3. März 2012
Familie Klimaschutz

Eindeutiges Bekenntnis zu mehr Klimaschutz

Eindeutiges Bekenntnis zu mehr Klimaschutz: Die Energieeinsparverordnung EnEV verhindert, dass in Gebäuden wertvolle Energie verloren geht.

Gesetzlicher Klimaschutz seit über 30 Jahren – die Energieeinsparverordnung. Müssen auch Sie aktiv werden?

Wenn die Politik in Wahlversprechen, in Regierungserklärungen und auf internationalen Klimagipfeln ihr Bekenntnis zu mehr Klimaschutz und reduzierten CO2-Emissionen betont, halten viele dies für Sonntagsreden, denen kaum Taten folgen. Sparen und bewusst mit Ressourcen umgehen müssen schließlich die Bürger selbst, oder?

Doch der Gesetzgeber verfügt über einige wirkungsvolle Instrumente, um den postulierten Zielen auch deutlich nahe zu kommen.

Zum einen sind dies positive Anreize wie Fördergelder, Steuervergünstigungen und Kredite. Zum anderen gesetzliche Bestimmungen und Au?agen, die insbesondere bei Neubauten verhindern sollen, dass Energie verschwendende Bausünden der Vergangenheit wiederholt werden. Dies betrifft Projekte aller Art, kommerziell und industriell genutzte Gebäude, Bauten der öffentlichen Hand und nicht zuletzt auch ganz normale Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Das erste Maßnahmenpaket, das Energieeinsparungsgesetz EnEG ’76, entstand 1976 unter dem Schock der Ölkrise, als die starke Abhängigkeit vom fossilen Energieträger Erdöl offenbar wurde. Nach einigen Novellen und Überarbeitungen ist gegenwärtig die EnEV 2009 in Kraft. Ihr offizieller Titel: Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden.

Die wichtigsten Inhalte: Die EnEV legt fest, wieviel Energie ein Gebäude, bedingt durch seine Bausubstanz und Anlagentechnik, verbrauchen darf. Für die Heizung, für die Lüftung, für die Warmwasser- und Stromversorgung. Sie legt fest, welche Nachweise erbracht werden müssen und wer Kontrolluntersuchungen durchführt.

Das klingt zunächst kompliziert, doch die meisten Regelungen betreffen Neubauten und somit Bauherren, Architekten, Ingenieure und Sachverständige. Wer bereits ein Haus oder eine Wohnung besitzt, muss sich erst vor größeren Um- und Ausbauten oder einem geplanten Verkauf Gedanken machen. Im Falle des Eigentümerwechsels ist die Ausstellung eines Energieausweises notwendig. Dieser ist nicht nur Vorschrift, der Nachweis einer hinreichenden Energieef?zienz erhöht darüber hinaus auch den Marktwert einer Immobilie beträchtlich.

Was ändert sich im Jahr 2012?

Seit dem 1. Januar 2012 gelten neue Richtlinien für die Dämmung von nicht isolierten Dachböden. Wichtig zu wissen für Eigentümer: Nicht begehbare oberste Geschossdecken müssen so gedämmt sein, dass sie einen U-Wert (Wärmedämmwert oder technisch Wärmedurchgangskoef?zient) von mindestens 0,24 W/mK (zuvor nach EnEV 2007 nur <= 0,30 W/mK) einhalten.

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