Solarenergie

Solaranlage Pflicht: Zeitpunkt und regionale Regelungen.

Klima verpflichtet: Alle Entwicklungen zur gesetzlich geplanten Solar-Pflicht.

Wird Photovoltaik Pflicht?

  • 89 % der für Solaranlagen geeigneten Dachflächen in Deutschland sind ungenutzt.
  • Dass eine bundesweite Solarpflicht kommen wird, gilt bereits als sicher.
  • Zurzeit regelt jedes Bundesland die Pflicht, Solaranlagen nachzurüsten, anders. Wir geben einen Überblick.
  • Kosten-Check: Das kostet eine Solaranlage.
  • Wie Sie mit Förderungen und einer Solaranlage zur Miete für die Solarpflicht gerüstet sind.
Solaranlage Pflicht: Zeitpunkt und regionale Regelungen

Inhalt dieser Seite:

  1. Ausgangssituation
  2. Bundesländer im Solarpflicht-Check
  3. Kosten durch die Solaranlagen-Pflicht
  4. Förderungen nutzen
  5. Solaranlage mieten statt kaufen

Jetzt für die Solarpflicht bereit machen.

Zum Solarrechner

Die Ausgangssituation.

Inzwischen hat es sich herumgesprochen: Der Klimawandel ist in vollem Gange und weltweit eine Bedrohung für Flora, Fauna und auch für uns Menschen. Hauptgrund: Die Förderung und Nutzung fossiler Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle stößt unweigerlich schädliche CO2-Emissionen aus, die sich kaum oder nur mit einigem Aufwand ausgleichen lassen (ENTEGA z. B. setzt für den Ausgleich seines Ökogases auf Waldschutzprojekte). Die langfristige Lösung lautet deshalb, fossiler Energie den Rücken zu kehren und voll auf regenerative Energien wie Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie zu setzen.

Die Maßnahmen der Politik.

Damit die Energiewende so rasch wie möglich gelingt, versucht die Politik, der Wirtschaft und uns privaten Verbrauchern mit gesetzlichen Klimaschutzmaßnahmen ein bisschen „Feuer unterm Kessel“ zu machen. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass allein gutes Zureden nicht ausreicht. Schließlich möchte die Bundesregierung bis 2030 ganze 80 % des benötigten Stroms aus erneuerbaren Energien gewinnen. Die Photovoltaik-Leistung in Deutschland soll im gleichen Zeitraum von aktuell ca. 50 Gigawatt auf etwa 200 Gigawatt steigen. Die Realität aber zeigt, dass aktuell 89 % der für Solaranlagen geeigneten Dachflächen in Deutschland ungenutzt sind.*
* Nach einer Analyse von EUPD Research.

Ein Teil der Lösung: Die Solarpflicht.

Die „solare Baupflicht“ (umgangssprachlich auch Solaranlagenpflicht oder kurz Solarpflicht genannt) ist ein Teil der angeregten Klimaschutzmaßnahmen, mit denen die Energiewende gelingen soll. Mit ihr sollen Eigentümer von Neubauten oder Bestandsbauten zur Installation von Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen verpflichtet werden. Der 2022 geschlossene Koalitionsvertrag der Bundesregierung hält dazu fest, dass „alle geeigneten Dachflächen künftig für die Solarenergie genutzt werden sollen. Bei gewerblichen Neubauten soll dies verpflichtend, bei privaten Neubauten soll es die Regel werden.“

Das kostet eine PV-Komplettanlage mit Speicher.

PV-Kosten berechnen

Gibt es bereits eine Solarpflicht? Die Bundesländer im Check.

Die genauen Bestimmungen zur Solaranlage-Pflicht regelt aktuell noch jedes Bundesland individuell. Einige Länder wie Baden-Württemberg und Berlin haben hierzu bereits Gesetze erlassen, in anderen Bundesländern wiederum geschah bisher noch gar nichts. Ein Überblick:

Solaranlage-Pflicht: Das gilt aktuell in Baden-Württemberg.

  • Gewerbliche Neubauten: Bereits seit 1. Januar 2022 müssen in Baden-Württemberg neu errichtete, gewerblich genutzte Gebäude über Solaranlagen verfügen. 
  • Private Neubauten: Für neue Wohngebäude gilt in Baden-Württemberg seit 1. Mai 2022, dass sie über Photovoltaikanlagen verfügen müssen. 
  • Dachsanierungen: Wer das Dach eines bestehenden Gebäudes nach dem 1. Januar 2023 saniert, muss in Baden-Württemberg eine Solaranlage nachrüsten.

Solaranlage-Pflicht: Das gilt aktuell in Berlin.

  • Gewerbliche Neubauten: Neu errichtete Gewerbegebäude müssen in Berlin ab 1. Januar 2023 Solaranlagen installiert haben.
  • Private Neubauten: In Berlin muss ab 1. Januar 2023 eine Solarthermie- oder PV-Anlage Teil des Gebäudes sein – entweder auf dem Dach oder an der Fassade. 
  • Dachsanierungen: Alle ab 1. Januar 2023 durchgeführten Sanierungen von Dächern müssen mit der Montage von Solaranlagen kombiniert werden.

Solaranlage-Pflicht: Das gilt aktuell in Hamburg.

  • Gewerbliche Neubauten: Die Solar-Pflicht gilt in Hamburg für gewerbliche Neubauten ab 1. Januar 2023.
  • Private Neubauten: Auch neu errichtete Privathäuser müssen in Hamburg ab 1. Januar 2023 über Solartechnik verfügen. 
  • Dachsanierungen: Die Pflicht zur Installation einer PV-Anlage gilt für Dachsanierungen in der Hansestadt erst ab 2025.

Solaranlage-Pflicht: Das gilt aktuell in Schleswig-Holstein.

  • Gewerbliche Neubauten: Bereits mit Beginn des Jahres 2022 müssen auf neuen Gewerbeeinheiten in Schleswig-Holstein Solaranlagen installiert werden.  
  • Private Neubauten: Eine Regelung für neu gebaute Wohnhäuser steht in Schleswig-Holstein noch aus.
  • Dachsanierungen: Ob und wie in Schleswig-Holstein Dachsanierungen von einer Solar-Pflicht betroffen sein werden, ist momentan noch nicht entschieden.

Solaranlage-Pflicht: Das gilt aktuell in Niedersachsen.

  • Gewerbliche Neubauten: Seit Anfang 2022 müssen gewerbliche Neubauprojekte in Niedersachsen die Installation von PV-Anlagen berücksichtigen.
  • Private Neubauten: Für in Niedersachsen geplante neue Wohnhäuser greift die Solarpflicht ab 2025.
  • Dachsanierungen: Eine Regelung zur Solaranlagenpflicht für Sanierungsprojekte auf Dächern ist in Niedersachsen aktuell noch nicht getroffen worden.

Solaranlage-Pflicht: Das gilt aktuell in Bremen.

  • Gewerbliche Neubauten: Aktuell wird für Bremen eine Solarpflicht für neue Gewerbegebäude ab 2023 diskutiert. 
  • Private Neubauten: Genau wie für gewerbliche Neubauten soll zum Jahr 2023 eine Solarpflicht in Bremen auch für Privatgebäude eingeführt werden. 
  • Dachsanierungen: Ob es in Bremen eine Solaranlagenpflicht für sanierte Dächer geben wird, ist momentan noch nicht entschieden.

Solaranlage-Pflicht: Das gilt aktuell in Hessen.

  • Gewerbliche Neubauten: Aktuell ist in Hessen keine Solarpflicht für gewerbliche Gebäude geplant. 
  • Private Neubauten: Für neue Wohngebäude ist in Hessen bisher keine Pflicht zur Errichtung von Photovoltaik-Anlagen angedacht. 
  • Dachsanierungen: Hessen hat aktuell keine Pläne zur Umsetzung einer Solarpflicht für Dachsanierungen verkündet.

Solaranlage-Pflicht: Das gilt aktuell in Bayern.

  • Gewerbliche Neubauten: In Bayern laufen Diskussionen zur Solarpflicht für neue Gewerbegebäude. Eine Entscheidung steht noch aus. 
  • Private Neubauten: Die Regelung einer Solarpflicht für neue Wohnhäuser wird in Bayern aktuell diskutiert.
  • Dachsanierungen: Bayern hat zur Zeit noch keine Pläne für eine Solarpflicht auf sanierten Dächern. Dies wird aktuell geprüft.

Solaranlage-Pflicht: Das gilt aktuell in Sachsen.

  • Gewerbliche Neubauten: In Sachsen wird eine künftige PV-Pflicht für neu errichtete Gewerbebauten aktuell geprüft. 
  • Private Neubauten: Die Diskussion um eine Solarpflicht in Sachsen findet auch für Wohngebäude statt.
  • Dachsanierungen: Ob es zu einer Solaranlagenpflicht bei Dachsanierungen kommt, steht in Sachsen momentan zur Diskussion.

Über die Regelungen aller weiteren Bundesländer zur Solarpflicht ist aktuell nichts bekannt.

Wie viel Solarstrom lässt sich erzeugen?

Solarertrag berechnen

Kosten der Solaranlagen-Pflicht für Bauträger.

Ob gewerblicher Bauträger oder Bauherr eines Eigenheims: Die Solarpflicht ist zwangsläufig mit Mehrkosten verbunden. Für die Planung, den Kauf der Solarmodule und die Installation einer Photovoltaikanlage samt Inbetriebnahme müssen etwa 10.000 € bis 20.000 € eingeplant werden. Soll zusätzlich ein Stromspeicher verbaut werden, erhöhen sich die Kosten um weitere 10.000 € bis 20.000 €. Zwar kann die gesetzliche Einspeisevergütung dabei helfen, einen Teil des selbst erzeugten Stroms zu Geld zu machen, wenn dieser ins öffentliche Netz eingespeist wird. Dennoch bleiben die Investitionskosten hoch. Doch es gibt Wege, die Kosten abzufedern.

Drei Optionen, mit denen man die Mehrkosten einer Solarpflicht abfängt.

1. Staatliche Förderungen nutzen.

Wer ein energieeffizientes Wohngebäude bauen oder sanieren möchte, dem stehen mit den KfW-Förderprogrammen Erneuerbare Energien 270 und Wohngebäude Kredit 261, 262 sowie mit der neu entwickelten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) attraktive staatliche Unterstützungen in Form zinsgünstiger Kredite und Zuschüsse zur Verfügung.

2. Förderungen des Stromanbieters mitnehmen.

Es kann sich lohnen, beim eigenen Stromanbieter nach Förderungen rund um die neue Solaranlage zu fragen. Bei ENTEGA fördern wir beispielsweise den Einbau eines Stromspeichers mit 400 . Auch ein Zählertausch (150 €), die Modernisierung der Zählerschrankanlage (750 €) oder der Einbau einer Solarthermie-Anlage (100 €) werden von uns bezuschusst. Zu den ENTEGA Fördermitteln.

3. Solaranlage mieten statt kaufen.

Wer von der Solaranlage-Pflicht bei Neubau betroffen ist, kann die hohen Investitionskosten umgehen, indem er sich für eine Solaranlage zur Miete entscheidet. Mit ENTEGA Solarstrom komplett bieten wir eine Solar-Komplettanlage zur monatlichen Miete schon ab 136 € an. Darin enthalten sind Technik, Planung, Installation, Wartung, Versicherung und Reparaturen. Optional bieten wir zudem einen Stromspeicher zur Miete an.

Solaranlage mieten statt kaufen.

ENTEGA Solarstrom komplett

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