseren Tipps kann sie ganz bestimmt Energiekosten senken.

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Realistischer Stromverbrauch eines Einpersonenhaushalts (60 qm).

Stromverbrauch 1 Person Haushalt

Schritt für Schritt den Stromverbrauch optimieren.

Maikes Stromverbrauch liegt der Jahresabrechnung zufolge bei etwa 2.100 Kilowattstunden (kWh). Damit liegt sie leicht über dem Schnitt für einen 1-Personenhaushalt ohne Durchlauferhitzer. Schauen wir einmal, wie wir Maike beim Stromsparen helfen können!

Das Wohnzimmer: Stromverbrauch von Fernseher, Musikanlage und Co.

Stromverbrauch 1 Person Haushalt Fernseher Musikanlage

Maike arbeitet seit einem Jahr bei ihrem neuen Arbeitgeber. Dort und auch im Sportverein hat sie schnell Anschluss gefunden, weshalb sie abends öfters mit Freunden unterwegs ist. Sie verbringt nicht allzu viel Zeit vor dem Fernseher. Obwohl das gute Stück ein echter Hingucker ist! Den riesigen 55-Zoll-TV hat Papa ihr zum Einzug geschenkt. Und obwohl er die Energieeffizienzklasse A+++ besitzt, verbraucht er immer noch mehr als doppelt so viel Strom wie ein kleineres Gerät mit 32-Zoll-Diagonale.

Große Fernseher verbrauchen mehr Strom.

Die Größe eines Fernsehers wirkt sich stärker auf den Stromverbrauch aus als die spezifische Energieeffizienz des Geräts. Es ist also oft so, dass ein großer A+++-Fernseher trotzdem mehr Strom verbraucht als ein kleiner Fernseher, der nur die Energieeffizienz A besitzt. Wer statt zu 55 Zoll zu 42 Zoll greift, spart um die 30 € im Jahr.

Nicht nur der Fernseher, auch eine Streaming-Box und ein kleines Hi-Fi-System sind in Maikes Wohnzimmer angeschlossen. Die sind Tag und Nacht eingesteckt. Was Maike nicht ahnt: Auch ausgeschaltet verbrauchen die Geräte viel Strom, solange sie sich im Stand-by-Betrieb befinden.

Stand-by ausschalten.

Nutzen Sie für Ansammlungen von Geräten – wie z. B. bei Ihrer Multimedia-Wand oder der Hi-Fi-Anlage – Mehrfach-Steckdosenleisten zum Abschalten. Solche Mehrfachsteckdosen gibt es auch mit eingebautem Überspannungsschutz.

Das Arbeitszimmer: Stromverbrauch von PC, Monitor, Drucker, Boxen.

Stromverbrauch 1 Person Haushalt Pc Monitor Drucker

In Maikes Wohnung ist ihr Schlafzimmer gleichzeitig auch das Arbeitszimmer, denn hier steht ihr Computer. Ab und zu erledigt sie Dinge für ihre Arbeit von zu Hause aus. Ob man hier noch etwas Strom einsparen kann? Aber klar!

Energiesparmodus nutzen, Helligkeit herunterregeln.

Die meisten Computer bieten einen Energiesparmodus an. Diesen kann man in den Einstellungen seines Computers aktivieren und zusätzlich verschiedene Optionen anpassen, z. B., nach welcher Zeit der Inaktivität der Monitor ausgeschaltet werden soll. Ebenfalls über den Energiesparmodus oder aber auch manuell am Monitor lässt sich die Helligkeit des Bildschirms herunterregeln. Denn meist ist eine sehr hoch eingestellte Helligkeit gar nicht notwendig.

Und natürlich gilt auch am Computer: Stand-by vermeiden und den PC mitsamt seiner Peripheriegeräte am besten per Mehrfachsteckdose ausschalten, wenn man fertig ist.

Die Küche: Stromverbrauch von Kühlschrank, Gefrierschrank, Gefriertruhe.

Stromverbrauch 1 Person Haushalt Küche

Maike ist es sehr wichtig, sich gesund zu ernähren. Oft kocht sie vor und nimmt sich etwas für das Mittagessen mit auf die Arbeit. Und am Wochenende versucht sie sich mit ihrem Mixer an allerlei leckeren Smoothie-Kreationen. Wir würden gerne mal zum Probieren kommen – aber zuerst gibt’s ein paar Stromspartipps für die Küche:

Kühlschrank und Co. richtig befüllen.

Durch richtiges Befüllen lässt sich der Stromverbrauch der Geräte verringern: Ein Kühlschrank arbeitet am effizientesten, wenn er voll ist – denn jedes heruntergekühlte Produkt kühlt die anderen Produkte passiv mit – der Kühlschrank muss dann weniger Wärmetausch betreiben. Und bei Gefriertruhen ist es ideal, den Inhalt so tief wie möglich einzulagern, denn dort befinden sich die kältesten Luftschichten.

Weitere Tipps.

  • Bevorzugen Sie beim Neukauf Geräte der Energieeffizienzklasse A++ oder A+++.
  • Tauen Sie regelmäßig das Gefrierfach ab: Jeder Millimeter Reifschicht erhöht den Energieverbrauch um etwa 6 %.
  • Halten Sie den Kühlschrank auf 6 bis 7 °C. Jeder Minusgrad mehr erhöht den Stromverbrauch um etwa 10 %.


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Die Küche: Stromverbrauch von Herd und Backofen.

Stromverbrauch 1 Person Haushalt Herd Backofen

Natürlich bieten auch die anderen Haushaltsgeräte in der Küche eine Menge Einsparpotenzial. Herd und Backofen zum Beispiel.

Stromsparen mit Restwärme, Deckel, Schnellkochtopf und Co.

Wenn Sie beim Kochen konsequent einen Deckel verwenden, sparen Sie rund 25 % Energie ein. Ein Schnellkochtopf schafft es sogar, bis zu 30 % weniger Energie zu verbrauchen.

Versuchen Sie zudem, den Herd oder Backofen 10 bis 15 Minuten früher auszuschalten. Die Resthitze reicht oft aus, um das Gericht fertig zu garen.

Weitere Tipps.

  • Die Auflagefläche von Töpfen und Pfannen sollte der Kochfeldgröße entsprechen.
  • Beim Backen besser Umluft statt Ober-Unterhitze nutzen (spart 20 % Strom).
  • Erhitzen Sie Wasser mit dem Wasserkocher statt per Topf auf der Herdplatte.

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Die Küche: Stromverbrauch des Geschirrspülers.

Stromverbrauch 1 Person Haushalt Geschirrspüler

Als Maike in die neue Wohnung gezogen ist, hat sie sich besonders über den bereits verbauten Geschirrspüler gefreut. Nie wieder von Hand abwaschen! Wir haben ein paar Tipps parat, damit der Geschirrspüler auch im Single-Haushalt möglichst effizient läuft:

Je voller, desto besser.

Sie sollten die Maschine immer erst starten, wenn diese voll beladen ist. Damit verringern Sie die Waschzyklen, sparen aktiv Wasser und Strom und müssen obendrein seltener ein- und ausräumen. Wenn Sie dringend sauberes Geschirr benötigen, Ihre Maschine aber noch nicht voll ist, waschen Sie es von Hand ab – dann aber bitte nicht unter laufendem Wasser.

Weitere Tipps.

  • Wenn vorhanden, benutzen Sie das Energiesparprogramm Ihres Geschirrspülers.
  • Verzichten Sie auf das Vorspülen des Geschirrs unter warmem Wasser.
  • Platzieren Sie stark verschmutztes Geschirr unten, dort ist der Sprühdruck höher.


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Das Bad: Stromverbrauch von Waschmaschine und Wäschetrockner.

 

Ob im Bad, im Hauswirtschaftsraum oder im Keller: Die geballte Power an Geräten zum Wäschewaschen und -trocknen beeinflusst den Stromverbrauch enorm.

Maikes Waschmaschine ist ziemlich in die Jahre gekommen – sie verbraucht zu viel Strom. Kurzfristig hilft Waschen mit niedrigen Temperaturen, langfristig aber nur ein Austausch.

Niedrige Waschtemperaturen, hohe Ersparnis.

Es lohnt sich, bei niedrigen Temperaturen zu waschen. Denn auch bei energiesparenden 30 bis 40 °C werden die meisten Verschmutzungen mühelos entfernt. Geht man bei einer Waschtemperatur von 60 °C von 100 % Stromverbrauch aus, so verbraucht man bei einer 30-°C-Wäsche über zwei Drittel weniger Strom, nämlich nur etwa 30 %. Mit 40 °C sind es 50 % und beim Einsatz einer 90-°C-Wäsche über 150 %.

Weitere Tipps.

  • Waschen Sie erst, wenn sich genügend Schmutzwäsche angesammelt hat.
  • Nutzen Sie ein eventuell vorhandenes Energiesparprogramm der Waschmaschine.
  • Spezielle Maschinen können direkt an das Warmwasser angeschlossen werden.

Maike hat sogar einen alten Wäschetrockner. Der läuft noch nach dem Kondensationsprinzip und ist ein richtiger Stromfresser.

Frische Luft bei den Wäschetrocknern.

Seit wenigen Jahren sind moderne Wärmepumpentrockner auf dem Vormarsch. Insbesondere, wenn Sie im Besitz eines älteren Kondensationstrockners oder Ablufttrockners sind, kann sich ein Austausch rasch rechnen. Manche Wäschetrockner neuerer Generationen besitzen auch Feuchtigkeitssensoren. Diese sind besonders effizient, denn sie trocknen die Wäsche nur so weit, wie Sie es wünschen.

Weitere Tipps zum Wäschetrockner.

  • Voll beladen arbeitet auch ein Wäschetrockner am effizientesten.
  • Wählen Sie eine hohe Schleuderzahl. Dadurch wird die Wäsche schneller trocken.
  • Umweltfreundliche Alternative: Wäsche im Sommer einfach auf der Leine trocknen.

Mit 100 % Ökostrom das Klima schützen und sparen:

Wie viel Strom verbrauche ich?

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Das Bad: Stromverbrauch des Boilers.

Stromverbrauch 1 Person Haushalt Boiler

Maike besitzt keinen Durchlauferhitzer (manchmal sagt man auch Heißwasserspeicher oder Boiler dazu). Gut für Maike – denn solche Geräte nutzen Strom zur Aufbereitung von Warmwasser, und davon jede Menge.

Die Isolierung macht’s.

Wer im Besitz eines Heißwasserspeichers ist, sollte sicherstellen, dass dieser ausreichend isoliert ist. Gerade ältere Geräte besitzen häufig eine schlechte Isolierung. Dann gibt das erhitzte Wasser seine Wärme zu schnell an die Umgebungsluft ab. Prüfen Sie am besten, ob sich eine verbesserte Isolierung oder vielleicht ein Austausch des Geräts lohnt.

Weitere Tipps.

  • Senken Sie die voreingestellte Wassertemperatur.
  • Schalten Sie das Gerät bei Nichtnutzung vollständig aus.

Die Wohnung: Stromverbrauch Licht.

Stromverbrauch 1 Person Haushalt Licht

Kommen wir zum Licht. Obwohl es einen nicht ganz so großen Teil des Stromverbrauchs eines Einpersonenhaushalts ausmacht, lässt sich auch hier eine Menge Strom einsparen.

Die einfache Idee: Einfach LED.

Die Lichttechnik hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Heute sind moderne LED-Lampen nicht nur sparsam, sondern sie schaffen auch gemütliches, wohnliches Licht. Dabei sind der eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt: Indirekte Beleuchtung, Spotlights oder die Verwendung von Farben sind ebenso leicht umzusetzen wie die Steuerung per Smart Home.

Weitere Tipps.

  • Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie einen Raum verlassen.
  • Dimmen Sie Ihr Licht, wenn Sie nicht die volle Helligkeit benötigen.

Im ENTEGA-Energiespar-Shop finden Sie verschiedene interessante LED-Lampen und Lichtlösungen.

Maike weiß nun, wie sich die Stromkosten ihres 1-Personen-Haushalts zusammensetzen und bei welchen Verbrauchern sie Strom sparen kann.

Stromfresser identifizieren per Strommesser.

Wer es ganz genau wissen möchte, greift zu einem Strommessgerät und schaltet es zwischen einzelne Haushaltsgeräte und Steckdose. Ein solches Messgerät ist in der Lage, den exakten Verbrauch und sogar die genau verursachten Stromkosten zu ermitteln. Strommessgeräte kann man häufig kostenlos leihen, z. B.  bei Verbraucherzentralen oder in den Entega Points.

Übrigens: Würde Maike all unsere Tipps auf einmal umsetzen, könnte sie rund 200 € jährlich einsparen.

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1Berechnungsgrundlage:

CO2-Ersparnis durch Ökostrom: 476 g/kWh (Quelle: BDEW), durchschnittlicher Stromverbrauch eines 4-Personenhaushalts: 5.009 kWh/Jahr (Quelle: Energieagentur.NRW)

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