16. Oktober 2013
Energie sparen

Höherer Stromverbrauch pro Kopf: Wenn das Baby zum Stromfresser wird.

Kommt ein Baby ins Haus, steigt der Energieverbrauch. In vielen Fällen wirkt sich das direkt auf die Stromkosten aus. Dani Doege, erfolgreiche Bloggerin und selbst Mutter, hat sich gefragt, ob das wirklich sein muss und ist dem Phänomen der steigenden Stromkosten mit Baby mal nachgegangen.

Irgendwo habe ich mal gelesen: kleine Kinder – kleine Sorgen, große Kinder – große Sorgen.

 

So ähnlich läuft das auch mit dem Strom. Je älter die Kinder, desto höher der Stromverbrauch pro Kopf im Haushalt. Wer – wie ich vor bereits sechs Jahren – in die glückliche Situation gelangt, sich ein Kind zuzulegen, wird erst mal schlucken, wenn der Bedarf an Strom und Heizung auf einmal enorm steigt und sich das durchaus deutlich auf der Stromrechnung bemerkbar macht. Statistisch gesehen verursacht ein Baby 10 % mehr Stromverbrauch im Haushalt.

Das liegt an all den Gerätschaften, die man sich neuerdings kaufen kann, wenn so ein Zwerg mit im Haus wohnt. Und natürlich auch daran, dass mindestens eine Person plus Baby plötzlich wesentlich öfter zuhause ist als zu Zeiten, zu denen alle Hausbewohner noch regelmäßigen Jobs nachgegangen sind. Die Glotze läuft öfter, der Rechner – als einfachste Kontaktaufnahme zur Außenwelt – vermutlich ebenso, das Licht brennt überall und generell werden Geräte einfach öfter genutzt. Weil: Wenn das Kind nur mit Staubsaugerlärm einschlafen will, dann saug ich eben öfter meine Wohnung. Da sind die ausgeweitete Nutzung der Waschmaschine, der jetzt unbedingt benötigte Wäschetrockner und

“Ich brauche Kaffee – zur Not auch ohne Koffein”

noch gar nicht eingerechnet.
Aber wie es eben so ist: So ein kleines Baby spuckt viel Milch und später dann auch Brei, im Idealfall auf den Pulli von Mama UND Papa. Und von undichten Windeln will ich hier gar nicht erst anfangen!

Dazu noch eine Wärmelampe über dem Wickeltisch, ein High-Class-Babyphon mit Liveübertragung direkt aus dem Babybett jeden Mittag und Abend, Wärmelampen, Wärmedecken, Gläschenaufwärmer, Gläschenspülgerät, Kindermahlzeitengargeräte, das Nachtlicht, das am Strom hängt …

Jedenfalls: Alles ist irgendwie mehr – außer Schlaf.

Um den Stromverbrauch im Haushalt in die Höhe zu treiben, gibt es heute viele wunderbare Möglichkeiten, brauchbare und unbrauchbare. Weil mal ganz ehrlich: Ich hatte weder ein Babyphon noch eine Wärmelampe (ich hatte nicht mal einen Wickeltisch – da könnte das Kind ja runterfallen …), keine Gerätschaften zur Aufbereitung meiner Fläschchen und auch keinen Wäschetrockner … Und irgendwie, ja wirklich, irgendwie habe ich die ersten Monate ganz ohne diesen Zusatzkram überlebt. :)

Um den Energieverbrauch pro Kopf zu senken, lässt sich aber in jedem Haushalt etwas tun. Das fängt an mit Energiesparlampen, die dort eingebaut werden können, wo sie nützlich sind. Viele Geräte können auch einfach mal GANZ ausgeschaltet werden, anstatt sie im Standby durchlaufen zu lassen. Das lässt sich entweder manuell oder mit Zeitschaltuhren verwirklichen. Für die Heizung gibt es heute auch tolle Geräte, nämlich programmierbare Heizkörperregler, die tagsüber – wenn jemand da ist – heizen und nachts eben nicht. Ideal auch für die Schwangerschaftsdemenz. Ich habe immer vergessen, die Heizungsregler vor dem Schlafengehen auszuschalten. Das macht jetzt eben der programmierte Regler für mich. Traum!
Und so toll und praktisch so ein Wäschetrockner auch sein mag, wie ich mir schon des Öfteren anhören durfte, ich bin trotzdem der Meinung: Die Wäscheleine ist auch ein super Trockner und dabei total energiesparend. Und auch beim Thema Heizstrahler über dem Wickeltisch sollte man sich fragen: Brauchen wir den wirklich? In unserem Badezimmer zum Beispiel war es zum Wickeln immer warm genug.

Was wirklich den Strom frisst, ist vermutlich von Familie zu Familie unterschiedlich. Mal ist es der Fernseher, bei anderen der PC, wieder andere entwickeln eine ausufernde Liebe zu ihrer Waschmaschine, dem Wäschetrockner (Stromfresser Nummer 1!) oder der Leselampe.

Ich habe mir jetzt einfach mal ein Messgerät angeschafft, um den Stromverbrauch messen und berechnen zu können (gibt’s wie auch Energiesparlampen, Heizkörperthermostate und andere nützliche Dinge zum Energiesparen im Energiespar-Shop von ENTEGA). Denn bei uns zuhause (in einem Zweimannhaushalt mit einem Stromverbrauch von 1.767 kWh pro Jahr) läuft enorm viel Technik. Da sind drei Rechner (ein iMac, ein MacBook und ein Notebook), ein Tablet, ein Smartphone, drei Kameras, deren Akkus geladen werden wollen und: eine uralte Kühlschrank-Eisfach-Kombination. Ich befürchte, neben meiner Tochter – die nie die Lichter hinter sich ausschaltet (ganz nach dem Motto „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm”) – ist dieses Küchenmonster der Stromfresser Nummer 1 in meinem Haushalt …

Und wie steht es um Ihren Stromverbrauch, seitdem Sie Kinder haben?

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