16. Dezember 2014
Energie sparen

Was Sie schon immer über Weihnachtsbeleuchtung wissen wollten.

100 Glühwürmchen ersetzen eine Kerze, mit drei Kühen kann man eine Wohnung heizen. Mit den folgenden zehn kuriosen Energiefakten retten Sie jede Unterhaltung.

1. Weihnachtsmenü: In den vielen Kalorien steckt wenig Energie.

Ständig Kekse naschen und abends dann noch ein fetter Braten und ein wuchtiges Dessert – das gute Essen zur Weihnachtszeit hat es kalorienmäßig in sich, warnen Diät-Ratgeber. Anders ausgedrückt: Es enthält einen Haufen Energie. Was wäre, wenn man diese Energie nutzen könnte, um eine Lichterkette zu betreiben? Mit der Energiemenge, die in Form von Kalorien in 100 Gramm Vanillekipferln steckt, würde eine Lichterkette mit 80 LED-Birnchen siebeneinhalb Stunden lang brennen. Eine Portion Gänsebraten mit Rotkraut und Knödeln reicht für 36 Stunden, eine Mousse au Chocolat kommt ähnlich wie die Vanillekipferl auf acht Stunden Leuchtdauer.

2. Musik lässt Gesichter strahlen, für die Lichterkette reicht sie nicht.

Gemeinsames Singen lässt weihnachtliche Stimmung aufkommen. Als Energiequelle ist Schall allerdings wenig ergiebig. Selbst mit effizienter LED-Weihnachtsbeleuchtung bräuchte es einen hundertstimmigen Chor, um ein einzelnes Birnchen zum Leuchten zu bekommen. Ein Baby bringt mit seinem Geschrei allein bis zu zehn Birnchen zum Leuchten.

3. Sieben Stunden radeln für die Weihnachtsbeleuchtung.

Mit vereinter Körperkraft lässt sich viel bewegen, Energie erzeugen und die Umwelt schützen. Würden alle Chinesen gemeinsam auf ihren Fahrrädern strampeln, hätten sie in gut sieben Stunden 500 Millionen Kilowattstunden Strom produziert. Damit könnte man die Weihnachtsbeleuchtung in allen deutschen Haushalten betreiben.

4. Mit 125 Teelichtern einen Schneemann schmelzen.

Die feierlichste Weihnachtsbeleuchtung schafft man aber immer noch mit echten Kerzen. Die heizen auch gleich ordentlich ein. Mit der Wärme von 125 Teelichtern oder vier großen Stumpen-Kerzen kann man einen Schneemann in Menschengröße oder 4.286 Schokoladen-Nikoläuse à 100 Gramm zum Schmelzen bringen.

5. Glühwürmchen sind 2.000-mal effizienter als Kerzen …

Kerzen brauchen zwar keinen Strom, sparen, was Beleuchtung angeht, aber nur scheinbar Energie. Besser macht das die Tierwelt: Glühwürmchen sind Spitzenreiter in effizienter Illumination. Sie können über 2.000-mal so viel Licht aus derselben Energiemenge erzeugen wie Wachskerzen. Selbst gegenüber modernen Leuchtmitteln wie LEDs und Energiesparlampen sind sie noch um den Faktor 7,5 im Vorteil.

6. … erzeugen aber 100-mal weniger Licht.

Wer aus diesem Grund anstelle von Christbaumkerzen Glühwürmchen für seine Weihnachtsbeleuchtung einsetzen möchte, muss mit etwa 100 Glühwürmchen pro Kerze rechnen, um auf dieselbe Leuchtstärke zu kommen. Kleiner Wermutstropfen: Das Licht der Glühwürmchen ist eher grünlich als warmweiß.

7. Drei Kühe heizen eine Wohnung.

Fehlt ohne die Kerzen die behagliche Wärme, hilft es, sich auf ein Mittel aus Uromas Zeiten zu besinnen, als eine Heizung in armen Bauernhäusern noch nicht üblich war: Tiere ins Haus holen. Mit der Körperwärme, die drei Kühe im Jahr abgeben, kann man eine 4-Zimmer-Altbauwohnung mit 100 Quadratmetern Wohnfläche heizen. Es empfiehlt sich, für kalte Winter ein paar zusätzliche Kühe einzuplanen und sie im Sommer im Garten oder auf dem Balkon unterzubringen. Öfter mal das Fenster öffnen sorgt für ein ausgeglichenes Raumklima.

8. Fußballfieber: Bundesliga-Zuschauer erzeugen Wärme für 1,2 Millionen Duschen.

Wer Ärger mit dem Vermieter fürchtet, sollte lieber auf Tierhaltung in der Wohnung verzichten und viele Freunde einladen. Menschen geben schließlich ebenfalls reichlich Wärme ab. Die Körperwärme aller 13 Millionen Bundesliga-Besucher würde genügen, um Wasser für 1,2 Millionen heiße Duschen zu erwärmen.

9. Eine Stunde Schneemann bauen macht zehn Liter Glühwein heiß.

Das klingt nach schlechter Luft? Dann hilft leichte Bewegung im Freien. Einen Schneemann zu bauen, verbraucht pro Stunde 370 Kilokalorien. Mit dieser Energiemenge könnte man zehn Liter Glühwein auf Trinktemperatur bringen.

10. Ein Jahr lang Strom aus 500 Weihnachtsbäumen.

Selbst das schönste Weihnachtsfest geht einmal vorbei, und der Weihnachtsbaum wird von der Stadtreinigung abgeholt. Mit der Energie, die beim Verbrennen von 500 Weihnachtsbäumen frei wird, kann man einen Durchschnittshaushalt ein Jahr lang mit Strom versorgen. Bei rund 30 Millionen verkauften Weihnachtsbäumen sprechen wir hier immerhin von 60.000 Haushalten.

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