22. November 2012
Familie Klimaschutz

Chronologie der Klimaneutralität

Was bisher geschah: die wichtigsten Etappen von Familie Klimaschutz auf ihrem Weg zum klimaneutralen Leben.

Um die Klimaerwärmung bis zum Jahr 2050 auf 2° Grad zu begrenzen – eine erklärte Zielsetzung der Vereinten Nationen – müsste der CO2-Ausstoß jedes einzelnen deutlich reduziert werden. Wie lässt sich dieses Absenken von derzeit jährlich ca. 11 t CO2 /Person in Deutschland auf maximal 2t CO2 /Person bewerkstelligen? Bedeutet das nicht, dass wir freiwillig auf die meisten Annehmlichkeiten unseres Lebens verzichten müssten?

Ist denn ein Ökostromtarif nicht bereits genug? Welche Potenziale bietet eine energieeffiziente Umrüstung eines Wohnhauses? Kann der einzelne Verbraucher überhaupt etwas ausrichten, solange Staaten oder die Wirtschaft in Klimafragen vermeintlich untätig bleiben? All dies mündete in einer zentralen Frage:

Könnte eine ganz normale Familie für ein Jahr lang klimaneutral leben?

Um eine Antwort zu finden, entschied sich ENTEGA für einen ungewöhnlichen Schritt: Lasst es uns einfach ausprobieren. Und so begann die Suche nach einer mutigen und experimentierfreudigen Familie mit Eigenheim. Hier noch mal die wichtigsten Ereignisse im Überblick:

Oktober 2011

Der erste Aufruf in der Presse: ENTEGA sucht eine Familie, die bereit ist auszuprobieren, wie Klimaschutz im Alltag funktioniert.

Februar 2012

Aus zahlreichen Bewerbern wählt ENTEGA Familie Blöchinger aus Mainz aus. Sie sind ab sofort für ein Jahr unsere „Familie Klimaschutz“.

März 2012

CO2-Fußabdruck der Familie in den Bereichen Strom & Heizung, Verkehr & Reisen, Ernährung sowie öffentlicher & privater Konsum. Das Ergebnis: 39,03 Tonnen für 4 Personen (zum Vergleich: deutscher Durchschnitt 11 t CO2 pro Person und pro Jahr)

April 2012

Die Effizienzexperten der ENTEGA nehmen das 114 qm große Reihenmittelhaus genau unter die Lupe. Eine Thermographie-Aufnahme mit der Wärmebildkamera offenbart die energetischen Schwachstellen am Reihenhaus. Auf diese sorgfältige Analyse folgt die Ausarbeitung eines konkreten Maßnahmenplans zur Steigerung der Energieeffizienz.

Mai 2012

Der Vertrag ist unter Dach und Fach. Die Techniker geben eine Fassaden- und Kellerdeckendämmung, neue Fenster sowie eine Luft/Wasser-Wärmepumpe in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage in Auftrag.

Juni 2012

Der Stromverbrauch wird auf Optimierungspotenziale untersucht. Familie Klimaschutz erhält zahlreiche Tipps und technische Geräte, die den Verbrauch deutlich senken sollen.

Juli 2012

Das Baugerüst wird aufgebaut: Das ist der Startschuss für die konkreten Umbaumaßnahmen. Im Keller wird die alte Heizung – und vor allem die alten Öltanks –entfernt, die Kellerdecke gedämmt. Die alten Fenster und Balkontüren werden durch neue, dreifachverglaste Modelle ersetzt. Die Fassade wird mit 16 cm dicken Polystyrol-Platten eingepackt, anschließend die Wand mit eingefärbtem Putz versehen.
Im Garten wird die neue Luft/Wasser-Wärmepumpe mit einer Außen- und einer Inneneinheit installiert. Die Dachdecker errichten eine 16 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage auf dem nach Südwesten ausgerichteten Dach. Diese nimmt am 31. Juli 2012 offiziell ihren Betrieb auf. Der Tag der Inbetriebnahme legt die zugesicherte Vergütung des überschüssigen Stroms für die nächsten zwanzig Jahre fest – bei Blöchingers 18,92 Cent/kWh.

August 2012

Mitte des Monats wird das Gerüst wieder abgebaut, bis auf kleine Schönheitsreparaturen sind die meisten Arbeiten erledigt und haben bereits begonnen, ihre energiesparende Wirkung zu entfalten.

September 2012

Nach zusätzlichen Änderungen an der Außeneinheit geht die Luft/Wasser-Wärmepumpe in Betrieb.

Oktober 2012

Ende des Monats fällt der erste Schnee und läutet nun auch sichtbar den Winter ein. Erst wenn die Heizperiode im kommenden Frühjahr zu Ende geht, lassen sich die Verbrauchswerte mit den Zahlen des Vorjahres vergleichen, um eine abschließende Bilanz zu ziehen.

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