28. April 2012
Familie Klimaschutz

Fit für den Klimaschutz?

Bestandsaufnahme in Mainz-Finthen: Experten der ENTEGA Energieeffizienz analysieren den energetischen Zustand des Hauses. Familie Klimaschutz weiß jedoch schon heute, dass sie deutlich zu viel Energie benötigt.

Endlich in die eigenen vier Wände hieß es für Familie Klimaschutz im Juni 2006, als die Blöchingers in das zweigeschossige Reihenmittelhaus in Mainz-Finthen zogen. Beim ersten Besichtigungstermin überwog jedoch zunächst die Skepsis:
„Das ist zu klein!“ Und wirklich: von außen betrachtet ahnt man nichts von den geräumigen 114 Quadratmetern Wohnfläche, die sich hinter der schmalen Fassade verbergen. Nachdem sie jedoch die Innenräume, den Keller und das ausgebaute Dachgeschoss gesehen haben, war klar, dass hier alle genug Platz finden werden:

„Dieses Haus soll unser künftiges Nest sein.“

Weiterer Pluspunkt: es liegt – ideal für eine Familie mit Kindern und Haustieren – nur 100 Meter vom Ortsrand entfernt, mit viel Platz für z.B. Spaziergänge, Inlineskaten, Fahrradfahren u.v.m. Dazu noch ein Balkon zum in der Sonne sitzen und ein Garten, um eigenes Gemüse und Kräuter anzupflanzen. Kurzum: ein kleines Paradies.

Teures warmes Wasser

Doch spätestens bei der ersten Jahresheizkostenabrechnung dämmerte es Vater Michael, dass sie aus energetischer Sicht von paradiesischen Zuständen noch weit entfernt waren. Konkret: Die laufenden Energiekosten sind wegen der Warmwasserbereitung mit einem elektrisch betriebenen Durchlauferhitzer viel zu hoch. Hinzu kommt eine über 20 Jahre alte Ölheizung – ohnehin nicht die effizienteste Heiztechnologie – bei mangelnder Dämmung des Dachstuhls, bei veralteten Fenstern und bei unisolierter Kellerdecke und Außenwänden. Vater Michael erinnert sich: „Unser Wunsch, die Ölzentralheizung auf Gas umzustellen, blieb leider unerfüllt, weil sich nicht genügend Nachbarn fanden, die für eine Gasleitung in der Straße votierten.“

Eine klimaneutrale und gemütliche Alternative

Stattdessen haben Blöchingers einen Weg gefunden, die Heizkosten – und den CO₂-Ausstoß – wenigstens ein bisschen zu senken: Ein zusätzlicher Holzofen im Wohnzimmer wird mit selbstgehacktem Brennholz betrieben. Außerdem trägt er durch das flackernde Licht und das Knistern des Feuers sehr zur Gemütlichkeit im Winter bei. Soweit, so klimafreundlich. Aber Michael Blöchinger war klar, dass die hohen Energiekosten eigentlich erst mit einer energetischen Rundum-Modernisierung in den Griff zu kriegen sind. „Im nächsten Jahr gehen wir dieses Thema an.“ sagten sich die Blöchingers – Jahr für Jahr aufs Neue, bis heute. Denn immer wieder kam etwas anderes dazwischen und das Vorhaben wurde verschoben.

Eine fachkundige Analyse offenbart die Schwachstellen

Ein klarer Fall für die Experten der ENTEGA Energieeffizienz: Sie gingen Ende März voller Tatendrang an die Schwachstellenanalyse, und die Wärmekameraaufnahmen, die vom Haus erstellt wurden, bestätigten die Befürchtungen: Insbesondere an den veralteten Kunststoff-Fenstern mit Doppelglas, aber auch an der Fassade und im Keller dringt zu viel der Heizenergie nach draußen, die eigentlich im Inneren für kuschelige Wärme sorgen soll. Das ist ineffizient, teuer, und setzt – völlig unnötig – Kohlendioxid frei.

Mit zahlreichen Daten und Messergebnissen im Gepäck machen sich die Planer nun ans Werk. In der kommenden Ausgabe stellen wir die geplanten Maßnahmen vor, die geeignet sind, den Energieverbrauch zum Heizen auf unter ein Viertel des jetzigen Bedarfes zu senken.

Bis zu 75 % eingesparte Heizkosten – das ist eine Menge Geld und die Blöchingers haben bestimmt schon viele Ideen, was man damit anstellen könnte.

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