29. November 2013
Energie sparen

Die häufigsten Energiespartypen: vom Energiefresser bis zum Asketen.

Mit Energie geht jeder anders um. Der eine verbraucht mit großer Leidenschaft, der andere spart akribisch. Ein nicht ganz ernstgemeinter Vergleich der häufigsten Verbrauchertypen.

Der Energiefresser

Er trägt Shorts, schlürft kühle Getränke aus dem Eisfach und genießt die karibische Brise in seinem Wohnzimmer. 250°-Umluftherd sei Dank. Wird’s ihm doch mal zu warm: Der offene Kühlschrank sorgt für Abkühlung. Das Abendprogramm? Erst in die heiße Badewanne, dann vor den heißgeliebten Fernseher. Ein Erbstück aus den 70ern, mit der Länge und Breite eines LKW und mit entsprechendem Energieverbrauch.

Ebenso alt: der Wäschetrockner. Den einfach mal abschalten? Niemals. Denn nichts beruhigt mehr als das konstante Rauschen eines ständig laufenden Trockners! Und Beruhigung tut schließlich not, wenn die Stromrechnung eintrifft, die unseren Energiefresser jedes Jahr in eine persönliche Finanzkrise stürzt. Und den Klimawandel? Den hält er für eine Erfindung der Medien und träumt lieber von einem mobilen Kraftwerk, das er stets bei sich tragen kann, um sich der Energieverschwendung hinzugeben.

Der Energiekonfuse

Der Energiekonfuse weiß: So manches seiner Geräte verbraucht viel Strom. Aber was Strom ist, wo er herkommt, wo er hingeht und wo eigentlich am Ende des Monats das ganze Geld geblieben ist? Das weiß er nicht genau.

Klar, dass sein Stromverbrauch zu hoch ist. Anders als der Energiefresser verspürt er zwar nicht den Drang, seinen Gerätepark ständig unter Volllast zu fahren. Aber es fehlt ihm an Wissen. Er ahnt nur vage, dass es sparsamere Geräte und günstigere Stromanbieter gibt, dass ein Vollbad mehr Energie verbraucht als eine schnelle Dusche und dass auch der Standby-Betrieb Energieverschwendung ist. Doch es besteht Hoffnung: Der Energiekonfuse ist zugänglich für Aufklärung. Denn im Grunde steckt in fast jedem Konfusen ein Energiebewusster, der befreit werden will!

Der Energiebewusste

Der energiebewusste Verbraucher weiß genau, wie viel Energie er verbraucht, was sie kosten kann und wo er Energiekosten sparen kann. Für seinen alten Kühlschrank hat er sich ein Messgerät geliehen, die Werte in Excel eingetragen und mit verschiedenen Neugeräten verglichen.

Sein neuer Kühlschrank – Energieeffizienzklasse A+++ – wird sich schon am 17. November refinanziert haben. Ab dann spart er bares Geld! Auch von seinem Auto hat er sich getrennt, weil es sich nicht mehr gerechnet hat. Stattdessen ist er heute Kunde bei zwei Carsharing-Anbietern. Im Vergleich zum Asketen verbraucht der Energiebewusste zwar noch reichlich Energie. Allerdings nur dort, wo es notwendig ist. Und selbstverständlich nur Ökostrom, der seinen Preis auch wert ist. Denn das Klima liegt ihm ebenso am Herzen wie sein Geldbeutel.

Der Energieasket

Fast könnte man von Energieverschwendung sprechen, so viel Zeit verbringt der Energieasket damit, über seinen Energiehaushalt nachzudenken. Im Winter treffen wir ihn in seinem Wohnzimmer im Skianzug und mit heruntergelassenen Rollläden an. So verteidigt er bei der Lektüre eines guten Buches verbissen seine Körperwärme.

Dazu lauwarmen Tee. Denn Wasserkochen ist Verschwendung! Seine Wäsche wäscht er kalt. Im Sparprogramm – auch wenn das sieben Stunden dauert. So ist er stets auf der Jagd nach neuen Möglichkeiten, Energiekosten zu sparen. Denn schließlich ist jedes gesparte Kilowatt für ihn ein persönliches Erfolgserlebnis.

Energiefresser oder Asket?
Sie ahnen vielleicht schon, welcher Energiespartyp Sie sind. Wir laden Sie herzlich zum Selbstbekenntnis per Kommentar ein! Oder haben wir Eigenschaften der verschiedenen Energiespartypen vergessen? Wir freuen uns über jeden neuen Charakterzug für unsere Typen!

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  1. Welcher EnergiesparTYP ich bin? – "Vier Seelen wohnen – ach! – in meiner Brust!"

    (Frei nach dem hessischen Dichterfürsten Goethe in dessen FAUST!;)

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