Ökoenergie

Was ist Ökostrom? Deutschland googelt, wir geben die Antworten.

Was ist guter Ökostrom? Was bringt er? Ist er wirklich teurer? Wir geben Antworten auf 19 häufige Fragen.

Was ist Ökostrom

Jeden Monat werden in Deutschland Millionen Google-Suchen gestartet. Darunter auch viele Fragen rund um Ökostrom. In diesem Artikel wollen wir häufige Fragen aufgreifen und beantworten.

Was ist Ökostrom?

Ökostrom ist elektrische Energie, die aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird. Wind- oder Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse oder Erdwärme werden dabei in elektrische Energie umgewandelt. Das bietet zwei wesentliche Vorteile: Erstens sind die Quellen unbegrenzt verfügbar. Zweitens entstehen keine schädlichen CO2-Emissionen bei der Erzeugung.

Ganz im Gegensatz zu konventionell erzeugtem Strom. Denn dieser wird aus begrenzt verfügbaren Quellen wie Kohle gewonnen und sorgt für klimaerwärmende CO2-Emissionen. Oder er stammt aus Kernenergie, die unkontrollierbare Risiken für Mensch und Planet birgt.

Allerdings ist Ökostrom kein geschützter Begriff. Darum ist es wichtig, auf seine Qualität zu achten. Denn es gibt Strom, der nur auf dem Papier grün ist und damit keinen Mehrwert für das Klima bietet.

Was ist echter Ökostrom?

Nicht alles, was Ökostrom heißt, ist tatsächlich auch welcher. Über sogenannte RECS (Renewable Energy Certificate Systems) lassen sich Kohle- oder Atomstrom als „Öko“ deklarieren. Produziert zum Beispiel ein Anbieter in Frankreich ökologischen Strom aus Solarenergie, erhält er dafür RECS-Zertifikate. Diese kann er an einen deutschen Atomstromanbieter verkaufen. Die französische Firma verkauft ihren Strom nun als konventionell erzeugten Strom, während der deutsche Anbieter „Ökostrom“ verkauft. Der ist nur auf dem Papier klimafreundlich, zur Energiewende trägt er nicht bei.

Ökostrom ist nur dann echt, wenn er vollständig aus erneuerbaren Energiequellen stammt, also zum Beispiel aus Wasser-, Wind- oder Solarkraft. Je mehr Menschen echten Ökostrom beziehen, desto besser ist das für das Klima unseres Planeten. Denn dann werden fossile Energieträger mit ihren klimaschädlichen CO2-Emissionen irgendwann überflüssig.

Aber auch bei echtem, klimaneutralem Strom gibt es Qualitätsunterschiede …

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Was ist guter Ökostrom?

„Guter Strom“ stammt zu 100 % aus erneuerbaren Quellen. Und er bietet einen Zusatznutzen: Er stammt aus möglichst neu gebauten Anlagen, die ökologisch unbedenklich sind. Guter, klimafreundlicher Strom bringt so die Energiewende voran. Damit Sie erkennen können, ob Stromanbieter diese Kriterien erfüllen, gibt es verschiedene Gütesiegel. Zum Beispiel das ok-power-Gütesiegel: Es zertifiziert nur Anbieter, deren Erzeugungsanlagen sechs bzw. zwölf Jahre alt sind. Maximal ein Drittel der erzeugten Energie darf aus Anlagen stammen, die älter als zwölf Jahre sind. Damit wird der konstante Zubau erneuerbarer Erzeugungsanlagen gefördert. Die Frage „Was ist guter Ökostrom“ kann man also beantworten mit: wenn er nicht nur aus erneuerbaren Energiequellen stammt, sondern auch von Unternehmen, die aktiv daran arbeiten, die Ziele der Energiewende zu erfüllen und neue Maßstäbe zu setzen.

Ist Ökostrom CO2-neutral?

Klimafreundlicher Strom stammt vollständig aus erneuerbaren Energien. Er wird also CO2-neutral erzeugt und trägt deswegen auch nicht zur Klimaerwärmung bei. Der Strom, der aus Ihrer Steckdose kommt, ist allerdings nicht CO2-neutral. Das liegt daran, dass deutschlandweit alle Haushalte denselben Mix aus Ökostrom und konventionellem Strom bekommen. Jetzt könnte man denken: Lohnt sich das überhaupt, wenn nicht 100 % regenerative Energie aus der Steckdose fließt? Ja, denn jeder Ökostromkunde erhöht den Anteil erneuerbarer Energien im deutschen Stromnetz, fördert damit den Ausbau alternativer Energiequellen und vermeidet schädliche CO2-Emissionen. Unsere Kunden konnten so im letzten Jahr über eine Mrd. Tonnen CO2 gegenüber dem Bundesstrommix einsparen. Falls Sie noch noch nicht dabei sind: Der Wechsel zu ENTEGA Ökostrom dauert nur wenige Minuten und unsere Tarife sind oft günstiger als herkömmlicher Strom.

Seit wann gibt es Ökostrom?

Den Stein ins Rollen brachte das Stromeinspeisungsgesetz von 1990. Es wurde verabschiedet, nachdem die Ölkrisen der 1970er Jahre und die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl 1986 die öffentliche Diskussion zur Energiewende ausgelöst hatten. Die Liberalisierung des Strommarkts im Jahr 1998 gab nachhaltig produziertem Strom dann einen weiteren Schub. Neue Anbieter kamen auf den Strommarkt und boten den Kunden von nun an Ökostrom als nachhaltige Alternative zu Atom- und Kohlestrom. Der Erfolg ist anhaltend. Angebot und Nachfrage steigen ständig, und 2015 machte Strom aus regenerativen Energien bereits 32,5 % der Stromproduktion in Deutschland aus.

Wie viel Ökostrom wird in Deutschland produziert?

2015 wurde so viel Ökostrom in Deutschland produziert wie noch nie: Der Anteil erneuerbarer Energien in der gesamten Stromerzeugung lag bei 32,5 %. 2014 waren es noch 27,4 %. Die Politik hat sich das Ziel gesetzt, den Anteil bis zum Jahr 2025 auf 40 bis 45 % und bis 2035 auf 55 bis 60 % auszubauen. Damit ist Ökostrom Deutschlands aufstrebende, nachhaltige Energieform.

Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland.

Wie viele Haushalte beziehen Ökostrom

Wie viele Haushalte beziehen Ökostrom?

2014 wurden etwa 5,76 Mio. private Haushalte mit nachhaltig produziertem Strom versorgt. ENTEGA hat 2015 bereits 350.000 Kunden beliefert – und gehört damit zu den größten regionalen Ökostromanbietern in Deutschland.

Der Ökostromanteil ist dabei von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Die Agentur für Erneuerbare Energien hat ermittelt, wie viele Haushalte Strom aus erneuerbaren Energien beziehen.

Haushalte in Deutschland mit Ökostrom.

Wie viel Ökostrom wird in Deutschland produziert

Ökostrom: Welche Quellen gibt es?

Im Wesentlichen sind es Sonnen- und Wasserkraft, Erdwärme, Windenergie und Biomasse. Im Gegensatz zu fossilen und atomaren Brennstoffen sind diese alternativen Energiequellen unbegrenzt verfügbar und belasten Klima und Umwelt nicht. So teilen sich die verschiedenen Energieträger auf:

Verteilung der Energieträger 2015

Wie entsteht Ökostrom

Wie entsteht Ökostrom?

Ökostrom wird aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Die bekanntesten Quellen sind Wind, Sonne und Wasser.

So entsteht Windenergie:
Bei der Windenergie wandeln Rotorblätter die kinetische Energie des Windes in Strom um. Wie bei einem Dynamo am Fahrrad, nur dass statt Muskelkraft der Wind arbeitet. Vom Generator wird der Strom ins Stromnetz weitergegeben.

So entsteht Solarenergie:
Solarmodule wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. Dazu werden Solarzellen benötigt, die mehrere Schichten Silizium und andere Elemente enthalten. Strahlt die Sonne auf diese Zellen, entsteht eine Spannung zwischen den Schichten – der Strom fließt. Da es sich hierbei um Gleichstrom handelt, wird er mithilfe eines Wechselrichters von der Solaranlage noch in Wechselstrom umgewandelt. Von hier aus geht’s ins Stromnetz.

So entsteht Wasserkraft:
Eine klassische Wasserkraftanlage besteht aus zwei unterschiedlichen Höhenniveaus: Aus dem oberen fließt das Wasser ins untere Niveau ab und treibt dabei eine Wasserturbine an. Die Bewegungsenergie wird über einen Generator in Strom umgewandelt, der dann ins Stromnetz eingespeist wird. Nach diesem Prinzip arbeiten auch Wasserkraftwerke, die sich die natürlichen Bewegungen des Meeres zunutze machen.

Wo kommt Ökostrom her?

Vor allem aus den erneuerbaren Energiequellen Wasserkraft, Wind- und Solarenergie. Er kann jedoch auch aus Biomasse und Erdwärme erzeugt werden.

ENTEGA Ökostrom stammt zu 100 % aus Wasserkraft. Ebenso hat ENTEGA in den letzten Jahren über 850 Mio. € in neue Anlagen investiert. Diese Anlagen stehen in Südhessen, aber auch im übrigen Deutschland und in benachbarten Ländern. Dort wird Energie aus Windkraft, Solarkraft und Biomasse erzeugt und ins deutsche Stromnetz eingespeist.

Wie kommt Ökostrom in meine Steckdose?

Der größte Anteil des deutschen klimafreundlichen Stroms wird in Windparks, Solarparks und Wasserkraftwerken erzeugt. Von dort aus wird er ins Stromnetz eingespeist. Ins selbe Netz fließt aber auch Atom- und Kohlestrom. Aus der Steckdose zu Hause kommt deshalb ein Gemisch. Macht es dennoch Sinn, Ökostrom zu beziehen? Ja. Denn je mehr Menschen diesen beziehen, desto größer wird sein Anteil im deutschen Strommix und desto kleiner wird der Anteil von Kohle- und Atomstrom. Hier erfahren Sie mehr darüber, wie der Strom vom Kraftwerk zu Ihnen nach Hause kommt: Der Weg des Stroms.

Ökostrom: Was bringt das?

Was bringt es eigentlich, wenn aus meiner Steckdose nicht 100 % erneuerbare Energien fließen, sondern ein Gemisch aus Ökostrom und Atom- und Kohlestrom? Diese Frage ist verständlich. Schließlich kommt bei jedem Deutschen die gleiche Strommischung aus der Steckdose.

Jeder Ökostromkunde leistet aber einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Ökostrom stammt aus erneuerbaren Energien. Bei seiner Erzeugung entstehen also keine CO2-Emissionen, die das Klima belasten. Auch die unkontrollierbaren Risiken, die die Kernkraft birgt, fallen weg. Jeder Ökostromkunde treibt den Ausbau erneuerbarer Energien voran und leistet damit seinen Beitrag für das Klima und eine sichere Zukunft.

Ist Ökostrom wirklich besser?

Ja, denn er birgt weder die unkalkulierbaren Risiken der Kernenergie noch entstehen bei seiner Erzeugung klimaschädliche CO2-Emissionen, wie sie zum Beispiel bei Kohlestrom anfallen. Jeder, der sich für nachhaltig erzeugten Strom entscheidet, leistet deshalb einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und für eine nachhaltige Zukunft.

Warum Ökostrom kaufen?

Ökostrom kommt ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen. Bei seiner Erzeugung entstehen keine CO2-Emissionen, wodurch das Klima geschont wird. Denn CO2-Emissionen, wie sie zum Beispiel bei Kohlestrom anfallen, treiben die globale Erwärmung voran. Auch birgt klimafreundlicher Strom keine unkalkulierbaren Gefahren wie die Atomkraft.

Deshalb: Je mehr Menschen ihn nutzen, desto geringer werden die CO2-Emissionen und desto sicherer wird unsere Zukunft auf diesem Planeten.

Warum zu Ökostrom wechseln?

Jeder, der wechselt, beteiligt sich aktiv am Klimaschutz und an der Energiewende. Denn mit dem Kauf von zertifiziertem, klimafreundlichem Strom sichern Sie den Ausbau neuer, ökologischer Kraftwerke und sorgen gleichzeitig dafür, dass der Strommix immer grüner wird. Je mehr Menschen wechseln, desto mehr saubere Energie wird produziert. Sie können einfach dazu beitragen, dass der Strommix grüner wird: Der Wechsel zu ENTEGA Ökostrom dauert nur wenige Minuten. Und im besten Fall sparen Sie sogar dabei. Denn klimafreundlicher Strom ist oft bereits günstiger als herkömmlicher Strom.

Was kostet Ökostrom?

Viele Menschen denken, dass Ökostrom teurer als herkömmlicher Strom ist. Das ist nicht der Fall. Oft ist er günstiger als beispielsweise der lokale Grundversorger. Damit lohnt er sich nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch, weil Sie damit Geld sparen können. Wenn Sie wissen möchten, was unser klimafreundlicher Strom in Ihrem Wohnort kostet, nutzen Sie unseren Tarifrechner.

Was ist die Ökostrom-Umlage?

Nachhaltige und neue Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien bauen sich nicht von selbst, sie kosten Geld. Um eine klimafreundliche Zukunft gestalten zu können, hat die Bundesregierung deshalb das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verabschiedet. Es regelt unter anderem, dass Anlagen für grünen Strom bezuschusst werden. Diese Kosten werden unter anderem auf die Stromverbraucher umgelegt: mit der Ökostrom-Umlage. Sie liegt derzeit bei 6,354 Cent pro Kilowattstunde; sie wird mit der Stromrechnung bezahlt und dann an die Betreiber der Anlagen weitergereicht. Mehr zur Umlage erfahren Sie hier: wie die Zukunft mit der Ökostrom-Umlage gemeinsam gestemmt wird.

Ist Ökostrom teurer als Atomstrom?

Viele Leute glauben, dass grüner Strom teurer ist, und wechseln aus genau diesem Grund nicht. Die gute Nachricht: Oft ist er sogar günstiger als herkömmlicher Strom. Vergleichen lohnt sich also. Mit dem ENTEGA-Tarifrechner finden Sie mit wenigen Klicks heraus, was Ökostrom in Ihrem Wohnort kostet.

Warum ist Ökostrom günstiger?

In der Tat ist klimafreundlicher Strom oft günstiger als herkömmlicher Strom. Der Grund: Mit einem steigenden Bewusstsein für ein klimafreundliches Leben wächst auch die Nachfrage nach nachhaltig erzeugtem Strom seit Jahren. Je mehr Leute bei der Energiewende mitmachen und sich für saubere Energie entscheiden, desto sauberer wird der gesamte Strommix – und umso kleiner werden die Preise für Ökostrom. Nur, wenn grüner Strom bezahlbar bleibt, erreichen wir viele Menschen und können gemeinsam den Ausbau der erneuerbaren Energien voranbringen. In unserem Ökostrom-Rechner finden Sie mit wenigen Klicks heraus, wie günstig ENTEGA Ökostrom in Ihrem Wohnort ist.

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Haben Sie die Antworten auf Ihre Fragen zu Ökostrom gefunden? Haben Sie weitere Fragen? Schreiben Sie uns im Kommentar, was Sie wissen möchten.

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  1. Worte an alle Reiseblogger (+ CO2 Ausgleichskampagne für Reiseblogger) - indojunkie am 28. November 2017 um 08:17

    Welche Verantwortung haben Blogger? Und 7 Dinge, die jeder für Mutter Erde tun kann.

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