16. Oktober 2013
Nachhaltig leben

Saisonales Gemüse: Kürbis als Killer-Kombi.

Mit dem Herbst startet die schönste Erntezeit des Jahres. Ein Blick auf den Saisonkalender für Gemüse verrät: Das Gemüsejahr ist kulinarisch kaum reicher und vielfältiger als jetzt. Foodblogger Claudio Del Principe hat sich pünktlich zum Auftakt unserer Serie Saisonales Gemüse auf dem Markt umgesehen, sich frisch in Kürbisse verliebt und zu einem himmlischen Rezept inspirieren lassen.

Wenn die Kürbisse kommen, gibt es kein Entrinnen. An jeder Ecke lauern sie aufgetürmt zum Verkauf oder ausgestellt zur herbstlichen Deko. Überall ploppen plötzlich haufenweise Kürbisrezepte und auf jeder zweiten Speisekarte machen sich Kürbisspezialitäten breit.

Und dann, wenn wir sie fast nicht mehr sehen können, kommt Halloween – und dann grinsen uns diese Kürbisköpfe auch noch so schaurig an: »Harr! Harr! Harr!«.

Bis es jedoch soweit ist, gibt es wirklich unzählige Gründe, den Kürbis in allen Formen zu genießen: gesunde, kalorienarme und vor allem geschmackliche.
Speisekürbisse gibt es nämlich in einer enormen Sortenvielfalt. Und sie eignen sich ebenso für die Zubereitung würziger wie süßer Gerichte. Egal, ob roh, zum Beispiel vom Hokkaido-Kürbis, oder gekocht als Suppe, zu Pasta, Risotto oder als Gebäck und Dessert – mit Kürbissen lässt sich immer etwas Köstliches zubereiten.

Nach einem Marktbesuch habe ich mich für eine fulminante Variante entschieden, die ich wärmstens empfehlen kann: Kürbis-Gnocchi mit frischen Steinpilzen.

Erstens küssen sie die handwerkliche Küchenfreude wach und zweitens sind gute Gnocchi quasi »Kloß to heaven«!

Für das Grundrezept für 4 – 6 Personen braucht man folgende Zutaten:

350 Gramm gekochter, pürierter Kürbis (gelbfleischig, z.B. Typ Hubbard)
350 Gramm gekochte, pürierte Kartoffeln (Typ mehlig kochend)
180 Gramm Weißmehl
1 Vollei
1 TL Salz
1 Prise Zimt, Muskatnuss und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, Butter, frische Salbeiblätter, Frische Steinpilze


Zubereitung:
1. Kürbis in grobe Stücke teilen, auf Backpapier verteilen und im Ofen 25 Minuten bei 180 Grad backen.2. Kartoffeln schälen und weich garen.
Beide Gemüse etwas ausdampfen lassen, bevor man sie durch einer Kartoffelpresse in eine Teigschüssel gibt.3. Ei, Gewürze und Mehl dazugeben und alles zu einem weichen Teig verkneten. Nach und nach kleine Teigstücke zu Rollen und dann zu Gnocchi formen. Auf einer bemehlten Unterlage bereitstellen.

4. In einer Pfanne, gewürfelte Stiele der Steinpilze in reichlich Butter braten Salzen, pfeffern, einige Salbeiblätter dazugeben und warmhalten. Hüte der Steinpilze in Streifen schneiden, separat braten und als Garnitur verwenden.

5. Gnocchi in kochendem Salzwasser garen: Sobald sie aufschwimmen, abschöpfen, mit einer Schaumkelle herausnehmen und in die Pfanne zur Salbeibutter geben.

Gut durchschwenken, auf Tellern anrichten und großzügig mit Parmesan bestreuen.

Diese Kürbis-Kombination ist der Killer!

Was steht derzeit sonst noch auf dem Saisonkalender für Gemüse? Okay, falsche Frage. Was steht nicht drauf? wäre treffender. Denn der Herbst ist ein echtes Eldorado für Freunde von reifem Gemüse aus der Region! Das Angebot an Gemüse, das direkt um die Ecke angebaut wird, reicht von Kohl in allen Farben und Formen über Pastinake bis zum Knollenfenchel.

Und das wollen wir ja: saisonales Gemüse aus der Region. Damit wir uns an den Jahreszeiten orientieren können. Damit wir unsere Artenvielfalt erhalten. Und schließlich die Früchte der Arbeit von lokalen Erzeugern genießen können, die das Wissen um natürliche Lebensmittel bewahren.

Vor allem aber sind Lebensmittel, die vom anderen Ende der Erdkugel hierher geschifft werden, weniger nachhaltig, als regionale Erzeugnisse. Weite Transportwege per Flugzeug oder LKW verschlingen Energie, produzieren tonnenweise CO2 und belasten damit das Klima.

Also, die Zeit ist reif, den lokalen Gemüsemarkt aufzusuchen und sich vom Angebot inspirieren zu lassen. Sich mit dem Gemüsehändler auf einen Grünzeugs-Smalltalk einzulassen und genauer nachzufragen, welches saisonale Gemüse aus dem Umland kommt, wie es angebaut wurde (oft ist es nämlich regional und bio) und was man am besten daraus zaubert.

Wer zum Beispiel den schön bunten Mangold mag, aber etwas ratlos davor steht, dem sei diese Kombination mit Pfifferlingen und Pasta ans Herz gelegt.
Eine Leseempfehlung in Sachen saisonales Gemüse oder vielmehr vegetarischer Küche ist das brandneue Buch »Deutschland Vegetarisch«

Und nicht vergessen, reifes Obst will auch verarbeitet werden, zum Beispiel zu Apfelkuchen.

Viel Spaß und guten Appetit!

 

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  1. […] Deshalb findet sich das Rezept dieser zarten Kürbisgnocchi in einem Beitrag auf dem neuen Blog von Entega. […]

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