Energiekosten sparen

Wärmepumpenstrom: Umweltfreundlich und günstig heizen per Wärmepumpe.

Mit der Wärmepumpe gibt es eine klimafreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen. Gibt es für sie speziellen Wärmepumpenstrom? Kann man damit Stromkosten reduzieren? Wir geben Antworten.

Was ist Wärmepumpenstrom?

  • Wärmepumpen brauchen Strom. Über einen zweiten Stromzähler können sie mit einem anderen Tarif als dem Haushaltsstrom betrieben werden.
  • Wärmepumpen amortisieren sich langfristig durch die günstigeren Heizkosten gegenüber den leicht höheren Stromkosten.
  • Mit einem günstigen Ökoheizstromtarif arbeiten Wärmepumpen klimaschonender.

Wärmepumpenstrom

Inhalt dieser Seite.

  1. Was ist Wärmepumpenstrom?
  2. Arten von Wärmepumpenstrom
  3. Kosten des Stroms
  4. Sparmöglichkeiten bei Wärmepumpen
  5. Arten von Wärmepumpen
  6. Formeln zur Berechnung
  7. Ein- und Zweitarifzähler
  8. Haushalts- und Heizstrom
  9. Für wen sind Wärmepumpen geeignet?
  10. Klimafreundlichkeit von Pumpen
  11. Häufige Fragen

Was ist Wärmepumpenstrom?

Auch eine Wärmepumpe braucht Strom, um betrieben werden zu können. Der sogenannte Wärmestrom kann direkt über den normalen Hausstrom bezogen werden. Für die meisten Wärmepumpen wird auch ein zweiter Stromzähler installiert. Damit ist es möglich, einen gesonderten Wärmepumpen-Stromtarif für den Wärmepumpenstrom zu wählen. Das kann auch ein Tarif sein, der nicht vom Grundversorger, sondern von einem anderen Energieversorger angeboten wird.

Mit Wärmepumpenstrom das Klima schützen.

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Gibt es unterschiedliche Arten von Wärmepumpenstrom?

Es macht einen Unterschied, ob man die Wärmepumpe mit konventionellem Strom aus z. B. Kohlekraft betreibt oder rein mit Ökostrom. Gerade, wer sich der Umwelt zuliebe für eine Wärmepumpe entschieden hat, sollte diese konsequenterweise mit Ökostrom speisen. Vielleicht ja mit unserem? Unser Ökoheizstrom stammt zu 100 % aus regenerativen Quellen und ist CO2-frei und atomstromfrei erzeugt. Auch ist er mit dem ok-power-Zertifikat ausgezeichnet, das nur solche Stromanbieter bekommen, die den Großteil ihres Ökostroms aus Anlagen beziehen, die höchstens 12 Jahre alt sind.

Was kostet Wärmepumpenstrom?

Die höheren Stromkosten, die durch den Betrieb einer Wärmepumpe entstehen, werden durch die umso günstigeren Heizkosten schnell amortisiert. Die Kosten für den Wärmepumpenstrom orientieren sich einerseits am Verbrauch und andererseits am genutzten Tarif – also entweder am bereits vorhandenen Haushaltsstromtarif oder am separaten Wärmepumpentarif (günstigere Strompreise für Ihre Wärmepumpe).  Ein Stromvergleich kann helfen, einen preiswerten Anbieter zu finden. Hier können Sie Ihren günstigen Ökoheizstrom-Tarif berechnenfür Ihre Wärmepumpe. Stromverbrauch und Postleitzahl eingeben, schon bekommen Sie den passenden Tarif angezeigt – und können auch gleich Ihren Strom anmelden. Übrigens: Unabhängig von den Stromkosten rechnet sich eine Wärmepumpe insbesondere aufgrund der niedrigeren Beschaffungs-, Installations- und Wartungskosten. Denn die liegen bei einer Gasbrennwert-Therme oder einer Ölheizung häufig höher. Unterm Strich sparen Sie also mit einer Wärmepumpe-Heizung Kosten.

Warum fährt man mit Wärmepumpenstrom auf Dauer günstiger?

Eine moderne Wärmepumpe erzeugt aus einer kWh Stromenergie etwa vier kWh Heizenergie. Kommt es am Markt zu Preissteigerungen bei Erdöl und Erdgas, haben diese für den Betreiber einer Wärmepumpenanlage weniger Auswirkungen als für den Betreiber einer Anlage mit fossiler Brennstofftechnik.

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Gibt es noch mehr Sparmöglichkeiten?

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, in Ihrem Zuhause eine Wärmepumpe zu installieren, schauen Sie sich einmal unser Förderangebot an. Für eine Elektro-Wärmepumpe erhalten Sie eine Förderung von 300 € brutto, für den Einbau einer Erdgas-Wärmepumpe sogar bis zu 1.000 € brutto. Weitere Informationen zu Fördermitteln.

Wärmepumpe

Was genau leistet eine Wärmepumpe?

Die Wärmepumpe entzieht ihrer Umgebung Wärme – zum Beispiel aus dem Erdboden, dem Grundwasser oder der Luft. Diese Wärme wandelt die Wärmepumpe dann in Heizwärme mit höherer Temperatur um, indem sie die Umweltwärme dafür durch einen Verdichter „pumpt“. Nach diesem Prinzip kann ein Wärmepumpentrockner Wäsche trocknen oder – eine Nummer größer – eine Wärmepumpenanlage kann im eigenen Zuhause Wasser erwärmen oder die Heizung mit Strom versorgen. Eine ausführlichere Erklärung finden Sie in diesem Artikel.

Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?

Nach ihrer Funktionsweise unterscheidet man Luft-, Wasser-, und Erdwärmepumpen. Durch die unterschiedliche Art der Wärmeerzeugung unterscheiden sich alle drei Arten bei den Stromkosten.

Luftwärmepumpen.

Sie benötigen im Vergleich mit den anderen beiden Pumpentypen den meisten Strom. Ihre Vielseitigkeit macht sie jedoch beliebt: Luftwärmepumpen können sowohl drinnen als auch draußen aufgebaut werden. Die Installation ist zudem recht einfach.

Es gibt sie als Luft-Luft-Wärmepumpen und Luft-Wasser-Wärmepumpen. Beide Typen können der Außenluft recht einfach Energie entziehen, um sie in Wärme umzuwandeln. Geraden in kalten und langen Wintern arbeiten sie jedoch nicht immer mit höchster Effizienz.

Wasserwärmepumpen.

Wasser-Wasser-Wärmepumpen machen sich die thermische Energie des Grundwassers zunutze. Entsprechend braucht es zur Aufstellung erst einmal einen Brunnen, der gebuddelt werden muss. Das treibt die Investitionskosten etwas in die Höhe. Allerdings können Wasserwärmepumpen dies durch einen niedrigeren Stromverbrauch wieder wettmachen.

Erdwärmepumpen.

Diese Pumpen gibt es mit Erdsonden oder Erdkollektoren. Während Sonden bis zu hundert Meter tief im Boden versenkt werden, verbaut man Kollektoren flächig bis zu zehn Meter tief. Modelle mit Erdsonde können dem Erdreich das ganze Jahr über Wärme entziehen, was sie besonders effizient macht. Die Effizienz dieses Pumpentyps relativiert die aufwändige Installation.

Wie unterscheiden sich die Kosten nach der Art?

Wie viel Strom eine Wärmepumpe braucht und wie hoch die Stromkosten sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Ausführlich können Sie sich dazu in unserem Beitrag zum Wärmepumpen-Stromverbrauch informieren. Je nach Art und Energiequelle sowie der Energieeffizienz Ihres Hauses können Sie mit ungefähr folgenden Kosten rechnen:

Welchen Einfluss hat der Stromtarif?

Gerade weil Wärmepumpen den Stromverbrauch im Haus deutlich erhöhen können, spielt der gewählte Wärmepumpentarif eine wesentliche Rolle. Oft ist hier Heizstrom besonders günstig. Unser zertifizierter Ökoheizstrom zum Beispiel ist tageszeitunabhängig gleich günstig. Damit können Sie Ihre Wärmepumpe tags wie nachts preiswert nutzen und zusätzlich das Klima schonen. Kleiner Tipp: Mehr zu den Gesamtkosten von Wärmepumpen lesen Sie in unserem Beitrag Wärmepumpen-Heizung-Kosten.

Wie kann man den Stromverbrauch schätzen?

Verbraucher, die für die jährliche Stromrechnung einschätzen wollen, wie viel Strom ihre Wärmepumpe im Betrieb verbraucht, benötigen die Jahresarbeitszahl (JAZ). Die gibt das Verhältnis zwischen der gewonnenen Wärme und der verbrauchten Energie der Pumpe wieder. Nebenbei ist sie ein guter Anhaltspunkt für die Effizienz einer Wärmepumpe.

Je höher die Zahl, desto effizienter arbeitet die Pumpe. Als effizient gelten Wärmepumpen ab einer Jahresarbeitszahl von 3,0. Mit einer solchen Pumpe sollten Sie bei dem Verbrauch in aller Regel unter dem Durchschnitt liegen. Für eine erste Einschätzung sollten Sie aber noch andere Faktoren berücksichtigen, die ebenfalls den Stromverbrauch und die Energiekosten beeinflussen.

Zu diesen Faktoren gehören die Größe der Wohnfläche, das Alter des Gebäudes (Neu- oder Altbau) sowie seine Dämmung und der Verbrauch an Warmwasser. Im Wesentlichen bestimmen also diese drei Faktoren den Verbrauch an Wärmepumpenstrom:

Kann man den Verbrauch berechnen?

Wenn Sie ganz genau wissen wollen, mit welchem Verbrauch Sie rechnen müssen, nutzen Sie diese Formel:

Heizleistung: Jahresarbeitszahl (JAZ) x Heizstunden = Stromverbrauch der Wärmepumpe pro Jahr

Sie teilen die Heizleistung durch die Jahresarbeitszahl. Dann multiplizieren Sie das Ergebnis mit der Anzahl der Stunden, die Sie jährlich heizen. Schon wissen Sie mehr oder weniger auf die Kilowattstunde genau, was Ihre Pumpe verbraucht.

Beispiel für eine Erdwärmepumpe:

12 Kilowatt (Heizleistung) : 3,4 (JAZ) x 2.000 Heizstunden (Durchschnittswert) = ca. 7.100 Kilowattstunden pro Jahr

 

Gibt es auch eine Formel für die Stromkosten?

Haben Sie Ihren Verbrauch berechnet, können Sie diesen ganz einfach mit Ihrem Wärmestrom-Tarif (Arbeitspreis plus Grundpreis) multiplizieren. Schon haben Sie einen guten Anhaltspunkt für die zu erwartenden Stromkosten. Die erweiterte Formel lautet dann so:

Heizleistung: Jahresarbeitszahl (JAZ) x Heizstunden x Arbeitspreis + Grundpreis = Stromkosten der Wärmepumpe pro Jahr

In unserem Beispiel wären das bei einem Arbeitspreis von 22 Cent pro Kilowattstunde (brutto) und einem Grundpreis von 130 Euro pro Jahr (brutto):

12 Kilowatt (Heizleistung) : 3,4 (JAZ) x 2.000 Heizstunden (Durchschnittswert) x 22 Cent pro Kilowattstunde + 130 Euro pro Jahr = ca. 1.680 Euro im Jahr

Wie wird Wärmepumpenstrom gemessen?

Zur Messung bzw. Zählung des Verbrauchs an Wärmepumpenstrom können zwei verschiedene Zähler zum Einsatz kommen. Sie werden regelmäßig vom Netzbetreiber abgelesen, um die Stromkosten für den Versorger zu ermitteln. Man unterscheidet nach Typ:

Eintarifzähler. 

Er hat nur ein Zählwerk. Dieses Zählwerk misst den gesamten Stromverbrauch, für den Haushalt wie für den Wärmestrom.

Zweitarifzähler. 

Zweitarifzähler haben zwei Zählwerke. Sie werden mit HT für Hochtarif und NT für Niedertarif bezeichnet. Zwei Tarifzähler können den Strom für Haushalt und Heizung getrennt voneinander messen.

Es sind Kombinationen möglich, zum Beispiel von zwei Eintarifzählern. Hier die Möglichkeiten im Überblick:

Ist Heizstrom günstiger als Haushaltsstrom?

Grundsätzlich ist Heizstrom preiswerter als gewöhnlicher Haushaltsstrom. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter, die die besonderen Netzentgelte für Wärmepumpen in Form von vergünstigten Stromtarifen an ihre Kunden weitergeben.

Voraussetzung für einen Wechsel von Haushalts- zu Wärmepumpenstrom bzw. Heizstrom ist jedoch in der Regel das Vorhandensein eines separaten Zählers. So kann sichergestellt werden, dass der Verbrauch an Heizstrom unabhängig vom Haushaltsstrom gemessen (und in Rechnung gestellt) wird.

ENTEGA bietet Verbrauchern mit separater Zählermessung einen speziellen Ökoheizstromtarif mit gleich zwei Vorteilen: Erstens ist unser Heizstromtarif rund um die Uhr immer gleich preiswert (tageszeitunabhängig, nicht nur nachts). Zweitens schont er das Klima, weil er vollständig aus regenerativen Quellen stammt und keine schädlichen CO2-Emissionen verursacht. Unser Ökoheizstrom ist ok-power-zertifiziert.

Für wen ist eine Wärmepumpe sinnvoll?

In den letzten Jahren haben die Preise für Heizöl und auch für Erdgas angezogen. Mit steigenden Energiekosten suchen viele Privathaushalte nach einer günstigen Alternative insbesondere zum Heizen (u. a. mit Strom), entfallen hierauf doch stolze 75 % des Energieverbrauches im Haushalt. Und eine Wärmepumpe ist eine gute Alternative: Mit ihr lassen sich aus einer kWh Strom bis zu vier kWh Wärmeenergie gewinnen. Entsprechend lassen sich zwar nicht die Stromkosten reduzieren, die Heizkosten dafür aber umso mehr!

Ist die Nutzung einer Wärmepumpe gut für die umwelt?

Gegenüber einer elektrischen Nachtspeicher- oder Direktheizung spart eine Wärmepumpe bis zu 70 % Strom und CO2. Kommt dann noch Ökostrom zum Einsatz, wird bei der Wärmeerzeugung gar kein CO2 mehr emittiert. Damit ist die Wärmepumpenheizung auch in Bezug auf den Klimaschutz eine gute Wahl.

 

Häufige Fragen

Wärmepumpenstrom – häufige Fragen.

Warum ist eine Wärmepumpe sinnvoll?

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe?

Was kostet Wärmepumpenstrom?

Warum ist Heizstrom günstiger als Haushaltsstrom?

Welche Bedingungen gibt es für günstigen Heizstrom?

 

Mit Ökostrom das Klima schützen.

Wie viel Strom verbrauche ich?

Stromverbrauch nach Personen im Haushalt schätzen:

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