14. Juli 2016
Energie sparen

Wie die Zukunft mit der Ökostrom-Umlage gemeinsam gestemmt wird.

Seit ihrer Einführung mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist die Ökostrom-Umlage fast ausnahmslos angestiegen. Warum brauchen wir dieses Förderinstrument überhaupt – und wird es noch teurer?

Ökostrom Umlage 2016
„Das Ziel unserer Gesellschaft ist es, in Zukunft einen möglichst großen Anteil unserer Stromversorgung mit Ökostrom abzudecken“, sagt Gerhard Stryi-Hipp, Leiter Energiepolitik am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg. Daran besteht kein Zweifel, denn wir alle wollen ja saubere Luft und eine intakte Umwelt. Wenn wir weiter den Großteil unseres Stroms aus fossilen Energieträgern wie Öl oder Kohle gewinnen, schaffen wir das aber nicht. Doch wo ist nun eigentlich das Problem? Bauen wir doch einfach die erneuerbaren Energien aus – dann ist alles gut. Der Haken dabei ist: Dieser Ausbau passiert leider nicht von selbst. Der Ausbau von erneuerbaren Energien sowie der regenerativen Stromerzeugung, allen voran seiner prominentesten Vertreter Photovoltaik und Windkraft, kostet viel Geld und trägt sich wirtschaftlich auch nicht auf Anhieb von selbst.

Was ist die Ökostrom-Umlage?

Damit der Ausbau trotz dieser Hürde vorankommt, beschloss die Bundesregierung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine Vergütung für grün produzierten Strom. Mit diesem für Strom aus den einzelnen erneuerbaren Energien unterschiedlich hohen festen Zuschuss sollte der wirtschaftliche Betrieb von Wind- und Sonnenkraftwerken sichergestellt werden. Und was ist jetzt die Ökostrom-Umlage? Die Kosten für das gesellschaftliche Ziel des Ausbaus der erneuerbaren Energien inklusive der dafür nötigen Zuschüsse werden auf alle Verbraucher umgelegt – und das nennen wir Ökostrom-Umlage. Seit ihrer Einführung ist die Ökostrom-Umlage, bis auf eine Ausnahme, kontinuierlich gestiegen. 2016 liegt sie bei 6,354 Cent pro Kilowattstunde. Profitieren die Energieversorger von der Ökostrom-Umlage? Nein, denn die Ökostrom-Umlage wird von den Stromanbietern nur eingesammelt – sie behalten sie nicht. Die eingesammelten Gelder werden den Betreibern von Photovoltaik-Anlagen und Windrädern als Fördergelder ausgezahlt.

Wird die Umlage noch weiter steigen?

Der Anstieg der Ökostrom-Umlage hängt von mehreren Komponenten ab. Eine Ursache ist etwa der Erfolg des EEGs: Seit seiner Einführung ist der Anteil von erneuerbaren Energien in Deutschland deutlich angestiegen. Mehr Erneuerbare bedeuten mehr Kosten, so weit, so klar. Aber muss die Ökostrom-Umlage immer weiter steigen? Nein, „ein leichtes Ansteigen in den kommenden Jahren ist zwar nicht ganz auszuschließen, langfristig gesehen werden wir aber ein Zurückgehen der Ökostrom-Umlage beobachten“, erklärt Fraunhofer-Mann Stryi-Hipp. Das derzeitige Hoch liege nämlich nicht nur am Erfolg des Ausbaus, sondern auch an dem aktuellen Niedrigpreis für Strom an der Strombörse und Befreiungen von der Umlage für bestimmte Industriezweige.

Welche Faktoren beeinflussen die Ökostrom-Umlage?

Der Zusammenhang geht hier so: Die Höhe der Ökostrom-Umlage wird in erster Linie durch die Anzahl der geförderten Anlagen bestimmt. Das sind sehr viel mehr Anlagen, als bei der Verabschiedung des Gesetzes erwartet wurde. Sie erhalten für den von ihnen produzierten Strom einen per Gesetz festgelegten Preis. Dieser Preis ist zurzeit teurer als der Strompreis an der Börse. Damit den Netzbetreibern, die verpflichtet sind, den Ökostrom abzunehmen, dadurch kein Nachteil entsteht, gleicht die Ökostrom-Umlage diese Preisdifferenz aus.

Ebenfalls Einfluss auf die Höhe der Umlage hat, dass nicht jeder Stromverbraucher den gleichen Beitrag zur Ökostrom-Umlage leistet. Einige Industriezweige, die besonders viel Strom verbrauchen, sind von der Ökostrom-Umlage befreit. So soll ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt erhalten werden. Ein Punkt, der umstritten ist, aber in jedem Fall ein Faktor, der die Umlage steigen lässt. „Denn je kleiner die Zahl der Stromverbraucher ist, auf die man die Gesamtkosten umlegen kann, desto höher ist der Betrag für den einzelnen“, rechnet Stryi-Hipp vor.

Wie geht es in Zukunft weiter?

Einen noch weiter sinkenden Börsenpreis für Strom oder eine Ausweitung der Befreiungen von der Ökostrom-Umlage für die Industrie und damit einen weiteren starken Anstieg der Ökostrom-Umlage hält der Fraunhofer-Experte aber für kaum vorstellbar. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, setzt ganz einfach auf einen Tarif wie den ENTEGA Ökostrom fix 24. Der garantiert den gleichen Strompreis für 24 Monate – und ist damit unabhängig von möglichen Erhöhungen der Ökostrom-Umlage oder anderen Steuererhöhungen. Stryi-Hipp denkt noch weiter in die Zukunft: Die festgelegten Vergütungen für die Einspeisung von grünem Strom werden über kurz oder lang auslaufen. Eine Photovoltaik-Anlage, die 2005 gebaut wurde und die für die Einspeisung ihres Stroms über 20 Jahre Zuschüsse erhält, erzeugt beispielsweise ab 2025 keine weiteren Kosten für die Umlage. „Und ab 2025 werden vermehrt Vergütungen auslaufen“, sagt Stryi-Hipp.

Entfallen wird die Ökostrom-Umlage nicht.

Doch auch wenn die Ökostrom-Umlage sinkt – ganz entfallen wird sie auf absehbare Zeit nicht. Bleibt noch die Alternative: seinen eigenen Ökostrom erzeugen. Zum Beispiel mit einer Solaranlage von ENTEGA. Wer hier die Investitionskosten scheut, muss nicht darauf verzichten: Sie lassen sich die Anlage von ENTEGA installieren, warten und bei Bedarf reparieren – und zahlen einfach eine monatliche Gebühr. Ganz einfach. Ist die Anlage allerdings größer als zehn Kilowatt – was für ein normales Hausdach explizit nicht gilt –, wird die Ökostrom-Umlage für Eigenverbrauch fällig. Momentan sind das noch 35 % der vollen Ökostrom-Umlage 2016, ab 2017 dann 40 %. Aber welche Anlage man auch wählt – gespart wird in jedem Fall und auch dem Klima tut man etwas Gutes.

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