20. Februar 2014
ENTEGA Aktuell

Energielieferung: wie ENTEGA die Klimabilanz aktiv verbessert

Der Verzicht auf Atomenergie bedeutet oft den Umstieg auf fossile Energieträger wie Kohle. Dadurch steigen für gewöhnlich die klimaschädlichen CO2-Emissionen. ENTEGA vermeidet diesen Effekt, indem sie ihren Kunden CO2-frei erzeugten Ökostrom und klimaneutrales Erdgas liefert.

Strom aus regenerativen Quellen vermeidet CO2 schon bei der Erzeugung

Bisher emittiert jeder Deutsche im Durchschnitt ca. 11 Tonnen CO2 pro Jahr. Experten sind sich einig, dass der CO2-Ausstoß auf 2,5 Tonnen pro Kopf und Jahr sinken muss, damit die Folgen der Erderwärmung beherrschbar bleiben. Durch die Umstellung auf klimaneutrale Energielieferung verbessert ENTEGA die Klimabilanz ihrer Kunden erheblich.

Dabei kommt es vor allem auch auf die Qualität der umweltfreundlichen Energie und ihren Anteil am Gesamtmix an. Wird Strom aus regenerativen Quellen gewonnen, wird CO2 vermieden, weil es bei der Stromerzeugung gar nicht erst entsteht. ENTEGA Ökostrom trägt dazu bei, denn er wird ausschließlich aus regenerativen Quellen erzeugt: Wind- und Wasserkraft, Solarenergie sowie Biomasse.

Energielieferung: Wie ENTEGA die Klimabilanz aktiv verbessert

Der ENTEGA Absatz von Strom und Ökostrom

Das Ziel der ENTEGA ist es, sowohl den Anteil von Ökostrom am Gesamtabsatz als auch die Absatzmenge von Ökostrom kontinuierlich zu erhöhen. Im Jahr 2012 ist ENTEGA beides gelungen. Der Anteil der Ökostrom-Menge am Gesamtabsatz stieg von 32 auf 35 % und der Absatz von Ökostrom insgesamt konnte um 4 % gesteigert werden.

Der ENTEGA Strommix im Vergleich

Es gibt unterschiedliche Qualitäten in der Zusammensetzung von Ökostrom. Manche Anbieter halten nur eine schmale Produktlinie „Grün“ parat und liefern insgesamt einen grauen Mix. Andere Anbieter wiederum verfügen zwar über ein ökologisches Portfolio, sind aber reine Händler mit geringen Absätzen.
ENTEGA investiert über die Muttergesellschaft HSE in den Ausbau regenerativer Energien und ist der größte Anbieter ökologischer Energie in Deutschland.

Für einen Vergleich von Stromanbietern sind Größen wie die spezifischen CO2-Emissionen (g CO2/kWh) entscheidend.

Mit fast 80 % (Stand 2011) ist der Anteil regenerativer Energien am Gesamtstrommix der ENTEGA Privatkunden fast viermal so hoch wie beim Gesamtstrommix der Bundesrepublik Deutschland.

Der durchschnittliche Emissionswert des von ENTEGA Privatkunden verkauften Stroms lag im Jahr 2011 bei 121 g CO2/kWh. Unsere Privatkunden emittieren damit nur 24 % eines durchschnittlichen deutschen Stromkunden, der eine Umweltbelastung von 503 g CO2/kWh verursacht.
Am Gesamtstrommix der ENTEGA Geschäftskunden ist der Anteil regenerativer Energien mehr als doppelt so hoch wie beim Gesamtstrommix der Bundesrepublik Deutschland.

Der durchschnittliche Emissionswert der ENTEGA Geschäftskunden lag 2011 mit 293 g CO2/kWh um rund 42 % unter dem Bundesmix.

Und ENTEGA Ökostrom-Kunden emittieren überhaupt kein CO2.

Klimabilanz verbessern: Der ENTEGA Strommix

Wie ENTEGA ihre Kunden von Ökostrom überzeugt

Weil ENTEGA Grundversorger in ihrer Heimatregion ist, befindet sich noch ein Teil der Privatkunden im Basistarif. Zwar wird seit 2008 kein Kunde mehr mit Atomstrom beliefert, allerdings enthält der Strommix im Basistarif Anteile von fossilen Energieträgern wie Kohle und Erdgas.

ENTEGA hat sich bewusst dafür entschieden, Privatkunden in der Grundversorgung nicht ohne ihr Einverständnis auf Ökostrom umzustellen. Stattdessen liefert ENTEGA schlagkräftige Argumente für einen Wechsel: Der ENTEGA Ökostrom-Tarif ist günstiger als der Basistarif und der Wechsel ist einfach.
Unternehmen will ENTEGA mit Ökostrom in zwei unterschiedlichen Qualitätsstufen überzeugen: ok-power zertifiziert oder TÜV-zertifiziert und aus physischer Wasserkraft erzeugt.

Die von der ENTEGA gelieferte Energie aus physischer Wasserkraft stammt aus regionalen Wasserkraftwerken in Hessen und Bayern und wird verbrauchernah direkt ins Netz gespeist. Bei den Beschaffungsmodellen können Unternehmen entscheiden, ob sie die Chancen der Marktpreisschwankungen nutzen möchten oder einen sicher kalkulierbaren Preis bevorzugen.

Die Zusammensetzung von ENTEGA Ökostrom

Rund 512.000 MWh Ökostrom hat die Konzernmutter HSE im Berichtsjahr 2012 produziert. 1.587.000 MWh Ökostrom beschafft ENTEGA selbst auf Märkten und durch langfristige Lieferverträge.

Die von der ENTEGA beschafften Ökostrom-Mengen wurden im Jahr 2012 vollständig aus Wasserkraft generiert.

EEG-Wälzung: bundesweite Ausgleichsregelung zwischen den Netzbetreibern, die die regional und saisonal unterschiedliche Zusammensetzung des Stroms berücksichtigt.

Durch die sogenannte EEG-Wälzung werden in der Stromkennzeichnung von der ENTEGA aber auch andere Energieträger ausgewiesen. Diese Anteile sind bei jedem Energieversorger gleich und durch ENTEGA nicht zu beeinflussen.

ok-power Label bescheinigt die hohe Qualität des ENTEGA Ökostroms

Die hohe Qualität des ENTEGA Ökostroms wird durch das „ok-power Label“ zertifiziert. Dieses Gütesiegel wird jährlich vom Freiburger Verein EnergieVision e.V. vergeben, hinter dem die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V. und das Öko-Institut e. V. stehen.

Die Zertifizierung mit dem ok-power Label bestätigt, dass die Kraftwerke, aus denen der Ökostrom kommt, bestimmte Auflagen erfüllen: Um einen Anreiz zum Neubau von Ökostrom-Erzeugungsanlagen zu geben, muss mindestens ein Drittel des Stroms aus Anlagen kommen, die nicht älter sind als sechs Jahre. Ein weiteres Drittel des Stroms muss aus Anlagen kommen, die nicht älter sind als zwölf Jahre.

So wird sichergestellt, dass das Ökostrom-Angebot der ENTEGA aktiv zu einem zusätzlichen Ausbau umweltfreundlicher Stromerzeugungsanlagen beiträgt.

ENTEGA Ökostrom erreicht eine neue Qualitätsstufe des ok-power Labels

ENTEGA hat den Verein EnergieVision e. V. inhaltlich bei der Entwicklung einer neuen Qualitätsstufe des ok-power Labels unterstützt. Diese neue Variante, das sogenannte Initiierungsmodell, berücksichtigt den direkten Beitrag, den ein Energieversorger zum Ausbau der erneuerbaren Energien leistet.

Während das bisherige Händlermodell des ok-power Labels bestätigt, dass durch die Art des vertriebenen Ökostroms indirekt der Bau neuer Anlagen gefördert wird, verlangt das Initiierungsmodell, dass ein Anbieter darüber hinaus auch selbst in erneuerbare Energie investiert und so die Energiewende unmittelbar vorantreibt.

Bereits seit Anfang 2011 wird das Ökostrom-Angebot der ENTEGA Privatkunden überwiegend nach dem neuen Initiierungsmodell zertifiziert. Damit ist ENTEGA eines der ersten Energieunternehmen in Deutschland, die die neuen Kriterien erfüllen. Das Initiierungsmodell honoriert, dass ENTEGA deutlich mehr tut, als nur mit Ökostrom zu handeln.

ENTEGA investiert in erneuerbare Energien

Bis 2015 investiert ENTEGA über den Mutterkonzern HSE rund 1 Milliarde € in eigene Erzeugungskapazitäten für regenerative Energie.

Bis Ende 2012 hat der Konzern bereits 80 % der geplanten Investitionen getätigt und
damit eine Leistung von rund 290 Megawatt im Bau und in Betrieb.

Mehr Informationen zur nachhaltigen Geschäftstätigkeit von HSE und ENTEGA finden sich im gemeinsamen Nachhaltigkeitsbericht.

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  1. Friederich am 4. April 2014 um 15:52

    Das Unternehmen Entega ist nach wie vor ein fossiles Unternehmen und das ändert sich nicht nachhaltig durch den nachhaltingen Gebrauch des Wortes nachhaltig in allen Veröffentlichungen. Auch wird technisch kein Gramm CO2 eingespart wenn man Teilmengen des Stroms mit einem Lable "CO2 frei" ausstattet und teurer verkauft, mit dem Ergebnis dass die unveränderten gesamten CO2 Emissionen nun nur anderen Kunden zugerechnet werden! In der Realität kann kein Stromzähler zwischen "grünen" und "roten" Elektronen unterscheiden, es handelt sich hier nur um Marketingtricks um Strom teurer zu verkaufen!
    CO2 kann nur bei der Erzeugung vermieden werden und da leistet die Entega, respektive der Heag Konzern durchaus einen gewissen Beitrag…. auch ist man aus dem Kohlekraftwerk Mainz ausgestiegen…. Aber dennoch sehen wir massive Investitiionen die die CO2 Bilanz des Konzerns verschlechtern, und das obwohl der Eigentümer die Stadt Darmstadt finanziell so desaströs dasteht dass sie unter den Rettungsschirm musste….
    Zu den Merkwürdigkeiten der Politik des Konzerns zählt dass man in Polen in der Nordsee und in Frankreich Windenergie stellt, und technisch für die dortigen Verbraucher Strom liefert….. das kommunlae unternehmen investiert aber nicht hier und der CO2 frei Strom kommt tatsächlich hier nie an. In Bezug auf das versorgungsgebiet und den Verbrauch im versorgungsgebiet stellt hiesige raum ein beispiel für eine Region mit deutlich unterdurschnittlichen regenerativen anteil am Stromverbrauch, was deutlich wird wen man die installierte Wasserkraft pro Person die installierte Windkraft pro Person und die PV Peak Leistung pro Person im Versorgungsgebiet betrachtet. bis das Unternehmen dem eigenen auftritt entspricht ist noch massive Arbeit über viele Jahre zu leisten.

    • ENTEGA-Team am 15. Juli 2015 um 12:16

      Hallo Friederich,
      unser Ökostrom wird komplett atomstromfrei erzeugt und kommt vollständig aus regenerativen Quellen. Dabei unterliegt unser Ökostrom den strengen Kriterien des „ok power“ – Initiierungsmodells. Das Label wird vom Öko-Institut Freiburg vergeben und garantiert, dass durch entsprechende Investitionen in Neuanlagen ein Zusatznutzen generiert wird. Gemeinsam mit unserem Mutterkonzern HSE haben wir bis 2015 über eine Milliarde Euro in Erzeugungsanlagen für erneuerbare Energien, z.B. Windkraftanlagen, investiert.

      Dieser Ökostrom hat natürlich keine eigenen Leitungen, sodass er auf dem Weg zu unseren Steckdosen im Strommix aufgeht. Wer jedoch einen Ökostrom-Tarif bezieht, unterstützt durch seine Nachfrage aktiv die Energiewende.

      Viele Grüße
      Dein ENTEGA-Team

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