8. August 2014
ENTEGA Aktuell

World Wide Nachhaltigkeit: die besten Blogs im August.

Auch diesen Monat haben wir uns wieder auf die Suche nach den besten Blogs gemacht. Erfahren Sie unter anderem, was eine Samenkiste ist und wie Sie für 160 € im Jahr ein ganzes Haus heizen können. Und fürs Auge: Dessous, die ökologisch sind, aber gar nicht so aussehen. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie mal.

Möhrensamen aus dem Schrebergarten

Sie sind begeisterter Hobbygärtner und wollen die Samen für Ihre Pflänzchen nicht im Baumarkt kaufen? Dann könnte die Idee von Birgit Ittershagen-Hammer genau das Richtige für Sie sein!

Auf ihrem Blog Livona stellt sie den Samen-Ringtausch vor. Dazu hat sie eine Samenkiste gebastelt, die von Gärtner zu Gärtner weitergereicht wird und aus der jeder die Samen nehmen darf, die er gebrauchen kann. Im Gegenzug legt jeder überschüssige Samen aus seinen Vorräten hinein. Wie die Bloggerin für grünen Lebensstil darauf gekommen ist? „Viele Hobbygärtner, die ihre Jungpflanzen selbst aus Samen der letzten Ernte ziehen, verfügen meist über kleine Schätze, die es so nicht zu kaufen gibt. Natürlich werden in erster Linie selbst gezüchtete Samen weitergereicht, in jedem Fall aber gentechnikfreie.“

Und da es höchstwahrscheinlich in Ihrer Stadt noch keine Samenkiste gibt, sind Sie aufgefordert, doch selbst eine Samenkiste aus der Taufe zu heben.

Wie’s geht, lesen Sie hier: http://www.livona.de/samenspende-einmal-anders/

Sexy, aber fair

Der eher wortkarge „Lohas Blog“ lebt mehr von Bildern als von Buchstaben. Daher auch ohne großes Wortvorspiel direkt zum Inhalt des Blogbeitrags, den wir Ihnen zeigen möchten: Es geht um Damenunterwäsche! Dass die nicht immer hellblau, mit Blümchen drauf oder mausgrau sein muss, ist eh klar. Dass Höschen und BHs allerdings zu fairen Bedingungen produziert und dann auch noch zu mindestens 70 % aus Bio-Fasern bestehen, ist neu. Dass das Ganze dann auch noch lecker aussieht und nicht nach plüschiger Kaschemmendame, will der Online-Anbieter SexyFair mit seinem Angebot unter Beweis stellen.

Det Mueller, der Blogger hinter der Seite, der Bilder statt viel Text sprechen lässt, macht es genau richtig: Denn Damenunterwäsche will ja schließlich betrachtet und nicht besprochen werden.

Und nun auch hier genug der vielen Worte. Wer nicht glaubt, dass faire Ökounterwäsche einiges hermacht, mache sich selbst ein Bild: http://www.lohas-blog.de/2014/04/30/sexyfair-wie-der-name-schon-sagt/

Der klügste Bauer erntet die dicksten Kartoffeln

Es gibt ja Themen, bei denen man sich als Außenstehender zunächst fragen könnte, ob das wirklich besprochen werden muss. Im Fall des Blogbeitrags „Kartoffeln vorkeimen und lagern, oder gibt es einen Preis für den längsten Kartoffelkeim?“ von Ralf Roesberger könnte man so denken, wird jedoch schnell eines Besseren belehrt. Wer den Text liest, lernt eine Menge dazu und wird darüber hinaus auch einige Male laut lachen.

Ralf Roesberger schreibt in diesem Erfahrungsbericht sehr amüsant über das Thema Vorkeimen von Saatkartoffeln. Zugegeben, ein recht spezielles Thema, doch unter Gartenfreunden und Hobbybauern eines von größter Bedeutung. Zum Do-it-yourself oder neudeutsch „Selfen“ gehört eben auch das Anpflanzen von Lebensmitteln. Und wir Deutschen haben nun mal eine große eine Vorliebe für die Knolle.

Das Schöne und – wie wir finden – Lobenswerte an Ralf Roesbergers Blogeintrag ist, dass er sein Gartenwissen nicht für sich behält, sondern es bereitwillig teilt:

„Ich habe die Kartoffeln in luftdurchlässigen Säcken gelagert und alle paar Wochen bewegt, um das vorzeitige Keimen zu verhindern. Hat alles nicht geholfen“, schreibt er.

Wer mitfühlen will, wie der Hobbybauer und zukünftige Selbstversorger um seine Ernte trauert, weil diese keimt und keimt und keimt und die Erdäpfel zu nix mehr zu gebrauchen sind als zu Viehfutter, oder wer wissen will, wie man Kartoffeln richtig lagert, klicke bitte hier:

http://neulichimgarten.de/blog/gemueseanbau/kartoffeln-vorkeimen-und-lagern/

Heizen für 160 € pro Jahr

Timo Leukefeld stellt auf seinem Blog sein Haus vor, das zum einen energieautark ist, also ohne Netzanschluss auskommt, und zum anderen extrem sparsam im Energieverbrauch ist. Leukefeld hat als Ingenieur am Entwurf des Hauses, das er mit seiner Familie bewohnt, maßgeblich mitgewirkt.

Der Neubau ist ein Paradebeispiel dafür, was mit heute verfügbaren und bezahlbaren Technologien bereits möglich ist. Das 168 m² große Haus hat beispielsweise auf dem Dach 46 m² thermische Solarfläche. Damit wird Wasser erwärmt, um das Haus zu heizen und Warmwasser zu produzieren, zum Beispiel fürs duschen. Hinzu kommen acht kW Photovoltaik und Akkuspeicher mit einer Kapazität von 58 kWh. Beides ermöglicht die 100%ige Versorgung mit Strom.

Zum Staunen bitte hier entlang: http://blog.timoleukefeld.de/

Vielleicht ermutigt Sie die Lektüre ja selbst zu bauen – und dabei voll auf nachhaltige Technologien zu setzen?

Solaranlage und Batteriespeicher

Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach ist eine gute Sache. Sie liefert in der Regel genug grünen Strom für den Eigenbedarf. Doch nachts, wenn die Sonne „schläft“, bringt so eine Anlage gar nichts. Wie man als privater Stromerzeuger dieses Dilemma umgeht, erklärt Andreas Raetsch auf seinem Energieblog Niedersachsen.

Gelöst werden kann das Problem mit einem einfachen Batteriespeicher. Der lagert tagsüber Strom ein – nachts kann dieser dann abgerufen werden, schreibt Raetsch auf seinem gut aufbereiteten Blog. Die Anschaffung eines solchen Speichers werde übrigens großzügig gefördert, verrät Raetsch: „Bis zu 30 % der Anschaffungskosten für das Speichersystem werden bezuschusst.“

Der Blog gibt einen guten und leicht verständlichen Ein- und Überblick zum Thema Energiespeicher und ärgert den Laien nicht mit zu vielen Zahlen.

War Ihr Thema bei unserer Auswahl dabei? Falls nicht, sagen Sie uns, was Ihnen fehlt, und wir gehen auf die Suche nach einem passenden Blogbeitrag.

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