Energiemarkt aktuell

Die aktuelle Situation
am Energiemarkt.

Was unsere Kundinnen und Kunden jetzt wissen müssen.

Soforthilfe Gas, Gaspreisbremse und Gaspreis

Fragen zur Soforthilfe Gas und Gaspreisbremse

Was ist das Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz?

Der Staat möchte mit dem Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz unter anderem Gaskundinnen und -kunden schnell von den hohen Energiepreisen entlasten. Diese Entlastungen sollen als finanzielle Überbrückung bis zur Einführung der Gaspreisbremse (voraussichtlich März 2023) dienen. In einem ersten Schritt entfällt daher für Privat- und Gewerbekunden im Dezember 2022 die Pflicht, den Gas-Abschlag zu zahlen.

In einem zweiten Schritt wird in der nächsten Verbrauchsabrechnung, die den Monat Dezember umfasst, der einmalige Entlastungsbetrag ermittelt und auf der Rechnung gutgeschrieben. Der einmalige Entlastungsbetrag wird vom Staat bezahlt und auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen ermittelt: Ein Zwölftel des prognostizierten Gas-Jahresverbrauchs multipliziert mit dem für den 1. Dezember 2022 vereinbarten Arbeitspreis. Der Grund- und ein etwaiger Leistungspreis für den Monat Dezember fließen ebenfalls anteilig ein. Der prognostizierte Jahresverbrauch ergibt sich aus den historischen Verbrauchswerten der Verbrauchsstelle oder den Meldungen des zuständigen Netzbetreibers.

Was bedeutet die Soforthilfe für mich? Wie setzt ENTEGA die Soforthilfe um?

Die Soforthilfe bedeutet, dass bei ENTEGA im Dezember 2022 keine Gas-Abschläge zu zahlen sind. Bei der nächsten Verbrauchsabrechnung, die den Monat Dezember 2022 umfasst, wird ein einmalige Entlastungsbetrag gutgeschrieben. Er wird auf Basis der gesetzlichen Vorgaben bestimmt und weicht von dem Dezember-Abschlag ab. Den einmaligen Entlastungsbetrag zahlt der Staat.

Wie kann ich Energie sparen?

Durch Energieeinsparungen können Kosten gespart werden. Wenn Sie beispielsweise die Temperatur in Ihrer Wohnung um 1° Celsius senken, können Sie etwa 6% Energie einsparen.

Wir haben einige Tipps zum Energiesparen hier für Sie zusammengestellt.

Zahlt der Staat meinen Dezember-Abschlag?

Nein, der Staat zahlt nicht den Dezember-Abschlag für Gas. Zur schnellen Unterstützung der Kundinnen und Kunden entfällt die Pflicht, im Dezember 2022 den Gas-Abschlag zu zahlen. Auf der nächsten Verbrauchsabrechnung, die den Monat Dezember umfasst, wird ein einmaliger Entlastungsbetrag berücksichtigt. Die Ermittlung des Entlastungsbetrags erfolgt auf Basis der gesetzlichen Vorgaben. Der Staat zahlt den einmaligen Entlastungsbetrag. Der einmalige Entlastungsbetrag weicht von dem Dezember-Abschlag für Gas ab.

Warum weichen Abschlagsbetrag und einmaliger Entlastungsbetrag voneinander ab?

Der Staat bezahlt einen einmaligen Entlastungsbetrag, der in der Verbrauchsabrechnung, die den Monat Dezember 2022 enthält, berücksichtigt wird. Dieser Entlastungsbetrag ergibt sich gemäß den gesetzlichen Vorgaben aus einem Zwölftel des prognostizierten Jahresverbrauchs multipliziert mit dem für den 1. Dezember 2022 vereinbarten Arbeitspreis. Der Grund- und ein etwaiger Leistungspreis für den Monat Dezember fließen ebenfalls anteilig ein. Der prognostizierte Jahresverbrauch ergibt sich aus den historischen Verbrauchswerten der Verbrauchsstelle oder den Meldungen des zuständigen Netzbetreibers.

Da ENTEGA in der Regel nur elf Abschläge erhebt und die Abschläge anders berechnet werden als der einmalige Entlastungsbetrag, kommt es zu Abweichungen. Der Gesetzgeber hat sich für diesen Weg entschieden. Bitte haben Sie Verständnis, dass ENTEGA keinen Einfluss auf die Vorgaben zur Berechnung des einmaligen Entlastungsbetrags hat.

Wann wird die Dezember-Soforthilfe auf mein Konto überwiesen?

Die Soforthilfe wird nicht überwiesen. Bei ENTEGA werden die Abschlagszahlungen für Gas im Dezember 2022 nicht eingezogen. Die endgültige Höhe der Entlastung wird erst bei der Verbrauchsabrechnung, die den Monat Dezember 2022 umfasst, ermittelt und berücksichtigt.

Kann ich den Dauerauftrag für die Abschlagszahlung im Dezember aussetzen?

Im Rahmen der vorläufigen Dezemberhilfe entfällt die Pflicht, den Gas-Abschlag im Dezember 2022 zu zahlen. Daher kann die Abschlagszahlung für die Sparte Gas ausgesetzt werden. Darüber hinaus besteht der Abschlagsplan unverändert fort. Es entsteht Ihnen kein Nachteil, wenn Sie den Dauerauftrag unverändert weiterführen. Die Zahlungen werden bei der nächsten Verbrauchsabrechnung berücksichtigt.

Beachten Sie bitte: Bei Strom ist der Abschlag im Dezember zu zahlen.

Ich habe der ENTEGA ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt. Zieht ENTEGA im Dezember den Abschlag ein?

Um die Gaskundinnen und -kunden schnell zu unterstützen, entfällt im Rahmen einer vorläufigen Entlastung die Pflicht, Gas-Abschläge im Dezember 2022 zu zahlen. ENTEGA zieht daher im Dezember 2022 keine Abschlagszahlungen für die Sparte Gas ein.

Beachten Sie bitte, dass in der Sparte Strom der Abschlag im Dezember unverändert eingezogen wird.

Ich habe einen Dauerauftrag und versehentlich den Dezemberabschlag überwiesen. Bekomme ich das Geld zurück?

In Ihrer nächsten Verbrauchsabrechnung wird der zu viel gezahlte Abschlag als zusätzliche Zahlung entsprechend berücksichtigt.

Warum berücksichtigt der Entlastungsbetrag nicht meinen tatsächlichen Verbrauch?

Der einmalige Entlastungsbetrag ergibt sich gemäß den gesetzlichen Vorgaben aus einem Zwölftel des prognostizierten Jahresverbrauchs multipliziert mit dem für den 1. Dezember 2022 vereinbarten Arbeitspreis. Der Grund- und ein etwaiger Leistungspreis für den Monat Dezember fließen ebenfalls anteilig ein. Der prognostizierte Jahresverbrauch ergibt sich aus den historischen Verbrauchswerten der Verbrauchsstelle oder den Meldungen des zuständigen Netzbetreibers.

Der Gesetzgeber hat sich für diesen Weg entschieden, um Missbrauch zu verhindern. Bitte haben Sie Verständnis, dass ENTEGA keinen Einfluss auf die Vorgaben zur Berechnung des einmaligen Entlastungsbetrags hat.

Kümmert sich ENTEGA um alles oder muss ich auch etwas machen?

Wenn Sie ENTEGA eine Einzugsermächtigung erteilt haben, müssen Sie nichts weiter tun. Falls Sie die Abschläge beispielsweise mit einem Dauerauftrag selbst überweisen, können Sie auf die Zahlung des Dezemberabschlags für Gas verzichten. Bei Strom wird der Abschlag im Dezember unverändert fällig. Weiterer Handlungsbedarf besteht nicht. ENTEGA kümmert sich um alles.

Es entsteht Ihnen kein Nachteil, wenn Sie den Dauerauftrag unverändert weiterführen. Die Zahlungen werden bei der nächsten Verbrauchsabrechnung berücksichtigt.

Die Kündigung beim bisherigen Lieferanten ist erfolgt und ich bin Neukunde bei ENTEGA. Von wem erhalte ich die Entlasung?

Für die Abwicklung der Entlastung ist der Lieferant verantwortlich, bei dem der Kunde zum Stichtag 1. Dezember 2022 in Belieferung ist. Falls Sie zu diesem Zeitpunkt von ENTEGA beliefert werden, kümmert sich ENTEGA um die Entlastung. In allen anderen Fällen erhalten Sie die Entlastung von Ihrem vorherigen Lieferanten.

Ich erhalte im Dezember meine Verbrauchsabrechnung. Wann bekomme ich meine Soforthilfe?

Sollten Sie im Dezember Ihre Verbrauchsabrechnung erhalten, ist der einmalige Entlastungsbetrag, den der Staat zahlt, dort bereits berücksichtigt.

Wie funktioniert die sogenannte Gaspreisbremse?

Die Entlastung bei den Gaspreisen erfolgt in einem Zwei-Stufen-Modell:

In einer ersten Stufe werden die Kundinnen und Kunden im Rahmen der Soforthilfe im Dezember 2022 entlastet.

Ab 1. März 2023 soll in einer zweiten Stufe die Gaspreisbremse umgesetzt werden. Im Rahmen der Gaspreisbremse soll für eine festgelegte Gasmenge der Preis gedeckelt werden. Für den über das Verbrauchskontingent hinausgehenden Verbrauch soll der vertraglich vereinbarte Preis Anwendung finden.
Derzeit ist noch nicht klar, wie der Gesetzgeber die Gaspreisbremse umsetzt. Wir bitten daher um Geduld, bis die gesetzlichen Rahmenbedingungen feststehen.

Ich beziehe Fernwärme. Was gilt in diesem Fall?

Die Informationen zum Vorgehen bei Fernwärme finden Sie hier zusammengestellt.

Allgemeine Fragen zum Gaspreis

Warum erhöht sich der Gaspreis?

Aktuell sehen wir uns insbesondere aufgrund der sehr hohen Beschaffungskosten für Gas veranlasst, die Gaspreise zu erhöhen. Die Beschaffungskosten steigen seit längerer Zeit massiv.
Darüber hinaus verteuert seit dem 1. Oktober 2022 eine neue staatliche Umlage die Gaspreise zusätzlich: Die Speicherumlage in Höhe von 0,059 Cent/kWh (netto). Die Umlage dient der Finanzierung der Kosten für die Füllung der Gasspeicher zur Erreichung der gesetzlich vorgeschriebenen Füllstände. ENTEGA hat auf die Erhebung der neuen Umlage sowie deren Höhe keinen Einfluss.

Die Gasbeschaffungsumlage wird nun doch nicht erhoben. Wie wirkt sich das auf die für den 1. November 2022 angekündigte Preisanpassung aus?

Die Bundesregierung hat am Donnerstag, den 29. September 2022 verkündet, dass die Gasbeschaffungsumlage noch vor Inkrafttreten entfällt. Zu dem Zeitpunkt, als unsere Kundinnen und Kunden das Preisanpassungsschreiben erhalten haben, hatte die Bundesregierung die Einführung der Gasbeschaffungs- und Speicherumlage beschlossen. Unsere Preisanpassung zum 1. November 2022 berücksichtigt daher die Gasbeschaffungsumlage sowie die Speicherumlage. Die Speicherumlage bleibt bestehen, die Gasbeschaffungsumlage wird zurückgenommen. Wir passen daher die Gastarife mit Wirkung zum 1. November 2022 an und reduzieren den Arbeitspreis um die Gasbeschaffungsumlage von 2,419 Cent/kWh (netto). Auf die erneute Versendung eines Preisanpassungsschreibens verzichten wir. Auf der Verbrauchsabrechnung wird der Wegfall der Gasbeschaffungsumlage auf jeden Fall berücksichtigt.

Gilt für meinen Tarif eine Preisgarantie?

Seit Juli 2022 verlängern wir keine Preisgarantien. Sollte in Ihrem Vertrag noch eine Preisgarantie gelten, schauen Sie bitte in Ihr letztes Preisanpassungsschreiben. Hier erfahren Sie, ob eine Preisgarantie ausgesprochen wurde und wie lange diese gilt.

Gibt ENTEGA die befristete Mehrwertsteuersenkung auf Gas und Fernwärme weiter?

Die Mehrwertsteuer für Gas und Fernwärme wird im Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis 31. März 2024 auf 7 Prozent gesenkt. Wir geben die Senkung vollumfänglich weiter. Auf der Verbrauchsrechnung wird die befristete Mehrwertsteuersenkung berücksichtigt.

Ist die SLP Bilanzierungsumlage für Gas neu?

Die neue Höhe der SLP Bilanzierungsumlage wurde vom Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe am 18. August 2022 gemeinsam mit der Speicherumlage bekanntgegeben. Sie steigt zum 1. Oktober 2022 von 0 Cent/kWh (netto) auf 0,57 Cent/kWh (netto). Die SLP Bilanzierungsumlage ist keine neue Umlage wie die Speicherumlage. Es handelt sich um eine bereits bestehende Umlage, die auch schon in der Vergangenheit erhoben wurde.

Strompreis und Strompreisbremse

Was ist die Strompreisbremse und wie setzt ENTEGA das um?

Die Bundesregierung plant eine sogenannte Strompreisbremse. Bei der Strompreisbremse soll für eine bestimmte Strommenge der Preis gedeckelt werden. Für den über das Verbrauchskontingent hinausgehenden Stromverbrauch soll der vertraglich vereinbarte Preis Anwendung finden.

Aktuell ist noch unklar, wie der Gesetzgeber die Strompreisbremse umsetzt. Wir bitten daher um Geduld, bis die gesetzlichen Rahmenbedingungen feststehen. Zum aktuellen Zeitpunkt besteht für unsere Kundinnen und Kunden kein Handlungsbedarf.

 

Warum erhöht sich der Strompreis?

Zurzeit zwingen uns insbesondere die sehr hohen Beschaffungskosten für Strom zur Anpassung der Strompreise.

Warum haben die hohen Gaspreise auch Einfluss auf Ökostromtarife?

Da die Erneuerbaren Energien nicht genügend Strom produzieren, um die gesamte deutsche Stromnachfrage zu decken, sind weitere Kraftwerke - wie unter anderem Gas- oder Kohlekraftwerke - erforderlich. An der Strombörse bestimmt das Kraftwerk den Preis, dessen Erzeugungskapazitäten als letztes benötigt werden, um die Stromnachfrage zu bedienen. Hierbei handelt es sich um das teuerste Kraftwerk. Das sind aktuell die Gaskraftwerke. Dieses Marktdesign führt dazu, dass das teuerste Kraftwerk den Preis für alle Erzeugungsarten festlegt, sodass auch die Beschaffungspreise für Ökostrom entsprechend teuer sind.

Trotzdem tragen unsere Kundinnen und Kunden durch ihre Entscheidung, Ökostrom von ENTEGA zu beziehen, aktiv zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Energiewende bei. Denn je mehr Strom aus regenerativen Energien nachgefragt wird, desto mehr Ökostrom wird in das Netz eingespeist. Wenn also immer mehr Menschen Ökostrom verlangen, muss auch immer mehr davon produziert werden.

Gibt ENTEGA die Senkung der EEG-Umlage und die damit verbundene Preissenkung an die Kundinnen und Kunden weiter?

ENTEGA gibt die Senkung der EEG-Umlage zum 1. Juli vollumfänglich und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben an die Kundinnen und Kunden weiter.

Sofern die Preise bis einschließlich 30. Juni vereinbart wurden, reduzieren wir den am 1. Juli gültigen Arbeitspreis um die EEG-Umlage in Höhe von 3,72 Cent/kWh (netto). Der Grundpreis bleibt davon unberührt. Der gesenkte Arbeitspreis wird in der Verbrauchsabrechnung berücksichtigt. ENTEGA kümmert sich um alles, sodass für unsere Kundinnen und Kunden kein Handlungsbedarf besteht.

In den Preisen, die ab dem 1. Juli vereinbart wurden, ist die EEG-Umlage nicht mehr enthalten. Eine weitere Senkung der Preise aufgrund der EEG-Entlastung erfolgt daher nicht.

Kommt die EEG-Umlage zum 1. Januar 2023 wieder?

Nein, die EEG-Umlage wird nach heutigem Gesetzgebungsstand ab dem 1. Januar 2023 nicht mehr erhoben. Die EEG-Umlage und damit der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird künftig vollständig über den Bundeshaushalt finanziert.

Versorgungssicherheit

Ist die Gasversorgung in Deutschland gefährdet?

Aktuell ist die Gasversorgung weiterhin gewährleistet. Es lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, wie lange die Versorgung ohne größere Eingriffe nahezu im Normalzustand weiterlaufen kann. In einer Gasmangellage sind Haushaltskunden und Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäuser durch gesetzliche Bestimmungen besonders geschützt. Sie sollen möglichst bis zuletzt mit Gas versorgt werden. Durch den verantwortungsvollen Umgang mit Energie und das Einsparen von Gas kann bereits heute jeder zur Versorgungssicherheit beitragen.

Was bedeutet die Ausrufung der Alarmstufe?

Die Alarmstufe ist die zweite Stufe im Notfallplan Gas. Die Versorgungssicherheit ist weiter gewährleistet. Die Lage muss jedoch sehr genau beobachtet werden. Aus Vorsorgegründen soll der Energieverbrauch gesenkt werden. In dieser Stufe kümmern sich die Marktakteure wie Netzbetreiber und Gashändler eigenverantwortlich um die Aufrechterhaltung der Gasversorgung.

Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ändert sich allein mit mit der ausgerufenen Alarmstufe erst einmal nichts. Es ist jedoch wichtig, dass Energie eingespart wird. Tipps zum Energie- und Heizkostensparen haben wir hier zusammengestellt.

Es lässt sich aktuell noch nicht abschätzen, wie lange die Versorgung ohne größere Eingriffe nahezu im Normalzustand weiterlaufen kann.

Was ist der Notfallplan Gas?

Der Notfallplan Gas gilt für Deutschland insgesamt und ist mit der Europäischen Union koordiniert. Er regelt das Vorgehen in Deutschland, wenn sich die Versorgungslage massiv zu verschlechtern droht. Ab einer bestimmten Situation greift der Staat in das Marktgeschehen ein, um die Gasversorgung so lange wie möglich zu sichern.

Welche weiteren Maßnahmen sieht der Notfallplan vor?

Nach der Alarmstufe kann die Notfallstufe ausgerufen werden. In der Notfallstufe gibt es eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas, eine erhebliche Störung der Gasversorgung oder eine andere erhebliche Verschlechterung der Versorgungslage. Der Staat greift in den Markt ein und kann die Bundesnetzagentur als Bundeslastverteiler einsetzen. Die Bundesnetzagentur koordiniert dann gemeinsam mit den Netzbetreibern die Gasverteilung.
Ziel ist es, die Gasversorgung von gesetzlich geschützten Kunden möglichst lange aufrechtzuerhalten. Zu den geschützten Kunden zählen beispielsweise Haushaltskunden oder soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser.

Was können Verbraucherinnen und Verbraucher im Moment tun?

Gehen Sie bitte verantwortungsvoll mit Ihrem Gas um und reduzieren Sie Ihren Verbrauch dort, wo eben möglich. Insbesondere Heizenergie bietet Sparpotential.

Ein solidarisches Miteinander ist ebenfalls ein wichtiger Baustein zur Vermeidung einer weiteren Eskalation.

Hier haben wir einige Energiespartipps für Sie zusammengestellt.

Wie sehen Alternativen aus, um Deutschland sicher mit Erdgas zu versorgen?

Derzeit wird verstärkt Flüssigerdgas (LNG) mit Großtankern aus den USA nach Europa geliefert. Die USA haben eine Erhöhung der langfristigen Lieferungen zugesagt. Die derzeit größten LNG-Anbieter sind Katar, Australien und auch die USA. Insbesondere dort sind viele Produzenten in der Lage, ihre Angebotsmenge kurzfristig auszuweiten, um auf eine erhöhte Nachfrage zu reagieren. Hinzu kommt die sehr gute Gasspeicher-Infrastruktur insbesondere in Deutschland sowie das europäische Gas-Verbundnetz, dass den innereuropäischen Gas-Austausch ermöglicht und das in den vergangenen Jahren immer stärker ausgebaut worden ist.

Mittelfristig werden der massive Ausbau Erneuerbarer Energien, eine diversere Lieferstruktur für alle Energieimporte und der Hochlauf von Wasserstoff entscheidend für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit in Deutschland sein.

Kann die Versorgung mit Erdgas ohne Lieferungen aus Russland im nächsten Winter gesichert werden?

Die Energiewirtschaft beobachtet die Situation sehr genau und ist in ständigem Austausch mit dem Bundeswirtschaftsministerium. Es lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, wie lange die Versorgung ohne größere Eingriffe nahezu im Normalzustand weiterlaufen kann. Für die kommende Heizperiode im Winter 2022/2023 werden verschiedene Maßnahmen die Versorgungssicherheit stützen: Die über den Sommer gefüllten Gasspeicher, steigende Importe aus westlichen und nördlichen Nachbarländern, ein erstes verfügbares Terminal zur Anlandung von Flüssiggastankern und Energieeinsparungen. Dabei sind insbesondere Energieeinsparungen in den privaten Haushalten von besonderer Wichtigkeit. Jede Kilowattstunde Gas, die einspart wird, hilft.

Tipps zum Energie- und Heizkostensparen haben wir hier zusammengestellt.

Im Winter sollen Verbraucherinnen und Verbraucher Gas sparen. Ist es sinnvoll, elektrische Heizlüfter zu kaufen?

Elektrische Heizgeräte wie beispielsweise Heizlüfter sind nicht geeignet, eine Heizung zu ersetzen. Sie sollten daher nur mit Bedacht genutzt werden. Da diese Geräte einen sehr hohen Strombedarf haben, können sie den Stromverbrauch deutlich erhöhen. Das führt zu zusätzlichen Kosten und gegebenenfalls Nachzahlungen. Gleichzeitig stellt diese Art von elektronischen Heizgeräten eine zusätzliche Belastung für das Stromnetz dar. Sie können das Stromnetz überlasten, da es für die massenhafte Nutzung solcher Geräte nicht ausgelegt ist.

Um gut durch den Winter kommen, ist Energiesparen von entscheidender Bedeutung. Wer die Temperatur in allen Räumen nur um ein Grad senkt, kann rund 6 Prozent Gas sparen. Tipps zum Energie- und Heizkosten sparen haben wir hier zusammengestellt.

Frag Ella.

Sie finden keine passende Antwort auf Ihre Frage zur aktuellen Situation auf dem Energiemarkt? Kein Problem. Fragen Sie einfach Ella, unsere digitale Assistentin.

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