Von Grund auf anders.
Der Energiemarkt muss sich von Grund auf ändern. Davon sind wir überzeugt. In einer Abkehr von Großkraftwerken und einer Umkehr hin zu Investitionen in kleine, dezentrale Erzeugungseinheiten sehen wir die Stromversorgung der Zukunft. Denn das erleichtert intensiven Wettbewerb und den Einsatz regenerativer Energiequellen im großen Stil.
Im Energiemarkt gibt es einige wenige Unternehmen, die Schlüsselpositionen besetzen. In den Kraftwerken von nur vier Unternehmen werden 75 Prozent des Stroms erzeugt. Den gleichen vier Unternehmen gehören 100 Prozent der Hoch- und Höchstspannungsnetze.
Alle Vier haben ein gemeinsames Interesse an hohen Energiepreisen, die sie dank ihrer Marktmacht auch durchsetzen können. Und alle Vier haben das gemeinsame Interesse, die Strukturen zu erhalten, die ihnen diese Marktmacht sichern. Das hemmt den Wandel und zementiert den Status Quo.
Die starke Position der großen Unternehmen kommt nicht von ungefähr. Die Geschichte der Stromwirtschaft in Deutschland ist bislang überwiegend eine Geschichte der Zentralisierung. Zunächst rein lokale, autonome Versorger schlossen ihre Versorgungsnetze Schritt für Schritt zusammen und gründeten Verbundunternehmen. Mit den gegebenen technischen Möglichkeiten machte der Betrieb immer größerer, zentraler Kraftwerke Sinn: Die Verbundunternehmen errichteten u.a. zahlreiche Kohle- und Atomkraftwerke, die den Großteil der Energieversorgung übernahmen.
Aus diesen Verbundunternehmen gingen die großen vier Energieunternehmen hervor, die wir heute kennen. Bis zum heutigen Tag dominiert die zentrale Stromerzeugung in den Großkraftwerken von einigen wenigen Energiekonzernen die Stromversorgung in Deutschland.
Den großen Vier ist daran gelegen, dass auch weiterhin Großkraftwerke im Zentrum der Energieerzeugung stehen, denn kleinere Unternehmen sind kaum in der Lage, derartige Investitionen zu stemmen. So bleibt die Energieerzeugung geschützt vor ungeliebtem Wettbewerb. So bleibt die Energieerzeugung aber auch an fossile, klima- und umweltschädliche Energieträger wie Kohle und Atomkraft gebunden, mit denen diese Großkraftwerke betrieben werden.
Eine Wende ist nach unserer Überzeugung nur durch den Aufbau dezentraler Erzeugungsstrukturen möglich, denn dann können viel mehr Unternehmen Energie erzeugen und so den Wettbewerb beleben. Davon profitieren die Kunden: Durch vielfältige Angebote und faire Preise. Und davon profitiert das Klima. Denn erneuerbare Energien sind der Schlüssel für eine dezentrale Stromversorgung. Sonne, Wind, Biomasse und Wasser – die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen ist im großen wie im kleinen Maßstab denkbar. Dank erneuerbarer Energien können hohe Investitionskosten nicht länger den Wettbewerb bei der Energieerzeugung verhindern.
Dezentrale Stromerzeugung – das ist eine Herausforderung für die Versorgungsnetze. Denn sie sind ursprünglich auf die konstante Stromeinspeisung aus Großkraftwerken ausgelegt. Für die schwankende Einspeisung aus einer Vielzahl regenerativer Energiequellen sind sie nur bedingt geeignet. Das muss sich ändern.
Der HSE-Konzern mit seiner Vertriebstochter ENTEGA engagiert sich deshalb bei der Forschung zu so genannten Smart Grids. Das sind „intelligente“ Netze, die in der Lage sind, trotz dezentraler Einspeisung dafür zu Sorgen, dass immer dort genug Strom vorhanden ist, wo er gerade gebraucht wird. Verbesserte Netze sind die Voraussetzung dafür, dass dezentrale Erzeugung den Markt beleben kann.
Der HSE-Konzern mit seiner Vertriebstochter ENTEGA setzt auf dezentrale Strukturen. Durch Investitionen in erneuerbare Energien, durch Forschung zu Smart Grids und den Vertrieb von zertifiziertem Ökostrom trägt ENTEGA dazu bei, bestehende Verkrustungen im Energiemarkt aufzubrechen. Die derzeitige Struktur des Strommarktes in Deutschland sind das Ergebnis einer Entwicklung von über einhundert Jahren. Sie wird sich nicht von heute auf morgen ändern lassen. Aber wir haben uns auf diesen Weg gemacht. So trägt der Erfolg von ENTEGA auch zum Strukturwandel in der deutschen Energiewirtschaft bei.
Privatkunden: bis 10.000 kWh/Jahr Strom / 150.000 kWh/Jahr Erdgas
Gewerbekunden: ab 10.001 kWh/Jahr Strom / 150.001 kWh/Jahr Erdgas
Industriekunden: ab 100.000 kWh/Jahr Strom / 1.500.000 kWh/Jahr Gas, bzw. leistungsgemessene Kunden
