27. Oktober 2011
Familie Klimaschutz

Wir dürfen die Welt nicht gegen die Wand fahren

Interview mit Geschäftsführer Frank Dinter zu der ENTEGA-Aktion und dem Drei-Säulen-Modell „Wir waren lange Zeit ein Teil des Problems. Aber wir wollen ein Teil der Lösung werden.“ ENTEGA-Geschäftsführer Frank Dinter über ein Unternehmen, das die Messlatte hoch gelegt hat – und vom traditionellen Energieversorger zum klimaneutralen Energiedienstleister werden will.

Herr Dinter, wofür steht ENTEGA?

Das Unternehmen ist als regionaler Energieversorger gestartet und hat sich zum bundesweiten Anbieter entwickelt. Die Grundlage für unser Handeln bildet ein Geschäftsmodell, das konsequent auf Nachhaltigkeit setzt. ENTEGA hat sich daher schon früh für erneuerbare Energien entschieden. Bereits 2008, also lange vor der Energiewende in Deutschland, sind wir aus dem Vertrieb von Atomstrom ausgestiegen. Alle Bemühungen von ENTEGA dienen dem gleichen Ziel: Wir wollen unseren Beitrag zum Schutz des Klimas leisten.

Ausgerechnet ein Energieversorger will das Klima retten?

Ich sehe darin keinen Widerspruch. Ganz im Gegenteil: Energieversorger haben eine besonders große Verantwortung gegenüber dem Klima und damit auch für die Menschen. Man muss wissen, dass weltweit ungefähr ein Drittel der Treibhausgase auf das Konto der Energieversorgung geht, bei uns in Deutschland sogar fast die Hälfte. Wenn wir so weitermachen wie bisher, fahren wir die Welt gegen die Wand. Das dürfen wir nicht.

Wie setzen Sie diese Vision in konkretes Handeln um?

Wir haben dafür ein Drei-Säulen-Modell entwickelt:

  • CO2-Emissionen vermeiden mit Ökostrom und durch den Ausbau von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie. Allein auf diesem Feld investieren wir mit unserer Muttergesellschaft HSE bis 2015 über eine Milliarde Euro.
  • CO2-Emissionen vermindern durch Energieeffizienzmaßnahmen.
  • CO2-Emissionen, die sich nicht vermeiden lassen, durch geeignete Maßnahmen kompensieren. In unserem Fall sind dies langfristig angelegte Waldschutz- und Aufforstungsprojekten.

ENTEGA bezeichnet sich als Klimadienstleister – warum?

Weil wir weit mehr sind als nur ein Ökostromanbieter. Wir tragen in allen Energiebereichen Verantwortung für das Klima, wie das Drei-Säulen-Modell zeigt. Daraus erklärt sich unser gesamtes aktuelles Engagement.

Was meinen Sie damit konkret?

Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Wir bieten mittlerweile auch klimaneutrales Erdgas an. Dabei werden die Emissionen des gesamten Erdgas-Zyklus von der Förderung über den Transport bis zur Verbrennung kompensiert. Wir realisieren dies durch Aufforstungsprojekte in Kanada.

Was die Vermeidung von Kohlendioxid anbelangt, holen wir unsere Kunden ins gemeinsame Boot, indem wir sie auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz begleiten.

Das heißt, ENTEGA gibt konkrete Energiespartipps?

Damit meinen wir nicht nur Energiespartipps, die haben wir natürlich auch. Wir streben umfassendere Lösungen an, die nicht bei der Beratung enden, sondern die Konzepte auch praktisch umsetzen. ENTEGA tauscht zum Beispiel Heizkessel, dämmt Fassaden, installiert Solaranlagen. Auf Wunsch übernehmen wir auch energetische Komplettmodernisierungen. Bei ENTEGA kommt alles aus einer Hand. Das macht uns als Energiedienstleister unverwechselbar.

Warum suchen Sie Familie Klimaschutz gerade jetzt?

Worauf sollten wir noch warten? Darauf zu vertrauen, dass immer nur die anderen etwas tun, ist aus unserer Sicht ein Fehler. Die Energiewirtschaft muss sich selbst in die Pflicht nehmen – und wir von ENTEGA stellen uns dieser Verantwortung täglich.

Was bedeutet das ganz konkret für die Bewerber?

Wir werden unsere Familie Klimaschutz mehrere Monate lang begleiten. Das heißt, wir planen, realisieren und finanzieren alles, was unsere Experten empfehlen, um das angestrebte Ziel zu erreichen: Sowohl das Haus als auch der Haushalt von Familie Klimaschutz sollen für ein Jahr klimaneutral gestellt werden. Dies umfasst nicht nur die energetischen Maßnahmen am Gebäude, sondern wir betrachten auch den Alltag der Familie: Vom Frühstück über die Fahrt zur Arbeitsstätte bis hin zur Freizeitgestaltung. Wir wollen uns genau anschauen, wie Familie Klimaschutz lebt und was sie täglich konsumiert. Daraus entwickeln wir Vorschläge, die der Familie helfen, ihre CO2-Bilanz zu verbessern.

Was erwarten Sie von der Aktion „Familie Klimaschutz“?

Das Spannende an unserem Aufruf ist, dass sich viele Menschen daran beteiligen können. Auch wenn letztendlich nur eine Familie ausgewählt wird, können trotzdem alle die Fortschritte des Projektes mitverfolgen – und sich davon motivieren und inspirieren lassen. Wir alle wissen doch ganz genau: Einer allein kann zwar schon etwas bewirken, aber nur wenn viele mitmachen, lässt sich eine ganze Menge bewegen.

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