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Strom-Jahresabrechnung: Selbst berechnen!

Wie lässt sich die jährliche Stromabrechnung selbst berechnen? Warum sollte man den Stromverbrauch sowieso jedes Jahr checken? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Strom Jahresabrechnung selbst berechnen

Lässt sich die Strom-Jahresabrechnung selbst berechnen?

Wenn Sie nicht darauf warten möchten, bis die Jahresabrechnung von Ihrem Stromanbieter endlich in den Briefkasten oder ins elektronische Postfach flattert, können Sie Ihren jährlichen Stromverbrauch schon einmal selbst berechnen. Dadurch wissen Sie bereits im Vorwege, ob Ihnen eine Nachzahlung oder eine Rückerstattung bevorsteht.

Das macht ohnehin total Sinn, denn so bekommen Sie ein Gefühl dafür, ob die monatlich geschätzten Abschläge mit Ihrem tatsächlichen Stromverbrauch weitestgehend übereinstimmen. Und Sie diese bestens kalkuliert haben. Ist die jährliche Stromabrechnung da, lohnt es sich, die einzelnen Posten noch einmal zu vergleichen.

Der erste Blick auf die Strom-Jahresabrechnung:

  • Wurde der Zählerstand richtig abgelesen?
  • Hat Ihr Stromanbieter etwaige Preisänderungen oder Boni berücksichtigt?
  • Stimmen Ihre Adresse, die Zähler- sowie die Kundennummer? Gerade in Mehrfamilienhäusern kann es vorkommen, dass die Kundendaten auf den Abrechnungen vertauscht wurden.

 

Warum ist meine Strom-Jahresabrechnung zu hoch?

Anhand Ihrer jährlichen Stromabrechnung finden Sie heraus, wie hoch Ihr tatsächlicher Jahresverbrauch ist. Sollte dieser im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen sein, kann das verschiedene Gründe haben. Wohnen aktuell mehr Personen im Haushalt, haben sich Ihre Gewohnheiten geändert oder haben Sie sich zusätzliche Geräte angeschafft, die sich als echte Stromfresser entpuppen? Oftmals lässt sich hier schon auf die Antwort für einen höheren Verbrauch schließen.

Auf den ersten Blick mag eine mehrseitige Auflistung des Verbrauchs nur schwer nachvollziehbar erscheinen. Davon sollten Sie sich aber keinesfalls entmutigen lassen. In der Regel sind die meisten Stromrechnungen nach dem gleichen Muster aufgebaut. Haben Sie das System einmal durchblickt, wird es Ihnen auch in Zukunft nicht mehr schwerfallen, Ihre Strom-Jahresabrechnung selbst zu berechnen.

Wie sieht eine jährliche Stromabrechnung aus?

Neben Ihren persönlichen Daten finden sich auf einer Strom-Jahresabrechnung ebenso die Abschläge in Euro, die Sie monatlich an Ihren Stromanbieter entrichtet haben. Diese werden mit dem tatsächlichen Betrag für den Verbrauch in der Jahresabrechnung verrechnet.

So sieht eine Strom-Jahresabrechnung aus.

So kann eine Strom-Jahresabrechnung aussehen.

Wenn Sie eine monatliche Abschlagszahlung von 60 Euro im Monat haben, betragen diese aufs Jahr gesehen rund 720 Euro, welche auf der Jahresabrechnung vom fälligen Gesamtbetrag abgezogen werden.

Gleiches gilt für Stromtarife mit Vorauskasse. Hier wird der Jahresabschlag zu Beginn der Vertragslaufzeit entrichtet.

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Wie lässt sich überprüfen, ob meine Rechnung korrekt ist?

Ob Ihr Verbrauch auf der jährlichen Stromrechnung korrekt berechnet wurde, lässt sich oftmals ziemlich schnell selbst überprüfen. Um Ihren angegebenen Jahresverbrauch nachvollziehen zu können, benötigen Sie folgenden Angaben Ihres Stromzählers:

  • den Zählerstand zu Beginn der Abrechnungsperiode (alter Zählerstand)
  • den Zählerstand zu Beginn der Abrechnungsperiode (neuer Zählerstand)

 

Strom Jahresabrechnung Zählerstand berechnen.

Im ersten Schritt ziehen Sie den alten von dem neuen Zählerstand ab. Die Differenz, die sich daraus ergibt, ist der Verbrauch der jeweiligen Abrechnungsperiode. Vergleichen Sie diesen nun mit den Angaben, die von Ihrem Anbieter aufgeführt wurden. Die beiden Werte stimmen überein? Prima.

Sie haben einen anderen Stromverbrauch berechnet? In diesem Fall sollten Sie die meistens auf Seite zwei aufgeführten Teilverbräuche überprüfen. Stromanbieter sind dazu verpflichtet, Ihren Kunden den genauen Verbrauch aufzuschlüsseln, wenn es in dem Jahr zu Preiserhöhungen oder Senkungen kam.

Um die einzelnen Teilverbräuche zu berechnen, nehmen Sie die Anzahl der Kilowattstunden für den entsprechenden Zeitraum und multiplizieren diesen mit dem zu dem Zeitraum aktuellen Preis. Dieser muss dort immer angegeben sein.

Mehrwertsteuer in jährlicher Stromrechnung nicht vergessen.

Stromverbrauch hat sich nicht geändert: Wieso muss ich trotzdem nachzahlen?

Natürlich gibt es weit mehr Gründe für einen erhöhten Stromverbrauch als eine Elektrogeräte-Anschaffung oder das Vergrößern der Wohngemeinschaft. Sollte sich aber die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen nicht geändert haben, wurden keine neuen elektrischen Geräte angeschafft und ist auch gegen die Richtigkeit der Jahresabrechnung nichts einzuwenden, sollten Sie der Rückzahlungsforderung anderweitig auf den Grund gehen:

  1. Eine mögliche Ursache für eine Nachzahlung kann sein, dass etwas mit Ihrem Zählerstand nicht stimmt oder jemand anderes Ihren Strom nutzt. Das können Sie überprüfen, indem Sie in Ihrem Sicherungskasten alle Sicherungen für Ihre Wohnung ausschalten. Warten Sie ein paar Minuten und gehen Sie dann zu Ihrem Stromzähler. Sollte sich das Rädchen weiterdrehen, nutzt irgendjemand anderes Ihren Strom. Ist dies der Fall, sollten Sie Ihren örtlichen Versorger sofort benachrichtigen.
  2. Es müssen nicht immer neue Geräte sein, die sich mit der Zeit als Stromfresser herausstellen. Um eine elektrische Quelle für die hohe Rückzahlung der Strom-Jahresabrechnung ausfindig zu machen, ist ein Messgerät sinnvoll. Dies können Sie bei den meisten öffentlichen Versorgern sogar kostenlos ausleihen. Um festzustellen, wie viel Strom ein Elektrogerät durchschnittlich in der Stunde oder am Tag verbraucht, wird der Stecker aus der Steckdose in das Messgerät gesteckt. Das Messgerät stecken Sie nun wiederum in die Steckdose. Vor allem Waschmaschine und Kühlschrank verbrauchen gerne vermehrt Energie.
  3. Lässt sich die Ursache für die Nachzahlung der Strom-Jahresabrechnung nicht finden, kann unter Umständen sogar der Zähler defekt sein. Bei Verdacht sollten Sie Ihren örtlichen Versorger in Kenntnis setzen. Dieser ist in der Regel für die allgemeine Zählerwartung verantwortlich. Hierbei ist es egal, von welchem Stromanbieter Sie Ihre Energie beziehen. Aber Achtung: Die Auswechslung des Stromzählers ist grundsätzlich kostenpflichtig. Ist der Zähler defekt, trägt die Kosten der örtliche Versorger. Ergibt die Eichmessung, dass alles seine Richtigkeit hat, müssen Sie den Betrag zahlen.

Hohe Nachzahlungen lassen sich ebenfalls vermeiden, indem Sie sich Ihren Zählerstand regelmäßig notieren. So können Sie Ihren monatlichen Abschlag bei Bedarf anpassen lassen, damit dieser wieder Ihrem tatsächlichen Verbrauch entspricht. Denn auch wenn die Jahresabrechnung stimmt, kann es trotzdem eine Nachzahlung geben, da Sie Ihre monatliche Abschlagszahlung zu gering geschätzt haben. Das ist total fair, denn schließlich soll der Stromanbieter nicht auf der verbleibenden Differenz sitzen bleiben. Im Kundenportal MeineENTEGA können Sie Ihren Abschlag mit wenigen Klicks ganz einfach und zu jeder Zeit ändern.

Wie lange hat der Stromanbieter für die Jahresabrechnung Zeit?

Ob Rückzahlung oder Nachzahlung, Ihr Anbieter hat für die Erstellung der Strom-Jahresabrechnung nicht ewig Zeit. Hier gibt es gesetzliche Fristen, die einzuhalten sind.

Grundsätzlich haben Stromanbieter (nach § 40 Abs. 4 EnWG) für die Abrechnung Ihres jährlichen Stromverbrauchs nach Ende eines Abrechnungszeitraumes sechs Wochen Zeit. Der Zeitraum für die Stromlieferung beträgt in der Regel zwölf Monate.

Übrigens ist es Ihrem Stromanbieter ganz recht, wenn es weder eine Rückzahlung noch eine Nachzahlung gibt. Das erspart dem Stromlieferanten Stress und es muss nichts vorfinanziert werden. Natürlich wissen alle Stromanbieter, dass gerade Nachzahlungen schlechte Laune machen. Aus diesem Grund ist ihnen eine realistische Verbrauchsschätzung sowieso viel lieber, was dazu führt, dass Ihr monatlicher Abschlag nach der Jahresabrechnung meistens angepasst wird. So gibt es dann im Folgejahr auch keine „fiese“ Nachzahlung mehr.

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Steht nach dem Vergleich einem Stromwechsel zu einem günstigen Stromanbieter nichts mehr im Weg, müssen Sie aber auch hier noch einmal den Zählerstand ablesen. Dadurch kann Ihr alter Anbieter bis zur Umstellung abrechnen, der neue Stromlieferant ab diesem Moment.

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