11. August 2016
Nachhaltig leben

Nationale Konferenz Elektromobilität: bitte anschieben!

Nach Ankündigung der Kaufprämie und 15.000 neuer Ladesäulen wurden bei der Nationalen Konferenz in Berlin Vorschläge erarbeitet, wie die Elektromobilität noch besser in die Spur findet.

Nationale Konferenz Elektromobilitaet

Etwas über 25.000 reine Elektroautos sind aktuell auf Deutschlands Straßen unterwegs. Bis zum Jahr 2020 sollen es bereits eine Million der per Strom angetriebenen Fahrzeuge sein – das gibt jedenfalls die Bundesregierung als Ziel vor. Auch wenn der Bund Plug-in-Hybride, also Fahrzeuge, die nur kurze Strecken elektrisch zurücklegen können, sonst aber mit dem Verbrennungsmotor unterwegs sind, zu den Elektroautos mitzählt, wird klar, dass die Herausforderungen beachtlich sind. Der Titel der Nationalen Konferenz Elektromobilität 2016 in Berlin „Das Elektroauto – Extravaganz für wenige oder automobile Normalität der Zukunft?“ war daher weise gewählt.

Expertentreff Nationale Konferenz Elektromobilität

Das Programm der Nationalen Konferenz Elektromobilität machte allerdings gleich klar, dass die Entwicklung längst nicht mehr zu bremsen ist. „Die Frage ist nicht, ob Elektromobilität kommt, sondern wie gut wir in Deutschland darauf vorbereitet sein werden“, fasste Henning Kagermann, Vorsitzender der Regierungsberatung Nationale Plattform Elektromobilität (NPE), die Situation zusammen. Die Frage sei nun: Mit welchen Maßnahmen kann man der E-Mobility in Deutschland am besten auf die Sprünge helfen? Und so diskutierten rund 700 Fachleute und das Publikum im Berlin Congress Center über mögliche Geschäftsmodelle, die Möglichkeiten, den Preis der Elektroautos zu senken, oder die Rolle einer intelligenten und vernetzten Elektromobilität für die Energiewende.

Wie der Bund Elektromobilität fördert

Um die Forschung und Entwicklung rund um die Elektromobilität zu beschleunigen, etwa in der Batterieentwicklung oder beim Thema autonomes Fahren und Vernetzung, stehen der Bundesregierung eine Milliarde Euro zur Verfügung. „Mit der Elektromobilität und dem automatisierten und vernetzten Fahren stehen wir vor der größten Mobilitätsrevolution seit Erfindung des Automobils“, unterstrich Verkehrsminister Alexander Dobrindt gleich zum Start der Nationalen Konferenz Elektromobilität der Bundesregierung die Bedeutung des Themas. Ziel sei es, die Entwicklung an der Spitze zu gestalten. Um das zu gewährleisten, sollen unter anderem 15.000 zusätzliche Ladesäulen in ganz Deutschland neu gebaut werden.

Kaufprämie und Investition in Batterieforschung

Ein weiterer Anreiz, der den Elektroautomarkt stark beleben soll, ist die rückwirkend zum 18.05.2016 geltende vom Bund beschlossene Kaufprämie: 4.000 € werden für ein rein elektrisch angetriebenes Auto zugeschossen, für einen Plug-in-Hybrid gibt es immerhin noch 3.000 Euro dazu. Um die Prämie zu bekommen, muss das Elektroauto der Wahl aber netto weniger als 60.000 Euro kosten. Der Tesla fällt damit aus dieser Förderung heraus, wurde auf der Nationalen Konferenz Elektromobilität von einigen bedauert. Prämienanträge dürfen Privatpersonen, aber auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine stellen, auf die das Fahrzeug zugelassen wird. Ein weiterer Förderschwerpunkt liegt auf den Batterien. Denn noch sind sie vergleichsweise schwer, teuer und beschränken die Reichweite der E-Autos. Es zeichnet sich aber ab, dass die Kosten für Lithium-Ionen-Batterien durch vermehrte Forschungsinvestitionen sinken werden und so Elektroautos günstiger werden lassen.

Nationale Konferenz Elektromobilität lässt für 2016 bis 2018 hoffen

NPE-Vorsitzender Henning Kagermann sieht Deutschland auf einem guten Weg. So sei das von der NPE ausgerufene Ziel, Deutschland zu einem Leitmarkt für Elektromobilität zu machen und seine Position als Leitanbieter zu festigen, weiter erreichbar. „Wir haben nun die Chance, ein Momentum für die Elektromobilität zu erzeugen“, sagte Kagermann zu den Teilnehmern der Nationalen Konferenz Elektromobilität. Mit allen Maßnahmen der Bundesregierung und der Industrie, zusammengenommen mit der Kaufprämie, hält die NPE einen Anstieg auf etwa 400.000 E-Fahrzeuge bis Ende 2018 möglich. Die Richtung stimmt. Und die Bundesregierung geht mit gutem Beispiel voran: Ab sofort soll jedes fünfte neu gekaufte Dienstfahrzeug ein Elektroauto sein. Vielleicht kommen Dobrindt & Co. zur nächsten Nationalen Konferenz Elektromobilität ja im Elektrosmart.

ENTEGAS Beitrag zur Elektromobilität

Wie die Bundesregierung leistet auch ENTEGA seinen Beitrag zu einer zeitgemäßen und klimaverträglichen Mobilität. Denn wenn alle an einem Strang ziehen, klappt die Umstellung auf Elektroautos vielleicht noch schneller. ENTEGA Kunden erhalten beim Kauf eines Elektroautos sogar eine Förderung in Höhe von 500 Euro. Und auch die Ladestation für die eigene Garage wird mit 100 Euro gefördert. Im größeren Stil unterstützt ENTEGA sogar ganze Gemeinden bei dem Aufbau einer kompletten Lade-Infrastruktur, die Elektroautos mit Ökostrom versorgt. Und wer schon ein Elektroauto fährt, soll natürlich auch belohnt werden: Mit der ENTEGA Ladekarte können ENTEGA Kunden an 7.500 Ladepunkten in ganz Europa für 25 Euro im Monat so oft und so lange tanken, wie sie möchten. Die Zukunft kann kommen.

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