Gasheizung
Gasheizung erneuern: Was Sie beachten sollten.
Austauschpflichten, gute Gründe für eine Modernisierung und wann sich ein Heizungstausch lohnt.
3 Minuten Lesezeit
Alte Gasheizung austauschen: Darum ist es sinnvoll.
- Mit einer neuen Heizungsanlage sind Sie zukunftsfähig aufgestellt und können oft Ihre Heizkosten senken.
- Beispielsweise mit einer Hybridheizung aus Gasbrennwerttherme und meist einer Wärmepumpe oder einer kompletten Umstellung auf eine reine Wärmepumpe.
- Förderfähig ist 2026 bei einer Hybridheizung nur noch die Wärmepumpen-Komponente einer Hybridheizung über die KfW (Programm 458).
- Es entfällt jedoch der Klimageschwindigkeitsbonus, weil er nur bei einem vollständigen Umstieg auf eine erneuerbare Heizung gewährt wird. Deshalb kann es sinnvoller sein, direkt auf eine reine Wärmepumpe umzusteigen.
Inhalt
Wann sollten Sie Ihre alte Gasheizung erneuern?
Veraltete Technik.
Gasheizungen älterer Bauart erreichen in der Regel einen geringeren Wirkungsgrad als moderne Gas-Brennwertthermen: erst recht, wenn Sie eine moderne Gasheizung mit einer effizienten Wärmepumpe kombinieren. Mit einer neuen Heizung, zum Beispiel mit einem hybriden System aus Gastherme und Wärmepumpe, können Sie Erdgas sparen und höheren Verbrauchskosten entgegenwirken. Alte Technik ist also ein guter Grund, Ihre alte Gasheizung zu erneuern.
Defekte Gasheizung.
Wann sollten Sie eine Gasheizung erneuern? Diese Frage stellt sich manchmal leider erst gar nicht. Eine fehlerhafte oder kaputte Gasheizung ist oft der unfreiwillige, aber sinnvolle Moment, in aktuelle Brennwerttechnik zu investieren. Für einen solchen Austausch gibt es eine Förderung vom Staat und von Anbietern wie ENTEGA.
Gasheizung erneuern: Das können Gründe sein.
Wer sich zum Austausch der Gasheizung entschließt, hat reichlich gute Argumente dafür. Denn eine neue Heizung
- kann die Heizkosten im Vergleich zu einer veralteten Anlage senken,
- kann den Einsatz fossiler Energieträger reduzieren,
- verringert die Gefahr eines Ausfalls,
- arbeitet besonders sicher,
- nutzt die zugeführte Energie effizienter.
Ein Beispiel für ein solches Heizsystem ist eine Hybridheizung aus Gasheizung und Wärmepumpe. Moderne Gasheizungen mit Brennwertkessel sind in der Lage, entstehende Abgase mittels separatem Wärmetauscher herunterzukühlen. Die bei der Kondensation freigesetzte Wärme kann dann zusätzlich im Haus genutzt werden.
Durch die hybride Kombination müssen Sie nicht einmal Ihr Haus dämmen oder Heizkörper erneuern.
Alte Heizung erneuern: Worauf kommt es an?
Eine derzeit in Deutschland beliebte Technik unter den zahlreichen Heizungssystemen ist die Brennwertheizung, z. B. in Form einer Gaszentralheizung. Eine Gasheizung mit Brennwerttechnik nutzt die zugeführte Energie durch Abgaskondensation besser aus als ältere Technik. Durch den höheren Wirkungsgrad kann der Gasverbrauch gegenüber einer alten Anlage sinken. Dadurch sind Einsparungen von bis zu 30 % möglich. Bei einem Gasverbrauch im Einfamilienhaus von durchschnittlich 23.000 kWh pro Jahr bedeutet das ein Einsparpotenzial von mehreren 100 Euro (je nach Verbrauch).
Gasheizung austauschen und mit Solarthermie kombinieren.
Noch mehr Heizkosten können Sie sparen, wenn Sie Ihre Gasheizung mit einer Solar- und Solarthermie-Anlage kombinieren. Dies ermöglicht Ihnen die Nutzung regenerativer Energie, konkret in Form eigens erzeugter Solarenergie. Diese können Sie dann ganz nach Heizbedarf zum Heizen und zur Bereitung von Warmwasser nutzen.
Heizung erneuern: Gasheizung mit Wärmepumpe.
Die Kombination aus zuverlässiger Gasheizung und effizienter Wärmepumpe ergibt eine zukunftsfähige Heizung, die förderfähig ist und mit der Sie ganz nach Ihren Wünschen modernisieren können. Die Wärmepumpe deckt dabei den Grundbedarf, wohingegen die Gasbrennwertheizung bei Spitzenlast ergänzt. Sie können Ihr Haus erst später dämmen oder Ihre Heizkörper anpassen, wenn Sie auf eine reine Wärmepumpe umsteigen wollen.
Gasheizung erneuern: Kosten.
Anders als z. B. Besitzer einer Stromdirektheizung profitieren die Besitzer einer Gasheizung von der bereits vorhandenen Infrastruktur. Die Kosten für das Verlegen eines Gashausanschlusses entfallen damit schon einmal (einen Gasanschluss brauchen Sie auch nicht, wenn Sie mit Flüssiggas heizen). Allerdings erfordert der Wechsel auf moderne Brennwerttechnik die Erneuerung des Schornsteins.
Gasheizung erneuern: Kosten im Überblick.
Anschaffungs- und Einbaukosten einer neuen Gasheizung hängen u. a. von Modell, Hersteller, Leistung und den individuellen Gegebenheiten vor Ort ab. An den folgenden Richtwerten können Sie sich orientieren:
| Komponente | Preise (ungefähre Angabe) |
|---|---|
| Gas-Brennwertgerät wandhängend | 2.500–4.000 Euro |
| Gas-Brennwertgerät bodenstehend | 3.500–6.000 Euro |
| Gas-Niedertemperaturkessel | 1.500–2.000 Euro |
| Wasserspeicher | 500–1.500 Euro |
| Abgasleitung (inklusive Montage) | 600–1.500 Euro |
| Montage und Inbetriebnahme | 300–500 Euro |
| Demontage alter Heizung | 150–300 Euro |
| hydraulischer Abgleich | 500–900 Euro |
| Gasanschluss | 500–2.500 Euro |
Austauschpflicht und Übergangsfristen für Gasheizungen (Stand: Aug 2026)
Nach dem aktuellen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) können Gas- und Ölheizungen grundsätzlich weiterhin eingebaut werden.
Ab 2045 müssen die eingesetzten Brennstoffe jedoch vollständig klimaneutral sein; ab 2029 ist eine Biotreppe vorgesehen beginnend mit 10 % und steigend auf 60 % bis 2040.
Darüber hinaus sollten Sie ein paar Dinge beachten, wenn Sie eine neue Heizung planen. Zum Beispiel bei einer Pelletheizung. Pelletheizungen können Ihren Wärmebedarf komplett abdecken. Sie brauchen jedoch Platz für die Lagerung des Brennstoffs. Solarthermie-Anlagen brauchen diesen Platz nicht. Dafür können sie in der Regel Ihren Energiebedarf nicht vollständig decken, sondern müssen z. B. mit einer Gasheizung kombiniert werden.
Wärmepumpen sind platzsparend sowie einfach in der Handhabung. Sie können aber vor allem dann wirtschaftlich arbeiten, wenn Ihr Haus einen gewissen Standard an Dämmung hat. Bei einem Wärmebedarf von 16 kW sowie einer Vorlauftemperatur von höchstens 50 Grad ist eine Wärmepumpe in den meisten Fällen bereits sinnvoll. Ihr Installateur oder Energieberater kann diese Frage individuell für Ihr Zuhause beantworten.
Alte Gasheizung erneuern – Förderung nach Energieträger.
Für alle Technologien die, die gesetzlichen Anforderungen an die Nutzung erneuerbaren Energien erfüllen gelten folgende Förderungen:
| Heizungsart | Förderung |
|---|---|
| Wärmepumpe, Brennstoffzelle & Pelletheizung: | 80 % Förderung maximal, z. B. durch: 30 % Basiszuschuss (bis 31.01.27, danach 15% & 15% Wertschöpfungsbonus für in der EU gefertigte/zusammengebaute Wärmepumpen) 16 % Klimageschwindigkeitsbonus (bis 31.01.27, danach halbjährlich abnehmend um 4%) 40 / 30 / 10 % Einkommensbonus (40 % bis 30.000 €; 30 % bis 40.000 €; 10 % bis 50.000) Familienzuschlag 10.000 € Wenn mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt des Eigentümers lebt, erhöht sich die relevante Einkommensgrenze einmalig um 10.000 € |
| Fernwärme | 30 % Grundförderung kein Klimageschwindigkeitsbonus 40 / 30 / 10 % Einkommensbonus (bei Selbstnutzung) Familienzuschlag 10.000 € |
| Hybridheizung | Förderung nur für erneuerbare Komponente, kein Klimageschwindigkeitsbonus, max. 80 % für EE-Hybridheizung möglich |
| Reine Elektro- & Gasheizung: | keine Förderung |
| Solarthermie | Förderung nur für erneuerbare Komponente, kein Klimageschwindigkeitsbonus, max. 80 % für EE-Hybridheizung möglich |
| Wasserstofffähige Heizung: | ausschließlich die spezifischen Investitionsmehrkosten der Wasserstofffähigkeit können angesetzt werden. |
Ob Gasheizung mit Biomethan oder Hybridheizung mit Warmwasserspeicher – eine neue Heizungsanlage kann vielfältige Vorteile mit sich bringen. Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus Luft, Boden oder Wasser und können damit den Einsatz fossiler Brennstoffe im Vergleich zu einer reinen Gasheizung verringern. Außerdem sind sie effizient, wartungsarm und können mit Photovoltaik kombiniert werden
Hybridheizungen kombinieren z. B. eine Gasheizung und eine Wärmepumpe. Dadurch verbinden Sie die Versorgungssicherheit einer Gasheizung mit dem Einsatz von Umweltwärme über die Wärmepumpe. Zudem kann ein Heizungssystem mit Wärmepumpe und Erdgas-Brennwerttechnik bis zu 30 % an Energie und Kosten einsparen.
Pelletheizungen nutzen Holzpellets als Brennstoff, der aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird. Holzpellets sind in Deutschland flächendeckend verfügbar, und die Bedienung ist vergleichsweise einfach.
Falls Sie Vermieter sind und sich fragen, ob Sie Ihre Gasetagenheizung erneuern müssen: Laut Heizungsgesetz dürfen Gasetagenheizungen repariert oder durch eine Gasheizung gleichen Typs ersetzt werden. Dabei haben Sie eine Übergangsfrist, die Ihnen etwas Zeit verschafft.
Zusammenfassend gilt: Gasetagenheizungen dürfen bis zum 31.12.2044 mit fossilem Erdgas betrieben werden. Erst ab dem 1. Januar 2045 greift das finale Verbot fossiler Brennstoffe, da Deutschland bis dahin klimaneutral sein muss.
Wer nach dem Einbau einer neuen Gasheizung weiterhin fossil heizt, muss ab 2029 schrittweise grüne Gase (wie Biomethan oder Wasserstoff) beimischen:
- Ab 2029: mindestens 10 %
- Ab 2030: mindestens 15 %
- Ab 2035: mindestens 30 %
- Ab 2040: mindestens 60 %
Häufig gestellte Fragen.
Werden Gasheizungen verboten?
Gas- und Ölheizungen können grundsätzlich weiterhin eingebaut werden. Ab 2045 müssen die eingesetzten Brennstoffe vollständig klimaneutral sein; ab 2029 ist eine Biotreppe vorgesehen.
Was ist bei der Erneuerung der Gasheizung wichtig?
Wenn Sie Ihre Gasheizung erneuern, sollte eine Heizlastberechnung durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass Ihre neue Heizung optimal zu Ihrem Bedarf passt. Ein hydraulischer Abgleich und eine Schornsteinsanierung sind ebenfalls empfehlenswert, um die Effizienz der Anlage zu optimieren.
Wann sollte eine Gasheizung erneuert werden?
Keine pauschale Austauschpflicht: Das Alter allein ist laut den aktuellen Regelungen (Gebäudemodernisierungsgesetz) kein Grund mehr, eine funktionierende Heizung auszubauen. Ein freiwilliger Austausch ist natürlich sinnvoll, wenn Reparaturen sich wegen ständiger Ausfälle häufen. Grundsätzlich arbeitet alte Technik ineffizienter und treibt ggf. die Heizkosten unnötig in die Höhe. Moderne Anlagen haben einen höheren Wirkungsgrad und erfüllen die gesetzlichen Anforderungen.
Stand der Informationen: Aug 2026
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