17. Juli 2014
ENTEGA Aktuell

World Wide Nachhaltigkeit: die besten Blogs im Juli.

Das Internet ist voll. So voll, dass man das Beste oft nicht findet. Wir durchforsten das Web deshalb nach genau diesem Besten und stellen Ihnen jeden Monat eine Auswahl unserer Fundstücke vor. Wetten, dass etwas dabei ist, das Sie schon immer wissen wollten?

Seegras – besser als Styropor?

Jörn Hartje beschreibt auf KarmaKonsum eine Art der Hausdämmung, die zugegeben auf den ersten Blick etwas abenteuerlich klingt. Statt Styropor oder Steinwolle nimmt er Seegras, das an den Küsten eingesammelt und getrocknet wird.

Die Methode sei eigentlich uralt, nur eben in Vergessenheit geraten: „Ein Dämmstoff direkt aus der Natur, den man nur aufsammeln muss, der nicht erst gegen Schimmel und Schädlinge behandelt zu werden braucht und auch nicht brennt. Ein Naturprodukt, das nicht angebaut werden muss und trotzdem in riesigen Mengen vorhanden ist, bisher sogar aufwendig entsorgt wird. Eine Ressource, bei der aus dem Vollen geschöpft werden kann, ohne der Natur zu schaden.“

Neben dem Text ist noch ein achtminütiger Film eingebunden, in dem der Bau eines modernen „Seetang-Hauses“ gezeigt wird – allerdings auf Dänisch.

So oder so: Wir finden, dieser Beitrag verdient ein „Daumen hoch!“. Schließlich führt uns der Autor damit vor Augen, welche ungeahnten Möglichkeiten die Natur für uns bereithält. Wir müssen nur hinschauen.

Mehr unter: www.karmakonsum.de

Wer selbst sehen will, wie aus nassen Seegrashaufen, die von den Wellen an den Strand geschubst werden, 100 % biologische Dämmstoffe entstehen, folge bitte diesem Pfad:
http://www.karmakonsum.de/2014/03/27/renaissance-seegras-ein-dammstoff-aus-der-natur/

30 Tage ohne Fleisch – ein Selbstversuch

Hut ab vor Carsten Bruns’ Selbstversuch. Er hat sich getraut, wovor die meisten zurückschrecken: eine fleischlose Ernährung. Dabei schlummert im Verzicht auf Fleisch ein unglaubliches Potenzial, die eigene CO2-Bilanz in den Keller zu drücken und so die Umwelt zu entlasten.

Auf seinem Blog beschreibt er den Versuch, 30 Tage als Vegetarier zu leben, also komplett auf Fleisch zu verzichten. Er erklärt, was er isst, beschreibt seine Erfahrungen in Restaurants und wie ihm die fleischlose Kost bekommt: „Gegen alles, was schwer im Magen liegt, wie Steaks und Pommes oder Gyros und Zaziki hat beinahe jedes vegetarische Gericht gewonnen. Im Grunde genommen fühlte ich mich also etwas leichter, weil die vegetarische Nahrung leichter zu verdauen ist.“

Aus 30 ursprünglich geplanten Tagen hat Carsten Bruns dann 60 gemacht. Was ihm das gebracht hat? Eine langfristige Umstellung seiner Ernährungsgewohnheiten. Nach seinem Selbstversuch fällt es ihm nun ganz leicht, mehr Gemüse und nur noch selten Fleisch zu essen.

Wer wissen möchte, wie so ein Selbstversuch aussehen kann, bitte hier entlang:
http://www.carstenbruns.de/30-tage-vegetarische-essen-erfahrungen-des-selbstversuchs/

Vielleicht motiviert Sie Carsten Bruns’ Beitrag ja zu einem eigenen Selbstversuch und Sie verabschieden sich auch von Gewohnheiten, die Sie schon lange gerne ändern würden.

Oder haben Sie etwa schon mal ein solches Projekt gewagt? Wir sind neugierig auf Ihre Erfahrungen.

Solarladegeräte fürs Handy

Sie sind auf einer 3-Tage-Wanderung und Ihr Handy macht schlapp, weil es einfach keinen Saft mehr hat? Und dabei würden Sie so gerne ein Bild vom Gipfel an Ihre Freunde schicken? Wir haben die Lösung gefunden! Oder besser: Andreas Kühl hat sie gefunden. In seinem Blog energy.net stellt er verschiedene Modelle von Solarladegeräten vor. Das sind kleine Kisten mit einem Photovoltaik-Modul, an die Handys, Tablets oder Smartphones angeschlossen werden können. Allerdings beschreibt Andreas Kühl keine etablierten Geräte, sondern brandneue von jungen Unternehmen, die gerade erst mittels Crowdfunding auf den Markt stürmen. Das heißt so viel wie: Die Entwicklung wird von Fans finanziert.

Ein wirklich gut aufbereiteter Blogeintrag, der technisch in die Tiefe geht und viele Fakten parat hält. Zudem ein Schaufenster, das zeigt, was moderne Technologien können und wie sie unser Leben erleichtern.

Mehr unter: www.energynet.de

Alle Infos finden Sie hier:
http://www.energynet.de/2014/05/05/neue-solar-ladegeraete-im-crowdfunding/

Und wer weiß, vielleicht haben Sie auf Ihrer nächsten Wanderung dann ja so eine kleine Ladekiste dabei? Über Bilder vom Gipfel freuen sich Ihre Freunde garantiert!

Welche Leistung braucht meine Wärmepumpe?

Zugegeben, in Martin Schlobachs Eintrag zur Auslegung von Wärmepumpen geht’s ganz schön ans Eingemachte. Wer sich allerdings ernsthaft mit der Anschaffung einer Wärmepumpe beschäftigt, kann in dem sehr gut aufgemachten Blog haustechnikverstehen.de einiges dazulernen.

Schlobach beschreibt detailliert, welche Werte und Kennzahlen für die Auslegung von Bedeutung sind, er erläutert Berechnungsformeln und führt Beispiele an. Begriffe wie Leistungszahl, hydraulischer Abgleich oder monovalenter Betrieb sollten allerdings geläufig sein oder zumindest sollten Sie den festen Willen haben, sich in die Materie einzuarbeiten.

Fazit: eine ziemlich professionelle Seite mit Tipps vom Fachmann. An anderer Stelle müssten Sie für die Fülle an Informationen und Auskünften sicherlich gut bezahlen. Martin Schlobach hingegen, natürlich Ingenieur, gibt sein Wissen gratis weiter. Das gefällt uns!

Zum Lernen und Rechnen bitte hier klicken:
https://www.haustechnikverstehen.de/berechnung-der-leistung-einer-waermepumpe/

Crowdfunding für Ökostrom

Was bedeutet der Begriff Crowdfunding? Was steckt dahinter und was habe ich damit zu tun? Diese Fragen klären Christiane Loch und ihre Mitstreiter in einem lesenswerten Eintrag auf oekoblog.info.

Zum Einstieg: „Junge Unternehmen sind häufig auf der Suche nach Investoren. Und Anleger suchen nach einer Möglichkeit, ihr Geld – mitunter auch kleinere Beträge ab 500 Euro – sinnvoll anzulegen. Seit einigen Jahren kennt man das Crowdfunding.“

Und was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Christiane Loch geht ausführlich auf die Plattform crowdEner.gy ein, auf der Anbieter und Finanziers von Erneuerbare-Energien-Projekten zusammenfinden.

Und weil Nachhaltigkeit nicht nur mit Ökologie zu tun hat, sondern auch mit sozialer Fairness, geht es in dem Beitrag auch um Crowdfunding für soziale Projekte – sowohl in Deutschland als auch in Entwicklungsländern.

Mehr unter: www.oekoblog.info

Klingt spannend? Zum vollständigen Beitrag kommen Sie hier:
http://www.oekoblog.info/crowdenergy-durch-crowdfunding-gruene-projekte-voran-treiben/

Vielleicht haben Sie ja selbst eine Idee für ein Unternehmen oder ein Produkt? Eines, von dem Sie denken, dass es die Welt voranbringt, aber das eben auch finanziert werden muss. Crowdfunding könnte die Lösung sein!

So weit unsere Blog-Highlights im Juli. Konnten wir Sie inspirieren? Oder haben Sie selbst einen Blogeintrag im Internet entdeckt, der der Welt nicht verborgen bleiben sollte? Wir freuen uns über Vorschläge, die unsere Reihe der besten Blogs ergänzen.

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