23. Juni 2016
Nachhaltig leben

Die Renaissance der Elektromobilität.

Die Zeichen stehen gut: Während Forschung und Industrie daran arbeiten, den Preis für Elektroautos zu drücken, präsentieren Modellregionen bundesweit, wie die Zukunft der Elektromobilität aussehen könnte.

Elektromobilität Deutschland
Die Idee, ein Fahrzeug mit einem Elektromotor anzutreiben, ist sehr alt – oder anders ausgedrückt: zeitlos gut. Bereits 1897 prognostizierte der Präsident des Mitteleuropäischen Motorwagen-Vereins in Berlin den Elektroautos eine große Zukunft: „[…] die glatte Asphaltfläche der großen Städte wie auch die Straßenschiene (wird) von mit Sammlerelektrizität getriebenen Wagen belebt sein.“ Wie wir alle wissen, kam es anders: Die Elektromobilität in Deutschland und weltweit erlebte um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert nur eine kurze Blütezeit. Nach 1912 nahm die Produktion von Elektrofahrzeugen rapide ab. Die E-Autos waren zwar nie ganz weg, aber auf breiter Front setzte sich letztendlich der Verbrennungsmotor als Hauptantrieb für Automobile durch.

Bezahlbarkeit und sichtbarer Nutzen bringen Erfolg.

Nun, mehr als 100 Jahre später, setzt die Elektromobilität zu ihrer Renaissance an. Um den Klimawandel zu bremsen, brauchen wir eine Mobilität, die weniger, am besten aber gar keinen CO2-Ausstoß aufweist. Sofern der verfahrene Strom grün, also mittels alternativer Energien, erzeugt wurde und man die Produktion der Fahrzeuge großzügig ausklammert, ist das für Elektroautos und andere strombetriebene Gefährte der Fall. Dazu kommt, dass die Elektromobilität keine Feinstaubemissionen erzeugt und auch deutlich weniger Lärm verursacht. Die Argumente sind bekannt, aber sie allein werden der Elektromobilität in Deutschland und weltweit nicht zwangsläufig zum Durchbruch verhelfen. Für die breite Masse der Kunden zählt vor allem der Preis. Mit einigem Abstand dahinter kommt die Frage: Was nützt mir so ein E-Auto?

Elektromobilität Berlin
Das Schaufenster Elektromobilität Berlin-Brandenburg zeigt, was möglich ist

Während der Preis für ein Elektroauto zwar stetig fällt, aber laut einhelliger Meinung immer noch zu hoch ist, werden Nutzen und Vorteile der Elektromobilität in zahlreichen Projekten bundesweit präsentiert. In Berlin hat das Thema Elektromobilität seit 2010 verstärkt Fahrt aufgenommen. Diese Entwicklung gipfelte in der 2013 gestarteten und noch bis Ende des Jahres laufenden Initiative der Bundesregierung „Internationales Schaufenster Elektromobilität Berlin-Brandenburg“. In dem Public-private-Partnership-Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 83 Millionen € sind mehr als 100 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung aktiv.

Erstes Ziel: die Sichtbarkeit erhöhen.

Das vorläufige Fazit fällt laut Claudia Endter, der Sprecherin der Berliner Agentur für Elektromobilität emo, positiv aus: „Viele der Projekte haben sich verstetigt und werden auch nach Ende der Projektlaufzeit weiterverfolgt.“ Für den Erfolg spricht auch, dass das Schaufenster-Projekt in Berlin ein Jahr Verlängerung bekommen hat. Keine Selbstverständlichkeit und laut Endter ein klares Signal, dass in Berlin einiges richtig gemacht ist.

Elektromobilität Regensburg
Regensburg setzt auf Elektromobilität.

Die Sichtbarkeit der Elektromobilität zu erhöhen, ist auch das Ziel des E-Mobilitäts-Clusters Regensburg, der 2010 ins Leben gerufen wurde. „Die Stadt Regensburg hat beispielsweise ein Programm zur Förderung der Beschaffung von E-Taxis aufgelegt, der lokale Energieversorger REWAG hat eine sehr umfassende Ladeinfrastruktur errichtet und die Stadtwerke Regensburg werden ab Mitte des Jahres ein Carsharing mit E-Fahrzeugen starten“, sagt Clustermanager Uwe Pfeil. Dazu kümmere man sich darum, dass entsprechende technologische Forschungsprojekte gestartet werden. Pfeil ist felsenfest davon überzeugt, dass „die Elektromobilität unsere Zukunft bestimmen wird“.

Der Schlüssel zur Zukunft der Elektromobilität: Geduld.

Der Regensburger plädiert dabei aber vor allem für eines: Geduld. „Es ist erforderlich, dass die Preise der E-Fahrzeuge noch weiter sinken. Und es braucht eine ausreichende öffentliche Ladeinfrastruktur.“ Über Nacht werde das laut dem Clustermanager nicht passieren, aber aufzuhalten sei die Elektromobilität trotzdem nicht.

Unser Beitrag zur Elektromobilität.

Wie die Modellregionen für Elektromobilität in Deutschland leistet auch ENTEGA seinen Beitrag zu einer zeitgemäßen und klimaverträglichen Mobilität. Denn wenn alle an einem Strang ziehen, klappt die Umstellung auf Elektroautos vielleicht noch schneller. So unterstützt ENTEGA alle Kunden, die ein Elektroauto kaufen, mit 500 € Förderung. Und auch die Ladestation  für die eigene Garage wird mit 100 € gefördert. Im größeren Stil unterstützt ENTEGA sogar ganze Gemeinden bei dem Aufbau einer kompletten Ladeinfrastruktur, die Elektroautos mit Ökostrom versorgt. Und wer schon ein Elektroauto fährt, soll natürlich auch belohnt werden: Mit der ENTEGA Ladekarte kann an 7.500 Ladepunkten in ganz Europa für 25 € im Monat so oft und so lange getankt werden, wie man möchte. Die Zukunft kann kommen.

Weiterempfehlen:
RSS
    Bisher kein Kommentar vorhanden.
Hinterlassen Sie einen Kommentar
Auf einen Kommentar antworten
    • Bitte geben Sie einen Kommentar ein. Er muss aus mindestens 2 Zeichen bestehen.

    • Bitte geben Sie Ihren Namen ein.

    • Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an.

* Pflichtfelder

Abschicken